«Oh meine Güte, meine Güte, oh mein lieber, lieber Gott, oh Liebling»
Von Philippe Zweifel. Aktualisiert am 22.11.2011 1 Kommentar
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Seit siebzehn Jahren vergibt die angesehene Zeitschrift «Literary Review» den Bad Sex Award an Autoren «achtbarer zeitgenössischer Romane», um die Aufmerksamkeit «auf die kruden, geschmacklosen, oft nachlässig geschriebenen sexuellen Passagen» darin zu lenken.
Letztes Jahr trafs den englischen Schriftsteller Rowan Sommerville für sein Buch «The Shape of Her» respektive seinen Satz «Wie ein Schmetterlingsforscher, der ein hartschaliges Insekt mit einer zu stumpfen Anstecknadel festnagelt, bohrte er sich in sie hinein».
Heuer wird die zweifelhafte Auszeichnung am 6. Dezember verliehen. Auch die Nominierten sind nun bekannt. Mit Haruki Murakami und Stephen King respektive deren neuen Büchern «11.22.63» und «1Q84» sind zwei Bestsellerautoren auf der Liste vertreten. Murakami galt dieses Jahr gar als Favorit für den Nobelpreis. Unter den insgesamt 12 Nominierten sind auch zwei Frauen: Jean Auel und Dori Ostermiller.
Quasi als Vorgeschmack auf die Verleihung hier eine Passage aus Stephen Kings neuem Buch:
...«Ohmeingottja», sagte sie und ich lachte. Sie öffnete ihre Augen und sah mich von unten mit einer Mischung aus Neugier und Hoffnung an: «Ist es vorbei oder gibt es mehr?»
«Ein bisschen mehr», sagte ich. «Ich weiss nicht wie viel. Ich habe schon lange nicht mehr mit einer Frau geschlafen.»
Wie sich herausstellte, war es ziemlich viel... zu guter Letzt keuchte sie: «Oh meine Güte, meine Güte, oh mein lieber, lieber Gott, oh Liebling.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 22.11.2011, 15:39 Uhr
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