Kultur

Der Dialekt als Sprache des Herzens? Pardon, das ist Kitsch!

Peter von Matt äussert sich über Dialektwahn und die gefährliche Abwertung des Hochdeutschen.

Alles, was in der deutschen Schweiz geschrieben und gelesen wird, ist Hochdeutsch oder Standardsprache. Standardsprache ist ein so hässliches Wort, dass man seinen Erfinder aus der Sprachgemeinschaft ausschliessen sollte; ich verwende es an dieser Stelle nur, um öffentlich zu erklären, dass ich es nie mehr verwenden werde. Auch wenn viele Leute ihre SMS im Dialekt schreiben oder in irgendeinem Mundartgewurstel, gilt die Regel: Geschrieben und gelesen wird in der deutschen Schweiz das Hochdeutsche mit seinen schweizerhochdeutschen Eigenheiten, also eben etwa den Spargeln, den Türfallen und den Unterbrüchen.

Nun hat sich aber in diesem Lande seit einiger Zeit der Wahn ausgebreitet, der Schweizer Dialekt sei die Muttersprache der Schweizer und das Hochdeutsche die erste Fremdsprache. Das ist Unsinn, führt aber zu einer chronischen Einschüchterung der Deutschen in der Schweiz, denen man unterstellt, dass sie «unsere Sprache» nicht beherrschten. In Wahrheit ist in der Schweiz der Dialekt nur für Analphabeten die ausschliessliche Muttersprache.

Denkschwach und sentimental

Unsere Muttersprache ist Deutsch in zwei Gestalten: Dialekt und Hochdeutsch, und zwar so selbstverständlich und von früher Kindheit an, wie das Fahrrad zwei Räder hat. Wir wachsen mit beiden Gestalten unserer Muttersprache auf, erfahren und erweitern unsere Welt in beiden Gestalten ein Leben lang, und unsere Autorinnen und Autoren schreiben, wenn sie etwas taugen, ein Hochdeutsch, das dem Ausdrucksreichtum keines deutschen oder österreichischen Autors nachsteht. Ist es doch ihre Muttersprache voll und ganz.

Nur haben sie noch deren zweite Gestalt daneben, in der sie sich mit den Landsleuten unterhalten und vielleicht auch gelegentlich ein Hörspiel schreiben. Der verbreitete Wahn, nur der Dialekt sei die Muttersprache der Deutschschweizer, beruht auf einer Mischung von Denkschwäche, Sentimentalität und Borniertheit. Und er hat bedenkliche Folgen. Er beschädigt die Liebe zum Deutschen und damit die Kulturfähigkeit vieler Schweizer. Denn wer seine Muttersprache nicht liebt, arbeitet auch nicht mit Lust daran sein Leben lang. Wer aber nicht sein Leben lang mit Lust an seiner Muttersprache arbeitet, rutscht langsam weg aus den schöpferischen Zonen seiner Kultur.

Wunderwelt Dialekte

Die deutschschweizerischen Dialekte sind eine bunte Wunderwelt, die gerade deshalb so tausendfach blüht und wuchert, weil es keine schriftliche Form für sie gibt. Wer dennoch eine Postkarte, eine SMS oder, was schon viel seltener geschieht, einen ganzen Brief im Dialekt schreibt, kann dabei gegen keine orthografischen Regeln verstossen. Und was den Wortschatz anbelangt, variiert dieser fast von Dorf zu Dorf. Ein berühmtes Beispiel ist die Ameise. Die nennt sich in der Deutschschweiz so:

Ämesse, Omeisele, Äbese,Aweissi, Ameisi, Uweisse,Wurmeissi, Wurmeisle, Wurmasle, Harmäusli, Ambeisse, Umbeisse, Hampeissi, Lombeisse, Empeisele, Ambitzli, Wumbitzgi, Humbetzgi, Ambessgi, Umbasle, Hobäsle,Wurmasle, Wambusle, Bumbeisgi

Dialekt ist nie perfekt erlernbar

Das hätte ohne weiteres von den Dadaisten auf ihrer verrauchten Bühne im Zürcher Niederdorf rezitiert werden können. Ähnlich steht es mit der Bezeichnung für den Brotanschnitt, um den in allen Familien gestritten wird, teils weil man ihn besonders liebt, teils weil man ihn verabscheut:

Aaschnitt, Aahau, Aahäulig,Aahäueli, Obenäbli, Deckel,Gupf, Güpfi, Änggel, Münggel, Mürrgi, Mutsch, Bode, Chäppli,Aamündli, Gruschte, Chropf, Wegge, Zipfel, Scherbitz, Reifteli, Mugerli, Houdi, Gutsch, Götsch, Fux, Fuudi

Angesichts der zwei lautmalerischen Litaneien wird auch deutlich, dass niemand je imstande sein wird, den deutschschweizerischen Dialekt als solchen zu lernen. Es gibt ihn als feste Grösse gar nicht, es gibt ihn nur als ungeheure, durcheinander wogende sprachliche Wolkenmasse. In dieser findet jeder Deutschschweizer seinen Winkel, in dem er besonders zu Hause ist, aus dem seine eigene Variante und Abschattierung der schweizerdeutschen Mundart stammt. Dass er diesen Winkel, diese Variante liebt, ist verständlich, und nichts ist dagegen einzuwenden. Aber wenn er deshalb jene Gestalt seiner Muttersprache abwertet, über die er mit der ganzen deutschen Sprachkultur verbunden ist und über die der geistige Austausch, das Geben und Nehmen denkender Köpfe wesentlich geschieht, verfehlt er sich gegenüber einem unersetzlichen Stück seiner Heimat.

Ungehobelt und bäurisch

Der Wahn, der Dialekt sei die einzige und eigentliche Muttersprache, hat zur Folge, dass sich manch ein Deutschschweizer das Recht herausnimmt, auch mit Deutschen und Österreichern sofort und ausschliesslich im Dialekt zu sprechen. Das ist ungehobelt, bäurisch und stillos. Noch schlimmer aber ist, dass dieses Verhalten den blitzschnellen Wechsel zwischen den zwei Gestalten der Muttersprache, der in der Schweiz lange Zeit ganz selbstverständlich praktiziert wurde und die Sprachfertigkeit des Deutschschweizers ebenso bewies wie seine Sprachfreude, zusehends zum Verschwinden bringt.

Wenn zwei Schweizer miteinander plaudern, tun sie dies im Dialekt. Das ist gut so und richtig. Tritt ein Deutscher hinzu, schalten sie um ins Hochdeutsche. Auch das wäre gut so und richtig. Nur tun sie es heute immer weniger, die Jungen fast überhaupt nicht mehr. Der Deutsche soll bitte sehr die Mundart verstehen. Das ist schlicht arrogant. Und einfältig, weil es unterstellt, dass das Hochdeutsche nicht unsere Sprache sei. Die Folge ist eine schleichende Provinzialisierung, die man als solche nicht erkennen will, auf die man sich vielmehr noch etwas einbildet. Hier liegt ein echtes nationales Problem vor, auch wenn es nur für die Deutschschweiz gilt.

Mangelnder Anstand bestraft sich selbst

Bedenklich ist dabei nicht so sehr das schlechte Benehmen. Mangelnder Anstand bestraft sich ja in der Regel selbst. Bedenklich ist der Rückgang der sprachlichen Beweglichkeit, der Ausdrucksfreude und syntaktischen Eleganz. Der hochdeutsche Wortschatz friert auf dem Volksschulniveau ein. Und die Medien tun nichts dagegen, obwohl sie selbst immer noch ein sehr passables Deutsch schreiben und reden. Sie fürchten sich vor der Volksseele, vor den Leserbriefen, vor den Kitschgefühlen, wonach der Dialekt die Sprache des Herzens sei, das Hochdeutsche aber kalt und fremd.

Dass der Deutschschweizer gleichwohl rasch bereit ist, sich über den Dialekt schon des Nachbarkantons lustig zu machen und bestimmte Mundartfärbungen sogar offen zu verachten, passt da allerdings schon weniger ins Bild. Eine gefühlsmässige Abwertung der Sprache, in der Gottfried Keller und Robert Walser, Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt geschrieben haben, ist heute weithin festzustellen. Natürlich führt dabei niemand gerade diese Beispiele an. Sie sind aber mitbetroffen. Würde man auch diese Konsequenz aussprechen, läge der Blödsinn sofort zutage.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 16.10.2010, 08:38 Uhr

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296 Kommentare

Daniel Heierli

21.04.2011, 09:55 Uhr
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Peter von Matt mag ein brillianter Literaturwissenschaftler sein. Wenn es um das Verständnis der Bedeutung von Sprache im Alltag geht, ist Urs Kalberer aber um Längen kompetenter. Er bringt die wesentlichen Dinge sehr gut auf den Punkt in seinem Artikel! Antworten


Daniel Heierli

21.04.2011, 09:49 Uhr
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Ganz klar, wir sollten Schweizerdeutsch und Hochdeutsch beherrschen. Wenn Herr von Matt das Erlernen des Hochdeutschen für Schweizer aber bloss als "Spracherweiterung" sieht, dann irrt er. Man spricht Schweizerdeutsch oder Hochdeutsch, den Unterschied erkennt man nach wenigen Worten. Eine Mischform wird höchstens von Leuten praktiziert, die keines von beiden richtig beherrschen. Antworten


Heinz Rüegg

03.01.2011, 07:35 Uhr
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Wir sollten unsere "Schriftsprache" pflegen und uns darin weiterentwickeln. Ohne korrekte schriftliche Kommunikation sind wir benacheiligt gegenüber jenen die diese besser beherrschen. Denken Sie z.B. an Ihren Beruf oder den Verkehr mit Behörden. Die gekonnte Anwendung kann Vorteile bedeuten, weil damit andere beeinflusst werden. Wir sollten sprechpartnerbezogen beides unverkrampft sprechen. Antworten


Hans P. Grimm

03.01.2011, 07:25 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Unser Dialekt ist ein Teil unserer Heimat, wer den Dialekt als Deutschschweizer überall durch Hochdeutsch ersetzen will, hat keine Heimat hier und verneint unsere Nation die nun mal 4 Sprachen spricht, eine davon halt Schwizerdütsch! Lesen und Schreiben tun wir in Hochdeutsch, reden im Alltag in einem unsrer Dialekte! Wenn eine Fremdspr. unser Dialekt nicht versteht bemühen wir unser Hochdeutsc Antworten


Ulrich Neumann

02.11.2010, 14:50 Uhr
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Eine sonderbare überall bei den Sprachdeutschen zu beobachtende Diskussion. In "Sprachdeutschland" gibt es 3 deutsche Sprachen: Hochdeutsch oder "Oberländisch", Niederländisch oder Niederdeutsch und Jiddisch. Hervorragend, daß die hochdeutschen Dialekte in der Schweiz noch überall täglich gesprochen werden. Mit Schwarzwäldern spricht man natürlich nicht in hochdeutscher Schriftsprache. Logisch! Antworten


Philippe Jacquemoud

31.10.2010, 21:46 Uhr
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Es wird in der D-CH versucht, die offizielle Landessprache mit heterogenen, aus unterschiedlichsten Regionen stammenden Mundarten zu ersetzen. In den D-CH nationalen AV-Medien ist es zwar verfassungswidrig aber normalisiert: Sendungen für’s Volk (?) werden in Dialekten produziert, samt SF-Meteo. Die nicht-Dialekt-sprechende D-CH-Bevölkerung (etwa 20%) zahlt Billag und schaut sprachlos zu Antworten


Ruth Pfister

30.10.2010, 13:35 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Bin völlig mit dieser Auffassung einverstanden. Das Schwiizerdütsch darf nicht verloren gehen und die verschiedenen Dialekte erst recht nicht. Die Welt soll nicht "homogeneous" werden. Feiern wir die verschiedenen Unterschiede! Antworten


Hugo Allemann

20.10.2010, 19:40 Uhr
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Herzlichen Dank Frau Christen! Sie haben ein komplexes Thema, das jeden berührt und darum sowohl für den Biertisch wie auch die Politik bestens geeignet ist, in sachlicher Art und verblüffend kompakt auf den Punkt gebracht. Und vielleicht noch zum Dialektschreiben: Auch vor 40 Jahren war es unter den damals Jungen durchaus in, sich Liebesbriefe und Ansichtskarten in Dialekt zu schreiben... Antworten


Marco Lardi

20.10.2010, 19:22 Uhr
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Das nenne ich doch schweizer Gründlichkeit, etwa 20 Professoren/innen, 50 Germanistik Studenten/innen und unzählige Besserwisser. Und wir wissen immer noch nicht genau was Dialekt bedeutet. Dass wir in der Schweiz unabhängig sind und Schweizerdeutsch reden ist wohl den meisten entgangen. Antworten


Peter Steiner

20.10.2010, 18:40 Uhr
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Letztlich ist es eine Frage des Könnens. Ich ärgere mich über meine Mit-Schweizer, die sogar stolz darauf sind, Hochdeutsch nicht zu können. Das ist blöd. Genau so dumm ist das Diktat Deutscher Zuwanderer. Ich erlebe es zu oft, dass diese über den subtilen Zwang zum Hochdeutschen die Lufthohheit über das Gespräch einfordern. Die Sprache von Zürich ist Züri-Düütsch. Eine Sprache - kein Dialekt. Antworten


lisa tschudin

20.10.2010, 17:33 Uhr
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guter artikel. das thema ist nun aber wirklich zu tode diskutiert worden. jeder solls so halten wie er es für richtig hält. umblättern bitte. Antworten


Letizia Ciardelli

20.10.2010, 16:40 Uhr
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Ein herzliches Dankeschön an P. von Matt! Sie sprechen mir aus der Seele, Ihre Worte sind Balsam für meine Ohren. Welch äusserst treffende und anschauliche Zusammenfassung dessen, was ich schon sehr lange all jenen zu erklären versuche, die mich in sprachlichen Belangen als spiessig bezeichnen!! Nochmals herzlichen Dank! Antworten


Liselotte Reber

20.10.2010, 16:38 Uhr
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Sehr geehrte Frau Christen Herzlichen Dank für Ihre klaren Worte. Hoffentlich werden sie von allen involvierten Politikern gelesen. Freundliche Grüsse Liselotte Reber Antworten


Emanuel Meier

20.10.2010, 16:32 Uhr
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Hmm, wenn ich mir unsere Freunde aus dem Norden so anhoere, dann habe ich das Gefuehl, deren Sprachvorsprung findet in der eigenen, jedoch nicht in einer fremden Sprache statt. Zumindest der Schweizer Durchschnitt spricht besser franzoesisch und englisch... Antworten


Thomas Späni

20.10.2010, 16:32 Uhr
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Die verschiedenen gesprochenen Mundarten in der "Deutschen" Schweiz, sind mitverantwortlich für ihren Reiz und unser Heimatgefühl. Schacherseppeli auf Hochdeutsch. Da tschuderät's mi. Vielleicht sollte man bedenken, dass für die meisten SchweizerInnen "Deutsch" eine zu erlernende Fremdsprache ist. Aber eben, frühfranzösisch usw., zuerst richtig deutsch lernen, wenn es uns dann gelehrt werden kann Antworten


Cyrille Huber

20.10.2010, 16:29 Uhr
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Am Fernsehen : Arena/ Interviews Rundschau Mundart.Tessin und Romandie schauen nicht zu. Gottharddurchbruch .weltweit auf der Sedruner Seite in Mundart.Im Tessin auf italienisch. Antworten


Martina Puls

20.10.2010, 16:21 Uhr
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@Patrick Tigri 13.26h: Oh, vielen Dank für diese umfangreiche sprachhistorische Aufklärung! Das habe ich so nicht gewusst und zeigt sehr deutlich, wie sich die verschiedenen Sprachen ent-wickelt haben und sich ständig am Ent-wickeln sind. Das sollte genügen, um endlich erwachsener darüber diskutieren zu können. Alles andere ist doch infantile Verzögerungstaktik, um sich nicht anpassen zu müssen! Antworten


Shane Hill

20.10.2010, 16:08 Uhr
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Mit Verlaub, aber das ist einfach Unsinn. Die meisten Dialekte unterscheiden sich stark von der Standardsprache. Es ist einfach eine andere Welt hochdeutsch zu sprechen als Dialekt. Kein Schweizer kann das leugnen. Ich spreche oft und fliessend Hochdeutsch und werde von Deutschen selten entlarvt, aber es ist trotzdem nicht meine Sprache. Antworten


Hans Werst

20.10.2010, 16:03 Uhr
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Interessant ist auch die Beobachtung, dass Deutschschweizer aus weit auseinander liegenden Regionen miteinander im Dialekt reden, obwohl sie einander oft nur mit Mühe verstehen und es die Kommunikation verlangsamt durch das gelegentliche Nachfragen. Auch die Tatsache, dass das Dialekt von Westschweizer und Tessiner kaum verstanden wird, macht ein Beharren auf Dialekt unpraktisch und unhöflich. Antworten


Klaus Dietrich

20.10.2010, 15:42 Uhr
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@Simon Scheiwiller das mit der Stadt Zürich bezweifle ich sehr. Nur eine Minderheit der Stadt Zürcher spricht überhaupt noch den ursprünglichen Dialekt. Antworten


Patrick Ordys

20.10.2010, 14:53 Uhr
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@ Anita Beeler "ISI-Web of Knowledge" ist eine kostenpflichtige Literaturdatenbank. Neue Beiträge zum Thema lassen sich dort kaum finden. Ausserdem ist Sprache kulturell zu komplex, als dass sie primär durch Neurolinguistik bzw. Biologie erklärt werden kann. Aber Danke für Ihre Mühe. Wortfindungsprobleme hatte ich nach einem Auslandsaufenthalt z.B. sowohl mit Mundart als auch mit Standarddeutsch. Antworten


Karl Bolliger

20.10.2010, 14:46 Uhr
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Immer wieder erstaunlich, mit wieviel Ignoranz unsere "Sprachexperten" gesegnet sind: Hochdeutsch wurde von den Habsburger Beamten entwickelt (Prager Hochdeutsch), bevor es einen richtigen deutschen Nationalstaat gab. Wenn schon müssten unsere Kindergärtnerinnen einige Monate in Wien studieren - man sendet Englisch-Studenten nicht nach Nigeria, obwohl dort Englisch Nationalsprache ist ... Antworten


Anita Beeler

20.10.2010, 14:27 Uhr
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@Patrick Ordys. Benützen Sie einfach das "ISI-Web of Knowledge", die Thematik kann nicht in 1-2 Artikeln behandelt werden. Dem deutschen Sprachraum als Gesamtheit fühle ich mich auch näher als z.B. dem Lateinischen, aber versuchen Sie mal nach x-Jahren im Ausland und in einem anderem Sprachraum einen koherenten Satz auf Schriftdeutsch zu formulieren (auf Schwiizerdütsch geht dass nämlich noch gut) Antworten


de Muralt Jean-Vital

20.10.2010, 14:10 Uhr
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Herr Prof Dr., "Unterbrüche": dies ist ein krasses Helvetismus. Man soll schreiben: Unterbrechungen. Sonst haben Sie unrecht wenn Sie übersehen dass die ALEMANISCHE SPRACHE, d. h. das in einem Dialekt verkommene Mittelhochdeutsch eine edle Sprache ist, wie die moderne deutsche, sogar eine edlere. Sie hatte viele Minnesänger im Mittelalter und ein grosser Dichter in der modernen Zeit: Hebel. Antworten


Albert Bürgin

20.10.2010, 13:59 Uhr
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Danke Pedro! Antworten


Patrick Ordys

20.10.2010, 13:58 Uhr
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@ Anita Beeler Danke für die Nennung von Zeitschriftentiteln. Ich meinte KONKRETE Angaben: Autor, Titel des Artikels, Seitenangabe, Name der Zeitschrift, Nummer. Was Sie hier schreiben ist unseriös. Ich liebe Mundart, dennoch fühle ich mich zum deutschsprachigen Raum zugehörig. Der letzte Versuch, eine systematische schweizerische Grammatik zu schaffen, ist gescheitert (vgl. Eugen Dieth, 1938). Antworten


Simon Scheiwiller

20.10.2010, 13:42 Uhr
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Ich muss Ruedi Lais (12:31) widersprechen. Ich höre auch bei Jugendlichen noch deutlich, ob sie jetzt z. B. aus dem Zürcher Oberland, aus Winterthur oder der Stadt Zürich kommen, und die Jugendlichen in Mels erklärten mir vor kurzem ziemlich genau, was der Unterschied zwischen dem ihren und dem Flumser Dialekt sei. Vom schleichenden Verlust der Lokaldialekte kann keine Rede sein. Antworten


Patrick Tigri

20.10.2010, 13:26 Uhr
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Italienisch, Spanisch und Französisch sind Dialekte des Latein - und dennoch als eigenständige Sprachen anerkannt. Ein Dialekt hat sich in der Vergangenheit immer weiter von der Ursprungssprache entfernt, und eines Tages wurde er dann zur eigenständigen Sprache. Wenn sich Schweizerdeutsch weiter entwickelt, etwa zur Schriftsprache, dann kommt es auch soweit. Heute ist es noch nicht so. Antworten


Anita Beeler

20.10.2010, 13:20 Uhr
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@Peter Grass. Dieses Thema ist sehr komplex. Ich empfehle Ihnen die "Neuroscience Letters", oder "Electroencephalography and Clinical Neuropohysiology" falls Sie sich wirklich dafür interessieren. @stephan schwan. Schweizerische Wissenschaftler sind durchaus in der Lage komplexe und komplizierte Themen in Schwiizerdütsch zu überdenken/konzipieren; auch wenn sie dann auf Englisch publiziert werden. Antworten


Ruedi Lais

20.10.2010, 12:31 Uhr
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Ich bin auch ein Schnabelweidler und besuche in Bosco/Gurin den Dialektabend. Trotzdem verschliesse ich die Ohren nicht. Bei der SMS-Generation liegt die Schweizerdeutsche Grammatik in Trümmern, aus denen dank Balkan- und TVShow-Dünger neue Idiome spriessen. Die x Lokaldialekte verschmelzen zu 7 (BE, BS, ZH, LU, VS, SG, GR) Färbungen einer neuen Mischsprache. Tschau Chuchichäschtli-Orakel! Antworten


stephan schwan

20.10.2010, 12:30 Uhr
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…. werden im Englischen diese Gebilde zerlegt und auf ein einfacheres Niveau hinunter gebrochen. Diesbezüglich ist das Schweizerdeutsch dem Englischen näher als dem Deutschen. Doch es ist vergleichbar: ich kann ewig Eile mit Weile (das deutsche Mensch ärgere Dich nicht) spielen, oder ich kann es wagen, das komplexere Schach zu lernen, um für strategische Herausforderungen besser geschult zu sein. Antworten


stephan schwan

20.10.2010, 12:29 Uhr
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@a.beeler, 19.10., 14.36h: Zur differenzierten Betrachtung gehört auch, den Unterschied zwischen kompliziert (schwierig) und komplex (vielfältig) anzuerkennen (19.10., 12.14h). Ansonsten haben Sie Recht : Im Deutschen gibt es – eine gewisse Sprachlust vorausgesetzt - beliebige Wortzusammensetzungsmöglichkeiten und spannend gebaute Satzkonstruktionen mit dem Verb meistens am Satzende, dagegen…. Antworten


Lia Schneider

20.10.2010, 11:56 Uhr
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man stelle sich Franz Hohler's Totemügerli in Schriftdeutsch vor..ein Graus! Als Zürcherin verstehe ich viele Dialekte und schätze sie sehr - mein Berner Opa spricht nach wie vor von Gummelestunggis und Cucumbere, und ich verstehe ihn gut. Antworten


Klaus Hersche

20.10.2010, 11:49 Uhr
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Ich bin wie Sie, Herr Weber, Appenzeller und Wahlzürcher. Als solcher liebe und pflege ich mein Innerrhödler Idiom, ohne mich als Hintewäldler oder Exoten zu fühlen. Aber genauso schätze ich das Hochdeutsche, wenn es darum geht, präzise zu formulieren und mich Anderssprachigen verständlich zu machen. Dazu erlaubt mir das Hochdeutsche, meinen Dialekt vor der grässlichen Verflachung zu bewahren! Antworten


Patrick Ordys

20.10.2010, 11:36 Uhr
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@ Anita Beeler Bitte nennen Sie konkret den Quellennachweis darüber, dass die Mundart in einer anderen Gehirnregion als das Standarddeutsche zu verorten ist. Die Mundarten der Schweiz gehören zum allemanischen Sprachraum. Genau wie z.B. jene in Baden-Württemberg. Die Mundarten nähern sich jedoch dem Standarddeutschen an. Die Schweiz war, ist und bleibt Teil des deutschen Sprachraumes. Voila! Antworten


Peter Grass

20.10.2010, 11:29 Uhr
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@ Anita Beeler: Es gibt nicht DAS Schweizerdeutsch! Walliserdialekt ist z.B. eine Unterart des Althochdeutschen. Wie viele Wörter des täglichen Gebrauchs, vor allem technische, haben wir dem Deutschen entlehnt? 'Schrubeschlüssel' müsste eine eigene Sprache beheimaten? Züridütsch wäre demnach nicht der Angelsächsischen Sprachgruppe zuzuordnen? Und Sprachen wandeln sich nie und bleiben stets 'rein'? Antworten


Gero Rubli

20.10.2010, 11:23 Uhr
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Dialekt mit jemand zu sprechen, der ihn nicht versteht, ist zwar unhöflich. Schlimmer ist es aber, Dialektsprecher mit "ausländischem Aussehen" auf Hochdeutsch oder sogar auf Englisch anzusprechen; DAS ist ausgrenzend und diskriminierend. @Buttler: In D sprechen nur Einheimische unter sich den gemeinsamen Dialekt, CH-Deutsch ist aber Verkehrssprache über die Grenzen der einzelnen Dialekte hinweg. Antworten


Anita Beeler

20.10.2010, 10:45 Uhr
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@Holzapfel. Und Sie habe sicher den wissenschaftlichen Beweis dafür das Schwiizertdütsch keine eigenständige Sprache ist? Sorry, aber diese Diskussion hatten wir schon mal in den frühen Achzigern, und leider kamen da die Sprachwissenschaftler und Neurologen auf ein anderes Resutat, auch wenn das danach aus politischen Gründen unter den Tisch gekehrt wurde. Es wir Zeit Farbe zu bekennen! Antworten


Andreas R. Schulthess

20.10.2010, 10:43 Uhr
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Bravo Thomas Widmer! Unsere Appenzeller Wurzeln prägen, gottlob; auch wenn viele Unterländer den tiefen Sinn der Landsgemeinde auch heute immer noch verstehen. Wer vor vielen Jahren zuerst an Vater's Hand und dann später als Stimmberechtigter die Landsgemeinde erlebt hat, weiss was ich meine. Und der Dialekt - gleich welcher - gehört nebem Anderem eben auch zu diesen wichtigen Werten. Antworten


Urs Brunner

20.10.2010, 10:16 Uhr
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Es ging doch nie darum, dass die Dialekte nicht klar seien, sondern dass es keinen Standard gibt. Aber trotzdem wird dauernd "der Dialekt" als Unterrichtssprache propagiert - nur welcher denn? Eine Standardisierung des Unterrichts in Schulen findet sicher nicht statt, wenn jeder Lehrer anders spricht. Der Standard ist eben das Hochdeutsche, das wollte Peter von Matt sagen, und da hat er recht. Antworten


Wolfgang Buttler

20.10.2010, 09:44 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Deutschen automatisch mit Schweizerdeutsch zu begegnen ohne sie zu kennen ist unhöflich. Es soll nämlich noch Deutsche geben, die nicht in der Scheiz wohnen, sondern dort nur zu Gast sind. Wenn ein Schweizer Bayern, Köln oder Hessen besucht, wird niemand mit ihm Dialekt sprechen. Übrigens wird von Englischsprechern, die lange in der Schweiz leben, kurioserweise nur selten Deutsch verlangt... Antworten


Urs Holzapfel

20.10.2010, 09:39 Uhr
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@aeschlima:sie müssen sich leider damit abfinden - man kann es drehen und wenden wie man will : "swiss" ist nun mal "swiss german",nichts anderes.zur erinnerung: eigene wörter und regeln haben auch dialekte,ist also nix besonderes..wenn manche schweizerdeutsch zur eigenständigen sprache deklarieren,muss man konsequenterweise auch die ganze wissenschaft abschaffen,die sich damit beschäftigt. Antworten


Walter Ammann

20.10.2010, 08:34 Uhr
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einleitend möchte ich mich bei Peter von Matt und Guy Krnetas Ausführungen bedanken. In meinem Leben ist die Sprache für mich ein reines Kommunikationsmittel, ohne Kunst Anspruch. Zu bedenken: Warum sollte eine Gruppe Schweizer mit einem integrationswilligen Deutschen nicht in Mundart sprechen. Als zukünftiges Gemeinschaftsmitglied möchte er/sie doch auch an unserer Kultur und Politik teilhaben. Antworten


Marcel Pfister

20.10.2010, 02:11 Uhr
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Ich bin Deutschschweizer und natuerlich ist Deutsch meine Muttersprache. Aufgewachsen bin ich im Dialekt und so sprech ich auch am liebsten, ganz einfach, weil mir der Schnabel so gewachsen ist. Schreiben tu ich meist auf Schriftdeutsch, obwohl ich als Basler die geschriebenen Schnitzelbaengge heiss liebe. Ich bin ein deutschsprachiger Europaer aber kein Deutscher. Kompliziert? Sicher nicht. Antworten


Wietlisbach Rolf

20.10.2010, 01:19 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Tatsache, dass Schweizer im Hochdeutsch nicht so geübt sind wie Deutsche, als "Sprachbehinderung" zu bezeichnen, finde ich etwas daneben und ziemlich abwertend! Damit hätte wohl jeder, der ein anderssprachiges Land bereist und dessen Sprache nicht als Muttersprache hat, eine "Sprachbehinderung"... Weshalb können wir die Vielfalt der Sprachen nicht einfach so akzeptieren und damit leben? Antworten


Maurus Gmür

20.10.2010, 00:25 Uhr
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Meine Eltern aus der Zentralschweiz sind in meiner Kindheit nach Schaffhausen gezogen und haben den Dialekt abgelehnt mit der gesamten dort verbliebenen nörgelnden Verwandtschaft. Als ein Kind mit Freude an Sprache und Sprechen habe ich den SH-Dialekt organisch angenommen und zuhause den Elterndialekt geredet. Treffen der beiden Volksgruppen warfen und werfen mich noch heute aus dem Gleichgewicht. Antworten


Stefan Siegmann

19.10.2010, 23:31 Uhr
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Ich halte es, egal um welche Sprache es sich handelt, grundsätzlich für falsch wenn sich irgendjemand aufschwingt anderen vorzuschreiben, wie sie zu sprechen haben. Damit reiht sich Herr von Matt in die Lange Reihe der überflüssigen Sprachschützer ein, die Deutschland nicht braucht, Frankreich nicht braucht und die Schweiz gleichfalls nicht. Sprache lebt und verändert sich. Gefroren ist sie tot. Antworten


Joseph Troika

19.10.2010, 22:12 Uhr
Melden 1 Empfehlung

arme helvetier! kaum sind ein paar hundertausend deutsche im land, muss man sich gleich jener minderheit anpassen und hochdeutsch sprechen. das hat doch alles mit mangeldem selbstbewusstsein zu tun, der arme kleine schweizer... fragt mal die katalanen, die sind nämlich stolz auf ihre sprache und eigenart. welche kräfte treten eigentlich solche diskussionen los? sind wir bereits derart unterwandert Antworten


Eriq Aeschlima

19.10.2010, 22:03 Uhr
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Meine Muttersprache, in Englisch, ist "Swiss". Seit Jahren erklaehre ich allen, dass ich "Swiss" spreche und nicht "Swiss-German". Die meisten Amerikaner glauben naehmlich dass "Swiss-German" scheizerisch gefaerbtes Deutsch sei und sind meist hoechst ueberrascht wenn ich ihnen erklaehre dass "Swiss" eine Sprache mit eigenen Woertern und Regeln ist. Antworten


Jan Ebeling

19.10.2010, 21:56 Uhr
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Die Wahl der Sprache sollte den jeweils Beteiligten an einer Kommunikation überlassen bleiben. In der Regel ergibt es sich unterbewusst. Schweizerdeutsch ist eine Bereicherung der deutschen Sprachraumes. Es mehrt alternative Sichtweisen. Wenn jemand mit mir konsequent schweizerdeutsch spricht, kann oder will er es nicht anders. Wenn wir uns wohlgesonnen sind, finden wir Wege, uns zu verständigen. Antworten


Mario Aufdenblatten

19.10.2010, 21:33 Uhr
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@Vormwald: Solange unsere Schüler Lehrer haben, welche Leserbriefe in solch einer Stilistik verfassen, darf man auch nichts besseres erwarten. Bitte zuerst vor der eigenen Türe kehren. Aber ja, irgendwie erinnern Sie mich an Aristoteles... Antworten


Urs Holzapfel

19.10.2010, 21:31 Uhr
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@zimmermann:wenn sie behaupten, in d und a würde hochdeutsch nur in der schule u. im öff. leben geredet,so sollten sie häufiger in diese länder reisen und bewusst zuhören.dort gehen dialekt u. hochschsprache immer mehr eine verbindung ein,was ich sehr angenehm finde.in der ch gibt es nur das entweder-oder,was m.e. mit schuld ist,dass hochdeutsch eine art "fremdsprache" ist.man muss nur wollen! Antworten


Elisabeth Hasler

19.10.2010, 20:57 Uhr
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Dialekt im Kindergarten ja, aber das Hochdeutsche soll ebenfalls seinen Platz haben. Dialekt auf der Volksschulstufe sicher nicht. Da soll weiterhin Hochdeutsch gesprochen werden, alles andere ist ein Rückschritt. Mit der 1.Klasse damit beginnen mit kontinuierlicher Steigerung. Ab 3. Klasse nur noch Hochdeutsch. Herr von Matt hat absolut recht, der Dialektwahn führt uns ins schulische Abseits. Antworten


Thomas Ziegler

19.10.2010, 20:13 Uhr
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Werden, z.B. an Elternabenden, fremdsprachige Eltern gefragt, ob ihre hier aufwachsenden Kinder Mundart oder Hochdeutsch als erste deutsche Sprache lernen möchten, spricht sich ein Grossteil für den Dialekt aus. Warum? Weil sie wollen, dass ihre Kinder nicht Aussenseiter bleiben, dass sie sich voll integrieren können. Auch deshalb ist für den Kindergarten die richtige Unterrichtssprache "Mundart"! Antworten


Christoph Zimmermann

19.10.2010, 20:04 Uhr
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Ich denke die Diskussionen sind überflüssig. Wenn man schaut wie viele Dialekte es in Deutschland und Österreich gibt und die meisten Hochdeutsch nur in der Schule oder im öffentlichen Leben (mit wenigen Ausnahmen) sprechen, dann können wir getrost weiter Dialekt sprechen und schreiben. Wir befinden uns in guter Gesellschaft und damit schliesse ich mich dem Kommentar von Frau Zwicky an. Antworten


Fabian Jung

19.10.2010, 19:47 Uhr
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Ich gebe in Emmenbrücke Deutschkurse für Frauen mit fortgeschrittenen DE-Sprachkenntnissen. Sie wünschten, dass wir auch einen Teil der Lektionen CH-Deutsch lernen, damit sie die Sprache ihrer Kinder (CH-Mundart) besser verstehen können. Also tun wir das. Und es macht Spass. Antworten


Rosario Beck

19.10.2010, 19:33 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Liebe Schwitzer, freut euch und seid stolz auf eure Muttersprache, es ist sehr schön! Eine Mexikanerin die schon lange in der Schweiz lebt und eure Dialekte liebt wegen ihre Vielfältigkeit! Antworten


Ueli Vormwald

19.10.2010, 17:48 Uhr
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Diejenigen, die stolz darauf sind, dass von der Jugend fast ausschliesslich ein vollkommen unmögliches Schweizerdeutsch gesprochen wird,dieses sogar in Form von SMS übermittelt wird, diese sollten einmal deren Aufsätze, Nacherzählungen usw. in Schriftdeutsch an unseren Schulen lesen. Ihnen würde grausen, glauben Sie einem Sekundarlehrer! Ich meine Schweizer ohne Migrationshintergrund. Antworten


Erika Zwicky

19.10.2010, 17:40 Uhr
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Auch in Deutschland sprechen die meisten Leute im Alltag kein "Hochdeutsch", sondern Dialekt oder "Slang". Ebenso sprechen die Menschen in Oesterreich Dialekt im Alltag. Dies gilt übrigens auch für andere Länder und Sprachen, sei dies Englisch, Französisch oder Spanisch. Es ist eine alte Weisheit, dass eine fremde Sprache nur so gut erlernt werden kann wie die Muttersprache beherrscht wird. Antworten


Verena Kolb

19.10.2010, 17:39 Uhr
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Ich habe über 40 Jahre in einer Gemeindeverwaltung gearbeitet. Für mich war es immer klar, dass ich bei fremdsprachigen Personen am Schalter oder Telefon auf die Schriftsprache gewechselt habe. Es ist ja klar, dass diese Leute im Deutschkurs zuerst das Hochdeutsche lernen. Nach einigen Jahren sollte man aber meinen, dass jede Person dann auch unser Schweizerdeutsch verstehen sollte. Antworten


Frank Thorsten

19.10.2010, 17:33 Uhr
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Als seit vielen Jahren in der Schweiz lebender Deutscher erlebe ich die Schweizer oft als flexibel. Die meisten fragen, ob ich schweizerdeutsch verstehe und passen sich ggf. an. Selbstverständlich u. mit Freude versuche ich so gut wie möglich Mundart zu verstehen. Also alles kein Problem, wenn wir wohlwollend aufeinander zugehen und Ideologien und allzu starke Identitäten beiseite lassen. Antworten


michael wolf

19.10.2010, 17:31 Uhr
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Dialekt ist gemütlich, aber ein Handicap: im schriftlichen Ausdruck, im Ausland (und nichtdeutschen Inland) und bei der Integration von Ausländern. Das Dilemma ist, dass der Dialekt zur CH-Identifikation dient und gleichzeitig die sprachliche Unterlegenheit zementiert. Die Dialektwelle geht übrigens nicht auf die SVP zurück, sondern auf die Lokalradios und ihr Anbiederungsmarketing. Antworten


Harald Oswald

19.10.2010, 17:08 Uhr
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Das Problem mit der Anwendung des Dialekt durch die Jungen zeigt sich leider zumeist in der Schule:So werden dann plötzlich im Deutschaufsatz "schweizerdeutsche Slangwörter" eingebaut, was meist zu Notenabzug führt.Ich unterstütze das Diealekt-sprechen trotzdem sehr und erwarte von ausländischen Arbeitern, welche bei uns Fuss fassen möchten, dass Sie Dialekt verstehen. Antworten


Matthias Fiechter

19.10.2010, 17:06 Uhr
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Diese müssige Diskussion ist keine schweizerische Exklusivität. Sie wird genauso in Wales und Irland sowie in vielen Regionen Spaniens geführt. Überall wäre die Lösung einfach: Man spricht in jeder Runde die Sprache, die alle Beteiligten sprechen und verstehen können. Schweizerdeutsch - oder andere "Mundarten" - aus absurdem Chauvinismus zum Prinzip zu erheben, ist hingegen unhöflich und dumm. Antworten


Philipp Nussbaum

19.10.2010, 17:00 Uhr
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Mediale Diglossie bedeutet, dass wir zwei Muttersprachen haben. Wobei der Dialekt nur gesprochen wird, und Schweizer Hochdeutsch nur geschrieben wird. Ausnahmen sind die Schule und der Dialog mit Fremdsprachigen. Es ist nur normal und natürlich, dass Schweizer mit eingewanderten Deutschen langsam Schweizerdeutsch zu sprechen beginnen. Integration ist schliesslich weitgehend eine Einbahnstrasse... Antworten


Eric Stassel

19.10.2010, 16:56 Uhr
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@ von Rooijen: Nachtrag: welche Sprache spricht ein geborener Zürcher? Schweizerdeutsch, ergo ist es eine Sprache, (das Wort "Mutterdialekt" existiert so nicht). Die neue Lust am SD hat nichts mit Nationalität zu tun, sondern ist Ausdruck der Erkenntnis, welcher Schatz uns da in die Wiege gelegt wurde und was man damit alles anstellen kann. Akademisch-elitäre Mei-meis berühren diesen Trend nicht. Antworten


Christian Sterchi

19.10.2010, 16:50 Uhr
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CH-Deutsch ist ein alemannischer Dialekt, so wie Schwäbisch. Deutsche oder Österreicher sprechen auch Dialekt (das ist kein Sonderfall Schweiz), können aber problemlos auf (dialektgefärbtes) Hochdeutsch umschalten. Dialekt ist im Alltag angebracht. Aber nicht in den Medien, gerade in der mehrsprachigen Schweiz. Hochdeutsch beherrschen bringt nur Vorteile. Aber lieber spricht man Englisch. Antworten


Christian Keller

19.10.2010, 16:42 Uhr
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Bin Schweizer und rede Schweizerdeutsch. Ob das nun ein Dialekt oder eine eigene Sprache ist, ist mir eigentlich ziemlich egal. Wenn mich jemand nicht versteht, sprech ich halt so, dass er es versteht. Ich versuch z.B. Hochdeutsch zu sprechen. Tönt lustig ;-) Antworten


Stefan Bischoff

19.10.2010, 16:38 Uhr
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Diese Mundart-Tümmelei ist doch mehr als peinlich. Aber ich verstehe, als Bewohner eines viersprachigen Landes, hat man keine Kapazitäten mehr ein halbanständiges Hochdeutsch aufs Parkett zu legen. Wie auch, spricht man doch schon fliessend Französisch, Italienisch und Räterromanisch. Liebe Mitschweizer seid nicht so faul und borniert. Wir haben doch mehr drauf, oderrrr? Antworten


Florian Meier

19.10.2010, 16:13 Uhr
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Die Schweiz sollte aus dem Deutschen Sprachraum austreten und wie die Niederländer ihre eigene Sprache manifestieren. Niederländisch stammt vom Niederdeutschen ab, wie übrigens auch Plattdeutsch, was ebenfalls kein Deutscher Dialekt ist, sondern eine eigene Sprache!. Antworten


Albisser Josef

19.10.2010, 16:10 Uhr
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Das Problem mit dem Hochdeutschen und die Vergötterung der Mundart ist erst ein Problem seit die Nationalkonservativen Aufwind bekommen haben,.Für die urbane Schweiz wurde war es nie ein Thema. Der deutschsprachige Raum ist nach wie vor der Motor von Europa und wir Schweizer haben seit Kriegsende davon nur profitiert. Was soll eigentlich das Kirchturmdenken das immer mehr bei uns überhandnimmt.? Antworten


jean wagenbach

19.10.2010, 16:08 Uhr
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In den letzten 70 Jahren hat man die schöne allemannische diglossie mit tatkräftiger politischer Unterstützung zu einem psychiatrischen Ausnahmezustand ausgeweitet. Leidtragend sind vor allem die kinder im hiesigem mittelmässigen schulsystem, meistens ausländer. Am zürichberg hat man damit keine probleme. Man spricht wie schon zur zeiten von Johanna Spyri und G. Keller kein bauerndeutsch mehr. Antworten


Markus Hagedorn

19.10.2010, 15:52 Uhr
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@ Susanne Ott: Moinmoin, genau so geht es mir auch und ich empfinde es als massiver Vorteil. Und auch wenn mein Partner perfekt Züridütsch versteht und teilweise kleine Wörter sich "einegschlichen" haben (mol/güsel usw)., werden wir weiter miteinander Hochdeutsch sprechen. Antworten


Lia Schneider

19.10.2010, 15:50 Uhr
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Beispiel Kindergarten: so leid es mir tut, aber "Standarddeutsch" klingt für mich nie tröstend. Wenn die Betreuung bereits deutsch ist, sei's drum, aber Schweizerinnen müssen doch nicht um jeden Preis Standarddeutsch mit den Kleinen reden. Kindsgi ist noch mehr Herzensding als Schule, somit sollte auch die Sprache der Herzen angewandt werden. Antworten


Eric Stassel

19.10.2010, 15:47 Uhr
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@ von Rooijen. Was gibt es denn da zu begreifen? Schweizerdeutsch hat Einzug in Emails, SMS, Statusupdates und Sprechgesangstexte gehalten. Es lebt, es atmet, es entwickelt sich, und es braucht sich bestimmt nicht vor irgendeiner Sprache dieser Welt zu verstecken. Soviel Selbstverständlichkeit mag sich in der Vergangenheit nicht geziemt haben, doch die Jungen nehmen sich dieses Recht heraus. Bravo Antworten


Stefan Studer

19.10.2010, 15:40 Uhr
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Der Hinweis von Guy Krneta auf die Selbstverständlichkeit mit der Jugendliche in der Schweiz auch schriftlich in ihrer Muttersprache kommunizieren ist spannend. Schweizerdeutsch ist in diesem Kontext Teil der jugendlichen Subkultur. Offiziell nicht anerkannt und doch als eigene Sprache lebendiger und dynamischer als je zuvor. Vielleicht sollten die Hochdeutsch-Verfechter etwas mit der Zeit gehen. Antworten


Mike Müller

19.10.2010, 15:08 Uhr
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Was das schriftliche betrifft bin ich abgesehen von SMS und Postkarten mit Herrn von Matt einer Meinung. Mündlich sehe ich es etwas differenzierter - so speche ich gerne Dialekt mit Deuschen sofern sie mich verstehen und fühle mich deswegen nicht als Flegel. Ebenfalls zu beachten ist, dass es kaum ein Land gibt, wo man sich so sehr sprachlich anspasst (ich spreche den ganzen Tag Englisch im Büro) Antworten


Fränzi Maier

19.10.2010, 14:49 Uhr
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Es gibt Züridütsch, Bernerdütsch,Walliser- u. Graubündnerdütsch usw.usw. Schaffhauser tun sich schwer im Berner Oberland oder im Wallis. Da versteht man das Schwäbische oder Vorarlbergische schon um einiges besser. Bayrisch,Südtirolerisch und das österr.Tirolerisch - ein Wiener oder Berliner erkennt da sicher keinen Unterschied! Dialekte sind schön - es gibt sie überall auf der Welt! Antworten


Anita Beeler

19.10.2010, 14:36 Uhr
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@stephan schwan. Falsch, eine komplizierte Grammatik macht noch keinen wisseschaftlich, hochstehenden Text. Publikationen in Deutsch sind oftmals holprig und unnatürlich verschachtelt, und kompliziert geschrieben. Englische Texte sind einfacher. Die Schwiizertütsche (gesprochene) Grammatik ist dem Englischen näher als dem D und würde sich deshalb viel besser für wissenschaftliche Texte eignen. Antworten


Susanne Ott

19.10.2010, 14:24 Uhr
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Lebe seit 20 Jahren in der Schweiz und verstehe perfekt Schweizerdeutsch (spreche es aber nicht, weil ich es nie so sprechen könnte, dass ich nicht sofort als (ehemalige) Deutsche erkannt werde), mein Mann (Schweizer) spricht mit mir Hochdeutsch. Zu Beginn, weil ich ihn im Ausland kennenlernte und kein Mundart verstand, jetzt, weil er durch sein gutes Hochdeutsch beruflich Vorteile hat. Antworten


Peter Waldner

19.10.2010, 14:08 Uhr
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Dialekt ist "Heimat", Zugehörigkeit und Kultur! Hochdeutsch (oder Schriftdeutsch) ist eine künstliche, kalte Sprache, die nur dem einzigen Zweck dient: sich mit jenen zu verständigen, die nicht wirklich dazu gehören. Wie sehr sich machtbewusste "Obrigkeiten" vor Sprache und Dialekt fürchten, haben die Franzosen nach dem Krieg im Elsass bewiesen. Sprache/Dialekt ist folglich auch Kraft und Macht. Antworten


Willi Widmer

19.10.2010, 14:02 Uhr
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Als Schweizer wage ich zu behaupten,dass wir ein Zwitscherdeutsch sprechen,das mit Schweizerdeutsch auch gar nichts zu tun hat ,ausser wir grenzen 3 Sprachregionen aus. Wenn man sich auf Schriftdeutsch einigen kön- nte, wäre schon viel erreicht, denn dann müssten sich nicht die meisten Schweizer im Ausland oder im Umgang mit unseren Freunden in den 3 CHer Sprachregionen dauernd blamieren ! ;-) Antworten


Markus Hagedorn

19.10.2010, 13:58 Uhr
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@ Widmer: Sicher 90% der Deutschen hier in der CH möchten, dass wir Mundart also CH-Deutsch mit ihnen reden und dass anstatt Trottoir Bürgersteig zur Anwendung kommt, ist ein Zeichen der Globalisierung, der auch SIE nicht entweichen können. Wir CH-er sollten da gemäss unserer Tradition aufgeschlossener gegenüber Veränderungen sein...das ist doch unser Touristikwerbespruch...oder belügen wir uns?? Antworten


Dieter Staub

19.10.2010, 13:26 Uhr
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Solange sich jemand nicht regelmässig auf Hochdeutsch unterhält, fehlen ihm die Redewendungen, Wortverkürzungen und auch der Wortschatz einer alltagstauglichen Sprechsprache. In dieser fehlenden Praxis liegt das hochdeutsche Sprechdefizit vieler Schweizer, das den Betroffenen trotz aller Glorifizierung des Dialektes unangenehm ist. Denn wir wissen alle: Sprechschwierigkeiten wirken dumm. Antworten


Robert Ochsner

19.10.2010, 12:57 Uhr
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@Florian Meyer. Ich als Schweizer lebe jetzt seit über 20 Jahren in Deutschland und habe hier auch noch kein "echtes deutsch" gehört. Sprache und Sprachentwicklung hat geschichtliche Hintergründe und wenn man davon nichts versteht, nützt es auch nicht, einfach "basta" zu rufen. Machen Sie sich erst schlau, dann wissen sie, wovon Sie sprechen. Antworten


Christian Müller

19.10.2010, 12:53 Uhr
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Sehr geehrte Damen und Herren Mir als "Höchstdeutschem" (bin Friese) fallen zwei Fakten zum Thema hochdeutscher Dialekt ein: Als nach dem Krieg das Hochdeutsche in unsere Schulen und neuaufgelegte Heimatbücher kam, dass deswegen, damit man sich trotz ostdeutscher -friesischer Dialekte verstehen konnte, es ging also klar um Angleichung. In der Wissenschaft wohl auch ... but on a higher Level. Antworten


Fabian Jung

19.10.2010, 12:51 Uhr
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Jungen, sich in der CH etablierenden Fremdsprachigen, empfehle ich, für den privaten Umgang Mundart zu lernen, wenn sie sich denn mal heimisch fühlen wollen. Behelfs Standardsprache - wenn sich die Heimischen ihr/ihm anpassen und umstellen müssen - wird sich in Luzern keine/r je wohl fühlen. Antworten


Kurt Aegeri

19.10.2010, 12:33 Uhr
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Persönlich kenn ich Deutsche, die wollen explizit, dass ich "schwyzerdütsch" - in meinem Falle Züridütsch - spreche. Sie meinen, sie fühlten sich dann heimischer, "angekommen". Ich passe mich zwar gerne an, aber ich pflege auch den Dialekt und verwende oft auch bewusst Wörter, die im "Alltagsdialekt" längst nicht mehr gebräuchlich sind. Einfach weil's Spass macht! Sprache ist auch Kultur. Antworten


Götz Krug

19.10.2010, 12:19 Uhr
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Besteht die Schweiz nur aus den schweizerdeutsch-sprachigen Regionen ? Denn nur die sprechen in der Schweiz ja 'Schweizerdeutsch'. Gehört denn die französische Schweiz nicht zur Schweiz ? Und was ist mit dem Tessin ? Und das rätoromanische ? Sind das Ausnahmen oder sprechen sie jeweils anderssprachiges Schweizerdeutsch, oder haben sie dort keine Muttersprache, od. zumindest keine schweizerische ? Antworten


André Cardinaux

19.10.2010, 12:19 Uhr
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@Rex Widmer: bedrohte Identität... konsequent mit Deutschen Mundart sprechen... tönt nicht gerade nach (königlichem) Selbstbewusstsein - vielleicht deshalb kompensiert durch Arroganz? Hätten wir Schweizer, als viersprachige Willensnation nichts Besseres zu bieten? Aber die Verfolgungsszenarien der Rechten scheinen zu greifen.... Antworten


Marc Winter

19.10.2010, 12:14 Uhr
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Wusste gar nicht, dass das ein Problem sein soll in der Schweiz. Bin auch Schweizer. Rede auch Mundart. Schreibe auch Schriftdeutsch. Kenne auch Deutsche. Nächstes Thema bitte. Antworten


stephan schwan

19.10.2010, 12:14 Uhr
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Es ist doch klar, dass eine Sprache, welche sich einer komplexeren Grammatik und eines differenzierteren Wortschatzes bedient, das Denken eben genau so schult und daher eher geeignet ist, komplexe Probleme differenziert zu betrachten. Diese Sprache ermöglicht Interaktion und Öffnung. Schwyzerdütsch allein dient in der Ausschliesslichkeit eher der stolzen Abschottung, das ist auf Dauer ein Irrweg. Antworten


Karlsson Vom Dach

19.10.2010, 12:12 Uhr
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Wer Mundart schreibt, hat nichts begriffen. Nun ja, vielleicht liegts ja auch an denen, die es einem begreifbar machen sollten....? Antworten


Florian Meier

19.10.2010, 12:08 Uhr
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Für mich als Deutschen gibt es kein Schweizerdeutsch, sondern nur Schweizerisch, denn mit echtem Deutsch hat Eure Sprache nichts mehr zu tun - basta! Antworten


Tomas Houda

19.10.2010, 12:06 Uhr
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Hochdeutsch zu beherrschen ist der Identität keinesfalls abträglich - niemand verliert seine Identität nur deshalb, weil er sich in Standardsprache ausdrücken kann. Wer Hochdeutsch nicht sprechen kann, der kann auch nicht schreiben - Dialekte sind keine Schriftsprache. Und wer nicht schreiben kann, versteht häufig den Sinn des geschriebenen nicht richtig. Es ist nur ein Bildungsproblem. Antworten


Mario Monaro

19.10.2010, 12:01 Uhr
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Herr von Matt: Merci! Einzige Präzisierung: es gibt in der Schweiz lebende Deutsche, die gerne auf Schweizerdeutsch angesprochen werden wollen um die Mundart verstehen zu lernen. Deshalb frage ich im Kontakt mit hier lebenden Deutschen stets wie sie es haben möchten. Mit deutschsprachigen Touristen ist der Fall glasklar: Hochdeutsch natürlich! Und: das bereitet ja wohl niemandem Probleme, oder? Antworten


bernd meier

19.10.2010, 11:59 Uhr
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Herr Costa: "Schweizerdeutsch ist KEIN Dialekt ". Ist es doch, vgl. "Dialekt" im Historischen Lexikon der Schweiz. Antworten


Marc Wetz

19.10.2010, 11:51 Uhr
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Schweizerdeutsch ist international anerkannt als eine von vielen Sprachen in dieser Welt, wie auch Deutsch. Sie ist unsere Muttersprache, wobei wir je nach Wohnort einen anderen schweizerdeutschen Dialekt sprechen. Aus historischen Gruenden (Fehlen einer starken Zentralmacht) hat sich nie einer dieser Dialekte als 'Haupt'sprache durchgesetzt und auch als Schriftsprache entwickelt. Antworten


Angela Wyss

19.10.2010, 11:47 Uhr
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Wer Schweizerdeutsch als Dialekt bezeichnet hat keine Ahnung von der Geschichte Europas und den einzelnen Ländern. Aber leider gibt es heutzutage zu viele Unwissende die sich unbedingt profilieren wollen. Antworten


Manuel Costa

19.10.2010, 11:07 Uhr
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Hört auf immer von Dialekt zu reden, Schweizerdeutsch ist KEIN Dialekt (auch wenn einige das einfach nicht kapieren wollen) zürichdeutsch ist ein Schweizerdeutscher Dialekt! Wie soll Schweizerdeutsch ein Hochdeutscher Dialekt sein können wenn Schweizerdeutsch aus dem Alt Alemannischen entstand und somit älter ist als Hochdeutsch das aus dem Neu Alemannischen entstand?! Antworten


Reto Hauser

19.10.2010, 11:05 Uhr
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Irgendwie dünkt es mich man will mir den Mund verbieten wenn man von Blödsinn usw. spricht, im Bezug auf Mundart. Das ganze wirkt faschistoid...übermäßig autoritäres oder autoritätsgläubiges Verhalten. Auch wenn die Schriftsteller in Hochdeutsch geschrieben haben. Tschechisch Slowakisch, Polnisch Russisch, Slowenisch usw. sind ja auch nicht Dialekte sondern Sprachen.... slawische Sprachen. Antworten


Jean Lenaux

19.10.2010, 10:59 Uhr
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Danke Herr Lenz für Ihre undogmatische und kompetente Sichtweise zum Thema. Ich mag die Dialekte sehr und schätze eine korrekte Deutsche Sprache. Da sich die Sprache ständig entwickelt, hat auch die "Strassensprache" einen gewissen Charme, solange man nicht verlernt welche Sprache zu welcher Zeit und an welchem Ort angemessen ist. Antworten


markus roth

19.10.2010, 10:51 Uhr
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ich bin gerne schweizer und rede auch gerne meine muttersprache. Kann aber auch hochdeutsch und andere fremdsprachen, die ich gerne anwende um mit anderssprachigen zu kommunizeren. Ich erkenne darin keine probleme und verstehe den kern dieser diskussion nicht ganz, was daran nicht gut sein soll. Antworten


André Cardinaux

19.10.2010, 10:36 Uhr
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Die Sache scheint mir eigentlich ganz einfach: Mit Deutschschweizern spreche ich natürlich Schweizerdeutsch. Mit Deutschen, Franzosen, Engländern (wenn's denn Deutsch sein muss) natürlich Hochdeutsch. Schreiben tu ich immer Schriftdeutsch und das ist eben Hochdeutsch. Es kann keine Schriftmundart geben (ausser vielleicht wenn man mit dem Mund schriebe)! Geschriebene Mundart ist m.E. unleserlich. Antworten


Alain Burky

19.10.2010, 10:35 Uhr
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Mit deutschen Grenzgaengern spreche ich Mundart, mit Deutschen aus dem hohen Norden Hochdeutsch. Wie schon Karl Popper sagte: "Leben ist Problemloesen" - und die Sprache dient der Verstaendigung. Antworten


Laurens van Rooijen

19.10.2010, 10:33 Uhr
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@ M. Zürcher: Sie scheinen ein Problem mit der Lesekompetenz zu haben. Ich habe nicht geschrieben, dass es nur in der Schweiz Dialekt gebe. Aber nur die Deutschschweizer sind so krampfhaft auf Abgrenzung bemüht, dass sie aus ihren Dialekten eine eigene Sprache basteln wollen, Wörterbuch inklusive. Ist echt an Provinzialität kaum zu überbieten. Was das alte Deutsch angeht: Ich studiere Geschichte. Antworten


Rex Widmer

19.10.2010, 10:31 Uhr
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@Hagedorn: Nein, wir bilden uns das nicht nur ein. Wenn aus dem Trottoir plötzlich der Bürgersteig und dem Perron der Bahnsteig wird, dann sind das deutliche Zeichen einer Germanisierung in diesem Land. Und ja, es geht in erster Linie um die bedrohte Identität. Ich rede mit Deutschen konsequent Mundart. Antworten


Anita Fisker

19.10.2010, 10:05 Uhr
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@ben nadini: das stimmt nicht. Deutsche, die innerhalb Deutschlands einmal umgezogen sind, sprechen ganz oft nur noch Hochdeutsch. Es ist nicht oder kaum möglich den ortsgebundenen Dialekt neu zu erlernen, und den alten Dialekt kann man ja auch mit niemandem sprechen (wohl kaum ein Deutscher spricht in Hessen Plattdeutsch), also bleibt Hochdeutsch als gemeinsame Sprache doch bestehen. Antworten


Peter Rusterholz

19.10.2010, 09:59 Uhr
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Als zukünftige EU Mitglieder sollten wir uns schon ein bisschen bemühen und mehr Sprachen lernen. Nur so können wir mit Deutschen hochdeutsch, Serben serbisch, Griechen griechisch und Afrikanern in Suhaeli kommunizieren. Antworten


Markus Hagedorn

19.10.2010, 09:46 Uhr
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Deutsch ist unsere Amtssprache.CH-Deutsch unsere Umgangssprache.Niemand will unsere Identitaet zerstoeren, ausser wir bilden uns das ein....und das tun wir!! Antworten


Marcel Zürcher

18.10.2010, 19:44 Uhr
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@Laurens van Rooijen, Dialektorthographie (ohne die krankhafte Schweizer Bindestrichmanitis) gibts sehr wohl. Ich finds wunderbar, dass Sie glauben dass Mundart, nun eigentlich Dialekt, nur in der Schweiz gesprochen wird. Sagen Sie das bitte mal einem Bayer, einem Friesen, einem Berliner oder vielleicht auch nur einem Österreicher.Haben Sie mal altes Deutsch gelesen? 15Jh/16Jh? Würde ihnen gut tun Antworten


Hans Schumacher

18.10.2010, 19:37 Uhr
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Für mioch ist das Schweizerdeutsch eine Sprache, meine Muttersprache. Ich kann mich in der deutschen Sprache nicht gleich gut ausdrücken und werde dies auch nie können. Das Schweizerdeutsch ist ein Teil von mir und meiner Identität. Antworten


E. J. Juntke

18.10.2010, 19:14 Uhr
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Ich sehe das ganz anders, und zwar finde ich es höchst sympathisch, wenn die Schweizer Schwyzerdütsch mit mir reden. Wenn einer auf Hochdeutsch umstellt, zeigt er mir doch, dass er meinem Schwyzerdütsch anhört, dass ich es nicht von Kind auf gesprochen habe u. es nicht gut genug findet. Wenn er dagegen Dialekt spricht, fühle ich mich viel eher seinesgleichen u. angenommen. Habe CH-Pass. E.Juntke Antworten


Rene Meier

18.10.2010, 18:52 Uhr
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@Marco Jaiza Danke Marco Jaiza! Peter von Matt scheint ein Pauker alter Sorte zu sein. Er sollte sich wieder mal auf den neusten Stand der Dinge bringen, auch wenn er - zum Glück - emeritiert ist. Antworten


Laurens van Rooijen

18.10.2010, 18:48 Uhr
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Wer Schweizerdeutsch für eine eigene und Hochdeutsch für eine Fremdsprache hält, hat manches nicht verstanden - das ist meines Erachtens sprachgewordenes Sonderfall- und Inseldenken in Reinform. Wer dann noch meint, Mundart (SIC!) schreiben zu müssen, hat noch viel weniger begriffen. Die Verschriftlichung ist der Mundart geradezu wesensfremd - und nein, eine Dialekt-Orthographie gibt's nicht! Antworten


ben nadini

18.10.2010, 18:42 Uhr
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In DE hat man noch nie Hochdeutsch gesprochen - ausser in der Gegend um Hannover. Alle anderen Deutschen reden einen regionalen Dialekt - Die Alemannen am Bodensee und Hochrhein sogar denselben wie die Thurgauer auf der anderen Seite... Macht euch deshalb keine Sorgen. Was den Schweizern fehlt ist allein das Selbstvertrauen - sie haben den Zwang sich immer mit anderen vergleichen zu müssen... Antworten


leo spescha

18.10.2010, 18:28 Uhr
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kluger artikel, es geht also doch. nicht alle dichter und denker sind einsame nestbeschmutzer. die argumentation von herrn von matt ist dagegen so etwas von matt. die junge generation spricht wahrlich fast perfektes hochdeutsch, wenn sie denn wollen. Antworten


Paul Hahn

18.10.2010, 17:51 Uhr
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Ich persönlich sehe "Hochdeutsch" als eine Sprache, die seit Goethes Zeiten im Verfall ist und zu einem theoretischen Ideal verkommen ist - auch in Deutschland. Kein(!) einziger(!) Deutscher spricht mehr Hochdeutsch, sondern in eine dialektgefärbte Abbart - genauso wie Schweizer, auch wenn wir das Wort Dialekt nicht gerne hören. Antworten


Christoph Geiser

18.10.2010, 17:34 Uhr
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Nicht nur wir Schweizer haben einen Dialekt, auch viele Deutsche haben einen und nicht alle sind für mich gleichermassen verständlich. Hochsprachen sind immer ein etwas künstlich Gebilde, aber halt unerlässlich. Das gegeneinander ausspielen ist unbedacht, es geht schliesslich um Kommunikation, nicht um Kultur. Aber es gibt keinen Grund, nicht zwei Sprachen in Wort und Schrift zu erlernen. Antworten


Martin Kreidel

18.10.2010, 17:32 Uhr
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Einen wesentlichen Unterschied ignorieren die Dialektverteidiger alle. In D reden zwar die meisten auch nicht Hochdeutsch, aber sie können es u. es bricht ihnen kein Zacken aus der Krone, wenn sie es sollen. Reduktion auf "Schrift"-deutsch in der CH wäre ja i.O., wenn man dann dieses wenigstens könnte. Die Kommentare hier beweisen eher das Gegenteil. Ein Problem der CH - und es wird größer... Antworten


Marco Jaiza

18.10.2010, 17:15 Uhr
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Herr von Matt schreibt, dass die Dialekte eine bunte Wunderwelt sind, in der es keine Regeln dafür gibt. Nun ich bin stolzer Besitzer des Baseldeutschen Wörterbuchs, gerade frisch herausgegeben, dies in 4. Auflage. Es gibt für das Baseldeutsch auch eine eigene Grammatik. Ich finde Dialekt ist eine Art von Sprache. Das Hochdeutsche ist eine Hochsprache und sie ist die Sprache der Gelehrten. Antworten


Leo Katz

18.10.2010, 17:13 Uhr
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Dialekt ist Folklore, in jedem Land. Antworten


Oliver Fritz

18.10.2010, 17:13 Uhr
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Es ist doch ganz einfach: Wenn Sie wollen, dass Ihr Gegenüber Sie versteht, dann wählen sie eine gemeinsame Sprache. Wenn es Ihnen egal ist, ob der andere etwas versteht, dann können Sie sprechen, wie sie wollen. Es ist immer wieder herzerwärmend, wie die Sprachkompetenz steigt, wenn gegenüber grad die Frau / der Mann / der Job des Lebens sitzt und nur Hochdeutsch versteht... Antworten


ernst zinniker

18.10.2010, 17:12 Uhr
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Zur Sprachbenhinderung Von einer Behinderung würde ich nicht sprechen, dadurch dass unser Berndeutsch vom Satzbau her dem Englischen zum Teil näher liegt, haben wir da sogar einen Vorteil. Dagegen kommt uns der "Wem-/ Wesfall", wie wir dies vom Dialekt her gewohnt sind, bei der ¨Übersetzung in die Schriftsprache in die Quere. Einmal bewusst gemacht lässt sich das aber korrigieren. Antworten


Axel Hütte

18.10.2010, 17:07 Uhr
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Verehrter Herr Lenz. Der Begriff "Mundart" ist nichts anderes als eingedeutscht "ein Dialekt". Ein Dialekt ist immer ortsbezogen und somit die Sprachform mit der geringsten kommunikativen Reichweite. Der Dialektsprecher wird mancherorts bereits im Nachbarort als ortsfremd erkannt. Dies zu Ihrer Forderung eines Uebersetzers Deutschland gegenüber. Antworten


Christian Dürig

18.10.2010, 17:01 Uhr
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Die Sprache, hindert uns zu Erkenntnis zu kommen. Aristoteles schränkte sich auf Aussagen ein und versuchte Logik zu finden. Dies gelang erst 2000 Jahre später mit der Aussagenlogik. Germanisten beherrschen diese noch nicht. Über Prädikatenlogik, Stufenlogik, Modallogik usf. ist die Wissenschaft gezwungen, die Quantenlogik zu erlernen. Hallo, könnt Ihr mich noch verstehen? Nein. Plaudert weiter. Antworten


Res Bühlmann

18.10.2010, 16:54 Uhr
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@ Leo Schale sie irren sich; denn die Helvetier waren ein keltischer Stamm, welche nach dem Abzug der Römer teilweise die Sprache der Alemannen annahmen. @ für diejenigen die denken , dass wir " Reserve- Deutsche" sind, dies trift nur teilweise zu. weil er ebenso viele Einflüsse der Gallier, Walser. Slawen, Römer und sogar Russen in unserem Blute sind. Antworten


Esther Berger

18.10.2010, 16:53 Uhr
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Apropos Minderwertigkeitskomplexe ... alle, die in etwas nicht viel Übung haben, strotzen nicht vor Selbstvertrauen, aber niemand käme auf die Idee, diesem Umstand Minderwertigkeitskomplexe zu sagen. Also bitte hört auf mit diesem stereotypen Wort zu unserem Schriftdeutsch. Antworten


Corinne Anderegg

18.10.2010, 16:52 Uhr
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Ich bin D-Schweizerin und bin im Ausland aufgewachsen und besuchte einen deutschen Auslands-Kindergarten. Innert weniger Wochen sprach ich perfektes Hochdeutsch. Als ich 2 Jahre später im Emmental eine schweizer Primarschule besuchte, sagte mir die Lehrerin allen Ernstes, ich solle das 'r' weniger rollen und das 'ch' mehr fauchen... sprich weniger D und mehr CH sprechen! Ist das zu fassen??? Antworten


Markus Mesmer

18.10.2010, 16:51 Uhr
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Probleme habt Ihr!!!! Wenns nichts anderes gibt, was bei uns anzupacken ist.... Die Deutschen haben selbst Probleme. Wenn ich an deren Französisch- oder Englischaussprache denke.... Antworten


Victor Menzli

18.10.2010, 16:36 Uhr
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Ich bin der Meinung, bzw, überzeugt, dass sehr viele Schweizer Politiker (wenn sie denn müssen...!) sich ganz bewusst mit ihrem "Schweizer Schriftdeutsch" in Szene setzen! Und: auch Deutsche machen Deutsch-Fehler, man schaue nur ARD, ZDF etc. und höre gut zu! Antworten


Michael Sold

18.10.2010, 16:34 Uhr
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Auch in Deutschland wird die Schriftsprache nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung beherrscht. Die Deutschschweiz hat immer gleich mit allem und jedem ein Problem. Weder der italienisch sprechende noch der französisch sprechende Teil hat solche Minderwertigkeitskomplexe. Nur gehen dort die Dialekte ganz klar zugunsten des Einheitsbreis verloren, Das ist aber noch lange keine Schriftsprache. Antworten


Rolf Forster

18.10.2010, 16:28 Uhr
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Da ja auch das Thema Integration angeführt wird: wäre es nicht sinnvoller, die Kinder lernen die Sprache, in der sie sich gegenüber ihren Gspänli und in der Migros artikulieren können? Schaue ich mir das Beispiel meiner Frau an, sind die Vorteile offensichtlich. Bei ihr wurde Mundart forciert und sie spricht heute - im Gegensatz zu Bekannten aus ihrer Herkunftsregion - astreines Schweizerdeutsch. Antworten


Thomas Müller

18.10.2010, 16:27 Uhr
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Mir müesse ou nid vu aune verschtange wärde, oder! Antworten


Erich Müller

18.10.2010, 16:25 Uhr
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@Giuliana Cortes: Haben Sie sich darauf geachtet, wie viele Rechtschreibefehler sich in den einzelnen Kommentaren eingeschlichen haben? Auch Ihr Eintrag ist nicht fehlerfrei (es sollte seid heissen und nicht seit). Ich glaube, hier liegt genau das Problem. Dialekte pflegen schön und gut, aber darüber hinaus das Hochdeutsch verlernen? Antworten


Hans Inauen

18.10.2010, 16:24 Uhr
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Ich schaue gerne mal deutsche Kochsendungen. Da begrüssen sich die Teilnehmer mit "Hallöchen" und dann "Pröstchen", da ist es mir wohler mit "Hoi" und "Prost". Antworten


Rolf Forster

18.10.2010, 16:23 Uhr
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Frau Brunner hat einen wesentlichen Punkt erwähnt: auch unsere Nachbarn reden im Alltag Dialekt und kein druckreifes Hochdeutsch. Nur gilt man bei den Deutschen als Bauer, wenn man sich im eigenen Dialekt mitteilt, während wir Schweizer auf unsere Mundart - völlig zurecht - stolz sind. Immerhin ist es unser Muttersprache, auch wenn das Herr von Matt anders sieht. Antworten


peter eberhard

18.10.2010, 16:23 Uhr
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Was um Himmels Willen soll dieser unsinnige Grabenkrieg? Untereinander sprechen wir Dialekt (und bitten den Walliser, es nicht zu übertreiben...) und mit Deutschen und Österreichern hochdeutsch mit unserem sympathischen helvetischen Einschlag (also bitte nicht das peinliche "Schweizer Bühnenhochdeutsch"), es sei denn, man gibt uns zu verstehen, dass Dialekt verstanden wird. Wo ist das Problem? Antworten


Sus Wegelin

18.10.2010, 16:22 Uhr
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@Jakob Tanner: Sie sprechen von einer EU-Euphorie? Wo gibt es die? Praktisch 80% der Schweizer sind EU-kritisch. Wo ist denn ihr Problem? Was genau will die EU verbieten? Was Von Matt sagt, hat ja gar nichts mit der EU zu tun, sondern ist eine rein schweizerische Diskussion. Es geht um unsere Doppelsprachigkeit. Antworten


Heinrich Baur

18.10.2010, 16:22 Uhr
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Lieber Herr Tanner, da diese galloromanische Durchmischung mit den Allamannen in der Deutschschweiz stattgefunden hat, scheint die sprachliche Barriere zwischen Basel und Lörrach sowie St. Margrethen und Bregenz geklärt zu sein. Vielleicht werfen die Dialekte bei den Nachbarn auch deshalb weniger gesellschaftliche Probleme auf (-; Antworten


Robert Schuman

18.10.2010, 16:19 Uhr
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Ein Dialekt ist nur ein Dialekt und keine Sprache. Selbst die breite UN Definition erkennt 'Schweizerdeutsch' nicht als Sprache an sondern nur das alemannische zu dem Schweizer Dialekte gehören (aber hauptsächlich die badischen Dialekte in Baden-Württemberg). Trotzdem würde niemand in Baden-Württemberg behaupten sein Dialekt sei eine Sprache. Sprache ist schliesslich ein Standard zur Kommunikation Antworten


Franz Oberlin

18.10.2010, 16:17 Uhr
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Ich verstehe den Ärger um Von Matts Text nicht. Die meisten Reaktionen sprechen von Dingen, die Von Matt gar nicht geschrieben hat. Es geht darum, dass Hochdeutsch in der Schweiz zunehmend ignoriert wird und deshalb nicht mehr geübt und gepflegt wird. Hochdeutsch ist aber für unsere Demokratie eine Voraussetzung. Schliesslich ist die Bundesverfassung hochdeutsch verfasst und nicht im Dialekt. Antworten


Bernhard Moser

18.10.2010, 16:16 Uhr
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Pedro Lenz hat es wieder einmal genau getroffen. Mundart gegen Hochdeutsch auszuspielen bringt uns keinen Schritt weiter! Während ich bei Herrn von Matt nur mit einem intellektuellen Diskurs reine Schaumschlägerei betreibt, spürt man bei Herrn Lenz die Liebe zu einer lebendigen Sprache. Danke Herr Lenz! Antworten


christoph bless

18.10.2010, 16:13 Uhr
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@leo schale: Die Helvetier stammen sicher nicht von den Alemannen ab, die Helvetier waren Kelten, sprachen also keltisch. Eine komplett andere Sprache. Antworten


Hans Christian Müller

18.10.2010, 16:02 Uhr
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Die Ausführungen des Herrn Lenz wirken wesentlich sympathischer als Herrn von Matts Versuch, der Schriftsprache im Kindergarten das Wort zu reden. Es brauch doch keine Diskussion: Die Mundarten und Dialekte haben sich aus den Menschen und mit den Menschen entwickelt, die sie sprechen. Und damit sich alle etwas besser verstehen, wurde eine Schriftsprache über alles gestülpt. Das ist aber auch alles Antworten


Hans Anders

18.10.2010, 16:02 Uhr
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Beim ganzen Problem geht es ja um Mundart oder Hochdeutsch im Kindergarten. Aus Sicht der Integration ist es eindeutig Mundart, also Balkan-Schweizerdeutsch (bei der 2.und 3. Generation) ist einem Schweizer-Hochdeutsch + Balkan-Schweizerdeutsch-Hochdeutsch vorzuziehen. Die Integration ist abgeschlossen, sobald sprachlich kein Unterschied zur einheimischen Bevölkerung wahrnehmbar ist. Antworten


Jakob Tanner

18.10.2010, 16:01 Uhr
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Ich bin Deutschschweizer, meine angeborene Sprache ist Schweizerdeutsch. Hochdeutsch ist eine SCHRIFTsprache. Punkt. Komisch, dass in der EU-Euphorie jetzt sogar die eigene Sprache als minderwertig hingestellt wird. Antworten


Caroline Brunner

18.10.2010, 16:01 Uhr
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Ich durfte bei einem Projekt mit Leuten aus Graz, Salzbug, Wien, Bayern, Frankfurt, Hambug, als einzige Schweizerin zusammen arbeiten. WIr einigten uns, betreffend Kommunikation, auf die Schriftsprache. Interessanterweise bekundetet alle die gleiche Mühe, die Umstellung von der gewohnten Alltagssprach (Dialekt) ins Schriftdeutsch. Wir gewöhnten uns aber schnell aneinander. Antworten


Aschy Furrer

18.10.2010, 16:00 Uhr
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Peter von Matt bedient sich plakativer Vorurteile, doch das Problem heisst nicht Mundart! Es ist nicht die "unlernbare" Muttersprache der Mundart, die uns angeblich vom Rest der Welt zu isolieren droht, sondern die milieubezogene Sprach-Losigkeit, das Verlieren der pers. Wurzeln. Global führt dies zum selben Resultat, auch bei "Standarddeutsch" oder English. Tschegsch, oder wilsch Schnureboggs? Antworten


Klaus Dietrich

18.10.2010, 15:59 Uhr
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Das ich nicht lache! 8 von 10 Einwohner der Stadt Zürich können nicht einmal Zürideutsch, sondern sprechen irgendwelche Dialektgemische gespickt mit verdialekten Standardsprachausdrücke und genau diese wollen den Dialekt pflegen. Lernt erstmal den Dialekt, dann könnt ihr weitere Forderungen stellen! Antworten


Peter von Blass

18.10.2010, 15:57 Uhr
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Dieser Artikel eines sogenannten Professors ist schlicht unwürdig, beleidigend und gemäss den Richlinien der EMRK sogar rassistisch Antworten


Andreas Binz

18.10.2010, 15:55 Uhr
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Sprache ist für mich Teil meiner Identität, ganz besonders wenn es sich um die Muttersprache handelt, und das ist Dialekt. Das Sprechen in Hochdeutsch verursacht mir ca. gleich viel oder wenig Aufwand wie in Französisch oder Englisch auch. Ich liebe Sprachen - die Muttersprache und Fremdsprachen. Bei aller Liebe bleibt Hochdeutsch doch eine Fremdsprache. Antworten


Patrick Tanner

18.10.2010, 15:50 Uhr
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@L. Schale die Hevetier waren ein keltischer Stamm, der sich hauptsächlich auf der Alpennordseite niederliess und sich später mit den römischen Besatzern zu einem galloromanischen Volk vermischte. Die später zugewanderten Allamannen vermischten sich mit diesem Volk in der heutigen Deutschschweiz. Interessant ist, dass auch heute die Schweizer viel mehr "keltische" Gene besitzen als die Deutschen. Antworten


Walter Kuhn

18.10.2010, 15:46 Uhr
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Danke Herr Lenz. Danke für Ihren Einsatz für meine Muttersprache. Und Danke dafür, dass sie die Arroganz der eingebildeten "Intellektuellen", welche in ihrer Borniertheit die Kultur, die in dieser nur selten geschriebenen Sprache ignorieren, womöglich vorsätzlich. Antworten


Samira Müller

18.10.2010, 15:41 Uhr
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Ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass weder die Deutschen noch die Österreicher jemals die Sprache sprechen, die wir in der Schule lernen? Diese Sprache, die Herr von Matt - aus welchen Gründen auch immer - nicht als Schriftsprache bezeichnen will, ist genau das: eine Schriftsprach und zwar für alle deutschsprachigen Menschen, seien es Deutsche, Österreicher oder eben Schweizer! Antworten


Bettina Kant

18.10.2010, 15:41 Uhr
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@ Houda: Diese Zahl finden Sie in jedem Land, auch in Deutschland oder Frankreich. Man nennt es funktionalen Analphabetismus. Das hat nicht mit Dialekt, Muttersprache, Fremdsprache zu tun, sondern u.a. mit Kommunikationsarmut. Antworten


tim meier

18.10.2010, 15:40 Uhr
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@Tomas Houda - Aha, 70% der Bevölkerung sind Analphabeten und können somit nur 'SF bi de Lüt' korrekt verstehen? Antworten


Andreas Müller

18.10.2010, 15:36 Uhr
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Ich finde es nicht angebracht, bei jedem Deutschen ins Hochdeutsch zu wechseln. Die meisten meiner deutschen Kollegen verstehen unseren Dialekt hier ohne weiteres. Ich kann mir nicht vorstellen, dass z.B. der Bayer mit jedem Hochdeutsch spricht, weil sein Gegenüber vielleicht seinen Dialekt nicht versteht. Zum Hochdeutschen kann man immer noch greifen, wenn man nicht verstanden wird. Antworten


Kappa Blu

18.10.2010, 15:34 Uhr
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Wenn etwas zu verkümmern droht, treten Kümmerer auf den Plan. Da, wo etwas der Verhunzung zum Opfer zu fallen scheint, verfallen Opferhelfer in Aktivismus. Manchmal vermögen sie zu erheitern, meistens nicht. Und hier noch eine Info aus der Zweisprachigkeitsforschung: eine Stärkung der Erstsprache dient der Qualität der Zweitsprache. Das soll mit Identität zu tun haben - wundert das jemanden? Antworten


Lia Schneider

18.10.2010, 15:02 Uhr
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seit wann ist es mangelnder Anstand, wenn man erwartet, dass ein Zugewanderter die gesprochene Landessprache versteht? Und so leid es mir tut, es heisst SCHRIFTdeutsch, gesprochen wird Dialekt. Einige wenige Unterschiede als Begründung anzuführen, ist nutzlos, man versteht sich auch so. Antworten


Heinrich Baur

18.10.2010, 13:35 Uhr
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@M. Albrecht: Dialekte verändern sich ohnehin permanent. Die unten erwähnten Helvetier hatten offenbar sogar eine völlig andere Sprache. Die vom Balikum stammenden Suaben vermutlich auch. Antworten


Tomas Houda

18.10.2010, 13:23 Uhr
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Laut einigen Studien besteht in der Schweiz ein Verständlichkeitsproblem: ein unglaublicher Anteil von ca. 70% der Bevölkerung ist nicht imstande ein einfaches Text zu verstehen. Dass dies wegen der Abneigung zur Schriftsprache ist, vermute ich schon lange, und dass diese Behauptung stimmt beweisen die vielen Reaktionen hier, die sich über etwas aufregen dass in dem obigen Text gar nicht steht. Antworten


Mike Albrecht

18.10.2010, 12:21 Uhr
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Woher nimmt Peter von Matt die Legitimität, mir vorschreiben zu wollen, wie ich mit anderen Leuten spreche? Das ist totale Arroganz und ein Unsinn. Wenn man sich Sorgen machen muss um etwas in der Schweiz, dann ist es die Pflege der vielen verschiedenen Dialekte und nicht die (Fremd-)Sprachfertigkeit der Schweizer. Für Letzteres sorgt die Globalisierung von alleine, das muss man nicht forcieren. Antworten


Andreas R. Schulthess

18.10.2010, 11:04 Uhr
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@schale: Helvetier = keltischer Volksstamm 1. Jahrh.v.Chr. im heutigen CH-Mittelland + Südwestdeutschland; bekannt aus dem gallischen Krieg mit J. Caesar um 60 v.Chr. Nach Abzug der Römer wichtiger Bestandteil der Alemannen + nahmen deren Dialekte an. Erst bei Gründung Helvetischer Repulik 1798 wieder Bezug des CH-Gebietes zu den Helvetiern. 1848 dann off. Bezeichnung Confoederatia Helvetica = CH. Antworten


leo schale

18.10.2010, 10:00 Uhr
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@Adolf Kurt Leemann, sorry, es gibt und gab keine Helvetier. Sie stammen von den Alemannen ab, einem germanischen Volksstamm und CH-Deutsch ist nichts anderes als einer der vielen DE Dialekte. Antworten


Marko Zahnd

18.10.2010, 09:59 Uhr
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Abgesehen vom reisserischen Titel, der stark polemisiert, hat Peter von Matt völlig recht. Wenn wir das Hochdeutsche als Fremdsprache ansehen, verlieren wir einen Teil unserer Sprachfertigkeit. Zudem kritisiert er mit KEINEM WORT die Dialekte, sondern lobt sogar deren Vielfalt. Wäre die immer noch vorhanden, wenn wir uns wie beim Rumantsch Grischun auf eine Standard-Variante einigen müssten? Antworten


Fritz OSt

17.10.2010, 12:17 Uhr
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Sehr kluger Artikel. Danke! Antworten


Rogé Eichenberger

17.10.2010, 11:18 Uhr
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Auf sprachlich hohem Niveau werden in raschem Wechsel Unsinn und Mythen vermischt mit Beleidigungen. Gibt es einen Anlass dazu? Übrigens, Alemannisch ist eine Sprache und kein Dialekt. Antworten


Tobias Lienhard

17.10.2010, 05:05 Uhr
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Nun habe ich den Artikel fast gelesen und selten so etwas Arrogantes und Welt- und Realitätsfremdes erdulden müssen. Das erinnert irgendwie an die Geschichte Spaniens etc. unter der Diktatur, wo Katalanisch, Baskisch, Galizisch, Portuñol unterdrückt, verboten waren. Und doch wurden diese Sprachen weitergetragen. Die Muttersprache verbindet Baby und Kind die Synapsen. Alles nachher ist Fremdsprache Antworten


Prisca Ingold

16.10.2010, 23:51 Uhr
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Ich lese von Matts Texte wahnsinnig gerne, weil sie so leidenschaftlich sind. Er liebt unsere Sprache - unsere Sprachen, den Dialekt und das Hochdeutsche, da bin ich sicher! Er sagt doch NICHT, Dialekt sei ungehobelt und stillos, sondern nur in bestimmten Situationen sei er das! ...Und für mich sind ganz klar mein Dialekt UND das Hochdeutsche meine Muttersprachen, auch wenn der Dialekt früher kam. Antworten


christoph scheidegger

16.10.2010, 23:38 Uhr
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vielleicht hat sich der "hans im schneckenloch" vornehmlich mit babylonischen handzeichen verständigt...? Antworten


René Baggenstos

16.10.2010, 22:46 Uhr
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Herr von Matt Haben Sie Kinder? Falls ja, wie haben Sie mit ihnen gesprochen als diese Ihre Wärme und Zuneigung brauchten? Schriftdeutsch? Ich habe mit meinen Kindern in Schweden, Deutschland und England gelebt und wir haben auch in diesen Sprachen kommuniziert. Wenn es allerdings nahe ans Herz ging, dann konnte ich dies nur in "Schwiizertüütsch" tun. Sprache des Herzen? Klares JA! Antworten


Gabor Horvath

16.10.2010, 17:56 Uhr
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wir sind wahrlich ein armes Volk geworden, wenn wir uns über solche Fragen aufregen und unsere Identität verzweifelt in solchen Details suchen. Was wird dieses Land wohl machen, wenn einmal wirklich dramatische Probleme zu bewältigen sind? Antworten


Fritz Flury

16.10.2010, 17:52 Uhr
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Was für ein katastrophaler Artikel! Aber da hat die Tamedia-Gruppe wieder bestimmt wieder grosse Freude dran wenn des Schweizers Selbstbewusstsein erneut und immer wieder angeknackst wird. Antworten


Markus Weilenmann

16.10.2010, 17:17 Uhr
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Peter von Matt hat Recht, durch und durch! Antworten


Giuliana Cortes

16.10.2010, 16:33 Uhr
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ehmmm....für mich besteht doch noch ein Fünkchen Hoffnung, dass "Hochdeutsch" noch nicht ganz am aussterben ist, haben sich doch alle Kommentarschreiber bemüht, Hochdeutsch zu schreiben. Hey Leute, ihr seit keine schlechteren Schweizer, wenn ihr "Hochdeutsch" schreiben und reden könnt! :) Antworten


Andreas R. Schulthess

16.10.2010, 16:25 Uhr
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Lieber Herr von Matt: ich bin lieber bin ich ein Dorftrottel, der seine Mundart pflegt - und auch noch leidlich Hochdeutsch, Französisch, Englisch spricht und auch etwas Italienisch + Spanisch versteht - als ein uns belehren wollender Akademiker in seinem Elfenbeinturm. Antworten


Pedro Reiser

16.10.2010, 16:17 Uhr
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Ich bin als Auslandschweizer in Lateinamerika aufgewachsen. Meine Eltern sprachen mit mir Schweizerdeutsch. Meine Schulsprachen waren Spanisch und Englisch, später Hochdeutsch und Französisch. Heute ist Schweizerdeutsch meine Muttersprache, Englisch meine Universalsprache, Spanisch meine Umgangssprache, Französisch meine Logik-Sprache und Hochdeutsch eine notwendige Schriftsprache. Antworten


Susanne Reich

16.10.2010, 16:09 Uhr
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@Andreas Buttner: Dies mag stimmen, dass Herr von Matt nicht möchte, dass Hochdeutsch in der Schweiz in eine Ecke gedrängt wird, so wie Sie sich ausdrücken, doch hat er dies, auf eine sehr verletzende Weise getan. Auf französisch: c'est le ton qui fait la musique. Mir kommt eher der Gedanke, dass sich wieder mal jemand zu Lasten der Schweiz "profilieren" will. Uns gefällt unsere Sprache. Antworten


Lucien Michel

16.10.2010, 14:49 Uhr
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Viele der unten stehenden Zuschriften zeigen auf wie Recht Herr von Matt hat - genaues Lesen (und Verstehen) des Artikels würde etliche Missverständnisse auflösen. Abgesehen gebieten auch minimalster Anstand und minimalste Höflichkeit, das Gegenüber in einer ihm verständlichen Sprache anzusprechen, so man deren mächtig ist. Antworten


Tobias Lienhard

16.10.2010, 14:43 Uhr
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Kitsch oder nicht. Die Sprache meines Herzens ist es natürlich, auch wenn ich einige andere Sprachen gut und gerne rede. Und nicht aus nationalen Sentimentalitäten, einfach, weil ich auf Züritüütsch immer genau das auf den i-Punkt bringen kann, was mir im Herzen liegt, besser als in irgendeiner anderen Sprache, auch Hochdeutsch. Seit der Geburt ist das meine Umgangssprache, mein Mundwerkzeug. Antworten


Christoph Schaer-Cardinal

16.10.2010, 14:41 Uhr
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Herr von Matt, über den korrekten Sprachgebrauch kann man wohl streiten. "ungehobelt, bäurisch und stillos"? Bauern, ob im In- oder Ausland produzieren Ihre Nahrungsmittel Herr von Matt. Die zeigen im Leben dabei oft mehr Stil und Anstand als Sie in diesem Artikel zum Ausdruck bringen. Antworten


Rolf Jucker

16.10.2010, 14:32 Uhr
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Herr von Matt war wohl noch nie im nicht-deutschsprachigen Ausland! Da schert man sich einen Deut um die Sprache des Fremdlings. Das hat nichts mit Ungehobeltsein zu tun. Wer sich in die Fremde begibt, bezeugt sein Interesse, wenn er sich deren Sprache aneignet und wird - auch bei mangelhaften Sprachkenntnissen - mit offenen Armen empfangen. Antworten


Thomas Jeiziner

16.10.2010, 14:27 Uhr
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Also wenn sich der Autor wie auch der eigentlich geschätzte Germanist mit dem Wort Muttersprache auseinander setzen würden, dann ist es die Sprache, die ich seit Geburt gehört habe ... in meinem Falle Walliserdeutsch, die Sprache meiner Mutter. Auch wenn ich perfekt akzentfrei Hochdeutsch spreche, verbitte ich mir, die Sprache meiner Eltern in die Ecke des Analphabetisums zu stellen! Antworten


René Wenger

16.10.2010, 14:16 Uhr
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Herr von Matt soll zur Kenntnis nehmen, dass Hochdeutsch keine Alternative zum Dialekt ist. Alle unsere Dialekte sind hochdeutsche, keine nieder oder plattdeutsche Sprachen. Schriftdeutsch ist die korrekte Bezeichnung, denn es ist die Sprache, die wir schreiben. Unsere Dialekte werden hier seit dem Einfall der Alemannen gesprochen, als Berlin noch lange ein wendisches Fischerdorf war. Antworten


Hans Christian Müller

16.10.2010, 14:09 Uhr
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@Andreas Buttner: Das Schriftdeutsch soll nicht in die Ecke gedrängt, aber in das Fach gelegt werden, in welches es gehört. Das, will ich sagen, hat eben keine übergeordnete Bedeutung für unseren Lebensbereich. Und wenn hier so viel von Schweizerdeutsch geschrieben wird: welches denn bitte? Markante Unterschiede bestehen doch zwischen Züri-, Baasel-, Wallisser-, Bäärn- und St. Galler-Deutsch. Antworten


Wolfgang Locher

16.10.2010, 14:02 Uhr
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Dieser Artikel spricht mir aus der Seele und nde Wortwahl ist unmissverständlich und direkt. Mittlerweile gehöre ich zu einer aussterbenden Rasse, welche SMS in Hochdeutsch schreibt. Kein Dialekt und sei es sogar das wunderschöne Walliserdeutsch, das ich spreche, hat nur einen annähernd so grossen und farbigen Wortschatz , wie unsere geschriebene Muttersprache - das "Schrift- oder Hochdeutsch". Antworten


Christian Dürig

16.10.2010, 13:58 Uhr
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Horizonterweiterung Meine Umgangssprache ist Dialekt. Nur meine Vertrauten sprechen ihn. Wir tauschen Erfahrungen aus. Meine Unterrichtssprache ist Hochdeutsch mit Aussagenlogik zum Aneignen von Wissen. Meine Bildungssprache ist Englisch. Mit Hilfe des Internets bilde ich mich weiter mit Stanford, Princeton, MIT usf. Hier treffe ich auf die besten Professoren der Welt, wie zum Bsp.: Frank Wilczek. Antworten


René Wyss

16.10.2010, 13:47 Uhr
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Jetzt macht sich der Unverstand in den Kommentaren breit. Herr von Matt kritisiert nicht die Mundarten, sondern die Borniertheit und Faulheit jener, welche die Standardsprache nicht pflegen wollen. Diese Haltung gibt es fast nur in der Schweiz. Antworten


Hildegard Willer

16.10.2010, 13:43 Uhr
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Als Deutsche habe ich die Schweizer immer wegen ihrer Vielsprachigkeit bewundert, die Selbstverständlichkeit mit der sie vom Hochdeutschen ins Französische oder Italienische, oder eben auch vom Dialekt ins Hochdeutsche wechselten. Schade, dass diese Vielsprachigkeit verloren geht. Von jungen Schweizern höre ich zunehmend, dass sie das Hochdeutsche nicht mehr als ihre Schriftsprache benutzen. Antworten


Adolf Kurt Leemann

16.10.2010, 13:36 Uhr
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Wir stammen doch nicht von den Germanen ab sondern von den Helvetiern ! Warum sollten wir unsere Landessprache verleugnen ? Antworten


Marcel M. Pfister

16.10.2010, 13:34 Uhr
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Natürlich ist die Muttersprache eines Deutschschweizers deutsch, aber eben in helvetischer Prägung. Aufgewachsen aber bin ich im Dialekt, und dieser Dialekt prägt auch meine Art und Weise mit der deutschen Sprache umzugehen, ob nun im gesprochenen oder geschriebenen Wort. Ich reagiere säuerlich pikiert, wenn mich ein Deutscher in der Sprachanwendung korrigiert. Antworten


Antonio Grzonka

16.10.2010, 13:26 Uhr
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An all jene, die sich über die angebliche Verunglimpfung des Mundarts aufregen: Bitte lest den Text nochmal. Unglaublich, wie viele diesen einfachen Text missverstehen. Von Matts Aufforderung, die hochdeutsche Sprache zu pflegen erhält damit zusätzlich Nachdruck. Antworten


Kurt Hauser

16.10.2010, 13:22 Uhr
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@H.P. Müller: Besser hätte ichs auch nicht sagen können! Antworten


verena jegher

16.10.2010, 13:22 Uhr
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Herr Prof. von Matt, ich bin schockiert über Ihren Artikel. An Universitäten lehren GermanistInnen, Schweizerdeutsch sei eine eigene Sprache mit vielen Dialekten. Gilt das nicht mehr? Folgende Unterscheidung trifft m.E. eher zu: Die meist für Schriftliches verwendete Sprache der DeutschschweizerInnen ist Schriftdeutsch, mündlich kommunizieren sie in Schweizerdeutsch. Ihre Urteile sind gewalt-ig! Antworten


Ella Müller

16.10.2010, 13:16 Uhr
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...In Wahrheit ist in der Schweiz der Dialekt nur für Analphabeten die ausschliessliche Muttersprache. ... Geit's no?!? Antworten


Carlo Hirt

16.10.2010, 13:16 Uhr
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Hallo Hr. Schale, dass Sie ein Fan von Hr. von Matts Überlegungen sind kann man Ihnen nicht nehmen. Nur wenn Sie Französisch schreiben (was in diesem Artikel nicht zur Diskussion stand) sollten Sie es unterlassen aus dem Dialekt zu übersetzen. Antworten


walter fuchs

16.10.2010, 13:07 Uhr
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was professor von matt hier an breit gefächerten wertungen zum besten gibt erklärt selbstredend seine emeritierung (lat. verb *emere" = ausdienen, alt/unbrauchbar werden). nun ja, jedem seine eigene wahrheit. Antworten


Carlo Hirt

16.10.2010, 13:07 Uhr
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Hr. von Matt ich weiss nicht in welchen Kreisen sie verkehren wenn sie in Bayern oder Österreich reisen, aber auf dem Land dort (ich habe da geschäftlich zu tun seit über 30Jahren) wird kein Schweizer mit dem Hoch-deutsch angesprochen das Sie ansprechen Entweder man gibt sich als Fremder die Mühe zu verstehen oder lässt es sein. Basta. Die nehmen auf Schweizer keine Rücksicht. Antworten


urs meier

16.10.2010, 12:59 Uhr
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Schlimm finde ich es vorallem, wenn Schweizer auf der Strasse Ausländer die sicher kein Schweizerdeutsch verstehen, direckt in Schweizerdeutsch ansprechen bzw. Antworten sodass die dann erst mal nichts verstehen. Ich weiss nicht ob das einfach Gedankenlosigkeit, Arroganz oder Provinzialität ist? Antworten


Roberto Haag

16.10.2010, 12:56 Uhr
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Fahre ich als Schweizer drei Stunden in eine Richtung Auto, dann habe ich in der Regel eine Grenze zu ueberqueren. Politisch oder auch nur sprachlich; sei es F, I, oder Hochdeutsch (Rhaetoromanen beherrschen meistens eine Zweitsprache) . Um ausserhalb meiner Wohnregion nicht als Dorftrottel zu gelten, lerne ich also besser eine "zweite" Sprache, und sei es nur Hochdeutsch... Antworten


Patrick Remund

16.10.2010, 12:55 Uhr
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Es wäre an der Zeit, dass sich Herr Von Matt mit den neuen Medien auseinandersetzt. Ich behaupte, fünfzig Prozent der jungen Generation häufiger auf Schweizer- als auf Hochdeutsch schreibt. Praktisch alle SMS und Kommentare auf Facebook werden auf Schweizerdeutsch geschrieben. Ein Grossteil der Emails ebenfalls. Dies erklärt vielleicht den grösseren Widerstand gegen die Standardsprache? Antworten


ruth leemann

16.10.2010, 12:54 Uhr
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Die erwähnten gefühlsmässige Abwertung über Denkschwache Schweizer-Analphabeten, die nur ihre Heimatland-Sprache sprechen ist eine Beleidigung sondergleichen - Peter von Matt solte künftig seine Wahnvorstellungen besser unter Kontrolle halten, solche Giftspritzen sind in der Schweiz wirklich nicht willkommen. Antworten


Manuel Rhywun

16.10.2010, 12:54 Uhr
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Wie kann jemand der sich selbst Germanist nennt so wenig über sein geliebtes Deutsch wissen? Schweizerdeutsch ist unsere Mutterschrache und NICHT hochdeutsch! das Schweizerdeutsch stammt wie Österreichisch und div andere Deutschen Sprachen vom Alt Allemannischen ab wärend Hochdeutsch vom Neu Allemannischen abstammt und von österreichischer und schweizerdeutschen sprache beeinflusst wurde. Antworten


Eliane Schreiber

16.10.2010, 12:53 Uhr
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Lustig, Herr von Matt nennt den Hasen beim Namen. Allen aufgebrachten, kopfschüttelnden, ablehnenden und wütenden Hasen sei gesagt, dass sie mit ihren Kommentaren das unterschreiben, was sie von Herrn von Matt nicht hören wollen. Es sind deren viele Gräben, die durch eine Gesellschaft laufen und etliche verfangen sich darin. Wenn man bereits in einem Graben sitzt, sollte man mit graben aufhören. Antworten


Juan Hurtado

16.10.2010, 12:52 Uhr
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Schon wieder so ein unverbesserlicher, untoleranter Besserwisser und Rechthaber - einer mehr in der Sammlung! Es gibt weder in Deutschland, Oesterreich noch der Schweiz einen einzigen Ort, in welchem Blockschrift gesprochen wird. Und weder Gerhard Polt, noch Luis Trenker, noch Willi Millowitsch, noch Otto Waalkes sprachen im Kindergarten Hochdeutsch. Nur ein Germanist kann damit nicht klar kommen! Antworten


T. Frey

16.10.2010, 12:51 Uhr
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In der Schule haben wir deutsch geschrieben, gelesen und gesprochen. Sonst aber Dialekt ging prima hat niemanden gestört. Später war ich froh konnte ich doch richtig deutsch schreiben in meinen Briefen und darum kam ich auch beruflich weiter. Englisch als zweite frei gewählte Sprache ein super Ding im Zeitalter des Englisch, Computer,Reisen usw.ital. franz. u.Türkisch eine Bewusstseinserweiterung. Antworten


Raoul Haldimann

16.10.2010, 12:51 Uhr
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Das alle Deutschen Sprachen die gleichen Wurzeln bestreitet Niemand. Deutsche welche seit Jahren hier leben sollte jedoch Schweizerdeutsch verstehen können, sprechen können sie auch Hochdeutsch. Schliesslich sprechen wir auch alle in unserem Dialekt. Ist Hochdeutsch unsere Muttersprache, wahrscheinlich nicht wir träumen und denken Mundart und auch Gefühle können wir nur in Mundart ausdrücken. Antworten


Carlo Hirt

16.10.2010, 12:50 Uhr
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Hr. von Matt mag ja in vielem Recht haben, was er aber in den letzen beiden Kapitel schreibt ist eine betrübliche Anmassung. Zudem scheint er willentlich übersehen zu haben, dass im Basel-Deutsch eine eigentliche Gram-matik gibt und überdies ist eben erst das neue Wörterbuch erschienen. Wer es lernen will der kann es. Reine Willensfrage auch und vorallem für Ausländer die sich hier niederlassen. Antworten


Fritz Nussbaumer

16.10.2010, 12:45 Uhr
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@Peter von Matt, Wir in der Schweiz reden nicht Hochdeutsch. Wir sprechen Schriftdeutsch mit einem Sprachsitz, der fast von Ort zu Ort unterschiedlich ist. Hochdeutsch spricht man in Hanover und damit pasta. Es gibt auch in Deutschland nur wenige, die Hochdeutsch so sprechen, dass man ihren Dialekt nur duchhört. Zu diesen Wenigen gehören die Germanisten nicht unbedingt. Antworten


Peter E. M. Schudel

16.10.2010, 12:45 Uhr
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Lieber unsere Mundart, als die völlig sinnfreien Wortblüten der Deutschen. Da wäre ein ganz besonderes Wort zu erwähnen, das PFLICHTSPIEL. Auf jedem deutschen TV-Sender, der Fussball überträgt und jeder Moderator, der etwas auf sich hält, spricht vom Pflichtspiel. Ist das dasselbe wie die Pflichtmoderation oder die Pflichtregie??? Ebenfalls schön sind Funktionssofa und Direktsaft...!!! Antworten


silvie kuemmin

16.10.2010, 12:43 Uhr
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Lieber Herr Matt,nun ist es leider so! dass in der Schweiz Schwizerdütsch gesprochen wird.Haben Sie vielleicht ein Problem damit? ich nicht.Mit den Deutschen hier,spreche ich Dialekt.Warum?Hochdeutsch.Schweizerdeutsch hat nichts mit dem ausgebreitetem Wahn zu tun,es ist nur unser Dialekt.Wie es auch noch viele andere Dialekte,auf dieser Welt gibt.Kitsch,wäre ihre Argumentation über der Dialekt. Antworten


Leo Leo

16.10.2010, 12:43 Uhr
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Herr vom Matt ist, wie oben portretiert, ein emeritierter Professor. Als solchen "emeritierter", im Sinn des Wortes, gibt er sich mit diesem Artikel zu verstehen. Ausgedient und unbrauchbar geworden. Antworten


Hans Müller

16.10.2010, 12:42 Uhr
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Recht hat von Matt damit, dass wir eine doppelte Muttersprache haben. Beim Umschalten bin ich jedoch nicht eing mit ihm. Es ist nicht Arroganz, mit Deutschen Dialekt zu reden: Wenn ich bei hiesigen Deutschen nicht auf Hochdeutsch umschalte, dann eben gerade darum, weil ich davon ausgehe, dass sie integriert sind. Weil ich sie einschliesse. Antworten


Oliver Laudacher

16.10.2010, 12:36 Uhr
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ich bin aus Bayern, lebe seit 7 Jahren in ZH und finde Mundart sollte erhalten bleiben! uns bayern versteht auch nur die hälfte von deutschland. aber reden und schreiben sind 2 paar schuhe, und wenn ich in D auf Schulung mit einem schweizer englisch reden muss weil er hochdeutsch verweigert kommt mir das seltsam vor. Wiki: schweizerdeutsch ist ein südgermanischer dialekt! also bayrisch?!? Antworten


Bettina Kant

16.10.2010, 12:36 Uhr
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Sehr geehrter Herr von Matt, andersdenkende Menschen respektive deren Meinung als «Wahn», «Unsinn», «Analphabeten», «Denkschwäche», «Sentimentalität» und «Borniertheit», «ungehobelt», «bäurisch» und «stillos» zu beschreiben, ist - stillos. Wer keine klugen Argumente hat, beschimpft halt seine Gegner. Der Applaus von Gleichdenkenden ist Ihnen gewiss. Nur gewinnen Sie damit niemanden hinzu. Antworten


Selma Wyss

16.10.2010, 12:35 Uhr
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Herr von Matt ist zwar Germanist, aber kein Sprach-, sondern Literaturwissenschaftler. In der Sprachwissenschaft wird die Frage, ob Hochdeutsch für DeutschweizerInnen eine Fremdsprache ist, sehr kontrovers diskutiert. Vgl. z.B. http://www.linguistik-online.com/24_05/haegiScharloth_a.html Antworten


Rainer Huppke

16.10.2010, 12:30 Uhr
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Berliner berlinern und Stuttgarter schwäbeln; da ist nichts dabei. Es ist aber selbstverständlich, dass wir unserem Gegenüber Respekt zollen und fragen, ob er/sie unseren Dialekt versteht. Radikale Ansichten wie die von Frau Leeman ärgern mich. Erpressen? Von wem? Die Schweiz möchte ein gutes Bild von sich im Ausland abgeben? Dann geben Sie sich etwas Mühe. Antworten


Andreas Marti

16.10.2010, 12:30 Uhr
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Herr Stadelmann auch kein Deutscher wir mit Hochdeutsch geboren. Die Deutschen reden genau so Ihre Dialekte wie wir Schweizer das tun. Waren sie schon mal in Hamburg oder Bayern? Antworten


Schipper Ernst

16.10.2010, 12:29 Uhr
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@Hr. Spiess 9.50 Uhr Nach der Logik müssten alle im deutschen Sprachraum Niederländisch reden, da sich bei der 2.Lautverschiebung die deutsche Sprache von der niederländischen getrennt hat. Das Niederländische ist die urtümlichere Form, da es die 2. LV nicht mitgemacht hat. Oder andersrum formuliert: das Deutsche stammt vom Niederländischen ab. :) Antworten


Max Mäder

16.10.2010, 12:27 Uhr
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Es gibt auch ein Leben neben der sich selbst ernannten Aristokratie. Mangelnder Respekt bestraft sich auch selbst. Kultur ist alles was die Menschheit macht, nicht nur das, was Sie als richtig oder "Standard" empfinden. Ich bin enttäuscht, dass solche Leute wie sie, eine solche Plattform erhalten. Antworten


Erik Wille

16.10.2010, 12:25 Uhr
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@ Müller: Meine Muttersprache ist Deutsch, auch wenn ich, streng nach dem Motto "Wir können alles außer Hochdeutsch" schwäbisch spreche. Antworten


Isabel Wirth

16.10.2010, 12:24 Uhr
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Die «Arroganz» der Deutschschweizer richtet sich nicht nur gegen die Deutschen und die Österreicher, sondern auch gegen die Romands und die Ticinesi, die mit unseren Dialekten kaum etwas anfangen können. Es war denn auch ein Waadtländer, der in einer Tischrunde meinen Kollegen anschnauzte, dass er, wolle er verstanden werden, gefälligst «richtiges» Deutsch – oder eben Französisch sprechen solle! Antworten


Makrus Heiniger

16.10.2010, 12:21 Uhr
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Wo ist da der Affront? Spricht meine 12-jährige Tochter Hochdeutsch, klingt es weit "echter" als das helvetische Hochdeutsch ihrer Grosseltern. Die Deutschen Zuzüger verstehen unsere Dialekte jeweils sehr rasch (und bitten mich höflich darum, Dialekt zu sprechen). Und die Kunstsprache Mani Matters und Ruedi Walters ("Waarte uff Godot") steht endlich etwas komplexfreier da. - Endlich! Antworten


Urs Hess

16.10.2010, 12:19 Uhr
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Was, nur 400 Zeichen darf ich schreiben?! Also nochmal, im Telegrammstil. Ich finde, der Dialekt wie auch das Hochdeutsche eines jeden bedarf der lebenslangen Schulung und Verbesserung. Ob das nun eine oder zwei Sprachen sind, ist eine akademische Frage! Aber sie sind unterschiedlich. Und wischen ist nun mal nicht dasselbe in beiden Formen, genausowenig wie zügeln. Und das soll auch so bleiben! Antworten


Dieter Schmid

16.10.2010, 12:16 Uhr
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Peter von Matts Ansichten sind falsch. Schweizerdeutsch ist Muttersprache, Sprache des Herzens und des mündlichen Dialogs. Schriftdeutsch (Hochdeutsch, Standardsprache sind falsche Bezeichnungen) ist erste Fremdsprache auf Basis der Schrift, für unsere mündliche Kommunikation ungeeignet. Aufruf an alle Deutschschweizer/innen: Mundart sprechen mit Deutschen! Keine Schriftsprache in Kindergärten! Antworten


Andreas Buttner

16.10.2010, 12:14 Uhr
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Doch etwas erschreckend finde ich, wenn ich die Kommentare hier lese, dass es offensichtlich nicht nur mit dem Sprechen und Schreiben happert, sondern auch mit dem Textverständnis. Von Matt will ja nicht das Schweizerdeutsch abschaffen, sondern wehrt sich dagegen, dass das Hochdeutsche in der Schweiz in die Ecke gedrängt wird. Antworten


Taner Aslano?lu

16.10.2010, 12:13 Uhr
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Solange wir den Begriff Muttersprache verschieden definieren ist eine weiterbringende Diskussion kaum möglich. Antworten


markus eberhard

16.10.2010, 12:11 Uhr
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Meine Muttersprache ist Berndeutsch. Dialekte sind etwas Besonderes; der Rest ist nur Kommunikationshilfsmittel. 'Hochdeutsch' ist eine standardisierte sog. Hochsprache, die dazu dienen soll, dass sich Leute aus unterschiedlichen Kulturkreisen unterhalten können. Glaubt wirklich jemand, in Bayern oder in Hamburg werde 'Hochdeutsch' = Germanisch gesprochen ? Antworten


Peter Thommmen

16.10.2010, 12:10 Uhr
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Wir haben eine Mutter- und eine Vatersprache. So einfach ist das doch. Beide sind anders aber gleichwertig. Das ist in anderen Sprachen genauso! Antworten


Valentin Altorfer

16.10.2010, 12:08 Uhr
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Die Aufregung ist übertrieben. Eigentlich herrscht auch bei den Sprachen: Angebot und Nachfrage. Gerade unsere Heimatdialekte verändern sich, weil beispielsweise das Englische Angebot in Mode kommt - wir fooden, chillen, downloaden und sind mehr oder weniger fit dabei. (Auch beim Tschoggen.) Die Schweizer im Kanton Berlin müssen auch Ortssprache reden - und umgekehrt..Sou wat?Schdochgliich! Merde! Antworten


Markus Altdorfer

16.10.2010, 12:07 Uhr
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Hr. Von Matt hat Recht. Die meisten Deutschweizer denken und sprechen in Dialekt, schreiben aber hochdeutsch. Man darf das Schweizerdeutsch nicht überwerten. Es ist "nur" ein Dialekt und keine Sprache. Das ich mit Deutschen/Österreichern hochdeutsch spreche gebietet mir der Anstand und Höflichkeit. Alles Andere ist peinlich. Das Wichtigste ist aber dass die Menschen miteinander komm. können. Antworten


Charles Leuthold

16.10.2010, 12:03 Uhr
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Treffend, betroffen machend, pointiert und klar, Herr von Matt Ich stimme Ihnen in jeder Beziehung zu und bin für Ihren Beitrag von Herzen dankbar. (Vielleicht mit der Einschränkung, die die Qualität der führenden Medien unseres Landes anbelangt. Da würde ich mir von professionellen Schreibern doch Besseres, Korrekteres erhoffen). Lassen Sie das Thema bitte nicht fallen. Antworten


sonia bischoff

16.10.2010, 11:56 Uhr
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Peter von Matt blendet jedoch aus, dass sich die Jugend in der Deutschschweiz mit SchweizerDeutsch identifiziert und nicht mit Hochdeutsch. Was ist also schlimm dabei, wenn diese untereinander SMS im Dialekt schreiben? Oder sich via Facebook im Dialekt unterhalten? Ihnen Arroganz und bäurisch zu sein unterstellt ist zu einfach, denn die Jugend will sich damit nicht abgrenzen! Zeiten ändern sich! Antworten


Leonhard Oberholzer

16.10.2010, 11:54 Uhr
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Herr von Matt, ihr Stil ist unerträglich elitär und herablassend. Leute, die Schweizerdeutsch als ihre Muttersprache betrachten, pauschal als denkschwach, borniert oder bäurisch zu bezeichnen, ist unter jeder Sau und in der Sache bloss kontraproduktiv. Ihr Nachtrauern der deutschsprachigen Sprachkultur mag für einen alternden Germanisten verständlich sein, ist im 21. Jh aber antiquiert. Antworten


Niklaus Strolz

16.10.2010, 11:54 Uhr
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So tönt es in unserer Mundart heute: Ich bi mit de Schlittschue über de Zaun gkletteret und d'Treppe uegsecklet, well d'Muetter gseit hät, es gäbi hüt Kartoffelstock. Antworten


Gion Wetten

16.10.2010, 11:52 Uhr
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Ich finde eigentlich die Kritik an unserem Dialekt am falschem Platz. Denkste Hr. Matt an der Nordkueste in De wird auch Platt geredet, was mir als Ch auch gut gefaellt . Ich habe da studiert ,da hat sich niemand einen Deut gekeummert ob ich verstand oder nicht und nur so habe ich gelernt. Hauptsache Hr. Matt bekommen Sie Ihren Lohn von Idioten, Bauernluemmel etc. Antworten


Daniel Beckert

16.10.2010, 11:52 Uhr
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Herzlichen Dank, Herr von Matt - Sie sprechen mir mit Ihrem pointierten, konstruktivem Beitrag aus der Seele! Wie wichtig diese Debatte für die Schweiz ist, zeigt sich allein schon am reflexartigen Aufschrei hier in der Kommentarspalte (manche könnten allerdings auch als unreflektierte, themenfreie "Allzweckwaffe" unter jedem beliebigen Artikel stehen, siehe Ruth Leemann, 10:47h) Antworten


Jörg Müller

16.10.2010, 11:46 Uhr
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Liebe Schweizer, da jeder Schweizer sein eigenes Schwizerdüütsch redet ist es unmöglich für Deutsche den Dialekt zu lernen. Gerade in der Anfangsphase des Lernen wird man hier eher als "Hochdüütscher" ausgelacht, wenn man denn mal einen Satz im Dialekt versucht, da er alles andere als "richtig" ist. Das baut nicht gerade auf und man hört auf damit. Daher lernen die Deutschen kein Dialekt. Antworten


Hans Füglister

16.10.2010, 11:40 Uhr
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Ich bin wohl auch dem Wahn verfallen, Schweizerdeutsch sei meine Muttersprache. Zum Glück klärt mich dieser Germanistik-Evangelist über meine bäurische, bornierte, sentimentale Denkschwäche auf. Wegen meiner Einfältigkeit nehme ich mir weiterhin das Recht heraus, mit Deutschen in der Schweiz Dialekt zu sprechen, da ich auch dem Bayern in Bayern nicht übel nehme, mit mir bayrisch zu sprechen. Antworten


Hans-Peter Scheidegger

16.10.2010, 11:22 Uhr
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Für diejenigen, denen das Hochdeutsche noch zu schwer ist: sorry, nicht aufgepasst in der Schule! Einfalt und Faulheit rächt sich irgendwann! Antworten


Susanne Reich

16.10.2010, 11:14 Uhr
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Peter von Matt vergisst, dass Deutsche und Oesterreicher innert kurzer Zeit unser Schweizderdeutsch verstehen lernen. Sie sprechen selbst weiterhin Hochdeutsch, doch sie haben keine Probleme unserer Sprache -und diese ist nun mal so- zu verstehen. Dass man -falls notwendig- mit Ausländern Hochdeutsch spricht, ist eine Frage der Höflichkeit. CH-Deutsch ist eine Sprache und keine Krankheit! Antworten


Moritz Kaufmann

16.10.2010, 11:13 Uhr
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Herr von Matt hat absolut Recht. Hochdeutsch ist nun einmal ein weiterer Teil der vielfältigen unseres Landes. Jeder Deutschschweizer beherrscht Hochdeutsch und sollte es auch verwenden. Alles andere ist provinziell und unanständig. Antworten


leo schale

16.10.2010, 11:01 Uhr
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DANKE Herr von Matt! Endlich mal ein ehrlicher, intelligenter und insbesondere sehr kompetenter Artikel über die einfältige Schweizer Paranoia, bzw. den hochgradigen Minderwertigkeitskomplex gegenüber der Hochsprache Deutsch! Remerciement encore! Antworten


Kurt Röösli

16.10.2010, 10:56 Uhr
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Der sich selbst inszenierende Von Matt löst je älter er wird nur noch Kopfschütteln aus! Er nimmt Stellung zu Problemen die es so nicht gibt und ist weit weg vom heutigen internationalen Wirtschaftsleben. Speziell was unsere Deutschen Arbeitskolleginnen und Kollegen betrifft, blendet er deren Dialekte und die Wichtigkeit dieser Dialekte als Beitrag zum Gesamtdeutschen Sprachschatz völlig aus. Antworten


Hans-Peter Müller

16.10.2010, 10:55 Uhr
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Meine "Muttersprache" ist immer noch Schweizerdeutsch und genau diese Sprache spreche ich auch in der Schweiz. Wenn mich jemand nicht versteht, bin ich gerne bereit, die Sprache zu wechseln. Wenn Deutsche irgendwann so gut Schweizerdeutsch sprechen, wie ich hochdeutsch dann dürfen sie mich auch korrigieren, aber erst dann! Antworten


Lukas Müller

16.10.2010, 10:55 Uhr
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Ich verstehe nicht, warum die Diskussion immer wieder auf einen Widerspruch hinausläuft. Pflegen wir doch weiterhin die wunderbare Welt unserer Dialekte und zugleich die deutsche Hochsprache, mit der wir uns über die Landesgrenzen verständigen können. An all die Fans der Schweizer Dialekte: die Thurgauer wie die Walliser und Basler und Ürner Dialekte gehören zur wunderbaren Vielfalt! Antworten


Markus Stadelmann

16.10.2010, 10:53 Uhr
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Ich habe mich schon vor Jahren mit P.v.M. gestritten, als es in einzelnen Kantonen darum ging, die Mundart von den Pausenplätzen und aus den Singheften zu verbannen. Meiner Meinung nach sollte die deutsche Hochsprache in der Schweiz als Fremdsprache gelten und darum in den Schulen entsprechend erlernt werden. Analog zu Englisch und Französisch. Denn kein Schweizer wird mit der Hochsprache geboren! Antworten


Benno Neidhardt

16.10.2010, 10:51 Uhr
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Bravo . Das ist genau die Sprache gegen den Unsinn, im Kindergarten dürfe kein Hochdeutsch gesprochen werden. Aber der SVP fällt halt nur noch Unsinn ein. Antworten


Heidi Grüninger

16.10.2010, 10:48 Uhr
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Liebe Herr von Matt! Ich bekenn mi gärn derzue, das ich arrogant, büürisch, stiillos und eifältig bi. Und i bi das gärn!! Antworten


Javier López

16.10.2010, 10:47 Uhr
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Es gibt noch Leute in der Schweiz, die ihre schöne Kultur verteidigen. Hr. Matt hat völlig recht, Hochdeutsch ist genauso ein Teil der Schweizer Seele wie Schweizerdeutsch. Diese Abneigung ist die gleiche Einstellung, dass man in diesem Land bereut in Europa angesiedelt zu sein. Diese Abwehrkämpfe zeugen nur von ständiger Angst. Bemitleidenswerte Menschen, nie ein Augenblick der Freiheit. Antworten


erich brand

16.10.2010, 10:47 Uhr
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viu vo mine bekannte närvesech, we me mit ihne reflextartig uf nidrigs schwizer "hochdütsch" umsteut; si füehlech subito aus ussesiter! vo ihne hani glehrt; immer zersch frage: verstööt dir bäärndütsch? oder soll ich hochdöitsch sprechen? finge dä artiku irgendwie arrogant! e. brand jg. 1958 Antworten


Lorenz Trachsel

16.10.2010, 10:47 Uhr
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Einverstanden mit herrn von Matt. Es gibt aber auch das gegenteil. Helvetismen werden in mundart deutsch: "me parkt" statt "me parkiert", oder sogar "hüt zabig gömmer go grillä". Schade eigentlich, denn nur beim parkieren klingt das hin- und herkurbeln des lenkrades mit, nur beim grillieren hört man die würste lange brutzeln. Legt man nun schnell trockene grillen auf den grill? Antworten


ruth leemann

16.10.2010, 10:47 Uhr
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In der Kürze liegt die Würze. Andere Länder andere Sitten, die man respektieren sollte - wir Schweizer lassen uns von anderstdenkenden nicht unterkriegen / erpressen. Jedes Land muss / solltre seine eigenen Hausaufgaben erledigen, und vor der eigenen Haustür wischen. Antworten


leo spescha

16.10.2010, 10:46 Uhr
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@marco kant: auch in deutschland werden dialekte gesprochen, die Sie nur mit mühe verstehen dürften, wenn sei "die deutsche sprache" auf das Hochdeutsche reduzieren. aber einfach ist es, alles auf on/off zu reduzieren, da haben Sie recht. es lebe der einfache geist. Antworten


leo schale

16.10.2010, 10:45 Uhr
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DANKE Herr von Matt! Endlich mal ein ehrlicher, intelligenter und insbesondere sehr kompetenter Artikel über die einfältige Schweizer Paranoia, bzw. den hochgradigen Minderwertigkeitskomplex gegenüber der Hochsprache Deutsch! Remerciement encore! Antworten


leo spescha

16.10.2010, 10:42 Uhr
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dialekt als sprache des herzens soll kitsch sein? nur für leute ohne heimische wurzeln, die auch gleich unser brauchtum abschaffen möchten. hochdeutsch muss sein im beruf , für diejenigen, die auch ein soziales leben neben dem berufsleben führen (die gibt es tatsächlich), ist der dialekt sprache des herzens, sowie ich im herzen bündner bin und mich in zürich sauwohl fühle. Antworten


Gaudennz Vontobel

16.10.2010, 10:40 Uhr
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Kann mich nicht erinnern wann meine Mutter mit mir Hochdeutsch gesprochen haette. Deshalb fuehle ich mich immer noch wenn ich dies sprechen muss. Freue mich wenn die heutigen Kinder die moeglichkeit haben eine emotionale Beziehung dazu aufzubauen. Antworten


Joachim Huber

16.10.2010, 10:38 Uhr
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Es schockiert mich, wie herablassend Sie das Thema "Dialekte" Ihrer Landesgenossen behandeln. Weder Deutschland noch Österreich würden ihren Bürgern den Dialekt verbieten, wenn Sie mit Ausländen sprechen, und sei dieser noch so hochsprachfremd. Wenn Sie bezüglich Deutschkompetenz etwas bewirken wollen, dann verlangen Sie an den Lehrerausbildungsstätten ein Fremdsprachendiplom für die Hochsprache. Antworten


Marc Ruef

16.10.2010, 10:35 Uhr
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Ein Artikel, der mir aus dem Herzen spricht. In der heutigen Zeit des fanatischen Individualismus und der Generation Internet will so mancher den Stil _seins_ Mundarts durchsetzen. Der Sinn der Sprache sollte jedoch das Weitertragen von Informationen und Gefühlen sein. Ein einheitliches Verständnis ist hierzu unumgänglich. Daher die "Standardsprache". Antworten


Stefan Studer

16.10.2010, 10:30 Uhr
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Na ja, neben offensichtlichem Unwissen, zB. der Behauptung das Schweizerdeutsche kenne keine Orthographie, zeigt Herr Von Matt gerade selbst in diesem Artikel eine Borniertheit, gegen er die er doch angeblich ankämpfen möchte. Es muss lange her sein, seit er Sprachwissenschaften studiert hat, denn sonst wäre ihm das komplexe Feld der Soziolinguistik vertraut. Sprachen werden politisch definiert. Antworten


Adriano Granello

16.10.2010, 10:26 Uhr
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Richtig! Ein weiterer Aspekt ist das gesprochene und gelesene Hochdeutsch in der Schweiz. Das R wird hart gerrrrollt, egal, wo es in einem Wort vorkommt, das G wird ebenfalls undifferenziert hart ausgesprochen (zwanziG statt zwanzich), das CH klingt nach Erkältung, usw. Dieses 'Schweizer-Deutsch' wird seit Generatiionen kultiviert, und wer anders redet, wird sofort in die Ecke gedrängt... Antworten


Hasler Walter

16.10.2010, 10:22 Uhr
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Schweizerdeutsch ist nicht ein hochdeutscher Dialekt: Hochdeutsch ist eine junge Hochsprache, erst seit Luther's Bibelübersetzung - und auch von der Kanzel herab der Schweiz aufgedrängt - und soweit voneinander entfernt wie Holländisch oder Dänisch. So wie Deutschland erst mit Hochdeutsch zur Einheit wurde - wird es in Europa nur mit HOCHDEUROPAEISCH ein Anflug von Einheit je geben. Dabei hilft der einmalige Glücksfall ENGLISCH (lateinisch-germanische Mischsprache, in der grosse Teile von Europa bereits Wurzeln finden). Da der 6-jährige Deutschschweizer sowiso seine erste Fremdsprach lernen muss, könnte es auch HOCHEUROPAEISCH sein. Das wäre nicht nur ein monumentaler kultureller CH-Beitrag an Europa, sondern auch was für den internen Zusammenhalt (fragen sie mal Romands). Leider war 1920 und 1945 noch zu früh dazu. Hochdeutsch würde, wie heute, im Stellenwert eines X-ten Dialekts hier beibehalten. Antworten


Martin Bruderer

16.10.2010, 10:21 Uhr
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Leider wird komplett ausgeblendet, dass in Deutschland auch Mundart gesprochen wird; ist das nun ungehobelt, bäurisch und stillos? Vielleicht ist das Verständnis für die Eigenheiten der Schweizer grösser als man denkt. Antworten


Martin Kreidel

16.10.2010, 10:16 Uhr
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Auch als Deutscher kann man Schwyzerdeutsch problemlos verstehen, wenn man sich etwas Mühe gibt u. das muß man halt auch. Aber mit der immer häufigeren Verleugnung des Hochdeutschen grenzt man sich eben nicht nur gg. Deutsche ab, sondern leider auch gg. die eigenen Landsleute aus Tessin u. Romandie, die nunmal Schriftdeutsch lernen u. nicht Dialekt. So identitätsstiftend ist das also nicht. Antworten


Marco Kant

16.10.2010, 10:08 Uhr
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Vielen Dank für diesen Artikel, Herr von Matt. Viele Deutschschweizer scheinen sich nicht mit dem Gedanken, dass wir und die Deutschen die selbe Muttersprache haben, anfreunden zu können. Das ist nunmal so und es ist auch gut so, denn Deutsch ist und bleibt eine schöne und wichtige Sprache, auch für die Schweizer. Antworten


Kurt Hartmann

16.10.2010, 10:07 Uhr
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Einmal mehr ein hervorragender Artikel von Peter von Matt mit noch nie gehörten Ansichten über eine Thema, das schon so breitgetreten wurde mit immer denselben Platitüden! Eine kleine Kritik habe ich noch: in dem schweizer Hochdeutsch heisst es "das SMS" und nicht "die SMS", letzteres tönt doch allzu Deutschland-Deutsch, finde ich. Antworten


Thomas Boll

16.10.2010, 10:04 Uhr
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Es gibt aber auch Deutsche, die wissen es zu schätzen, wenn man mit Ihnen auf Schweizerdeutsch eine Sitzung abhält. Teilweise ärgern Sie sich sogar, wenn man mit Ihnen immer Hochdeutsch spricht. Sie möchten die Sprache einfach verstehen, wenn Sie schon hier leben...... ist das "ungehobelt"? Antworten


Markus Müller

16.10.2010, 09:56 Uhr
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Ich muss dem Author teilweise widersprechen. An der Musikhochschule Luzern haben wir viele Deutsche mitstudenten. Ein Grossteil von ihnen wünscht sich explizit, dass man eben genau nicht ins Schriftdeutsche wechselt. Etwas überrascht hat mich dann allerdings die gestrige Aussage eines Mitstudenten. Er wünsche sich, Schweizerdeutsch sprechen zu können. Wenn er sich mit uns in seinem Hochdeutsch unterhält, käme er sich arrogant vor. Kurze Rede, langer Sinn - für mich existiert kein sprachliches Dogma, vielmehr passe ich mich wo nötig und gewünscht sprachlich meinem Gegenüber an. Antworten


Peter Wenzel

16.10.2010, 09:56 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Danke sehr - niemals im Leben wird ein Bayer von einem Schweizer verlangen, in München eben Bayerisch zu sprechen, oder ein Lübecker von einem Schweizer verlangen Plattdeutsch zu sprechen, und bei Nichtbeherrschen des Dialektes ihn entsprechend als Sonderling oder sonstwen zu betiteln. Warum das hier aber so ist, entzieht sich mir seit über 20 Jahren. Antworten


Wellington Iten

16.10.2010, 09:55 Uhr
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a) Hat von Matt Belege dafür, dass sich die hochdeutsche Sprachkompetenz der Schweizer zurückentwickelt, bloss, weil sie angeblicherweise weniger mit den Deutschen im direkten Austausch hochdeutsch sprechen? Naja. b) Die Aufwertung des Dialektes bewirkt die Abwertung des Hochdeut.? Naja. Wenn man in einer grün-roten Fläche das Rot verstärkt, wird das Grün dadurch nicht schwächer. Eher stärker. Antworten


Alex Meyer

16.10.2010, 09:55 Uhr
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Die Sprache ist also eine aneinanderreihen von Worten zu Sätzen und die hat gefälligst in einer standardisierten, korrekten Form zu geschehen. Dies die Aussage des Herrn von Matt. Die Sprache bestimmt aber auch unsere Denkmuster und wenn diese in hartem Hochdeutsch ausformuliert (übersetzt) werden müssen, dann geht jede lokale Eigenheit und Nuance verloren: "was für en chäs verzapft de da". Antworten


Fabian Jung

16.10.2010, 09:54 Uhr
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Herr Matt: Dialekt ist meine Muttersprache, weil ich ihn in frühester Kindheit mit meiner Mutter und meiner Familie gelernt habe. Sofern Deutsch eine andere Sprache ist, dann ist es meine erste Fremdsprache, die ich früh lernen konnte und sehr schätze, die ich aber längst nicht wie ein Deutscher beherrsche, besonders mündlich nicht. Bin ich ein Wahnsinniger, wenn ich das behaupte? Antworten


Andreas Egli

16.10.2010, 09:53 Uhr
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Sälte sonä träfi Beurteilig vomenä Gstudierte gläse. Antworten


Hans-Peter Scheidegger

16.10.2010, 09:51 Uhr
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Bravo, Peter von Matt! Antworten


Ruedi Spiess

16.10.2010, 09:50 Uhr
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Sehr geehrter Herr von Matt, sie verschweigen, dass wir Deutsch-Schweizer (zusammen mit den Badenern im Schwarzwald, den "Waggis" im Elsass und den Österreichern im Voralberg) den (auch) sprachlichen Stamm der Allemannen bilden, welcher nach der zweiten Lautverschiebung eine eigene Sprache mit eigener Grammatik hat. Oder müssen, nach Ihrer Auslegung, auch Holländer Hochdeutsch sprechen? Antworten


Peter Krüsi

16.10.2010, 09:50 Uhr
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Sehr geehrte Tages Anzeiuger Redaktion Dass ein solcher Artikel mit übelsten Beschimpfungen abgedruckt wird wundert mich sehr. Dass man so beginnt den Argumenten der SVP zuzustimmen sollte Sie dann wirklich nicht wundern. Kein Land und seine Bewohner passt sich derart dem Ajusland an. Dieser Artikel ist völlig unnötig und selbst mehr als unverschämt. Antworten


Urs Marthaler

16.10.2010, 09:47 Uhr
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Ich stimme Peter von Matt absolut zu. Deutsche sowohl auch Österreicher haben Dialekte die man auch aus ihrem Hochdeutsch - Akzent herraus hört genau wie die Deutsch-Schweizer. Alle jedoch sprechen Hochdeutsch oder Schriftdeutsch um einander zu verstehen. Wenn man eine andere Fremdsprache erlernt ,wäre man auch nicht glücklich wenn die Leute in ihren Dialekten mit uns sprechen würden. Antworten


Peter Krüsi

16.10.2010, 09:46 Uhr
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Sehr geehrter Herr von Matt Die Beschimpfungen und Behauptungen die Sie hier wiedergeben sind unangebracht und respektlos. Jeden Schweizer der Mundart spricht und damit auch jeden z.B. Bayern und Tiroler als ungehobelte Analphabeten und Bauerntölpel hinzustellen, dazu noch fordern dass man "hochdeutsch", womöglich noch geschliffen spricht, genau diese Einstellung ist es, wogegen wir uns wehren. Antworten


Kurt Steiner

16.10.2010, 09:44 Uhr
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Ich freue mich jedes Mal, wenn ich ein Wort in Schriftdeutsch in meinem aktiven Wortschatz neu eingebaut habe (dies noch mit 60). Aber ich empfinde es als Kampfansage gegen unsere eigene Sprache, wenn schon mit drei oder vier im Kindergarten die Schriftsprache erzwungen wird. Dies in einem Alter, wo es hauptsächlich um die Gemütsbildung geht, und nicht in erster Linie um intellektuelle Entwicklung Antworten


Sias Arn

16.10.2010, 09:44 Uhr
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Ich fühle mich von diesem Artikel direkt angegriffen! Mir bedeutet mein Dialekt viel. Ich spreche Dialekt mit hier wohnhaften Deutschen, ausser sie wünschen Hochdeutsch. Es ist nicht überheblich im eigenen Land auf die _Muttersprache_ zu bestehen, aber es ist überheblich zu verlangen, dass unaufgefordert eine _Fremdsprache_ gesprochen wird, obwohl die Muttersprache verstanden wird! Antworten


Philipp Aregger

16.10.2010, 09:41 Uhr
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Herr von Matt! Schon zu Zeiten als ich bei Ihnen studierte, waren Sie KEIN Wissenschaftler, sondern eine Art germanistischer Pfarrer. Sie haben immer alles abgeblockt, was Ihnen nicht passte. Es ist tendenziös und unrichtig, wenn Sie das Schweizerdeutsche als Bauernsprache verunglimpfen! Auch unter Studenten und Professoren wird mit Verve schweizerdeutsch diskutiert. Antworten


Friedel Ammann

16.10.2010, 09:36 Uhr
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Das Schweizerdeutsche ist sicher kein Grund, weshalb die deutsche Sprache zunehmend verludert. Die Deutschen selber geben ihrer Sprache leider allzuoft wenig Sorge und schwurble, wie es Kurt Tucholsky schon schrub. Und noch was persönliches Herr Professor Matt: Wenn sie ein Problem mit Herzensbildung haben, wälzen Sie Ihre seelischen Defizite nicht auf die Sprache ab. Antworten


Thomas Weber

16.10.2010, 09:24 Uhr
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Peter von Matt wie auch ich (Jg.54) gingen zu Zeiten zur Schule, da gab es nur Deutschschweizer Klassenkameraden. Da wurde Wert auf korrektes Hochdeutsch gelegt. Ich liebe die heutige Multi-Kulti-Gesellschaft. Darunter leidet aber zwangsläufig die Sprache. Heute bringen es nicht einmal die Lehrer fertig, fehlerfreie Texte vorzulegen. Der Zeitungsartikel verlangt Unmögliches. Antworten


Bernhard Moser

16.10.2010, 09:23 Uhr
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Woher hat Herr von Matt dieses schlechte Bild über den heutigen Umgang mit dem Dialekt? Geht er auch auf die Strasse, in die Stadt, zu den Menschen oder sitzt er nur in seinem Büro hinter Büchern? Ich teile seine Meinung gar nicht, erlebe den Umgang mit dem Dialekt anders. Mit Deutschen sprechen wir immer noch Hochdeutsch und der Dialekt macht unsere Sprache farbiger! Heit doch nid so Angscht! Antworten


Anita Beeler

16.10.2010, 09:21 Uhr
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Haben Sie Herr von Matt sich eigentlich auch mit der neurologischen Seite dieses Problems befasst? Als Germanist fehlt Ihnen dazu wohl der medizinische Hintergrund. Dass die Muttersprache (und ja, neurologisch gesehen ist dies bei uns Schwiizertüsch) in einem anderen Teil des Sprachzentrums abgespeichert wird ist schon lange bekannt. Darüber gibt es auch fundierte medizinische Studien. Antworten


Paul Auer

16.10.2010, 09:20 Uhr
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Für mich ist es selbstverständlich, dass ich mit Deutschen und Oesterreichern und anderen Ausländern Hochdeutsch spreche. Manch sagen dann, ich dürfe ruhig beim Dialekt bleiben. Die meisten aber sind dankbar weil es immer mehr Leute gibt, die einfach Dialekt sprechen und den Ausländern noch Dialektkurse empfehlen. Leider findet auch eine Verhochdeutschung des Dialekts statt (siehe Karikatur). Antworten


jean-claude chevalier

16.10.2010, 09:17 Uhr
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herr von matt ist germanist - daher seien ihm seine radikalen ansichten über den dialekt verziehen! Antworten


Andi Redaktion

16.10.2010, 09:17 Uhr
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Ich verstehe die Aufregung nicht. Die Deutschen sprechen ja auch nicht Hochdeutsch, sondern ihre schwäbischen, bayrischen, hessischen, norddeutschen etc. Dialekte. Antworten


Nicole Meier

16.10.2010, 09:16 Uhr
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Herr von Matt, gehts noch? Dialekt ist mein Muttersprache die ich fast ausschliesslich die ersten 10 Jahre meines Lebens gesprochen habe. Es ist meine Idendität und gibt mir auch ein gutes Gefühl in ihr zu Sprechen und verstanden zu werden. Sprechen Deutsche in Deutschland auch mit uns unseren Dialekt? Wenn wir schon Hochdeutsch mit ihnen Sprechen sollen. Hier ist die Schweiz und nicht Deutschland Antworten


Urs Eberhardt

16.10.2010, 09:16 Uhr
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Sehr gut. Danke. Mit einem kleinen Hinweis zum Erfolg Ihrer Botschaft. Sie tun ihr keinen Dienst, indem Sie schlechtes Benehmen als "bäurisch" bezeichnen. Das mag der korrekte Ausdruck sein. Aber wie Sie wissen ernährt sich ein aufgeschwollener Teil unserer Provinzialität, unserer politischen Debatte und unseres Budgedefizits von der Illusion, wir (Deutsch-)Schweizer seien stolze Bauern. Antworten


heidi meier

16.10.2010, 09:00 Uhr
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in Baden-Württemberg gibt es, genau wie in der Schweiz, in den einzelnen Regionen unterschiedliche Formen des schwäbischen Dialektes. Und hier würde niemand behaupten wollen, Hochdeutsch sei eine Fremdsprache. Dabei hört sich Hochdeutsch in Schwaben genauso fremdsprachig an, wie in der Schweiz. Die Schweiz ist 4-sprachig, deutsch, französisch, italienisch und räterromanisch. Antworten


Andreas Czank

16.10.2010, 08:56 Uhr
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"Hier liegt ein echtes nationales Problem vor, auch wenn es nur für die Deutschschweiz gilt." Leider stimmt das es nicht, es betrifft die ganze Schweiz. In der Lateinischen Schweiz wird mit viel Mühe Hochdeutsch gelernt, und viele Deutschweizer sind sind nicht bereit, mit Welschen Hochdeutsch zu sprechen. Antworten


u k

16.10.2010, 08:52 Uhr
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Ich spreche Dialekt und schreibe Schriftsprache. Meine Standard-Sprache ist Dialekt! Ich träume ja auch nicht in "Hochdeutsch". Es ist schade, wenn von (pseudo) Intellektuellen der Dialekt aus dem Leben und aus der (Vor-)Schule verbannt wird. Seien wir doch mal wieder Stolz auf das, was wir in den letzten paar hundert Jahren erreicht haben: Volksfrieden durch Föderalismus. Antworten


L. Kleiser

16.10.2010, 08:26 Uhr
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Ein scharfes, ungnädiges Urteil des Doppelsprachmeisters über die weniger eloquenten unter seinen Landsleuten. (Abhilfe?) - Allerdings: wer - auch als Ausländer - das lokale Idiom zu verstehen gelernt hat, zieht das ungefilterte, kernige Original, mit dem der Schnabel gewachsen ist, einer höflichen, aber holprigen Übersetzung ins Hochdeutsche gerne vor. (Womit der Autor wieder bestätigt ist.) Antworten


Martina Riebl

16.10.2010, 07:53 Uhr
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Respekt!! Herr von Matt hat das in Worte gefasst, was ich schon lange denke!! Dem ist nichts hinzuzufügen! Antworten



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