«Ich beraube schonungslos mich selbst»

Der Plagiatsvorwurf gegen die als Wunderkind gefeierte Autorin Helene Hegemann wirft hohe Wellen. Auf «Welt Online» rechtfertigt sich die 17-Jährige.

«Ich selbst empfinde es nicht als geklaut»: Autorin Helene Hegemann.

Ullstein Verlag

Das Feuilleton feierte «Axolotl Roadkill» als Stellvertreter-Roman für die Nullerjahre-Generation. Das Buch über die Verzweiflung, Liebessehnsucht und Drogenexzesse eines 16-jährigen Mädchens wurde mit Lobeshymnen überdacht. Letzte Woche kam heraus, dass Hegemann ganze Passagen aus einem im Internet publizierten Text kopiert hatte.

«Ich selbst empfinde es nicht als geklaut, weil ich ja das ganze Material in einen völlig anderen und eigenen Kontext eingebaut habe und von vornherein immer damit hausieren gegangen bin, dass eben überhaupt nichts von mir ist», rechtfertigt sie sich in einem Interview mit «Welt Online». Und: «Wenn da die komplette Zeit über reininterpretiert wird, dass das, was ich geschrieben habe, so ein Stellvertreterroman für die Nullerjahre ist, muss auch anerkannt werden, dass der Entstehungsprozess mit diesem Jahrzehnt und den Vorgehensweisen dieses Jahrzehnts zu tun hat, also mit der Ablösung von diesem ganzen Urheberrechtsexzess durch das Recht zum Kopieren und zur Transformation.» Sie klaue nicht nur bei Autoren, sondern überall: «Da beraube ich total schonungslos meine Freunde, Filmemacher, andere Autoren und auch mich selbst.»

«Das klingt jetzt blöd»

Da bleibt die Frage, weshalb sie unterschlagen hat, dass und bei wem sie sich bedient hat. Hegemann meint schlicht, sie habe es vergessen. «Als ich das gedruckte Buch in der Hand hatte, habe ich gemerkt, so blöd das jetzt klingt, dass die Danksagung total unvollständig war, und es auf der Stelle für die zweite Auflage ändern lassen. Das war lange bevor mir diesbezüglich irgendwas vorgeworfen wurde.»

Wie oft in solchen Fällen, kommt auch Hegemann nachdem sie ertappt wurde mit dem Argument, auch andere grosse Autoren hätten sich bei Fremdtexten bedient: «Es gab auch nichtpubertierende, für extrem professionell gehaltene Klauer: Shakespeare hat Montaigne mit Übersetzungsfehlern abgeschrieben, Brecht hat Gedichte von seinen Freundinnen unter seinem Namen veröffentlicht, Goethe hat seinerseits dann Shakespeare abgeschrieben im Faust.»

Zum Erfolgsrezept ihres Buches sagt sie: «Man findet's immer spannend, wenn man Teenager in irgendwelchen sozialen Kunstformen scheitern sieht.» Die Literaturwelt findet es nun spannend, sie als Schummlerin ertappt zu haben. Für sie bedeutet dies aber alles andere als ein Scheitern: Dank dieser Angelegenheit ist Hegemann zu einem der bekanntesten Teenagern Deutschlands geworden.

(rb)

Erstellt: 09.02.2010, 12:43 Uhr

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87 Kommentare

Ben Müller

19.02.2010, 09:44 Uhr
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@Luzia Keller: sie sprechen mir aus dem Herzen! Der Wertezerfall unserer Gesellschaft zeigt sich eben auch hier (obwohl ich andere Bereiche doch als wesentlicher erachte).. Antworten


Marco Lardi

18.02.2010, 22:48 Uhr
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@Dominik Fitze; Sie haben vollkommen Recht. Auch DJ BOBO hat ja seinen ersten Hit bei Michael Jackson abgekupfert. Aber damals waren alle Schweizer stolz auf den BOBO. Und ich nehme mal an, dass 3/4 der Krtiker hier, das Buch nicht mal gelesen haben, geschweige wissen, welche Sätze oder Abschnitte den gestohlen wurden und ob sie abgeändert wurden oder wortwörtlich widergegeben wurden!!. Antworten


Dominik Fitze

18.02.2010, 10:55 Uhr
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Gemäss Heise Online seien es nur einige Sätze, etwa zwei Dutzend, die kopiert wurden. Deshalb verstehe ich die Aufregung nicht: im Musikbusiness ist das doch gang und gäbe; ebenso bei Filmen! Käme irgendjemand auf die Idee, z.B. die Band Tocotronic so niederzumachen, weil sie einen Song nach einem bekannten Buchtitel benannte? Im Hiphop gäbe es nur Plagiate; fast jeder Song enthält Beats ausandern Antworten


Luzia Keller

18.02.2010, 10:23 Uhr
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@Cedric Meury: anscheinend können Sie nicht nachvollziehen, wie man sich fühlt, wenn eigene hart erarbeitete Texte von anderen einfach kopiert und als eigenes Produkt verkauft werden. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie eine Erfindung machen würden, an der Sie monatelang getüftelt haben und ein anderer kopiert ungeniert Ihre Erfindung und vermarktet/verkauft sie dann als seine Erfindung?! Antworten


Severin Haller

18.02.2010, 01:58 Uhr
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Einleuchtend, dass Airden seine Diebin lobt. Schliesslich besteht deren Machwerk ja aus seinen Zeilen. Schockierend, wie in den meinen vorangegangenen "Kommentaren" geradezu geistlos auf das Urheberrecht eingedroschen wird. Wer solche Äusserungen von sich gibt, der hat noch nie die Mühe auf sich genommen, etwas Eigenes zu erschaffen und outet sich als purer Konsument ohne eigene Meinung. Antworten


Beat Kohlhaas

18.02.2010, 00:58 Uhr
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Mal angenommen, jemand kopiert das Werk von Hegemann. Das pdf davon verscherbelt er auf Books on Demand. Wa meint der Suhrkamp wohl dazu, dass sein Buch komplett runiert ist. Oder noch besser. Alle Suhrkamp-bücher werden als Scans gratis an alle verschickt, die sie haben wollen. Wäre mit gleicher Münze bezahlt. Fakt ist: Hegemann ist eine üble Diebin, die hart bestraft gehört. Ende der Geschichte. Antworten


hanna zweig

17.02.2010, 21:00 Uhr
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dieser Axolotl entwickelt sich zu einem typischen Medienhype, ob nun von einer oder von zwei jungen Damen ohne Deutschkenntnisse ein sogenanntes Werk in Fäkalsprache verfasst wurde ist eigentlich so gleichgültig wie das ganze Opus. Antworten


Marco Lardi

17.02.2010, 20:44 Uhr
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Dann wurde auch aus dem Buch "Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" abgeschrieben. Auch dieses Buch handelt von einer Tenagerin, Drogen und Sex und wickelt sich in Berlin ab. Das Buch erinnert mich auch an die "Stücki" Zeit. Antworten


Beat Keller

17.02.2010, 19:25 Uhr
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Schon eine seltsame Idee, aus Mangel an eigenen Worten einfach etwas aus dem Netz zu kopieren. Heutzutage bleibt aber auch wirklich nichts mehr tabu. Fair wäre wenn der Ullstein Verlag das Werk gratis im Internet bereitstellen würde. Wer so dumm ist, sollte auch etwas bestraft werden. An den Kosten dürfen sich auch gerne die Damen und Herren Literatursachverständigen beteiligen. Antworten


Philippe Barbier

17.02.2010, 19:21 Uhr
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Hat eigentlich Google mit Buzz nicht auch eine Art geistiges Urheberrecht verletzt? Twitter und Facebook waren erst da - ich sehe kein Quellenverzeichnis. Bei einem Buch geht es um ein Werk, das als Ganzes wirkt - oder eben nicht. Ob da einzelne Seiten abgekupfert wurden, ist zweitrangig. Wäre natürlich UMWERFEND NEU UND TOLL gewesen, wenn in der ersten Ausgabe ein Quellenverzeichnis gewesen wäre. Antworten


Rolf Schumacher

17.02.2010, 18:38 Uhr
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Lieber anonymer Blogger. Es gibt die Kämpfer im Licht und jene im Schatten. Im Schatten kämpft es sich ehrlich und ritterlich. Der Preis des Lichts ist die Aufgabe der Intimität, ein billiger Ausverkauf der Seele. Das Licht trägt tote Klamotten zur Schau. Schattenkämpfer werden beklaut und enden auf dem Scheiterhaufen des Lichts. Das muss so sein. Der Poenix steigt aus der Asche. ;-) Antworten


Christian Schelbert

17.02.2010, 17:54 Uhr
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Es besteht scheinbar der Verdacht das fast alle Wörter aus dem Duden kopiert wurden und in einen neuen Zusammenhang gebracht wurden. Dreist aber auch. Antworten


Stefan Hager

17.02.2010, 17:18 Uhr
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und wer weint, wenn da diese sogenannten kunstwerke gratis heruntergeladen und kopiert werden? Antworten


Cedric Meury

17.02.2010, 17:11 Uhr
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Das Remixen bestehender Werke ist eines der zentralen Leistungen, welche die kreativen Köpfe hervorbringen. Unsere ganze Kultur beruht auf der Inspiration und dem Abkupfern! Wer dies nicht versteht, ist auf die Gehirnwäsche der modernen Content-Industrie hereingefallen. Antworten


Theodor Boder

15.02.2010, 09:30 Uhr
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Ein typisches Beispiel für den langsamen aber steten Untergang der Kultur. Wer Werke und Eigentum anderer nicht schätzen kann, muss sich nicht wundern, wenn ihm gleiches widerfährt. Schade auch für den Verlag, dass er auf eine solche Hochstaplerin reingefallen ist. Wer Eigentum (auch geistiges) anderer klaut, sollte hart bestraft werden. Und diese Autorin nicht mehr rezensiert und gelesen werden. Antworten


Horst Müller

15.02.2010, 09:22 Uhr
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Das Problem ist nicht, dass sich eine junge Frau aus den Schilderungen anderer von deren real durchlittenem Wahnsinn einen Text bastelt, der ihre eigenen inneren Abgründe womöglich gut beschreibt, sondern dass ein Verlag ihr dafür einen sechsstelligen Vorschuss zahlt und der Feuilleton sie für ihre Authentizität lobt. Antworten


Markus Moser

12.02.2010, 15:11 Uhr
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Herr Eichhorn; auch ich als bereits etwas lebenserfahrenen und Vater von zwei erwachsenen Kindern muss davon Kenntnis nehmen, dass ohne Betrügereien und Mauscheleien in der heutigen Zeit kein Staat mehr zu machen ist. Von Ihrer studierten gesellschaftlichen Leitkultur will ich nun gar nicht reden. Trotzdem geniesse ich Literatur immer noch und verzichte weiterhin auf sogenannte fachliche Analysen. Antworten


Anton Erni

12.02.2010, 00:14 Uhr
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Noch mehr als dieses Wunderkind hat sich das Feuilleton blamiert. Habe mit Vergnügen den Artikel Willi Winklers in der Süddeutschen Zeitung gelesen; die heutige Rezension Thomas Steinfelds in der gleichen Zeitung, erfasst auf brillante Weise, wie hier eine Autorin durch den Zeitgeist verheizt wurde. Gut auch die Kritik Simone Meiers im Tages Anzeiger. Antworten


Luzia Keller

11.02.2010, 17:31 Uhr
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@Nadine Binsberger: 'Informations-Copyrights sind ungeeignet, ja sogar innovationshemmend!' Ich kann Ihnen in diesem letzten Satz nicht beipflichten, da es sich hier um Litaratur handelt und nicht um Kunst. In der Kunstwelt gilt eine Collage als eigenständiges Kunstwerk, auch wenn z.B. Fragmente/Fotos von anderen Kunstwerken als Vorlage dem Künstler dienten. Ist bei Copy-Textpassagen illegal!!! Antworten


Richard Marti

11.02.2010, 16:20 Uhr
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Der Zeitgeist wiederspigelt sich auch im heutigen Kulturbetrieb: Wichtig sind vor allem Oberflächlichkeiten: Jung müssen sie sein, schön müsen sie sein - Hauptsache die Verpackung stimmt! Inhalte? Fehlanzeige! Es lässt sich ja mit dem Schein schon genug Kasse machen, ob das ganze am Ende nur geklaut ist, interesiert wenig! Antworten


Alex Herzog

11.02.2010, 14:59 Uhr
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.......ich finde es traurig und armselig nicht mehr fähig zu sein, nicht mehr den mut zu haben, oder vielleicht sogar einfach aus faulheit die kompromisslose kreativität zu wagen und was ganz eigenes zu erschaffen - @roman praxus.....die wirklich leidenschaftlichen werden bestehen!!! man/frau muss alles geben und zwar das eigene, um mehr als nur eine eintagsfliege zu sein Antworten


Alex Herzog

11.02.2010, 14:53 Uhr
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@et al......ein zeitphänomen? also geklaute daten werden ja auch für mehrere millionen gehandelt, ganz offiziel. gesamplet werden 'geklaute' klangschnipsel schon lange - 'cut up' als schreibtechnik ist ebenfalls schon ein alter hut, aber meines wissens doch immer nur auf die authentisch erzeugten texte des/der jeweiligen autors/autorin angewandt..... Antworten


e. sch.

11.02.2010, 13:51 Uhr
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Diese junge Dame hat uns allen gezeigt wie die Welt heute funktioniert. Jedes Mittel ist recht um in den Zeitungen auf der Titelseite zu erscheinen. Ist man nicht Model oder Miss muss man halt andere Wege finden um ans Ziel zu gelangen. Verdammt ist der, der ehrlich versucht sein leiben zu meistern. Antworten


Christian Manfred

11.02.2010, 13:46 Uhr
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Wer nichts zu sagen vermag und dennoch Mundstuhl machen muss, vergreife sich ungeniert am Gesagten Anderer und drückt dazu ein munteres Copy-Paste: "Stehlen von einem Autor nennt man ein Literatur-Plagiat. Stehlen von zwei Autoren nennt man einen Literatur-Abgleich. Stehlen von drei oder mehr Autoren nennt man eine Literatur-Studie" - Willy Meurer, kopiert am 11-2-2010 um 13:41, www.aphorismen.de Antworten


Michael Meier

11.02.2010, 13:42 Uhr
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Wir lernen also: Wenn das Internet klaut ist das schlimm, wenn man vom Internet klaut ist das, naja, irgendwie ok. Im aktuellen Beispiel geht es nicht einfach um den Klau von Ideen, sondern auch um fast identische Sätze, welche die Autorin verwendete, ohne den Urheber dafür zu erwähnen oder zu fragen. Das Internet ist, anders also viele behaupten, kein rechtsfreier Raum, wo man alles tun darf. Antworten


Bernd Nigglin

11.02.2010, 13:12 Uhr
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@Ramon Paxus: mag sein, das das Urheberrecht verschwindet. Mag aber auch sein, dass damit auch die besten Autoren und Künstler ihre Arbeit umlagern, keine Tonträger oder Bücher produzieren, halt live auftreten und Eintritt verlangen. Und für solche wie Ramon, bleibt dann das Wiederkauen von alten Büchern, immer wieder schon gehörter Musik. Viel Spass bei den Geistverkümmerungsprozess. Antworten


Thomas Sieberg

11.02.2010, 12:35 Uhr
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Angenommen ich lasse ein Hause bauen. Maurer, Bodenleger, Maler machen das. Ich verkaufe das Haus für eine Million. Wenn dann die Handwerker bezahlt werden sollen, sage ich, Sorry: habe euch nur ausgelehnt. Eure Leistung honorieren, hab ich keinen Bock. Was nennt man so ein Haltung: Diebstahl! Frau Hegemann ist simpel und einfach eine unverschämte Diebin, die hart bestraft gehört. Antworten


Marcel Zufferey

11.02.2010, 12:34 Uhr
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Sehr gut: Nun wird diese "Autorin" auch noch für den Preis der Leipziger Büchermesse nominiert- für was eigentlich? Für's Klauen? Am besten wäre es wohl für alle, Verlag, "Autorin", Rezensenten und Feuilletonisten, wenn man diese Person vergessen würde- und zwar für immer und ewig! Antworten


Ben Müller

11.02.2010, 12:33 Uhr
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Wie immer wenn es um Urheberrechtsdiskussionen geht und ich die Kommentare der 'alles gratis Menschen' lese, frage ich mich wie und mit was die ihr Geld verdienen.. sind wohl alle in der Landwirtschaft tätig oder was? Antworten


Rolf Iseli

11.02.2010, 12:31 Uhr
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Gehet hin und kontrolliert eure Bibliotheken. Seid nicht enttäuscht wenn da das eine oder andere Buch erscheint, dessen Inhalt nicht ganz der Feder des Autors entspricht (Im Nachhinein). Es war trotzdem lesenswert. Im übrigen hat da Frau Hegemann offensichtlich ein literarisches Eigentor geschrieben. Wer liest schon ihre Folgewerke wenn da solche folgen sollten ? Antworten


Nadine Binsberger

11.02.2010, 12:28 Uhr
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Es ist eine grosse und wunderbare Leistung, Ausschnitte aus verschiedenen Quellen so zusammenzufügen, dass sie ein neues Ganzes ergeben. Der Mensch funktioniert ganz grundsätzlich so. Schon von Kind an kopiert er Verhaltensweisen von Erwachsenen und setzt sie zu einer neuen, eigenen Identität zusammen. Informations-Copyrights sind ungeeignet, ja sogar innovationshemmend! Antworten


Bruno Waldvogel

11.02.2010, 12:22 Uhr
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Es gibt hier eigentlich nur eine Reaktion: Rausschmiss und Rückzug des Preises. Als Autor weiss ich, wie schmerzhaft es ist, wenn man beklaut wird. Wenn das nicht klar als Exempel statuiert wird, macht sich die ganze Branche lächerlich. Wobei es nicht zu leugnen ist, dass das Ganze ohnehin ein Filz ist. Antworten


Daniel Eichhorn

10.02.2010, 15:56 Uhr
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@ Lucie Braun: Ich verstehe ihre Einwände, habe Wirtschaft studiert und mitbekommen, wie das da laufen kann(!). Aber wenn ich Sätze höre wie: "ganze lügen und betrügen fängt schon in der kindheit an und zieht sich durch's ganze leben, wer nicht mitmacht, bleibt auf der strecke.", so mache ich mir grosse Sorgen um unsere Zukunft. Wie kann man nur eine so pessimistische Sicht auf die Welt haben? Antworten


alex bauer

10.02.2010, 14:11 Uhr
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Mal sehn was passiert wenn sie mich wegen meinen Raubkopien anklagen und ich sage: "Ich selbst empfinde es nicht als geklaut" ... Antworten


Luzia Keller

10.02.2010, 11:32 Uhr
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@oliver keller: Ihre Antwort ist eine einzige Bereicherung und rettet diesen Wintertag für mich! Antworten


Marco Schiller

10.02.2010, 05:49 Uhr
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Plagiats und Piraterievorwuerfe im Zeitalter der digitalen Revolution welche exakte Kopien beliebig erlaubt. Waehrend frueher die Bibel noch von Hand kopiert und verbreitet wurde kopiert man heute mit zwei mausklicks enzyklopaedien oder andere digitale dateien. Sampling in der Musik laesst sich da auch einordnen. In Ordnung geht das schon nur angemerkt und gecleart muss das copyright sein. Antworten


Isabel Wirth

09.02.2010, 17:17 Uhr
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@Ramon Paxus: Okay, es ist ein Zeitphänomen sich einen Feuchten um die Urheberschaft zu kümmern. Aber es geht hier nicht um "Branchen", sondern darum, dass der Eindruck entsteht, dass junge Leute keinen Skrupel mehr haben und über Leichen gehen, nur um berühmt zu werden. Die Beiläufigkeit, mit der die Ertappte die Untat als "normal" bezeichnet, verschlägt einem geradezu die Sprache. Antworten


Luzia Keller

09.02.2010, 17:05 Uhr
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@Ramon Paxus et al: wie kommen Sie auf die Idee, dass das Urheberrecht vorbei sei? Geistiges Eigentum bleibt immer dem Autor oder Verfasser vorbehalten und Abdrucke/Verwendung muss genehmigt, erwähnt und/oder bezahlt werden! Wer nicht fähig ist, eigene Kreativität und Phantasie zu entwickeln, soll die Quelle seines 'Geistesblitzes' gefälligst angeben. Alles andere ist ethisch nicht vertretbar. Antworten


Flavio Frei

09.02.2010, 17:03 Uhr
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@Lucie Braun: Hallo?! Ich bin 18 Jahre alt und nich einmal ein dritel so begabt wie die Autorin. Was würden Sie denn sagen, wenn ich in meinem "zarten Alter" der Gesellschaft den Spiegel vorhalten würde. Ein bisschen anmassend finde ich. Ausserdem ist dies doch nur eine Ausrede einer jungen Autorin, die vielleicht ein bisschen unter Druck steht... Antworten


Lucie Braun

09.02.2010, 16:59 Uhr
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@daniel eichhorn: gut das sie nicht in meiner welt leben müssen, da bin ich doch froh . um mich herum nehmen viele menschen das leben so wahr - menschen die mit offenen sinnen und augen durch's leben gehen und nicht in einer traumwelt leben wie sie offensichtlich! schön das es ihnen dort so gut geht - ich wünschen ihnen noch viel spass. mir gefällt es in meiner welt, aber ich bin auch realistisch Antworten


Marco Zoppi

09.02.2010, 16:51 Uhr
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@ramon paxus. Sehr bedenklich ihre Aussage. in welcher Branche arbeiten Sie? Wie wäre es für Sie, wenn sie ab morgen für ihre Arbeit nicht mehr bezahlt würden? Hier geht es ja nicht einfach um die Vervielfältigung von allgemeinen Informationen. Hier klaut jemand etwas und verkauft es weiter. Antworten


oliver keller

09.02.2010, 16:36 Uhr
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@Luzia Keller: es sind eben die unbequemen Nichtmainstreamer, die faszinieren! Wie sonst konnten eine Harper Lee, Jane Austin, ein Heine, Keller (yes!) Saint-Exupéry, Hugo, Gogol, oder Fontenelle ('nouveau dialogues des morts', mein Lesetipp an Sie) die Welt verzaubern, und alle erst noch keine Plagiate? ;-) Antworten


Christine Anderegg

09.02.2010, 16:17 Uhr
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@Daniel Eichhorn: Dann träumen Sie mal schön weiter von Ihrer heilen und gar nicht so bösen Welt. Ich beneide Sie regelrecht...! Antworten


Max Faes

09.02.2010, 16:12 Uhr
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Ich bin 18 Jahre alt. Es fällt mir auf, dass die Autorin Argumente verwendet, die für ältere Generationen (zu denen annahmsweise die meisten von euch gehören) schwer nachzuvollziehen sein können. Es ist so, dass für Menschen in meinem Altersbereich, tendierend zu den Jüngeren, das Internet eine neue Ansicht von Besitz im Textbereich hervorgebracht hat. Antworten


hugo kunz

09.02.2010, 16:01 Uhr
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wen interessiert's? wenn der leser spass daran hat und dafür zu bezahlen bereit ist, ist es ihm doch piepegal ob geklaut oder nicht. der streit zwischen original und fälschung braucht dann ja nicht mein problem zu sein! typisch kultur-probleme! Antworten


Ramon Paxus

09.02.2010, 15:50 Uhr
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Na und, die Zeiten des Urheberrechts sind vorbei. Gewisse Branchen haben's noch nicht gemerkt, aber das Exklusivrecht auf vervielfältigung und weiterverbreitung von Information jeglicher Art muss verschwinden. Klar werden viel weniger 'Künstler' sich ihren Lebensunterhalt mit Ihrer Kunst verdienen können, aber die wirklich guten, und die wirklich leidenschaftlichen werden trotzdem bestehen. Antworten


Daniel Eichhorn

09.02.2010, 15:47 Uhr
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@ Lucie Braun: Vielleicht nennen sie mich naiv, aber es muss furchtbar sein in ihrer Welt! Hier bei mir in der Schweiz siehts viel schöner aus. Wo leben sie? Da will ich nicht in Urlab fahren. Antworten


Gerhard Schnitzler

09.02.2010, 15:40 Uhr
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Das klingt jetzt aber wirklich saublöd ,,, Auch wenn ein anderer Kontext vorliegt, die verwendeten Texte sind von jemand anderem geschrieben. Das ist geistiger Diebstahl, und der ist verboten! Grüsse! GS Antworten


Dante Eggenberger

09.02.2010, 15:27 Uhr
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Besten Dank, Rico Bandle, fuer dieses erhellende Interview. Interessante Debatte. Man darf gespannt sein, wie sich das entwickelt. Antworten


Robert Müller

09.02.2010, 14:59 Uhr
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Wenn das Internet so toll und frei ist, dann muss man das "Buch" auch nicht einem Verlag bringen. Dann veröffentlich man seinen Text im Internet und lässt ihn dort für alle gratis und ohne Einkünfte (ausser dem einen oder anderen Werbebanner) zum Lesen und für alle anderen zum weiterkopieren! Antworten


Lucie Braun

09.02.2010, 14:59 Uhr
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diese junge frau sagt ,tut und zeigt uns doch ganz einfach nur das was rund um sie herum gelebt wird. leider ist es doch so, dass wir rundum belogen, betrogen und über's ohr gehauen werden. ganze lügen und betrügen fängt schon in der kindheit an und zieht sich durch's ganze leben, wer nicht mitmacht, bleibt auf der strecke. Antworten


tom rubli

09.02.2010, 14:53 Uhr
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wenn es eigenständig, einer eigenen logik und geschichte folgt, ist das doch gut so, der inhalt muss doch nur spannend sein und gefallen....(wen intressiert schon langweilige Lyrik....sorry).....wenn von mir stellen kopiert würden wäre das ja toll, für mich eine bestätigung , dass mein text gut und spannend war.....! Antworten


Robin Haegele

09.02.2010, 14:28 Uhr
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wenn man sagen will, dass es normal sei, andere texte zu klauen, dann soll man doch so konsequent sein und diese texte kostenlos in einem blog oder webseite zur verfügung stellen. aber einerseits texte klauen und copyright - excesse anzuprangern, und gleichzeitig den verleger um copyright und tantiemen bitten, geht nicht auf. Antworten


Sibylle Weiss

09.02.2010, 14:22 Uhr
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Frau Lanz. Wenn jemand Material klauen will, kann er/sie dies auch ohne Internet tun. Glaube nicht,dass an allem das Internet schuld ist, zumal es im Internet auch sehr viel Lehrreiches zu lesen gibt. Antworten


thomas schweizer

09.02.2010, 14:21 Uhr
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Hört doch auf mit diesem Moralismus! Antworten


Albert Muri

09.02.2010, 14:07 Uhr
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Jedes weitere Beharren auf Details, jedes weitere halblegitimatorische Winden des genasführten Feuilletons macht diese Hochstaplerposse noch peinlicher. Zuerst hat das Lektorat versagt, danach sämtliche Kulturredaktionen. Was dauerhaft bleiben wird: Gelächter. Antworten


Moni Sigrist

09.02.2010, 13:57 Uhr
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Als ich die Kritik zu ihrem Buch las, dachte ich mir - ah wow - ein neues Talent. Wunderschön! - Schade nun diese Nuller Meldung zu diesem Neulingswerk. Ich selber schreibe Lyrik und alles von mir ist echt, ich muss nicht extern nachgucken. Eines ist: Es ist nur peinlich im Auge des Betrachters oder der Leserin oder der Kritiker. Schaut e bissi besser vorher, sie wird es nie mehr tun! Antworten


Luzia Keller

09.02.2010, 13:41 Uhr
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@oliver keller: herzlichsten Dank, dass Sie meine Zeilen richtig interpretiert haben :-)) Wieso dies jedoch jetzt so hohe Wellen wirft, erscheint mir geradezu bigott zu sein. Die Medien und vorallem das www sind nicht unschuldig an dieser verwerflichen Entwicklung und die Wenigen, welche sich noch an die Regeln halten, werden vom Mainstreamdenken an die Wand gespielt. Wer zieht hier die Grenzen? Antworten


Pablo Haller

09.02.2010, 13:25 Uhr
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ojehmine! erstens ist ein roman keine seminararbeit, sondern eine auseinandersetzung mit der gegenwart, zweitens, da muss man hegemann recht geben, wären viele grosse werke der neuen literatur ohne plagiate nicht entstanden. burroughs & gysin wurden damit genervt & bellten den kleingeistern entgegen: writers don`t own their words. Antworten


Isabel Wirth

09.02.2010, 13:17 Uhr
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In der Schweiz machen jährlich tausende von gleichaltrigen Gymnasiasten eine Maturarbeit. Da gibt es einige Talente drunter, die zum Beispiel ein Lyrikband, eine Erzählung oder ein Drama verfassen – nebst dem obligaten Journal, die Zusammenfassung etc. Richtet doch den Fokus auf diese Jugendliche, denn das ist allemal interessanter als die peinliche Rechtfertigung dieser literarischen Diebin. Antworten


Dante Eggenberger

09.02.2010, 12:51 Uhr
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"Autsch, hab ich jetzt voellig vergessen...!", sprach die ertappte Diebin. Und: "Ich habe nicht, die andern haben auch..." Fast ruehrend, diese Teenager-Ausfluechte. Dies Argument ist auch suess: "Urheberrechtsexzess." Aha! Na dann war's ja hoechste Zeit, dass da mal jemand mit solch ungesunden Angewohnheiten aufhoert und neue Standards setzt. Bin gespannt auf weitere Erklaerungen... Antworten


Roland Burkhard

09.02.2010, 12:46 Uhr
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Da muss ich Bernadette Hauert recht geben. An jeder seriösen Uni werden die Studenten auf die Plagiats-Problematik aufmerksam gemacht. Copy/paste ist verlockend, es gibt aber auch Software welche die Arbeiten von Studenten mit anderen Publikationen abgleichen. Den Studenten wird das kommuniziert. Von 100 Studenten geraten vielleicht 2 in den Plagiatsverdacht. Ghostwriting ist viel problematischer Antworten


Louise Lanzn

09.02.2010, 12:40 Uhr
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Es ist absolut normal, dass Blogs/Freunden das Leben einer 17jährigen und somit auch ihr Werk beeinflussen. Es ist natürlich peinlich, dass nicht alle Quellen genannt wurden. Jedoch finde ich es nicht in Ordnung, dass Hegemann hier in vielen Kommentaren in die "will-berühmt-sein"-Ecke abgeschoben wird. Ich will ja dann sehen, welche jungen Autoren der Zukunft NICHT vom Internet beeinflusst sind... Antworten


Alex Kleinberger

09.02.2010, 12:35 Uhr
Melden

Ich hab ihr Buch zwar noch nicht gelesen, aber ich bin voll begeistert von ihr. Wieder hat die Gesellschaft etwas bekommen, wo sich die Geister scheiden. Im Gegensatz zum Grossteil der Bevölkerung: Anstatt zu kritisieren kreiert sie (mit welchen Mitteln auch immer...) Sie ist der Quentin Tarantino der Literatur. Antworten


Marcel Bider

09.02.2010, 12:33 Uhr
Melden

In einer Zeit, da nicht nur Studenten, Wissenschaftler und Journalisten ihre Texte und "Recherchen zusammengooglen" wundert es nicht, dass sich ein junges Ding dieser Mittel bedient, um auch ein bisschen Prominenz abzukriegen. Erstaunlich nur, dass wir trotz mondernster Kommunikations- und Informationsmittel keinen Deut gescheiter sind. "Sit dir öpper oder googlet dir euch durchs Läbe?" Antworten


Andre Lebon

09.02.2010, 12:08 Uhr
Melden

Wunderbar dass die deutschsprachige Welt im Moment kein groesseres Problem wie dieses hat. Antworten


Peter Bieler

09.02.2010, 07:34 Uhr
Melden

Scheinbar muss klauen eben doch voll OK zu sein. Warum sollte eine kleine, geistig und gesellschaftlich noch nicht Erwachsene kennen müssen, was sich gehört? Die sogenannt Grossen und Gescheiten leben ihr doch vor, dass man am schnellsten ans Ziel kommt, wenn man alle Mittel einsetzt. Legalität lässt sich biegen. Ob Daten- oder Ideenklau... wo liegt der Unterschied? Antworten


rosa weinheim

08.02.2010, 23:53 Uhr
Melden

versteh ich da etwas falsch, oder müssten denn die kritiker ALLE geschriebenen werke (analog und digital) kennen, oder jeden satz eines buches zuerst mal bei google eingeben?? ou mann, so macht ja lesen dann gar keine freude, wenn man zuerst mal alles in frage stellen und allem misstrauen muss. Antworten


hanna friedli

08.02.2010, 21:17 Uhr
Melden

Haha, da kommt mir nur "Lila Lila" in den Sinn. Wie verzweifelt muss dieses "Mädchen" auf der Suche nach Anerkennung sein. La pauvre... Antworten


bernadette hauert

08.02.2010, 20:39 Uhr
Melden

@ Susanna Kim: Zur Berichtigung: Heutige Studis kennen die Problematik mit den Plagiaten sehr wohl und sehr gut (z. B. auch die Gefahr von Plagiaten beim Übersetzen von fremdsprachigen Texten..). Und nichts mit copy-paste: In der Bibliothek sitzen & sich die Zähne ausbeissen an Texten, Klassikern & Wälzern jeglicher Art, ist nach wie vor DIE Arbeitsweise. Viele Grüsse aus der UB... Antworten


Alfred Wankdorf

08.02.2010, 18:53 Uhr
Melden

Schön. Verlage schreien, wenn Google auch nur eine einzige Seite aus einem ihrer Bücher ins Netz hängt. Aber klaut die Vertrags-Autorin ein Buch AUS dem Internet zusammen, um dann gedruckt zu werden, kann man «darüber streiten». Doppelmoral, einmal mehr perfekt in Szene gesetzt. Antworten


Pirmin Meier

08.02.2010, 16:40 Uhr
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Vollkommen bedeutungslos, wie sehr viel, was in diesen Nullerjahren als Literatur verzeichnet wird. Jede Zeile Dürrenmatt, selbst wenn sie alkoholisiert geschrieben war, bringt mehr. Mit dem Debütanten oder Kinderbonus sollte nun mal definitiv aufgehört werden. ¨Was ist vom französischen Wunderkind Minou Drouet geblieben? Antworten


Hans Brecht

08.02.2010, 15:33 Uhr
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Ein Skandal, dass man nun so tut als sei Stehlen eine normale Erscheinung der jungen Generation, mit der man eben leben müsse. Klauen ist nicht Inspiration, sondern Klauen! Das weiss die Diebin selbst am allerbesten. Raison: Wenn in den Medien eine Person hochgejubelt wird, sollte beim Leser eine Alarmglocke schrillen. Antworten


Ella Lurino

08.02.2010, 15:06 Uhr
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Dies ist nur die logische Fortsetzung dessen, was in der Zeitungsbranche schon lange gang und gäbe ist. Antworten


oliver keller

08.02.2010, 15:02 Uhr
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@Luzia Keller: mit Ihrem Statement und dem Ausdruck 'Narzissmus' treffen Sie voll ins Schwarze, vielen Dank! Oft kommt es mir so vor, egal, wie lächerlich man sich macht, Hauptsache, einige Tage 'berühmt' zu sein. Antworten


Christian Breuss

08.02.2010, 14:46 Uhr
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Sie hat einige Passagen vom Internet verwendet, aber das Buch hat Sie geschrieben. Es werden immer wieder Ideen kopiert und weiterverwendet. Und da bitte ich zu unterscheiden. Es werden oft Ideen weiter verwendet. Sie ist eine sehr gute Autorin. Und ich denke das Buch ist für dieses Alter einzigartig. Die meisten Kritiker sind Kreaturen, die es selbst nicht geschafft haben erfolgreich zu schreiben Antworten


Lukas Orellano

08.02.2010, 14:37 Uhr
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Was für eine Frechheit! Ich habe "Axolotl Roadkill" letzte Woche bestellt und ärgere mich jetzt so darüber, dass ich "Strobo" gleich auch noch bestellt habe. Der Autor hat Unterstützung verdient. Antworten


Mario Stankovic

08.02.2010, 14:25 Uhr
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In DER "Internet-Community" wird sehr wohl unterschieden, zwischen offenem und dankbaren Mitbenuzten von geistigem Gut und Falschmünzerei. Ich kann mir gut vorstellen, dass Fräulein Hegemann diesen Betrug bewusst gemacht hat. Antworten


Ricardo Adriansen

08.02.2010, 14:14 Uhr
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Als 'unersättliche Lesseratte' wurde mir eher interessieren (bezugnehmend auf dem Kommentar von Frau Wunderli) welche anderen Tiefpunkte in der Literatur habe ich nicht mitbekommen (wann, wo, Autor, Verlag, Art des Verstosses). Danke im Voraus Frau Wunderli. Was die Kritiker lesen oder nicht zeigt sich deutlich in dem Fall. Meinung: In dem Geschäft die fachmännische Beurteilung hat ausgedient. Antworten


Patric Imhof

08.02.2010, 13:57 Uhr
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Dumm gelaufen. Ich bin tatsächlich aufgrund den überschwänglichen Kritiken neugierig auf den Roman geworden. Doch hätte ich das Ganze auch ohne den aufgeflogenen Schwindel mit Vorsicht genossen. Wäre sowieso nicht überzeugt gewesen, klassische Underdog Literatur im Stile eines Charles Bukowskis oder Irvine Welsh, geschrieben von einer 17-Jährigen vorzufinden... Antworten


Susanna Kim

08.02.2010, 13:29 Uhr
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@Wunderli: Eben nicht. Die heutigen Stundenten können praktisch keine Arbeit mehr selber schreiben und recherchieren, alles wird im Internet mit copy/paste abgekupfert. Das ist an Schweizer Unis ein grosses Problem. Zwar gibt es die Plagiat-Policy, aber die meisten Studenten kennen nicht mal den Begriff "Plagiarismus". Antworten


Kurt Aegeri

08.02.2010, 13:05 Uhr
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Es lässt tief blicken und regt zum Schmunzeln an, und - so hoffe ich für viele Menschen: zum selber denken! Antworten


Nia Bee

08.02.2010, 13:04 Uhr
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die Stimme eine Kritikers ist nur eine Stimme von vielen. selber lesen, selber urteilen Antworten


Luzia Keller

08.02.2010, 12:57 Uhr
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Diese junge Frau und ihre 'Arbeitsweise' ist das Produkt der Nuller-Jahre. Wer in einer fast schon paranoid zu nennenden westlichen Gesellschaft voller Exhibitionismus, Gigantismus, Narzissmus etc. aufwächst, hat Mühe zu erkennen, wo die Grenzen von Ethik und Moral zu setzen sind. Die Erwachsenenwelt zeigt den Jugendlichen vermehrt eine Besorgnis erregende Ambivalenz im Sagen und Tun. Antworten


Anna Fritz

08.02.2010, 12:53 Uhr
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Geklaut ist geklaut. Und ohne gennante Quelle finde ich das als Leser dann schon sehr enttäuschend . Finde es falsch dass das Klauen der Schriftstellerin nun gemäss diesem Artikel für eine ganze Generation herhalten soll. Antworten


Max Affolter

08.02.2010, 12:52 Uhr
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Eine 17-jährige Wunderschriftstellerin? C'mon, da muss man doch den Kritikern keine Vorwürfe machen. Solche Kritiken liest man ja schon gar nicht. Bevor das zweite Buch erschienen und ein wenige Zeit verstrichen ist, interessiert sich doch kein anspruchsvoller Leser für so einen Quatsch. Antworten


Mari Wunderli

08.02.2010, 12:35 Uhr
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eher peinlich?- Wenn Kritiker auch nicht mehr lesen und sich weiterbilden wie kann man dann etwas bewerten? An unserer Uni wäre ein Student glatt herausgeflogen wenn man ihn beim Plagiat erwischt hätte- jetzt wird die Authorin noch berühmt und gefeiert? Ein neuer Tiefpunkt in der Literatur. Antworten



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