Kultur

«Ein zweiter Planet ist die beste Lebensversicherung»

Newt Gingrich verspricht den Amerikanern eine Mondstation. Wozu die Menschheit eine solche braucht, wieso Obama ein Problem ist – und wer das Rennen zum Mars gewinnt, erklärt Bruno Stanek.

1/5 Astronauten bei der Gewinnung von Sauerstoff, Eisen, Aluminium, Magnesium und Titan. So sieht die Nasa eine Mondstation.
NASA

   

Bruno Stanek wurde 1943 geboren. Er studierte Mathematik an der ETH Zürich. Mit 25 kommentierte er am SF die erste Mondlandung. 1975 und 1976 hatte er eine eigene Sendereihe unter dem Titel «Neues aus dem Weltraum». Bruno Stanek lebt als Autor und Softwareentwickler in Arth, er hat diverse Bücher verfasst und die DVDs «Planetenlexikon» und «Flugjahre zum Mond» produziert. Ausserdem hält der 68-Jährige regelmässig Vorträge zum Thema Raumfahrt (siehe Link).

Bruno Stanek kommentiert am 21. Juli 1969 die Mondlandung – über zwei Millionen Schweizer schauen zu.

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Herr Stanek, der republikanische Präsidenschaftskandidat Newt Gingrich verspricht den Amerikanern eine Mondstation – falls sie ihn zum Präsidenten wählen. Ist das ein realistisches Versprechen oder bloss Wahlkampf?
Beides. Ein grosser Teil der Intelligenzija in den USA – nicht nur die Söhne und Töchter der Mondastronauten, Wissenschaftler und Ingenieure von damals – sind für die Erschliessung von neuen Horizonten. Dies haben seriöse Befragungen immer wieder ergeben. Obama hat eine andere Ausbildung und Weltanschauung. Er glaubte, mit der Zerstörung der Forschungsprogramme seiner Vorgänger die Gunst der Wählerschaft zu gewinnen. Das ist Wahlkampf, und nicht, dass ein Präsidentschaftskandidat wirklich auf die Wünsche des Volkes hört.

Präsidenten vor Gingrich haben auch schon eine Mondstation versprochen. Bis jetzt hat es niemand umsetzen können. Wieso?
Die Wahl von Obama hat das bereits erfolgreich begonnene Constellation-Programm mit fiesen Winkelzügen zerstört und bereits mehr Schaden angerichtet als Einsparungen gebracht. Natürlich hat das auch in Europa (ausser bei wissenschaftlich-technisch Kundigen) Jubel bewirkt, weil die europäischen Raumfahrtprogramme finanziell und technisch noch viel mehr auf der Kippe stehen und natürlich niemand darüber berichten will.

Welches sind die grössten technischen und logistischen Herausforderungen, die eine Mondstation mit sich bringt?
Es ist weniger die Technik als vielmehr die politische Kontinuität. Die letzte Mondlandung erforderte etwa 8 Jahre Vorbereitung. Bei Constellation wollte man sich 16 Jahre Zeit lassen, obwohl man auf lauter bestehende Technologien und sogar Hardware aufbauen wollte. Das ist reichlich viel Zeit in einer Demokratie. Technisch war alles gut vorbereitet und parat. Zehntausende haben im Rahmen des bestehenden Nasa-Budgets mit hohen Erwartungen daran gearbeitet und sind jetzt enttäuscht oder gar arbeitslos.

Können die USA eine Mondstation überhaupt im Alleingang errichten – oder sind sie auf internationale Zusammenarbeit angewiesen? China hat da wahrscheinlich auch ein Wörtlein mitzureden.
Die Mondlandungen von 1969–1972 wären vielleicht heute noch nicht realisiert, wenn sie die USA nicht selber finanziert und allein durchgeführt hätten. Die internationale Zusammenarbeit ist immer wieder ein verfängliches Schlagwort, aber sie hat zum Beispiel im Falle der Internationalen Raumstation zu 30 Jahren Stagnation der bemannten Raumfahrt geführt und trotzdem rund 100 Milliarden gekostet. Dafür hätte sich eine Mondbasis errichten lassen mit festem Boden unter den Füssen – nicht wie die ISS im Leerlauf rund um die Erde.

Die Frage, warum man zum Mond fliegt, konnte man in den Sechzigerjahren leicht beantworten: Weil er da ist, weil damit ein Traum erfüllt wird. Was ist heute die Motivation?
Der Mond ist erst die «Meisterarbeit» einer Zivilisation, deren nächstes Ziel der Mars ist. Eine Welt, wo alle wichtigen Elemente, insbesondere Wasserstoff in Form von Wasser, vorhanden sind, um Millionen von Menschen einen Aussenposten zu bieten. Ein zweiter Planet ist die beste Lebensversicherung! Der Mond ist erst unser «Industriegebiet», mit dem man anfangen will, weil er Hunderte Male näher liegt, aber technisch ein ideales Lehrstück ist.

Eine Mondstation, das ist auch immer der Gedanke an eine «neue Welt»: Was sagt das über unsere Welt aus?
Es zeigt, dass einige Menschen über ihre Nasenspitze hinaus denken. Komisch: wenn die Chinesen ähnliche Pläne auf Mond und Mars ankünden, dann wird uns das staunend als Vorbild serviert. Dabei lebt man dort noch in den 1960er-Jahren und wagt nur alle 3–4 Jahre einen Shenzhou-Zweimann-Flug im Erdorbit, was die Nasa – und die Russen! – schon vor bald 50 Jahren getan haben.

Wer gewinnt denn nun das Rennen zum Mond bzw. zum Mars?
Die USA dürften trotz gegenteiliger Meldungen erneut die Ersten auf Mond und Mars sein. Denn auf Letzterem fährt weiterhin das vierte US-Marsauto herum und ein fünftes ist bis im August unterwegs. Konkurrenzlos, und von der veröffentlichen Meinung möglichst ignoriert. Der Wähler in den USA hat es in der Hand, ob sein Land weiterhin einen so grossen Vorsprung bewahrt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 27.01.2012, 12:27 Uhr

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95 Kommentare

Harald Ambühl

05.02.2012, 20:57 Uhr
Melden

Das kann ich nur befürworten. Menschen brauchen Träume und Visionen, sonst kommen wir nie voran. Schon die Mondlandungen von 1969 - 1972 haben einigen Nutzen gebrach. Den Mondverschwörern und deren Anhänger möchte ich vorschlagen, sich mal näher mit Physik und Logik zu befassen. Wenn sie es selbst dann nicht kapieren, so zeugt dies nicht gerade von überragender Intelligenz..... Antworten


Alexander Dominguez

02.02.2012, 19:41 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Wir brauchen keinen zweiten Planeten als Lebensversicherung. Wir müssen ganz einfach die Hausaufgaben auf unserem Planeten machen. An erster Stelle käme, das weltweite Bevölkerungswachstum in den Griff zu bekommen. Daran führt kein Weg vorbei. Dann muss die Resourcenverschwendung gestoppt werden und zum Schluss brauchen wir ein Wirtschaftssystem, das nicht nur auf Wachstum basiert. Antworten


Yves Schneider

31.01.2012, 11:11 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Klar haben wir viele andere Probleme die wir lösen müssen aber, hätten wir unsere Energie auf Forschung und Bildung und nicht in die Geldgier ausgerichtet, wären wir viel weiter. Mit all den Milliarden die verzockt wurden hätten die Ursachen vieler Kriege und soziale Nöte erforscht und zT. beseitigt werden können, zusätzlich wäre wiederum einiges übriggeblieben für zukunftsgerichtete Technik. Antworten


Stefan Mauerhofer

31.01.2012, 09:00 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Es ist schon deprimierend, dass in unserem Land keine Visionen mehr vorhanden sind. Wenn Technikfeindlichkeit und Verschwörungstheoretiker die Mehrheitsmeinung bilden und Globulifresser als Bundesräte gewählt werden, dann sehe ich schwarz für unsere Zukunft. Antworten


Mike Meier

31.01.2012, 13:41 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ja, ich sehe das ähnlich wie Sie (hingegen schwöre ich auf Homöopathie) . Wir würden heute noch in Hölen wohnen.
Hauptursache von der von Ihnen geschilderten trägen Mentailtät ist m.E. der von unseren Eltern und Ureltern geschaffene Wohlstand - eine Art Degeneration des menschlichen Unternehmertums.


Ernst Hugentobler

30.01.2012, 13:00 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Eine sehr einseitige Betrachungsweise: Nicht alles, was technisch machbar ist, ist auch volkswirtschaftlich tragbar. Obama würde innenpolitisch von einem interessanten Raumfahrtprogramm selbst viel profitieren, aber die USA haben schlicht andere Probleme, als weitere Milliarden in die Raumfahrt zu stecken. Wenn die USA bei den Verteidigungsausgaben so rigoros sparen, will das was heissen... Antworten


Arthur Gubler

30.01.2012, 10:50 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Wer das primitive Mondwägeli im Museum gesehen hat ist überzeugt, dass dieser Drahtesel nie auf dem Mond gelandet ist, sondern in der Wüste Nevada. Antworten


Jeannette Bräm

30.01.2012, 09:18 Uhr
Melden 19 Empfehlung

"Ein zweiter Planet ist die beste Lebensversicherung!" Wofür? Wenn wir unsere Erde endgültig abgewirtschaftet und zerstört haben? Da braucht Herr Stanek dann den Mond als "ideales Lehrstück"? Unerträglich. Antworten


Urs Gysin

31.01.2012, 00:42 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Genau, habe ich mir auch gedacht. Schauen wir doch jetzt besser zu unserem Raumschiff Erde und tragen zu dem Sorge, was wir haben. Herr Stanek kanns ja mal mit dem Trabanten Mars versuchen, wenn er dann überhaupt mal ankommt.


Simon Purestone

29.01.2012, 15:51 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Gemäss vielen Internetkritikern waren die Amis noch gar nie auf dem Mond... Es sei ein Fake, in einer US-Wüste gedreht! Komisch ist sicher, dass man seit Jahrzehnten nie mehr auf dem Mond landete... Die Russen versuchten es gar nicht erst! Alle an den Missionen beteiligten Astronauten waren übrigens eingeweihte "Römer".. Mir ist es egal, denn ich weiss, dass wir (Volk) ständig verarscht werden. Antworten


Marc Schinzel

02.02.2012, 19:27 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Oh nein, bitte nicht schon wieder ... Hoffentlich glauben Sie wenigstens an Ihre eigene Existenz. Die Astronauten waren also alle in die "Verschwörung" eingeweiht? Und die 100'000 anderen am Raumfahrtsprogramm Beteiligten auch? Auch alle Forscher an den weltweiten Universitäten, seit über 40 Jahren, alle tumb? Die Sonne dreht sich wohl immer noch um die Erde?


Gerhard Engler

29.01.2012, 15:07 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Und was hat uns die US-Mondlandlung gebracht? Die Sowjets haben nie eine bemannte Mondexpedition durchgeführt. Statt dessen haben die Sowjets die (lange Zeit) zuverlässigsten Raketen entwickelt um Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen. Antworten


Andreas Märki

29.01.2012, 16:32 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Die Berichterstattungen über Apollo-Mondlandungen gaben der amerikanischen Raumfahrt den nötigen Auftrieb, um weiterzukommen: Space Shuttle, wohl noch für lange Zeit die Krönung der bemannten Raumfahrt, Hubble, Soho, etc. können sich doch sehen lassen.


Martin Oberholzer

29.01.2012, 14:57 Uhr
Melden 33 Empfehlung

Das Farbbild mit dem Mond im Hintergrund ist verkehrt herum. Der Mond gehört nach vorn. Antworten


Arlette Bollag

28.01.2012, 22:06 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Zukunftsmusik! Endlich, endlich, ein wahrlich jungfräulicher Ort, wo sich alle Fundamentalisten dieser Welt, egal welcher Couleur, ihre Visionen und Vorstellungen aufbauen könnten. Je schneller desto besser. Darauf warte ich schon seit Jahren. Und wenn dann der Mars endlich kolonisiert werden kann - Paradise on Earth. Mindestens
teilweise. Die Finanzierung könnte man regeln. Spender vor!!
Antworten


andi striggi

28.01.2012, 15:24 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Stanek muesste mal mit Killian reden, um ein besseres innenpolitisched Bild zu kriegen. Doch stimme ich mit ihm ueberein, dass die USA immer noch die Technik und den Willen hat was zu machen, Nur G.W. Bush hat halt hunderte Milliarden von Dollars in zwei Kriege gesteckt, statt in die Raumfahrt, die den USA viel mehr Einfluss und Prestige gebracht haetten. Antworten


Mike Meier

28.01.2012, 10:05 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Mein Gott, wie freue ich mich auf die Zeit in der Visionäre Techniker für die Menschheit Lebensräume im All erschliessen.
Schon die heutige Entwicklung, z.B. in der Medizin, fusst ausschliesslich auf technischem Fortschritt. Deshal werden das auch in Zukunft ausschliesslich Naturwisschenschafter und Ingenieure sein.
Intellektuellen und Politikern bleibt dann wieder darüber Dumm zu schwätzen.
Antworten


Mike Meier

30.01.2012, 08:36 Uhr
Melden 2 Empfehlung

@Harlald Meister
Wie es uns in unserer Umwelt hier auf der Erde geht, hängt ausschliesslich von uns mündigen Bürgerinnen und Bürgern ab.
Mit neuen Lebensräumen wird ausschliesslich Potential zur weiteren Entwicklung geschaffen.
Wenn ich so sehen, wie sehr viele Menschen immer mehr an den Staat delegieren statt eigenverantwortlich zu handeln, dann kann ich Ihre Sorgen allerdings verstehen.


Harlald Meister

28.01.2012, 14:56 Uhr
Melden 10 Empfehlung

Ja, ja, wenn wir das noch erleben dürfen.
Aber so alt werden wir sicherlich nicht.
Und wenn das die einzige Strategie ist und Grund genug unsere hiesige Welt endgültig zugrunde zu richten, dann werden auch unsere Ururenkel das nicht erleben.
Ich wünschte mir visionäre Techniker für unsere Welt.


Giulia Trisone

28.01.2012, 09:36 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Herr Stanek äussert sich in keinster Weise darüber, was auf der Erde zu tun sei. Sein Fokus ist schlicht ein anderer. Wir haben ja bereits eine ganze Industrie, die sich professionell mit der Rettung der Erde beschäftigt, dafür Milliardenförderung erhalten. Hier, umgeben von Ressentiments und Kulturpessimisten, erhalten wir eine Idee davon, wie Macher an der Zukunft arbeiten, wenn man sie liesse. Antworten


Beat Zahnd

28.01.2012, 08:45 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Herr Stanek's Verdienste um die Begeisterung der Massen vor den TVs in Ehren. Leider scheint sein Verständniss über die Raumfahrt auf die Phase bis ca. Mitte 70er beschränkt zu sein. Er vergisst, dass bemannte Raumfahrt heute ein Nebenschauplatz ist. 95% des Marktes ist Telekom oder Erdbeobachtung für kommerzielle Zwecke, also um Geld damit zu verdienen, was man mit bemannter RF noch nie konnte. Antworten


Emil Studer

28.01.2012, 08:36 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Herr Stanek plädiert hier für staatliche Planwirtschaft in der (Weltraum-)Forschung um seine Sympathien für einen neoliberalen Politiker zu verdeutlichen - ein intellektueller Spagat. Echte Innovationen setzen sich ohne staatliche Regulierung durch. Siehe: Flachbildschirme, Li-Po-Akkus, Mobile-Computing, Elektro-Velos,... PS: wer Lebensraum schaffen will, sollte schwimmende Städte entwickeln. Antworten


Roland Anderau

28.01.2012, 00:13 Uhr
Melden 33 Empfehlung

Es erstaunt mich, wie die wirklichen Herausforderungen auf unserer Erde verdrängt werden, indem mit geradezu einfältig-naiver Technikgläubigkeit Rettung auf Nachbarplaneten gesucht wird. Herr Stanek - es gibt nichts als unsere gute alte Erde! Hier müssen wir lernen, mit angepassten, gefahrlosen Technologien im Einklang mit der Natur zu.leben. Ohne gesunde Erde werden wir nirgendwo weiterleben. Antworten


Adrian Reto Hauser

28.01.2012, 16:53 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Wenns schon auf der Erde nicht funktioniert, wie soll es auf dem Mond gehen? Herr Stanek sieht keine Lösung, sondern die Flucht.


Dave Hill

27.01.2012, 23:43 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Bruno Stanek ist und bleibt einfach brilliant! Ein intellektueller Visionär mit gesundem Optimismus und Idealismus. Antworten


Daniel Heierli

27.01.2012, 23:07 Uhr
Melden 16 Empfehlung

Den Mars zu besiedeln, damit wir die Erde ruinieren können, ist schon eine ziemlich bekloppte Idee. Wenn spätere Generationen mal keine anderen Probleme mehr haben, dann sollen sie doch Weltraumexpeditionen starten.
Aber zu Gingrich passt es bestens. Einmal mehr sieht man, dass der spinnt.
Antworten


Andreas Märki

27.01.2012, 21:04 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Wenn Sonneneruptionen für die Erde eine Gefährdung darstellen, und wenn auf der Erde infolge des Magnetfeldes fast nichts von diesem Material ankommt, wie hoch ist dann wohl die Gefährdung auf dem Mond, wo kein Magnetfeld vorhanden ist? Antworten


alfredo borlotti

27.01.2012, 20:26 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Wenn es Technologien gäbe, die es ermöglichten auf dem Mars Baustoffe (Stahl, Alu, Beton etc.) und Energie zu gewinnen ohne den Einsatz von Kohle und Erdöl sowie Sauerstoff, dann wären diese sehr geeignet, um auf der Erde das Weiterleben noch sehr sehr lange zu ermöglichen.
Ohne diese Technologien schon heute auf dem Mond/Mars eine Station einzurichten, wäre Unsinn. Und danach ev. auch.
Antworten


Luciano Müller

27.01.2012, 20:13 Uhr
Melden 29 Empfehlung

Obama hat die Programme der Nasa zusammengestrichen, weil er von den Republikanern ein riesiges Haushaltsdefizit geerbt hat und gleichzeitig die Wirtschaftskrise einbrach. Sicher nicht weil er akademischen Milieus fremd ist. Den Mond zu besiedeln mag eine glatte Idee sein. Aber wie wär's wenn die Republikaner nicht ständig jegliche ökologische Massnahmen zu Rettung der Erde torpedieren würden? Antworten


Daniel Fetz

27.01.2012, 17:48 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Wasser auf dem Mars?
Vielleicht gibt es Wasser auf dem Mars,
darum passen wir nicht auf, das war’s.
Vielleicht gibt es Luft auf dem Mars,
darum verpesten wir sie hier, das war’s.
Vielleicht gibt‘s Rohstoffe auf dem Mars,
darum brauchen wir schnell alle hier, das war’s.
Vielleicht gibt es Leben auf dem Mars,
darum brauchen wir hier keins, das war’s.
Vielleicht gibt es Lebens Sinn auf dem Mars,
Antworten


Daniel Annen

27.01.2012, 17:19 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Das eine tun und das andere nicht lassen: Niemand bestreitet, dass es auf unserer Erde noch Probleme zu lösen gibt. Trotzdem dürfen wir die Weichen für eine Besiedlung des Weltraums stellen und übers nächste Quartal hinaus denken. Antworten


Giulia Trisone

27.01.2012, 16:50 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Teflon als Nebenprodukt der Raumfahrt ist eine typische urban legend. Der Stoff wurde in den 30er Jahren des 20. Jh. zufällig von einem amerikanischen Chemiker entdeckt und später von der Nasa eingesetzt. Google is your friend. Antworten


Ramon Paxus

27.01.2012, 16:46 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Zum Thema passend, und leider viel zu oft vergessen: Genau heute vor 45 Jahren starben die drei Astronauten der Apollo 1, Gus Grissom, Ed White und Roger Chaffee bei einem Feuer in der Kapsel wären eines Trainingseinsatzes. Antworten


urs bilger

27.01.2012, 18:14 Uhr
Melden 1 Empfehlung

die drei wussten, worauf sie sich einliessen. gab es damals in usa schon den spruch - no risk no fun ???


Andres Müller

27.01.2012, 16:41 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Die Menschheit hat ihre grossen Visionen verloren. Sie sind es wovon die Zukunft lebt -was die Generationen danach leider oft als Selbstverständlichkeiten ansehen -so wie die Röhre durch den Gotthard. Gingrich sehe ich aber weniger als positiven Visionär, seine Mondbasis dürfte eher der bedrängten Rüstungsindustrie zufallen, zu deren Lobby er zählt. Antworten


John Kipkoech

27.01.2012, 16:25 Uhr
Melden 26 Empfehlung

Bruno Stanek träumt - noch immer. Eine Mondstation ist absolut sinnlos und ein reines Prestige und Luxus-Objekt. Die Welt versinkt mehr und mehr im Chaos, Millionen hungern und ein Mondflug verpulvert sinnos resourcen und verpestet die Athmosphäre. Mit dem Geld dass Amerikaner, Russen und Chinesen für Mond/Marsflüge ausgeben liesse sich ganz Afrika sanieren. Der Effekt wäre gewaltig. Antworten


Bruno Stanek

27.01.2012, 16:59 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Nein, könnte man nicht. Mit ein paar Dutzend Milliarden können Sie zwar die Elite eines Landes in Bewegung setzen, aber nicht den Schwarzen Kontinent mit Tausenden von Millarden von den Folgen seiner mehrtausendjährigen Geschichte befreien! Bitte einmal die Zahlen anschauen.


Michael Stalder

27.01.2012, 16:05 Uhr
Melden 7 Empfehlung

@paxus:gebe all ihren kommentaren recht.
generell: all jene,die glauben,dass durch die kürzung von nasa-geldern wohlstand o. die natur gesichert werden,sind naiv,wohl eher würde wieder mehr geld für rüstung etc. frei. politiker denken nur in 4-jahres schritten,doch scheinen die zahlreichen anti-raumfahrt-kommentierer einen horizont von max. 10 jahren zu haben. LANGFRISTIG braucht es die raumfahrt
Antworten


Peter Vogler

27.01.2012, 15:47 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Ob die Amerikaner die ersten auf dem Mars sein werden,oder etwa vielleicht doch noch die Chinesen.Bei dem Ehrgeiz und Zielstrebigkeit dieses Volkes(China)ist ihnen fast alles zuzutrauen.Die Europäer sollen endlich ihr eigenes Navigationssystem Galileo zum Laufen bringen,um vom US Verteidigunsministerium unabhängig zu werden. Antworten


Christoph Zingg

27.01.2012, 15:36 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Bin auch ein Raum- und Luftfahrtfan. Aber meine Prioriäten betreffen auch, wie oft vorher kommentiert, den eigenen Planeten. Ein vernünftiges und funktionierende Abwehrsystem für Asteroiden und die Erhaltung der vorhandenen Ressourcen scheinen mir zu Beginn wichtiger. Niemand fliegt mehr irgendwohin (ausser vielleicht in Einzelteilen...) wenn wir uns nicht um unsere hiesige Lebensgrundlage kümmern Antworten


Marco Weber

27.01.2012, 15:21 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Bin kein Physiker aber frage mich trotzdem: Die Mondoberfläche ist übersät mit Kratern von Meteoriteinschlägen.
Und darunter hat es ein paar gewalltige Löcher. Hat man sich darüber schon Gedanken gemacht wie man sich gegen einen solchen plötzlichen Impact schützen will? Der Mond hat nicht die Atmosphäre wie die Erde, wo die meisten Objekte verglühen.
Antworten


Mario Monaro

27.01.2012, 14:52 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Dass wir für die nächsten Jahrzehnte dringendere Probleme haben scheint Herrn Stanek egal zu sein. Das Meisterstück der Menschheit wird es sein, mit den verfügbaren Ressourcen ein Gleichgewicht auf der Erde zu erzielen, Frieden und ein Mindestmass an Wohlstand für alle zu erreichen. DANN kann die Menschheit in gemeinsamer Anstrengung den Weltraum weiter erobern. Antworten


Mario Monaro

27.01.2012, 17:38 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Ja, aber die grössten Probleme zuerst anpacken bitte...


Rolf Iseli

27.01.2012, 14:42 Uhr
Melden 24 Empfehlung

Vielen Amerikanern würde es schon reichen wenn deren Regierung mal hinter dem Mond hervorkommen würde, statt ihn gleich besiedeln zu wollen. Antworten


Hans Vögtlin

27.01.2012, 14:34 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Wollen wir nicht gescheiter unsere Erde in Ordnung halten und
endlich eine soziale Gerechtigkeit hier unten verwirklichen, als
weiterhin Hunderte von Milliarden ins All zu verschiessen, allein
um zu beweisen, wer der Bessere ist. Natürlich hat die Welt-
raumforschung auch Nützliches und hier Brauchbares erbracht,
das muss der Wahrheit zuliebe freilich eingestanden werden.
Antworten


Ramon Paxus

28.01.2012, 08:34 Uhr
Melden 1 Empfehlung

@Rittermann; Um welchen Preis? Wie wollen Sie einen Preis für den Fortbestand allen Lebens bestimmen?
Nur um's klar zu stellen: natürlich haben wir auch andere dringende Problem, aber ohne einen Plan für die Zukunft ist die Lösung dieser Probleme doch irgendwie für die (langfristige) Katz.


Philipp Rittermann

27.01.2012, 19:18 Uhr
Melden 4 Empfehlung

@herren paxus und gartmann: letzter versuch. ich bewundere ja ihren pioniergeist. existenzsicherung? - um welchen preis? - sind sie von der spezies mensch so überzeugt? oder sind sie einfach nur träumerische technokraten? - ich empfehle die aufmerksamkeit auf die derzeitige realität zu lenken; ohne hintergedanken, wie oft man noch zu scheitern vermag. die realität findet heute statt, meine herren!


Daniel C. Gartmann

27.01.2012, 16:42 Uhr
Melden 1 Empfehlung

@Rittermann: Es geht nicht darum wer hier was Ihrer Meinung nach verdient oder nicht. Die Frage stellt sich nicht. Es geht um langfristige Existenzsicherung. Im übrigen werden durch die Raumfahrt auch zahlreiche Technologien entwickelt, die dann auch beispielsweise beim Bau umweltfreundlicher Fahrzeuge Anwendung finden.


Philipp Rittermann

27.01.2012, 15:37 Uhr
Melden 10 Empfehlung

herr paxus - bitte tun sie uns das nicht an. eine menschheit, die wie die geschichte zeigt, rein gar nichts aus der geschichte gelernt hat und mit beständigkeit und heuchelei die erde zerstört, verdient es nicht, "langfristig" zu überleben.


Ramon Paxus

27.01.2012, 15:03 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Es darf keine entweder-oder Frage sein. Unsere Erde kann nur vorübergehend unser Zuhause bleiben, wenn wir langfristig überleben wollen. Natürlich ist es wichtig, dass wir, solange wir auf der Erde festsitzen, uns nicht selber die Lebensgrundlage zerstören. Letztlich wird uns aber alle Vorsicht nichts nutzen, wenn wir auf unserem Heimatplaneten hocken bleiben.


Tomaso Brodo

27.01.2012, 14:46 Uhr
Melden 10 Empfehlung

Wer will denn unsere Welt in Ordnung bringen? Die Superreichen brauchen doch ihr Refugium, um sich vom Rest der Welt abzuschotten und unter sich zu bleiben. Da bietet doch der Mond eine einmalige Gelegenheit, oder? Vielleicht bekommt die Bemerkung "jemanden auf den Mond zu schiessen" bald eine neue Dimension ;-))


Hans Saurenmann

27.01.2012, 14:29 Uhr
Melden 19 Empfehlung

Bruno Du hast Dich da exponiert fuer die Wahlen,Obama wirds machen und wir sind heilfroh das endlich die NASA geschlossen wird,welchen wir als S.. Laden titulieren.Als Dein Nachbarn und guten bekannten Deines Vaters erlaube ich mir diese Worte in den Raum zu schmeissen.Wir wollen endlich gute Jobs fuer den Mittelstand und keine Almosen.Vom Trinkgeld kann man nicht leben,wir sind nicht auf dem Mond Antworten


Markus Harmann

27.01.2012, 16:55 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Freund von Brunos Vater... also hat es jetzt auch im Betagtenheim Internet-PCs. Aber zu den Jobs, wo denken Sie landen die Raumfahrt-Milliarden? Zum Mond fliegt vielleicht allerhand High-Tech, aber keine Geldkoffer. Das Geld selbst bleibt hier und schafft in Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie jede Menge Jobs, sogar hier in der Schweiz. Besser als es in Afrika zu verpulvern.


Thomas Flückiger

27.01.2012, 14:23 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Kann man nicht einfach das eine tun ohne das andere zu lassen. Am wichtigsten ist das hier und jetzt. Diese Leiden sind nicht nur potenziel, sondern real. Während man die Armut bekämpft und die Wirtschaft umweltverträglich umbaut kann man aber auch gleichzeitig an den Technologien von Morgen forschen und diese auch anwenden (Mondstation). Das kann sich wunderbar gegenseitig befruchten. Antworten


Philipp Rittermann

27.01.2012, 14:06 Uhr
Melden 13 Empfehlung

oho - bei dem äh-äusserst relevanten thema für die menschheit....hat sich eine ilustre runde von hobby-professoren zusammengefunden. nur, meine werten herren - was bringts denn noch einen planeten zu ruinieren?! Antworten


Philipp Rittermann

27.01.2012, 15:01 Uhr
Melden 7 Empfehlung

ich finde, herr paxus, dass die menschheit wohl dringlichere probleme auf erden zu lösen hat.


Ramon Paxus

27.01.2012, 14:53 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Gegenfrage: finden Sie, das Leben (nicht nur Menschliches, sondern das Leben an sich) ist etwas schützenswertes? Falls ja, dann führt doch kein Weg an der Raumfahrt vorbei, oder?


Dani Kobler

27.01.2012, 14:06 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Was ist eigentlich aus dem SDI von Reagan geworden, gibt es das noch?
Vielleicht sollte Gingrich eher diese Idee aus der Schublade holen, die Rüstungsindustrie wäre sicher dafür.
Antworten


maria weber

27.01.2012, 14:00 Uhr
Melden 8 Empfehlung

da oben schwirrt doch bereits genug schrott herum. Antworten


Bruno Stanek

27.01.2012, 13:57 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Kommentare waren abzusehen. Schon in der Kanti und an der ETH gab's seit den 1960ern rundum mehr Schwache als Starke. The winner takes it all. Sogar, dass die Schwachen nicht einmal merken, wie oft sie sich schon getäuscht haben. Antworten


Beat Lohm

27.01.2012, 15:15 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Was resp. Wer ist den heute noch ein Winner? Engeler von der WW gewinnt irgendein Journalisten-Award und 1 Monat spaeter will er den Nobelpreis gewinnen, indem Verleumdungen schreibt. Oder Jobs, Favre, Ackermann, Blocher, China, Russland, Religionen, Waehrungen oder Institutionen? Mir blieb als techn Errungenschaft der Mondlandung nur die Teflon-Pfanne in Erinnerung. Der Wahnsinn findet hier statt


Peter Widmer

27.01.2012, 14:37 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Wenn "stark sein" bedeutet, rücksichtslos, gierig und unmoralisch zu handeln - dann bin ich gerne "schwach" !


Philipp Rittermann

27.01.2012, 14:13 Uhr
Melden 23 Empfehlung

ja. gehen sie doch wieder sterne gucken, bitte. leider kann man "gesunden menschenverstand" auch an der eth nicht lernen....


Alexander Bloch

27.01.2012, 13:57 Uhr
Melden 22 Empfehlung

Die bemannte Raumfahrt diente immer als Prestigeobjekt. Wir sind aber nun gerade daran, den einzig bewohnbaren Planeten in unserem Sonnensystem zu zerstören. Sämtliches Geld und die Ressourcen, das die Menschheit noch aufbringen kann, muss in die Entwicklung von nachhaltigen Technologien investiert werden. Antworten


Giulia Trisone

27.01.2012, 14:38 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Ein Nebenprodukt dieses Prestigeobjekts ist u.a. die Satellitenindustrie. Wenn alle gedacht hätten wie so viele hier wären wir noch per pedes unterwegs. Was sich als Sorge um den Planeten ausgibt ist nix als Nostalgie nach präindustriellen Zeiten, die so romantisch kaum waren. Jeder Fortschritt zu mehr Lebensqualität war und ist technologiegetrieben. Lieber zu den Sternen als in die Höhlen zurück.


dan meier

27.01.2012, 13:53 Uhr
Melden 42 Empfehlung

Kindliche Schwärmereien im Wahlkampfgeschwätz. Die Probleme auf der Erde nicht Lösen können und dann so tun, als ob das Heil irdischen Lebens in der Besiedlung ihres Trabanten oder eines unwirtlichen Planeten läge. Da von einem Blick über den Tellerrand zu sprechen, ist eher absurd und polemisch als visionär und negiert, wie sehr der Mensch als Organismus an die Erde gebunden ist. Antworten


Frank Zuffnik

27.01.2012, 13:44 Uhr
Melden 27 Empfehlung

Diese "Lebensversicherung wird hoechstens dazu fuehren, dass wir dann der alten Welt keine Sorge mehr tragen muessen und die frueher oder spaeter nachhaltig zerstoert wird, weil die brauchen wir ja dann nicht mehr. Ausserdem gaebs da ja auch noch etwas zu verdienen. Das sind ja tolle Aussichten. Antworten


Giulia Trisone

27.01.2012, 13:41 Uhr
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Das NASA-Budget beträgt ca 1% des federal budgets und hat noch jeden cent nur schon inform von Technologieschüben rentiert. Chinesen und Inder eifern nach, ein Zeichen für die Wichtigkeit und Zukunftsträchtigkeit des Sektors. Für viele wird die Raumfahrt schlicht von den Falschen dominiert. Was die USA machen kann für sie gar nicht "gut" und richtig sein. Antworten


Frank Zuffnik

27.01.2012, 14:02 Uhr
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Alles wo rentiert ist ein Zeichen von enormer Wichtigkeit und sehr Zukunftstraechtig. Das zeigt sich ja, weil im Kampf um Profit die Qualitaet des Zusammenlebens so unglaublich zugenommen hat. Was das doch frueher fuer ein Gekeife war und heute auf dem Hoehepunkt der Entwicklung haben wirs ja so friedlich und angenehm miteinander, vorallem in Somalia und Afghanistan, das ist ja ganz Verstaunlich!


David Singer

27.01.2012, 13:33 Uhr
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Herr Stanek weiss offensichtlich nicht wovon er reded! Das Constellation Programm war 98 Milliarden Dollar über Budget. Diese unsägliche Geldverschwendung zu beenden war der einzig logische Weg. Die Nasa entwickelt nun Technologien für Interplanetare Missionen, während der Transport in den Erdorbit von Privaten Unternehmen übernommen wird. All dies zu einem viel geringeren Preis!! Antworten


Stefan Werner

27.01.2012, 13:33 Uhr
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Naja, ich bin ja auch enttäuscht von Obama. Aber dass er allein schon deswegen ein schlechter Präsident ist, weil er das begrenzte Budget lieber für irdische Zwecke ausgibt, scheint mir doch ein wenig arg eindimensional gedacht, lieber Herr Stanek. Gingrich "trotz allem" wählen, weil er auf den Mond will, könnte für den einzigen real existierenden menschenbewohnten Planeten deletär sein. Antworten


Michael Holzer

27.01.2012, 13:32 Uhr
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Die Raumfahrt ist tatsächlich ein Thema, welches viel zu stark vernachlässigt wird. Irgendwann wird es auf der Erde schlicht zu voll und alle Ressourcen werden aufgebraucht sein; dann müssen neue Lebensräume her.
In Science-Fiction-Filmen wird die Menschheit immer als Opfer uns angreifender Aliens gezeigt - und genau so sieht unsere (ferne!) Zukunft auch aus. Aber wir werden die Invasoren sein.
Antworten


Sandro Blaser

27.01.2012, 14:11 Uhr
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alle Menschen stehend versammelt (4 Personen pro m2) füllen gerade mal den Grossraum Berlin! Vielleicht sind wir einfach zu dumm, um das uns Gegebene sinnvoll und zukunftsorientiert zu nutzen ohne dabei alle zu zerstören..


Peter Kniebel

27.01.2012, 13:31 Uhr
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Bevor auch nur ein Mensch den Mars erreicht, haben wir uns selber ausgerottet. Eine Spezies die nichts zu Stande brachte als sich und ihre Umwelt zu zerstören, hat auch nichts besseres verdient. Antworten


Ramon Paxus

27.01.2012, 16:50 Uhr
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@Borlotti: Im Gegensatz zu den Dinosauriern haben wir die meisten leicht zugänglichen Rohstoffvorkommen unterdessen verbraucht. Wenn wir scheitern, wird's für die nächsten keine industrielle Revolution mehr geben, es sei denn, sie schaffen den Sprung von bronzezeitlicher Technologie direkt zum Tiefseebohren. Leider unwahrscheinlich. Wir sind vermutlich die letzte Chance.


Ramon Paxus

27.01.2012, 14:50 Uhr
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Wir mögen nicht perfekt sein, aber wir sind die erste Spezies in der Geschichte der Erde, welche es geschafft hat auch nur in die Nähe der Chance zum kommen, eine echte Raumfahrende Spezies zu werden. Wenn wir scheitern, dann wird's wohl keine nächste Chance geben. Wir sind die einizige und beste Chance die das irdische Leben hat.


François Gibel

27.01.2012, 13:22 Uhr
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Newt Gingrich - USA - hochgradig verschuldet - permanente Mondstation bauen... Das sind doch endlich mal die richtigen Ansagen und Massnahmen um die total marode und desolate Infrastruktur in den USA (das ist auf unserem Planeten) zu sanieren... oder lebt der Herr Gingrich hinter dem Mond? Dann könnt ich's allenfalls noch verstehen... Der Mond wäre in Kürze eine Kopie der Dummheiten auf Erden! Antworten


Roman Huber

27.01.2012, 13:22 Uhr
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Was Herr Stanek irgendwie vergisst: Gingrich will das nicht über den Staat finanzieren, sondern über private Kanäle, und das macht einen massiven Unterschied (nur ein Punkt von diversen: Return of Investment). Antworten


Matthias Meier

27.01.2012, 13:15 Uhr
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"Constellation" war zu teuer, zu langsam und wurde vom Kongress nie richtig finanziert (wenn es 500 Mio kostet, die Dummy-Rakete Ares-1-X zu starten, muss was falsch laufen...). Obama hat das Programm zu Recht abgesägt und durch ein besseres ersetzt. Gingrich's Vision ist es, die Mondstation mit privaten Firmen und Preisen (a la X-Price) zu realisieren - ein neuer und vielversprechender Ansatz! Antworten


Cornelis Bockemühl

27.01.2012, 13:55 Uhr
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...aber im Prinzip natürlich genau das was Barack Obama seit drei Jahren angestossen hat! Wenn man jetzt nicht dummerweise Wahlkampf hätte und in verschiedenen Parteien sässe könnte man das sogar merken... ;-)


Alexandre Blatter

27.01.2012, 13:15 Uhr
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Auf anderen Planeten und Asteroiden Rohstoffe abzubauen, wäre für die Erde ein Segen. Dann müssten wir nicht mehr auf der Erde riesige Wunden schlagen, um an Metale etc zu kommen. Weiter ist eine Marsmission ein Ziel, dass das Potential hat, die Menschheit hinter einem gemeinsamen Ziel zu vereinen. Antworten


Alfred Gfeller

27.01.2012, 13:36 Uhr
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Schön naiv. Neue Kriege sind da vorprogrammiert. Das Thema war bisher nur eingeschlafen, weil der eiserne Vorhang bzw. kalte Krieg unerwartet gefallen ist. Sobald Länder wie China, Iran, Russland das Niveau erhöhen Können, geht es wieder los mit dem Wettrüsten und Run auf Resourcen.


Otto Kunz-Torres

27.01.2012, 13:11 Uhr
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Vielleicht hat Obama in einem Land mit 46 Millionen Armen und 50 Millionen Menschen ohne Krankenversicherung noch ein paar andere Probleme als einen neuen Planeten zu erobern. Mit dem sinnlos für den Irakkrieg ausgegebenen Geld von rund drei Billionen Dollar hätte das Nasa-Budget schon ordentlich aufgestockt werden können. Antworten


Cornelis Bockemühl

27.01.2012, 13:03 Uhr
Melden 43 Empfehlung

Wenn die Erde durch menschliche Unvernunft zerstört wird - was hilft dann so eine "Lebensversicherung"? Wir würden unsere Unvernunft ja auch dorthin mitnehmen! Sehr viel hilfreicher wäre also der Versuch, an dieser Unvernunft etwas zu verbessern... (Ja ja ich höre schon: "aber Asteroiden..." - come on - was ist jetzt wahrscheinlicher: Unvernunft oder Asteroideneinschlag? Erstere ist schon da...;-) Antworten


Chris Rauch

27.01.2012, 13:00 Uhr
Melden 26 Empfehlung

Man hört aus den Worten von Stanek eine gewisse Verzweiflung heraus. Verständlich. Als Fan der Raumfahrt werde ich auch wehmütig, wenn ich an die 60er denke, als noch grössere Kapitel zu diesem Thema geschrieben wurden. In Anbetracht der heutigen wirtschaftl. Situation fände ich es allerdings unverantwortlich, in Raumfahrt zu investieren während grosse Teile des US Bevölkerung in Armut leben. Antworten


Chris Rauch

27.01.2012, 15:37 Uhr
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Hmm... berechtigte Frage. Ich denke, Umweltschutz hat viel mit Nachhaltigkeit zu tun, ist also eine Investition in das Erhalten unserer Lebensgrundlage. Und dem Erhalten dieser Grundlage ist meines Erachtens höhere Priorität zuzuordnen als dem "Pushing of boundaries", auch wenn ich liebend gerne eine Saturn V zu fremden Himmelskörpern starten sehen würde.


Hans Meier

27.01.2012, 13:40 Uhr
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Ist es dann auch unverantworlich, z.B. in Umweltschutz zu investieren, waehrend grosse Teile der US Bevoelkerung in Armut leben? Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation *muss* man investieren! Und bei so einem grossen Projekt schafft man auch indirekt Arbeitsplaetze bei Zulieferern, auch fuer schlechter qualifizierte.


Daniel C. Gartmann

27.01.2012, 12:54 Uhr
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Mit der Lebensversicherung hat Herr Stanek völlig Recht. Aufgrund unserer kurzen Lebensspanne ist uns nicht bewusst, dass kosmische Katastrophen regelmässig passieren. Es ist zu hoffen, dass Obama von einem oder besser einer Folge von weitsichtigeren Präsidenten abgelöst wird. Nur die USA sind fähig, hier die unverzichtbare Führungsrolle zu übernehmen. Antworten


Ramon Paxus

27.01.2012, 15:07 Uhr
Melden 3 Empfehlung

@Reto Roth: Es sind zwar sogar deutlich mehr als 10'000 Jahre, welche wir mit viel Glück hier überlebt haben, aber bis vor etwa 100 Jahren war nichtmal entfernt an Raumfahrt zu denken. Dass wir es geschafft haben, so nah an eine technologische Stufe heranzukommen, die langfristig unser Überleben sichern könnte, ist eine gewaltige Leistung. Wollen wir das alles wirklich auf's Spiel setzen?


Walter Niedermeyer

27.01.2012, 13:49 Uhr
Melden 6 Empfehlung

@Reto
Die Vernunft kommt nicht durch Zeit allein, sondern nur in Kombination mit tech. Fortschritt und sozialer Entwicklung. Wenn wir dann künftig soweit sind, zum Mars zu reisen oder auch andere Welten zu besuchen, dann ändert sich auch die Sichtweise der Menschheit auf sich selbst und ihren Heimatplaneten. Klingt für mich vernünftiger, als uns selbst in ein 200 Jahre Vakuum zu packen.


Reto Roth

27.01.2012, 13:32 Uhr
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10'000 Jahre lang überlebte der Mensch auf dem Planet Erde - wozu nun diese Eile? Man könnte auch zuerst die irdischen Probleme lösen und die Technologien weiterentwickeln, um in 100-200Jahren zum Mars zu fliegen. Vielleicht würden wir dann ja ein wenig vernünftiger sein... Und ist Weitsicht für sie nur der Mars? All die irdischen Probleme zu lösen ist kurzsichtig?


Werner Thomas

27.01.2012, 12:50 Uhr
Melden 16 Empfehlung

Ein 2. Planet ist beste Lebensversicherung!
Einfachste Logik zeigt, dass die Erde alle Elemente, sowohl wie ihre relative Verbreitung, gehabt hat, um die Biospähre zu erlauben (ecology 1). Wenn wir es also fertig bringen, diese Relationen auf Erde so zu stören, dass es für die Menscheit unmöglich wird, dann bleibt Mond/Mars so illusorisch wie anhin. Zudem, ohne Biospähre: unmöglich (ecology 2).
Antworten


Fritz Meyerhans

27.01.2012, 12:44 Uhr
Melden 60 Empfehlung

Zwei Punkte stören mich massiv: "Lebensversicherung"; Unsere Erde muss man so behandeln, als wäre sie die Letzte, die wir haben. Denn sie wird es für 99.99% der Milliarden Bewohner (Mensch und Tier) bleiben, auch wenn man "bemannt" zum Mars fliegen könnte. Das andere ist der Satz "von der veröffentlicheten Meinung möglichst ignoriert". Es gibt schlicht grössere Probleme und Interessen im Moment. Antworten


Walter Niedermeyer

27.01.2012, 13:40 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Grössere Probleme und Interessen wird es immer geben. Trotzdem passt die Bezeichnung Lebensversicherung sehr gut. Schliesslich gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit für einen Asteroideneinschlag, der die Menschheit auslöschen könnte. Eine zerstörte Erde muss kein self made Ding sein. Die Erforschung des Raums und anderer Welten ist ein Muss, wir sind Forscher und Entdecker.


Chris Rauch

27.01.2012, 13:29 Uhr
Melden 8 Empfehlung

@Gartmann:
Interessante ethische Frage: Was ist wichtiger? Das Leiden auf der Welt hier und jetzt minimieren oder langfristig das "Überleben der Spezies" sichern, koste es, was es wolle (->sprich auch Armut, Schmerz und Leiden im Jetzt )? Man könnte Ihre Argumentation ja auch umkehren: Wenn wir "in 100 Jahren so oder so tot sind", kümmert uns dann das Überleben der Spezies noch?



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