Das Ende des Feminismus
Von Michèle Binswanger. Aktualisiert am 27.05.2011 102 Kommentare
Alice Schwarzers Einsatz hat sich beim Kachelmann-Prozess verzettelt. (Bild: Keystone )
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Wie auch immer das Urteil im Prozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann Ende Mai ausfallen wird – und man muss davon ausgehen, dass Kachelmann als freier Mann aus dem Gerichtsgebäude spazieren wird –, es gibt in dieser Angelegenheit nur Verlierer.
Keine Schonung
Zunächst Kachelmann. Vor rund einem Jahr wurde er verhaftet – vor laufender Kamera. Vier Monate steckte er in Untersuchungshaft, und die Medien breiteten den Fall genüsslich aus. Der Fall, das schien in diesem Fall vor allem Kachelmanns Intim- und Privatleben zu sein. Dieses wurde in allen Details ausgeleuchtet und kommentiert, wobei auch Falschmeldungen verbreitet wurden und für Interviews bezahlt wurde, in denen Kachelmanns Ex-Gespielinnen für mehrere Zehntausend Euros aus ihrem Intimleben mit dem Angeklagten berichten und sich gleich noch ihren weiblichen Frust von der Seele reden durften. Alles unter dem Vorwand, dass sich hier vielleicht der entscheidende Fingerzeig auf Kachelmanns Charakter und damit auf die Möglichkeit seiner Schuld oder Unschuld finden könnte. Kein Geheimnis, das da nicht an die Öffentlichkeit gezerrt worden wäre – keinerlei Schonung für den Angeklagten.
Eine besonders unselige Rolle spielte dabei Alice Schwarzer. Ausgerechnet für «Bild» sass die Feministin vom Dienst im Gerichtssaal, um über den Prozess zu berichten. Stattdessen nutzte sie ihre Position, um eine Kampagne gegen Kachelmann loszutreten, in der allfällige Fakten keine, ihre eigenen Vorurteile hingegen die Hauptrolle spielten. Von Anfang an war Kachelmann für sie der prototypische Täter, und zwar allein deshalb, weil er ein Mann war und der Vorwurf im Raum stand. Statt sachliche brachte sie moralische Argumente in Anschlag: Kachelmann führte ein unstetes Doppelleben, Kachelmann hatte Frauen enttäuscht, er hatte gelogen, er stand auf Sexspielchen und war zudem ein Narzisst. So einer kann ja nur ein Täter sein, das ist Frau Schwarzers Meinung. Und selbst wenn er es nicht getan hat, sollte er für seinen liederlichen Lebenswandel verurteilt werden, so insinuiert sie. Denn mit seinem Verhalten habe Kachelmann, so Schwarzer, «die Menschenwürde der Frau verletzt».
Kein Talibanstaat
Nur leben wir nicht in einem Talibanstaat, und Kachelmann stand auch nicht wegen seiner Lebensführung vor Gericht. «Von diesem Prozess geht ein fatales Signal für die Opfer aus», sagt Schwarzer. Die Frage ist, wer das Opfer ist.
Vergewaltigung galt viel zu lange als Kavaliersdelikt. Dass sie heute geahndet wird, haben wir unserem Rechtsstaat zu verdanken, der die sexuelle Selbstbestimmung schützt. Gerade in Fällen, da die Beteiligten sich nahe standen, vielleicht sogar eine Liebesbeziehung pflegten, ist es äusserst schwierig, Zwang oder Freiwilligkeit auseinanderzudröseln. Gerade deshalb ist es wichtig, nicht vorschnell zu urteilen und sich an die Fakten zu halten.
Zweifelt man als Frau am Vergewaltigungsvorwurf, dann wird man oft als Verräterin des eigenen Geschlechts gebrandmarkt. Würde die Zugehörigkeit zum einen oder andern Geschlecht automatisch darüber bestimmen, wer im Recht und wer im Unrecht ist. Das ist aber nicht so. Es gibt Männer, die vergewaltigen, und es gibt Frauen, die den Vorwurf dazu benutzen, Männer auszuhebeln.
Auch Frauen können lügen
In ihrem Blog schrieb Schwarzer weiter: «Vielleicht geht Ihnen aufgrund Ihrer Sexualpraktiken aber auch alles durcheinander. Vielleicht wissen Sie gar nicht, dass das kein Spielchen ist, wenn eine Frau im Ernstfall Nein sagt, sondern Ernst. Und übrigens: Auch nette Männer vergewaltigen manchmal, Kollege Kachelmann. Leider.» Vielleicht geht hier aber auch Frau Schwarzer aufgrund ihrer moralischen Missbilligung von Kachelmanns Sexualpraktiken alles durcheinander. Vielleicht weiss sie gar nicht, dass das kein Spielchen ist, wenn jemand aufgrund eines Verdachts fertiggemacht wird. Übrigens: Auch Frauen, die sich als Opfer ausgeben, sind manchmal durchtriebene Lügnerinnen. Leider. Feministinnen, die diese Tatsache so konsequent ausblenden, wie Frau Schwarzer, sind die Totengräberinnen des Feminismus.
Frau Schwarzers Verhalten gibt jenen Stimmen Auftrieb, die im Feminismus einen Sexismus mit umgekehrten Vorzeichen sehen, der jeden Mann grundsätzlich für einen Täter und jede Frau für ein Opfer hält. Das ist deshalb fatal, weil gerade aus dieser Ecke immer penetranter zu hören ist: Alle Frauen sind Lügnerinnen und die Männer ihre Opfer. Dabei geht es hier letztlich gar nicht um Frau oder Mann, sondern um Recht und Unrecht. Vor allem um das Recht auf ein faires Verfahren und den Schutz der Intimsphäre – auch wenn sie einigen Menschen moralisch zweifelhaft erscheint.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 27.05.2011, 11:39 Uhr
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102 Kommentare
Der Feminismus hat nicht ausgedient, wie wir wissen wird ein "Neiuer Feminismus" ausgerufen.
Unbestreitbar, eine Bewegung zur Gleichberechtigung der Frau war nötig. Das ist man längst über das Zielhinausgeschossen.
Was bleibt, sind junge Mädchen, die trotzallem ein romantisches Paarungsbild vermittelt bekommen, jedoch keinen Mann finden der sich bindenwill. Erinnerungen an Ether Villar?
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Frau Schwarzer har sich mit dem Einmischen in Dinge, mit denen sie gar nichts zu tun haben sollte, zur lächerlichen Figur gemausert. Der Feminismus ist aber damit nicht am Ende. So kann nur "argumentieren", wer von Induktion nichts verstanden und von intellektuellen Frauen wie Judith Butler oder Martha Nussbaum noch nie etwas gehört hat. Antworten
Schön wäre es, wenn dieser Schauprozess dem Feminismus so nebenbei den Garaus machen würde.
Das wird jedoch nicht geschehen, unabhängig vom Ausgang. Frau Binswanger will einfach nicht einsehen, dass der Feminismus eine sexistische Ideologie ist, welche die Frau über den Mann stellt, auf die Zerstörung des Mannes abzielt. Der Feminismus artikuliert einfach den Ueberlegenheitswahn vieler Frauen.
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Naja, der Feminismus entstammt vielmehr einer sexistischen Zeit. Er hat es allerdings versäumt, sich einer Welt, in der ein Männerparlament einen Frauenbundesrat wählt, anzupassen. Auch von Überlegenheitswahn würde ich nicht sprechen. Was der Feminismus artikuliert, ist lediglich der blanke Penisneid. Welche Ironie, geht es doch um einen Vergewaltigungsprozess.
Schwarzer ist nur das nach außen hin sichtbare Gesicht des Feminismus, seine häßliche Fratze sozusagen, und man muß ihr fast schon dankbar dafür sein, dass sie diesen durch ihr Auftreten so nachhaltig demaskiert. Die eigentlichen Gegner eines Friedens zwischen den Geschlechtern sind allerdings die zahllosen Feministinnen in Parteien, Behörden und Medien, die Männer so rücksichtslos benachteiligen. Antworten
"...bei gleicher Ausbildung immer noch 20% weniger verdienen".
Klar. Nachdem es zuerst hieß "bei gleicher Arbeit", dann "bei gleichwertiger Arbeit", danach "bei gleicher Leistung" und alles immer wieder widerlegt wurde, sind wir nun bei "gleicher Ausbildung" angekommen. Als nächstes kommt dann vermutlich "bei gleichem Alter", "gleichem Gewicht" und schließlich wohl "gleicher Haarfarbe".
Och, mir kommen die Tränen. Wenn man berücksichtigt, dass Frauen in der Schweiz bei gleicher Ausbildung immer noch 20% weniger verdienen, nicht wahr und in den meisten Parlamenten, Gremien und Kommissionen immer noch krass untervertreten sind, ist dieser Kommentar unglaublich. Wie steht es um Ihre Wahrnehmung?
Ich erinnere mich an eine vom Tagi durchgeführte Leserwahl über den Schauspieler, welcher David Bowie in seiner Biographie verkörpern sollte. Zur Wahl stand u.A. Tilda Swinton. Sollte Tagi eine ähnliche Wahl für die Hauptrolle in Alice Schwarzers Biografie durchführen, schlage ich als Kandidaten Javier Bardem vor. Antworten
Die Aufregung über Schwarzers Stil erstaunt mich etwas. Die Frau Schwarzer war doch schon früher diskriminierend und totalitär gegenüber anderen Menschen. Man suche nur auf YouTube das legendäre TV-Gespräch zwischen ihr und Esther Vilar (1975). Esther Vilar wird von Schwarzer, nur weil sie es wagt, eine andere Meinung zu haben, von jener beschimpft, eine "Faschistin" zu sein. Antworten
absolut einverstanden. Frau Schwarzers Meinung basiert allein auf Vorurteilen..
Ja, etwas speziell ist ja Kachelmanns Privatleben schon. Er hat Familie in Kanada und Freundinnen in CH und D. Wie machte er das nur mit der Terminplanung und wie hat er das emotional unter eine Haube gebracht? Ich dachte eigentlich immer, es seien "unbefriedigte Männer", die Frauen vergewaltigen. Antworten
eigentlich interessiert doch weder der kachelmann noch die schwarzer, zwei abgehalfterte medien-sternchen, denen jeder vorwand für publicity gelegen kommt. und weder kann die schwarzer dem feminismus schaden noch der kachelmann dem männertum; die ganze debatte gehört, nach all den jahren publizistischer breittretung durch blick, tagi, emma + co. dorthin, wo sie nützt: ins private oder vor gericht. Antworten
Frau Schwarzer hat in den letzten Jahren schon selbst darfür gesorgt, dass es mit ihr nur noch abwärts ging.
Tatsächlich verliert ein Feminismus, der sich als reine Interessenvertretung unabhängig von den Fakten betrachtet und gleichzeitig als moralische Instanz wahrgenommen werden will, jegliche Glaubwürdigkeit. Falschen Anschuldigungen in Sachen häuslicher Gewalt müsste man konsequenterweise juristisch mit Gefängnisstrafen in mit einer U-Haft (2-6 Mo) vergleichbaren Höhe vorbeugen. Antworten
Fr. Binswanger bringt es erneut auf den Punkt. Die Frage stellt sich tatsächlich, ob ein Feminismus in der obig beschriebenen Form heute noch zeitgerecht ist, und ob eine moderne emanzipierte Frau diesen ideologisch aufgeheitzten selbstgerechten Feminismus noch braucht resp. sich dadurch vertreten fühlt. Sexuelle Uebergriffe sind etwas entsetzliches, eine Instrumentalisierung derselben ebenso. Antworten
nicht das ende des feminismus ,sondern das ende des schwarzerischen feminismus ist eingeläutet,und diese art des feminismus erodiert schon lange bei modernen frauen.alice schwarzer eine frau die sich seit 40jahren nicht weiter entwickelt hat,ihre welt besteht aus starken ausgebeuteten frauen und bösen testesteron -gesteuerten männern.frage;frauenseitensprünge sind das auch entwürdigungen d.mannes? Antworten
Da haben Sie Schwarzers Version der sexistischen Varianten des Feminismus noch nicht verstanden: Die Antwort lautet doch: Weshalb sollen Seitensprünge von Frauen moralisch bedenklich sein? Diese Frauen werden wohl alle einen guten Grund gehabt haben!!!
Alice Schwarzer ist bestimmt nicht zimperlich in ihrer Analyse. Inhaltlich, jedoch, hat sie völlig recht. Wir wissen alle nicht was in dieser besagten Nacht passiert ist. Es liegt am Gericht dies zu ermitteln.
Alice Schwarzers Mantra war immer: Vergewaltigung ist immer noch irgendwie ein Kavaliersdelikt. Anklägerinnen werden suspekt behandelt, anstatt ernst genommen zu werden. So ist das.
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Ich finde die Alice Schwarzer cool! Was diese Frau alles an negativen Äusserungen (siehe untenstehende Kommentare) reinziehen muss, macht sie zur Ikone! Ich finde es positiv, dass Vergewaltigung strafbar ist. Ob Kachelmann schuldig ist, weiss ich nicht. Ich war nicht dabei. Aber die Autorin ja offensichtlich schon... Antworten
Fr. W: Die zentrale Aussage des Artikels scheint nicht bei Ihnen angekommen zu sein. Frau Schwarzer - die ich i.d.R. durchaus schätze - verkennt, bzw. will wohl bewusst verkennen, dass ausschlisslich ein allfälliges straffälliges Verhalten von J.K. zu beurteilen ist. Ob sein Umgang mit Frauen ihren moralischen Standards Stand hält kann/darf nicht Kriterium für einen Frei- oder Schuldspruch sein.
War Alice Schwarzer auch dabei? Oder warum masst sie sich an, "objektiv" über den Prozess zu berichten?
Frau Schwazer hat der anstädigen Frauenwelt nur geschadet! Genützt hat sie den Feministinnen, welche ja auch von den Frauen selber nicht mehr so gutes Ansehen geniessen! Selber schuld Frau Schwarzer, aber mit so einer radikalen Einstellung könnten Sie noch muslimischen, christlichen und sonstige Fundamentalisten gefallen! Antworten
Wieso wird es voraussichtlich nur Verlierer geben? Bei all der berechtigten Kritik an der medialen Ausschlachtung des Prozesses und Schwarzers polemischer Rolle darin: Sollte die Anzeigeerstatterin gelogen haben und K. freigesprochen werden ist es doch der beste anzunehmende Fall. Es geschah keine Vergewaltigung und der Angeklagte ist wieder ein freier Mann. Besser als umgekehrt. Antworten
Während sich Frau Schwarzer früher für die Sache der Frau eingesetzt hat, schadet sie ihr nun massiv. Die Welt hat sich gewandelt, sie ist gleich geblieben. Sie ist eine alte Frau, die Verleumdungen verbreitet. Möglicherweise wird sie dafür dann rechtlich belangt. Antworten
Mir ist es (als Frau) schon lange ein Rätsel wieso die sogenannten Feministinnen immer noch auf diesem "Frau gleich Opfer, Mann gleich Täter-Schema" herumreiten. Anstatt vorwärts zu gehen - zusammen - machen viele Frauen die Rückwärtsrolle, indem sie genau das mit Männern machen was sie diesen die letzten paar hundert Jahren vorwarfen: Agression. Diesmal einfach mit den Waffen der Frau. Antworten
Ein sehr treffender Artikel!
Was Frau Schwarzer hier abgezogen hat, ist doch höchst bedenklich. Ich denke, dass die Feministen wieder einmal etwas herunter kommen sollte. Ganz besonders solche Anschuldigungen als Druckmittel zu benutzen scheint mir in den letzten Jahren im Trend zu sein (Sorgerecht). Ob wahr oder nicht, soetwas bleibt haften für den Rest des Lebens.Das muss man sich bewusst sein
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Wenn irgend jemand den Frauen schadet, dann Frau Alice Schwarzer. Verbitterung pur! Feminismus braucht es heute nicht mehr. Das sagen sogar die Frauen. Wer Männer nicht respektiert, ist auch keine Feministin, sondern als Frau gescheitert. Antworten
Bei wirklich grossem Respekt für das Lebenswerk von Frau Schwarzer, aber "die Menschenwürde der Frau verletzt" vor allem Frau Schwarzer, in dem sie überhaupt und grundsätzlich mit Bild zusammenarbeitet. Dies ist ein genauso sexistisches Machoblatt wie der Blick in der Schweiz.
Liebe Frauen, liebe Männer. Frieden (auch im Geschlechterkampf) fängt immer (!) in einem selber an. Nicht im Anklagen!
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Frau Schwarzer war eigentlich schon lange out. Über ein Jahrzehnt hat sie ihr Geld als brave Prominente in Talkshows verdient. Nun hat sie sich im Kontext des Kachelmann-Prozesses wieder mit ihrer alten Rolle prostituiert, ausgerechnet bei Bild. Wenn sie dabei die horrenden Summen, die von Burda an verschiedene Kachelmann-Geliebte geflossen sind, herunterspielt, dann spricht das für sich.... Antworten
Die Idee der Gleichberechtigung ist überhaupt nicht am Ende, sie ist stärker als jemals zu vor. Wir werden eine Gesellschaft erkämpfen, in der es keine Geschlechtsidentität mehr gibt, in der ein uniformiertes Rollenbildverhalten nur noch mit Spott und Ablehung gewürdigt wird. Wir werden die Autoritäten und Kollektive dekonstruieren, damit das Individuum sich frei bewegen kann in der Gesellschaft. Antworten
Jetzt Frau Schwarzer an den Pranger zu stellen und ihr den Schwarzen Peter zuzuschieben ist m.E. die wohl billigste Macho-Mache aller Zeiten. So tönte es doch schon in den 70-er-Jahren. Mensch, kann es sein, dass dieselben Müsterchen immer noch herhalten müssen? Armselig. Antworten
liebe erika ressi schon immer haben menschen ihre ideologie als wissenschaft verkauft,um sie glaubwürdiger erscheinen zu lassen.feminismus und machismus sind ideologien und haben mit wissenschaft gleich viel zu tun ,wie kartenlesen mit mathematik.
Wissenschaft? Oha. ER, verzeihen Sie bitte mein mildes Lächeln. Wissenschaft ist per se neutral. Feminismus definitiv nicht. Am ehesten könnte man es Glauben nennen. Oder Machtkampf.
Ja, die Russen haben ein Wort für das: "bjedny." Aber die Machos halten sich zäh, das muss frau zugeben. Mir gefällt, was Joko Ono zugeschrieben wird: "Jede Frau ist von Geburt an Feministin." Und für die, welche es nicht wissen sollten: Feminismus ist kein Glaube sondern eine Wissenschaft. Und danke für die entlarvenden Kommentare, die lese ich seit über 40 Jahren immer noch gerne.
Danke Frau Binswanger - sie bringen die Sache auf den Punkt. Angefügt werden könnte noch, dass sich das Rechtsystem, das deutsche, mit diesem Hexenprozess keinen Dienst getan hat. Mehr als Hypothesen haben nach diesen nicht enden wollenden Ermittlungen und weit über 40 (!) Prozesstagen ja nicht rausgeschaut, der Berg hat (einmal mehr) eine Maus geboren. Wehe, wem solches blüht..... Antworten
Feminismus tot oder lebendig - wen interessierts? Es ist nur ein belastetes, verbrauchtes Wort. Wer sich für eine Sache einsetzen will, von der er überzeugt ist, der kann auch ohne dieses Wort weiter kämpfen. Man nenne sich einfach nicht mehr Feminist und schon wird man wieder akzeptiert und die Leute hören einem wieder zu. Wer's nicht glaubt soll's doch ausprobieren. Antworten
Die Schwarzer, was will die denn ständig als "Fachfrau" auftreten und ihren Senf dazugeben? War sie denn dabei? Oder will sie einfach Pressepräsenz? Wäre ja gelungen, nur ist diese Präsenz eben peinlich und in allehöchsten Masse überflüssig. Antworten
Frau Binswanger war zur Tatzeit nicht dabei, so dass nur der mutmassliche Täter und das mutmassliche Opfer die Wahrheit kennen. Vielleicht tragen der Prozess und die Berichterstattung (auch durch Frau Schwarzer) dazu bei, dass die Sachverhaltserfassung in der ersten Stunde verbessert wird. Vielleicht lernen künftige Vergewaltigungsopfer aud dem Fall, wie sie zweckmässig vorgehen sollen. Antworten
Wie kommen Sie auf "Tatzeit"? Mutmassungen haben in einem Gerichtsprozess zu recht nichts verloren, also sollten Sie damit auch vorsichtig sein. Erst nach Ende des Prozesses wissen wir, ob es eine Tat gab und dann vielleicht auch noch die Tatzeit.
Und vielleicht wurde ein vollkommen unschuldiger Mensch monatelang inhaftiert und in den Medien durch den Dreck gezogen, dessen Ruf und Karriere, Ehre und Würde mit Füssen getreten. Die Wahrheit wissen nur wenige. Die ganze Geschichte hinterlässt jedenfalls einen schalen Nachgeschmack. Kompliment an Frau Binswanger für den ausgezeichneten Artikel.
So wie sich die Frauen -insbesondere wenn es um solche Anschuldigungen geht- in letzter Vergangenheit mit Falschanschuldigungen ins Rampenlicht gesetzt haben, schlägt Ihnen heute ein rauer Wind entgegen. Es wird langsam Zeit, dass die Männer sich entschieden gegen diesen Feminismus wehren. Nichts einfacher für eine Frau, den Mann zu beschuldigen. Umgekehrt wäre es ja unglaubwürdig!? Antworten
Kachelmann wird die Schwarzer in Grund und Boden klagen, zu Recht. Wie sich diese Frau benahm, ist höchst illegal. Sie versuchte über die Presse den Prozess zu steuern. Das war widerlich mitanzusehen. Diese Frau gehört auf den Kompost der Geschichte. Antworten
Das wär doch was für A. Schwarzer: Eine normale Sekundarschule in der Schweiz. Männer habe da mittlerweile gar nichts mehr zu melden und deren Söhnen wird der schulische Real-Feminismus als traumatisches Dauerlebnis verabreicht. Hier tragen die Damen den ihren Feminismus wirklich zu grabe. Frau Schwarzer ist eben nicht die Einzige Antworten
Die Frau Schwarzer... Ihre Leistungen in allen Ehren! Aber solche Vorwürfe über den heiklen Fall und die heikle Thematik als solche zu verbreiten, naja... da hätte sie sich ein besseres Blatt als die Bild wählen können, wo Frauen bereits auf der 1. Seite entblösst werden um genau die Leserschaft zu erreichen, die sie selbst sehr wahrscheinlich verabscheut! Ein Eigentor sondergleichen! Antworten
das würde frau schwarzer sichre gerne vorschlagen. immerhin ist sie ja auch expertin für das "islamistische" kopftuch. sicher kann sie ein feministisch-korrektes design vorschlagen, das weder islamistisch noch antifeministisch ist. was bei einer burka allerdings nicht so ganz einfach wäre.
frau schwarzer sorgt bei mir seit meiner pubertät (vor >40 jahren) für ganz undemokratische gedanken.
@Martha Meister
Hören Sie endlich mit dem Unsinn auf zu behaupten, die Frauen werden perse als Sexualobjekt gehandelt. Lesen Sie doch das Buch von Natasha Walter, Living Dolls – The Return of Sexism» Walter berichtet in ihrem Buch von einer britischen Studie, gemäss der mehr als die Hälfte der befragten Mädchen eine Karriere als Nacktmodel für erstrebenswert hält.
@Martha: Ja, wir sind aber nicht mehr in dieser Zeit. Heute sind wir in der Zeit, wo sich die Frauen knapp an der Décolleté-Grenze glitzerige Microdermals in die Brust implantieren. Wozu wird das wohl gezeigt?
Die beste Definition, die ich einmal von Feministinen gehört habe, ist "Sexuelle Belästigung ist das, was die betroffene Frau als solche empfindet." Ich gehe davon aus, dass Frau Schwarzer hier vollständig zustimmen würde. Gnade uns Gott, wenn das in Zukunft die Basis für Gerichtsurteile ist.
Es geht nicht um das Zeigen oder Nicht zeigen von spezifisch weiblichen Körperteilen, es geht darum, wie und wozu sie gezeigt werden.
Wenn Frauen zu Sexualobjekten degradiert werden, da ist vehemente Kritik angebracht.
Erinnern wir uns: Vor Freud wurde den Frauen von der Wissenschaft gar abgesprochen über eine Seele zu verfügen, sie waren wissenschaftlich gesehen reine Sexualobjekte.
Ich finde ihr Kommentar auf den Punkt gebracht und gut geschrieben zugleich - schon wieder, möchte man hinzufügen.
Frau Schwarzer hält schon den ganz gewöhnlichen Akt der Fortpflanzung für "für die Frau demütigend". Eine Ideologie, die auf der Verneinung unserer Existenzgrundlage aufbaut, kann keine Basis für ein befriedigendes Zusammenleben sein.
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Jede zweite Frau wird laut Tagi online in Deutschland an ihrem Arbeitsplatz sexuell belästigt.
Das ist ein himmeltrauriges Fazit für die weibliche Emanzipation. Viele Frauen haben zwar die Früchte der Emanzen geerntet, distanzierten sich aber von ihnen und mochten selber nicht eintreten für ihre Rechte. Dass Alice Bärnedienste leistet, dürfte in Zusammenhang stehen mit dieser Feigheit der Frauen.
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Sie können die Studie gerne verlinken, solchen Mist habe ich am liebsten mit Quellenangaben. Sonst könnte man ja noch vieles behaupten.
Es ist auch sexuelle Belästigung (des Mannes), wenn Frau in knapper Bekleidung herumläuft. Nur würde das keine als Straftat bezeichnen. Dass solche Frauen dann von Männern angeschaut werden, hingegen schon.
Herr Scherrer, soweit ich micht erinnern kann, handelte es sich um eine aktuelle Studie, und diese Studie hatte NICHTS zu tun mit Alice Schwarzer. Aber es freut mich, dass sie als Mann derart von dieser Meldung schockiert sind, dass sie sie gar nicht zu fassen vermögen.
Solange "anschauen" schon sexuelle Belästigung ist, wird diese Zahl wohl stimmen.
Der Feminismus ist am Aussterben. Mittlerweile sind die Frauen auch nicht mehr so erpicht darauf, Karriere zu machen und "sich selbst" zu verwirklichen. In 20 Jahren werden sie wahrscheinlich ihre Männer anbetteln, zu "Heim und Herd" zurückkehren zu dürfen, denn dieses Leben war anscheinend doch nicht so schlecht. Antworten
Vorsicht! Es könnte passieren, dass Sie gefragt werden, ob Sie im Mittelalter leben :-) Wir sind gar nicht darauf erpicht uns selbst zu verwirklichen. Wir gehen einfach gern arbeiten, bestreiten unser eigenes Leben nach unserern Vorstellungen und sind möglicherweise auch in 20 Jahren noch nicht scharf darauf, zu Heim und Herd zurückzukehren. damit sich der Mann selbst verwirklichen kann.
Ich habe im Patriarchatsfeminismus von Frau Schwarzer nie den echten Feminismus gesehen. Richtige Feministinnen waren Kommunistinnen, die sich für die Sache der Frau eingesetzt haben. Dabei war einer Emma Goldman noch klar, dass die Befreiung der Frau nur ein Teil der Befreiung der ganzen Gesellschaft sein kann. Bürgerliche Frauen haben aus der alten Kritik am System eine Kritik am Mann gemacht. Antworten
emma goldmann war keine kommunistin, sie war anarchistin.
Es ist nicht nur Frau Schwarzer, die spinnt. Ebenso die Mannheimer Richter und besessenen Staatsanwälte, die von Anfang Vorurteile geschürt haben. Unfähige Justiz nenne ich das. Noch vor kurzem ein Kommentar von einem dieser SA, dass Kachelmann unbedingt verurteilt werden müsse. Die Justiz ist nicht mehr tragbar, weder in D (Mannheim, Hamburg) noch in der CH (Beyeler). Antworten
Für Alice Schwarzer sind alle Frauen Vergewaltigungsopfer, einfach von der Gesellschaft und dem Patriarchat irgendwie "vergewaltigt". Dank Frau Schwarzer darf heute eine tatsächlich vergewaltigte Frau nicht mehr aufmucken. Immer wieder führt eben die Dekadenz zum eigenen Untergang. Antworten
Ja, ein guter Artikel. Ein Verdienst von Alice Schwarzer ist u.a. sicher, dass Vergewaltigung einen anderen Stellenwert im Strafverfahren bekommen hat. Dass sie sich aber dazu hinreissen lässt, 1. in Bild und 2. SO zu kommentiren, ist mehr als nur eine Enttäuschung. SEHR schade. Antworten
Es gibt also noch Frauen, die Realitätssinn haben ;-) Und sich getrauen, diesen öffentlich zu formulieren. Danke Frau Binswanger!
Frau Schwarzer hat. sich auf jeden Fall total ins Abseits manövriert: Berichterstatterin im Bild! Womöglich grad neben der nackten Frau auf Seite 1. Eins ist auf jeden Fall klar: Wenn sie ein Mann wäre, würde sie zur schlimmsten Sorte Männer gehören.
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Alice Schwarzer ist die Totengräberin des Feminismus in Deutschland. Sie hat mit ihrer total verblendeten Sichtweise und Kommentare ihr Lebenswerk selber Richtung Abgrund gefahren. Weiter so Frau Schwarzer!! Je älter Sie werden desto mehr Freude haben die Anti-Feministen an Ihrer/dieser Sache. Antworten
Die einzigen, die sich an diesem Feministen-Bild festhalten, sind die Schweizer Gewerkschaften, wie heute im Tagi gelesen. Gleicher Lohn bei wenig langer Lebens-Arbeitsleistung, kein Militärdienst und so weiter und so fort: aufhören mit den Privilegien für beide Geschlechter und das Gezettere hört auf. Antworten
Wie kommen Sie auf Strafe? Es geht darum, den Männern nach einem weit anstrengenderen Arbeitsleben mindestens ebensoviel Rentenzeit zuzugestehen, wie den Frauen. Und dass ein paar Frauen auch anstrengende Tätigkeiten verrichten, macht die Sache nicht besser. Die grosse Mehrheit hat nach der Kindererziehung kaum auf dem Bau gearbeitet. Kommt die höhere Lebenserwartung ev. vom besseren Leben?
Dazu kann ich nur sagen; es gibt bereits Frauen auf d. Bau, im Militär, in Lagern und in der Industrie. Die's können und wollen, verrichten dieselbe Arbeit wie Männer, soweit es die weibliche Kondition zulässt. Gleiches Scheidungsrecht, aber sicher. Niemand soll dabei benachteiligt werden. Warum Frauen eine Strafe für die längere Lebenserwartung erfahren sollen, ist mir nicht ganz klar.
Alles ok Gaby Müller, dann aber auch gleich viel Militär, gleich viele gefährliche und körperschädigende Arbeit (Bau, Lager, Industrie etc.), gleiche sexuelle Freiheit, gleiche Rechte bei der Scheidung (Kinder, Geld etc.) usw. Zudem: Gleich langes Rentnerleben für Männer und Frauen, was auf ein höheres Rentenalter der Frauen hinausläuft, weil sie generell älter werden (Vorschlag: M 68, F 75).
Idee: Gehälter für gleiche Arbeit auf gleiches Niveau. Gleiche Anteile Haushalt und Kindererziehung für Ehepaare (bedingt Umdenken der Arbeitgeber betreffend Teilzeitjobs für Männer). Endlich Ganztagesschulen und mehr Krippenplätze. Gleiches Rentenalter (von mir aus. Aber ich arbeite doch nicht gleich lang, wenn ich weniger Gehalt bekomme). Besser? Bin ich nun im Jetzt angekommen? :-)
@S Gerber Sie haben den Artikel nicht begriffen und bringen Kraut und Rüben durcheinander. Was unterscheidet Sie von A. Schwarzer?
In einer solchen klassischen aufteilung in einer familie funktioniert es ja weil auch keine kosten aufs eigene budget fallen. Für single frauen ist es aber eindeutig problematisch - obwohl single männer genau so den haushalt machen werden müssen. ja schwangerschaft ist ein argument. aber auch militär.
@Gaby Müller; Meine Mutter musste arbeiten und uns 2 Jungs erziehen, hat keine Alimente bekommen.. ist Ihnen das eigentlich nicht peinlich, so etwas zu schreiben? PS: Das Gehalt ist ein sorgenfreies Leben jenseits von Ernährungs- und Konkurrenzkampf, flexibler Freizeitgestaltung, Kinderfreuden, inkl. Alterversorgung der Pensionskasse.. haben Sie nicht gewusst?
"GM: Leben Sie im Mittelalter? Ich mache meinen Haushalt selber, bekomme dafür aber keine Privilagien.
Daneben Haushalt und Kindererziehung während Jahrzehnten ohne je Gehalt dafür zu bekommen.... Ist ja keine Arbeit oder?
Nun, da Schwarzer in einer Scheinwelt vor sich hintheoretisiert und das nicht erst seit dem Kachelmann Prozess, ist endlich klar was das ganze letztlich soll. Trotzdem haben Leute wie sie viel bewegt, aber letztlich nicht das anvisierte Ziel erreicht. Man kann mit Feminismus nicht die Natur besiegen innert 30 Jahren. Aber man kann in 3 Monaten seinem Geschlecht viel Schaden zu fügen! Antworten
Es ist schon lange an der Zeit den Feminismus zu archivieren und zur Gleichstellungsdiskussion über zu gehen. Die Position von Frau Schwarzer ist ein Relikt aus einer Zeit als es mehr als berechtigt war, dass Frauen um Anerkennung kämpften. Die Frauen aus meinem Bekanntenkreis (zw. 30-45J) haben glücklicherweise eine differenziertere und weit weniger militante Einstellung als Frau Schwarzer. Antworten
ja, wir Männer schenken Frau Schwarzer einen Hosenanzug,
einfach nur noch peinlich..
"nichts gibt mehr das Gefühl der Unendlichkeit als das der Dummheit, "
wobei ich mir nicht so sicher bin

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