Wasserstoffperoxid ist sein Leben

Aktualisiert am 30.11.2009

«Playboy»-Gründer Hugh Hefner veröffentlicht seine Biografie. Für alle, die schon immer genau wissen wollten, was man in der Playboy-Mansion den lieben langen Tag so treibt.

1/13 Wasserstoffperoxid ist sein Leben: Hugh Hefner mit drei Gespielinnen. Es folgen berühmte Playmates.

   

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Buch

Hugh Hefner’s Playboy, 6 Bände, Taschen-Verlag (1000 Euro), limitierte und signierte Auflage von 1'500 Exemplaren.

«Playboy»-Gründer Hugh Hefner hat seine Lebensgeschichte zu Papier gebracht. Das klingt vielversprechend, allerdings kann nicht jeder in den Genuss der pikanten Anekdoten kommen. Die sechs, im Taschen-Verlag erscheinenden Bücher, sind als limitierte Auflage (1500 Stück) geplant, kosten 1'000 Euro und sind bei Amazon vorbestellbar.

Das Veröffentlichungsdatum ist noch nicht bekannt, doch einige Details zum Inhalt sind bereits durchgesickert. «Bild» jedenfalls weiss, dass in der Biographie vom Besuch der Rolling Stones in der legendären Playboy-Mansion berichtet wird. Die Band übernachtete 1972 bei Hefner und behielt diesen Aufenthalt als Höhepunkt ihrer Tournee in Erinnerung. O-Ton Hefner: «Einem neugierigen Reporter sagte ich, dass sich alle prächtig amüsiert hätten. Genau genommen hinterliessen sie die Bude als ziemlichen Trümmerhaufen und hatten offensichtlich jede Menge Spass.» Später bestätigte eine Playmate-Kandidatin gegenüber einem Reporter: «Junge, Junge, mein ganzer Hintern ist voller Beulen und Bissflecken.»

Im Grotto-Pool

Am 31. Dezember 1973 liess Hefner die erste seiner berüchtigten Pyjamapartys steigen. Eine Dame antwortete auf die Einladung: «Aber ich schlafe nackt.» Hefners Sekretärin teilte ihr mit, «das sei überhaupt kein Problem.»

Vielleicht auch deshalb tummelten sich bald schon wahre Heerscharen in der Playboy Mansion: «Playmates, Studentinnen, Sekretärinnen, Mädchen, die meine Freunde am Strand aufgelesen hatten. Meine Ex-Freundin Sondra wurde eine Art Cheerleader für Mädchen. Für einen meiner Geburtstage trommelte sie fast ein Dutzend Damen für eine heisse Sitzung im Grotto-Pool zusammen», schreibt Hugh Hefner weiter.

Hefners Auf- und Abstieg

Hefners Aufstieg zum wohl am meisten beneideten Mann der Welt, begann 1953 mit einer halbnackten Marilyn Monroe in der ersten Ausgabe des «Playboy». Bald darauf war das Heft das erfolgreichste Erwachsenen-Magazin der Welt - und ein Wegbereiter für die sexuelle Revolution. Das Häschen-Logo avancierte zum Symbol eines coolen Lifestyles, die Partys in der Playboy Mansion waren ein Kontrapunkt zur prüden Sexualmoral Amerikas.

Doch dann gab es Sex plötzlich überall gratis, im Fernsehen, im Theater und schliesslich im Internet. Der «Playboy» verlor seine Einzigartigkeit und sein Gütesiegel des Verruchten. Vor wenigen Wochen dann musste Hugh Hefner bekannt geben, dass er sich von seinem inzwischen defizitären Lebenswerk trennt. Vielleicht erklärt das den stolzen Preis seiner Biographie.

(phz)

Erstellt: 30.11.2009, 15:38 Uhr

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