Facebook: Grössenwahn kommt vor dem Fall
Von Philippe Zweifel. Aktualisiert am 08.09.2009 78 Kommentare
Spass mit Ablaufdatum: Entwicklung von Social Networks.
Umfrage
Viele Nutzer finden es nicht mehr «cool», bei Facebook zu sein. Sie sind angeödet und löschen ihr Profil. Hat die Community-Plattform ihren Zenit überschritten?
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Hat Facebook seinen Zenit überschritten? Die Frage beschäftigt spätestens seit die amerikanische Top-Journalisten Virginia Heffernan kürzlich behauptete, das Social Network erlebe einen User-Exodus. Grund: Die Site ärgere oder langweile viele Benutzer, kurz: sie sei uncool geworden. Erbittert kreuzen Befürworter und Gegner von Facebook in Internetforen seither die Klingen.
Heffernans Artikel war ein Meinungsstück. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Im Mai holte in den USA Facebook die vorher führende Plattform Myspace erstmals ein; beide lockten rund 70 Millionen US-Besucher an. Im Juni dann zog der Herausforderer davon: Laut Marktforschern des Unternehmens ComScore erhielt Facebook 77 Millionen Besuche durch US-Nutzer, während Myspace um zwei Millionen auf 68 Millionen absackte. Aktuelle Zahlen für die Schweiz gibt es nicht. Im Frühjahr hatte Facebook vermeldet, dass es hierzulande rund 1,4 Millionen Mitglieder gibt.
Der Fall Friendster
Eigentlich ein Grund zum Feiern - dennoch sollte sich Facebook vorsehen. Denn Heffernans persönlicher Einschätzung liegt ein inhärentes Internetproblem zu Grunde: im Netz ist nichts von Dauer, und die Nutzer ziehen schnell weiter – wie ein Blick in die Geschichte der Social Networks zeigt. Zum Beispiel Friendster. Im Jahr 2004 schoss die Seite von Null auf Hundert, hielt sich dann eine kleine Weile - und platzte wie eine Seifenblase. Zurück im Web blieb eine Menge Datenmüll.
Was war passiert? Die Friendster-Bosse glaubten, sie hätten die Kontrolle über die Community und wollten das Netzwerk zu einem Internettelefonnetz ausbauen. Das aber passte vielen Usern nicht und sie begannen, bei Myspace Profile anzulegen. Wir lernen: Social Networks sind solange erfolgreich, wie die Community das Gefühl hat, dass ihr das Angebot gehört. Bloss: Ab einer gewissen Network-Grösse ist dies unmöglich. Und: Änderungen der Spielregeln wirken sich tödlich aus - was die geschäftliche Verwertbarkeit eines Portals deutlich einschränkt.
Grössenwahn und Selbstüberschätzung
Aufstieg und Niedergang gestalten sich bei Netzwerk-Sites interessanterweise stets ähnlich (siehe Graphik). So sprang Myspace in die Lücke, die Friendster hinterlassen hatte. Zuerst Social Network, wandelte sich die Site in eine Art Musikshop - was die User in Scharen davonlaufen liess und gleichzeitig die Geburtsstunde von Facebook bedeutete.
Facebook machte zuerst alles richtig, konzentrierte sich auf das Vernetzen von Usern. Doch Selbstüberschätzung und Grössenwahn liessen nicht lange auf sich warten. Zu Beginn des Jahres wollte Facebook die Nutzungsbedingungen ändern und sich so die Rechte an allen User-Daten sichern – es winkte ein Riesengeschäft. Nach massiven Protesten der User musste das Unternehmen jedoch zurückkrebsen.
Facebook will nun seine Privatsphäre-Einstellungen verbessern. Die Umsetzung aller Neuerungen sollen ein Jahr in Anspruch nehmen. Bis dann könnten sich die User freilich bereits irgendwo anders tummeln. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.09.2009, 15:20 Uhr
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78 Kommentare
Facebook ist genau soviel, wie WIR hineingeben, was WIR damit machen. Wer nur dabei ist, um hip und cool zu sein, hat vermutlich ein grundsätzliches Problem mit sich selbst. Diese Leute rennen jetzt wieder davon und mir kann's recht sein. Ich habe bei Fb einige interessante Leute und Gruppen kennengelernt, mit denen ich mich austausche und inspiriere, mal ganz abgesehen von "alten" FreundInnen. Antworten
Facebook kann wohl weniger leicht abgelöst werden als MySpace, denn bei Websites wie Facebook ist das Entscheidende, dass viele Leute, die man kennt bereits angemeldet sind, und für neue Netzwerke ist es sehr schwierig, die kritische Masse zu erreichen. Andererseits sind die meisten zwar angemeldet, loggen aber nur hin und wieder ein, das ist wohl die Zukunft von Facebook. Antworten
Alle diese Hypes (meist aus Amerika, und meist aus den Städten), sind Seifenblasen die sich ständig wieder-holen. Rollschuhe (äh, sorry RollerBlades), Skateboard, Kickboard, Swatchuhren und was da alles an Schrott schon aufgetaucht ist. Nun sind es Myspace, FB. Und wieder rennen alle einander hinterher, weil man dabei sein will. Begründungen findet man natürlich schnell. Herdenverhalten. Gäähhhn.. Antworten
Ich bin grundsaetzlich gegen diese Art der Kommunikation. Akzeptiere weder MSN, YU Tube, Sonico noch Facebook. Alle scheinen mir mit einem unserieusen Hintergrund zu liebaeugeln. Moralische und Ethische Motive mit Nullpunkt Charakter. Ich weise alle eingehenden e-mails in den Kehrichteimer, trotzdem ich nicht unbedingt Pruede bin. Wer Mitmachen will soll sich beteiligen. Jedem sein eigenes Leben, Antworten
Ich (45) finde Facebook einfach toll. Auch wenn ich unter meinen "Freunden" zu den ältern Semestern gehöre. Ich bin in verschiedenen Gruppen, aus beruflichen, politischen Gründen oder aus Spass aktiv. Es ist befruchtend, sich mit "fremden Freunden" auszutauschen, die ähnliche Interessen haben, ohne in einem völligen anonymen Chat zu kommunizieren. Jeder kann von sich soviel presgeben wie er will! Antworten
Eines Tages (und vielleicht sogar schon bald) wird Facebook bestimmt abgelöst. Trotzdem glaube ich, dass das Konzept der Social Networks weiterhin erfolgreich bleiben wird. Es braucht aber sicherlich neue, innovative Ideen und Funktionen. Falls sich Facebook stetig weiterentwickelt, sähe ich sogar eine längere Zukunft für Facebook. Obwohl ich letztens die Oma eines Bekannten auf FB entdeckt habe. Antworten
@ Baer Daniel: Autsch. Dein Kommentar (15:45) ist ein schweres Vorurteil. Was würdest du sagen, wenn selbstständig erwerbend wärst und unter anderem dank Facebook Aufträge und Projekte aus der ganzen Welt einholen kannst? Bei mir ist das der Fall. Ich reise beruflich sehr viel und freue mich über die Möglichkeit, trotzdem zu wissen, wie es meinen Freunden geht. Antworten
Ich will meine alten Schulfreunde gar nicht treffen, ausser auf einem Klassentreffen. Mit denen, die ich sehen will, kann ich Kontakt aufnehmen via SMS oder E-mail. Meine Fotos zeige ich gerne persönlich mit einem lustigen Kommentar dazu, ich freu mich jeweils über die Reaktionen. Wenn jemand etwas tolles tut, erfahre ich das mit Freuden persönlich und höre mir seine Geschichten gerne an. Antworten
@R.Schlumpf und andere, die FB verurteilen, obwohl sie selber keinen Account besitzen. Bin erstaunt über die vielen vorgefertigten Meinungen Schön, dass ihnen ihr Telefon und ihr E-Mailprogramm "ausreicht". Natürlich würden wir es "überleben" wenn FB verschwindet, aber nützlich ist es für mich allemal--> Freunde in Übersse, stets aktuelle Kontakte, Fotos von Freunden an einem Ort ansehen etc. Antworten
So klingt die Mehrheit von euch: "Wer braucht schon ein Telefon. Die die so ein Telefon haben, haben keine echten Freunde mit denen sie normal sprechen können! Das Telefon wird auch bald verschwinden!" "Email ist doch wieder so ein Hype. Ich brauche kein Email. Es ist so unpersönlich. Ich schicke lieber einen Brief per Post!" Fakt: Facebook und co. sind ein weiterer Schritt in die Zukunft. Antworten
Ach, und noch @ Stefan Müller: Niemals behaupten, man wisse alles! Wie gesagt benutzen viele Leute FB auf eine andere Art, ich habe nicht viele, aber doch einige Personen nur über FB kennengelernt und z.T. noch nie persönlich gesehen! Klar, diese Bekanntschaften sind nur selten von Dauer, aber sie existieren. @A. Steiner: Nochmals: Nicht von Dingen erzählen, die man nicht selbst kennt/benutzt. Antworten
Zig Millionen Menschen brauchen das. Die meisten Leute benutzen Facebook, um mit alten und neuen Bekanntschaften in Kontakt zu bleiben und hierfür ist es ideal. Wenn man Themen und Interessengruppen sucht, kann man genausogut Google benutzen. Vielleicht erreicht FB bald seinen Zenit, aber es wäre schade, wenn es zugrunde ginge, so eine umfassende Kontaktdatenbank kommt nicht so schnell wieder. Antworten
Facebook sollte einfach die Spaming- und Nonsens-Applikationen abschaffen. Das nervt unglaublich! Ansonsten ist Facebook ein super Tool um seine Kontakte online zu verwalten und zu kommunizieren. Und wer unnötig unbekannte Leute addet ist eh selber schuld. Persönlichkeit ist halt auch im online Leben das A und O! Antworten
ich nutze fb schon seit ca. 3 jahren. da ich verwandte und bekannte vor allem in übersee habe, ist dies für mich ein gutes portal, mit diesen menschen in kontakt zu bleiben. positiv ist auch, dass ich z.b.fotoalben nur für bestimmte leute frei geben kann. durch verschiedene gruppen gleichgesinnter kontte ich schon viele interessante gespräche führen. wer's nicht will, soll's bleiben lassen. punkt. Antworten
Facebook ist wirklich unbrauchbar. Wenn ich eine community nutze, ist das Wichtigste die Suche nach Themen und Interessengruppen wie bei den guten alten "Yahoo Groups". Das fehlt bei Facebook völlig, da gibt's nur eine Suche nach Namen. Wer braucht denn sowas ? Antworten
Was soll diese Totsagung? Ich brauche Facebook wie das Telefon. Das wird immer so bleiben. Ich habe meine Bekannten als Freunde. Nichts weiter. Niemand lernt in Facebook Leute kennen, das ist ein Ammenmärchen. Die, die das schreiben, kennen Facebook nicht. Es ist nichts anderes als eine Mischung aus E-Mail, Agenda, Fotoalbum. Eigentlich das, was andere im teuren iPhone mit sich tragen. Antworten
Ich bin selber ein Netz-Junkie, ab 1995 regelmässig online, ob Gopher, Usenet, WWW, alles durchgemacht. Trotzdem bin ich nicht so bescheuert, mich überall unbedingt anmelden zu müssen. Viele User sind einfach zu naiv, und können gar nicht abschätzen, auf was sie sich da einlassen. Ich war nie in Facebook, MySpace, 2nd Live, und den ganzen Datensaugern. Selbst schuld, kann ich da anderen nur sagen. Antworten
klar haben nicht-User das Gefühl, alle FB-User hätten nur virtuelle Freunde.. ich habe schon x Leute via FB kennengelernt, PERSÖNLICH, nicht ONLINE, und lange verlorene Schul- und Brieffreunde wiedergefunden. Auch zeige ich meinen Verwandten in den USA wia FB Fotos von meinem Sohn. Was ist schlecht daran? Antworten
wer braucht schon facebook??? es lässt die menschheit noch schneller verblöden, und die jungen meinen, es sei cool wenn man 1000 "freunde" hat.. obwohl noch nie jemand den anderen live gesehen hat! aber ist ok wer facebook braucht.. auch diese werden irgendwann aufwachen und mit diesen unnützen "community" tools aufhören! von wegen community, wenn jeder ALLEINE vor dem compi hockt!!!! Antworten
Besonders ausländische Studenten in Deutschland nutzen Facebook und ähnliche Tools lebhaft um untereinander aber auch zu früheren Freunden im Herkunftsland Kontakt zu halten. Und zu den kulturpessimistischen Heulsusen: Viele Leute die in Facebook sehr aktiv sind, sind ebenso im realen Leben sehr aktiv. Ich kann dank facebook in fast jedem teil indonesiens bei Facebook-Freunden übernachten. Antworten
Ich kenne FB nicht. Vor und nach 1988 war ich im aktiv und Mitbegründer eines Computer-Clubs in Zürich. Wir schrieben uns mittels Mailbox-Programm, öffentlich einsehbar, in Frankfurt, Zürich, Italien. Bei meiner späteren Autobiografieerstellung stellte ich fest, dass ausser einer Todesanzeige eines Clubs, den Statuten des gegründeten Clubs in Zürich, die Erinnerung an das Witzbrett nichts blieb. Antworten
Facebook ist halt auch nicht Facebook, es kommt ganz darauf an wie man damit umgeht. Keiner hat 250 oder mehr "Freunde" im echten Leben, kaum einer wird mit der folgenden Flut an teils sinnlosen Meldungen umgehen können. Persönlich nehme ich nur Leute auf mit denen ich auch realen Kontakt habe, dann bleibt der Umfang wie Zeitaufwand überschaubar. Und FB ist und bleibt nur EIN Kommunikationsweg... Antworten
@Marcel Weber: Danke für ihre Meinungsäusserung. Das ist für mich bisher die einzige Begründung, welche Facebook einen Sinn zuweist. Für alles andere, welches in den Kommentaren auftaucht, brauche ich eine solche Plattform wirklich nicht, da genügen mir die Mailadressen meines realen Kollegenkreises. Und dann gibt es ja noch das Telefon, wenn man höflicherweise die Zeitzonen berücksichtigt :-) Antworten
... ist eigentlich immer das Gleiche: All diese *Tools* haben eine beschränkte Lebensdauer. All die Chat Channels ende 90er Jahre, all die Bloggers, Facebook, XING etc. Was zuerst im kleineren Rahmen hip ist wird später mit der ganz grossen Masse uninteressant. Da wird noch manches kommen und dann wieder gehen. Also: Don't panic! Muss jeder für sich entscheiden, viel Zeit er da im Netz verbratet Antworten
Der klassische Web-2.0-Zyklus. Zuerst eine verschworene Neuentdeckung, dann explosionsartiger Hype und ein Jahr später der Niedergang in die Bedeutungslosigkeit - die Internetkarawane zieht weiter. Vorläufermodelle dieses Zyklus waren z.B. 2nd Life und die ganze Blogosphäre, Nachfolger wird z.B. Twitter sein. Problematisch dabei ist nur, dass die privaten Daten auf ewig durchs Netz wandern werden. Antworten
facebook lässt Phantasie, Privatsphäre und Beziehungsqualität verkümmeren, es veroberflächlicht den zwischenmenschlichen Austausch und die Mitglieder dieser Internetplattform (zu hilflosen Konsumenten verkommen) verlieren zusehends die Kontrolle über das von ihnen ins Netz gestellte, ihre Zeit und sich selbst. Am besten verschwindet fb wieder so schnell wie es aufgetaucht ist. Antworten
Mit meinen (richtigen) Freunden telefoniere und smse ich nach wie vor und sehe diese "Face to Face". Facebook hat aber auch seine Vorteile zum Organisieren von Events und sonstigen Anliegen: Nirgendwo sonst kann ich einen Grossteil meiner Freunde ohne Aufwand informieren und diese können wiederum ihre Freunde auf meinen Event aufmerksam machen... Ein vergleichbar wertvollesTool gibt es nicht. Antworten
Gut möglich, dass einige Party-Kids allmählich erwachsen werden und infolge andere Interessen entwickeln. Facebook ist aber nach wie vor eine tolle Sache. Hier kann man sich mit Leuten gleichen Interessens unterhalten, beispielsweise über die kommende Abstimmung über die Zusatzfinanzierung der IV via MwSt-Erhöhung usw. Man kann Events organisieren (Blödel-Saufpartys oder eben politische Events) Antworten
Müsste ich tatsächlich via Face Book erklären, wieviel Zucker ich in den Kaffe schütte und wie meine Bettwäsche aussieht, wäre ich emotional recht vereinsamt. Dieses Medium reflektiert zwei tragische Dinge : der undendliche Drang nach Selbstdarstellung und die völlige "Vereinsamung" !! Zum Glück, zum grossen Glück ist das Peak offenbar erreicht. Antworten
Es gibt ein Werkzeug (FB), aber den richtigen Gebrauch zu lernen halten die Meisten für überflüssig. Wer nun meint mit vielen FB-Freunden wirklich Freunde zu haben ist zu bedauern. Freunde sind Kontakte, mehr nicht. Aber das ist schon sehr viel. So zeigt sich in Untersuchungen über Social Networks, dass Viele dort Kontakte pflegen, die er/sie auch im reellen Leben haben. Dann ist es eine Ergänzung Antworten
Ok ich muss feststellen, dass ich facebook-süchtig war und viel zu viel Zeit für das Cyberstalking vergeudet habe. Was habe ich heute davon? Eigentlich nichts, mehr Freunde im realen Leben habe ich nicht gewonnen. Leider hat meine Facebook-Sucht erst mit dem Abklingen der Facebook-Euphorie aufgehört und das ist schade. Hätte Selbstdisziplin von mir erwartet. Antworten
Niemand muss tausende von Freunden auf Facebook haben, denn man kann Anfragen auch ablehnen. Desweiteren kann man auch viele Applikationen ablehnen oder löschen. Wer Facebook als effektives Netzwerk und nicht als Selbstdarstellungstool nutzt, wird auch nicht "ermüden". Antworten
@Werner Holliger: gute soziale Kontakte kann man besser im RL finden - aber es ist kein Geheimnis, dass gewisse Leute mit Facebook die Hemmschwelle ueberwinden koennnen. Schaetzen sie sich deshalb gluecklich, dass sie dieses Problem nicht haben. Ich brauche Facebook primaer, um Kontakt zu halten, speziell nach Auslandaufenthalten und Reisen - zudem dient es als praktisches Adressbuch. Antworten
Letztlich ist facebook in der Tat ein Ebenbild unserer Gesellschaft. Schnelllebig und oberflächlich. Wobei letzteres die beängstigendere Tendenz ist. Zudem ist das ganze auch realitätsfremd. Man kann Freunde nicht einfach an und ausknipsen wie den Lichtschalter! Antworten
facebook wäre genial, wenn sich die User an die Regeln hielten und es so nutzen würden, wofür es eigentlich gedacht ist. Leider gibt es viele, die das Wort "face" ignorieren und das facebook zu einem "Ashbook" degradieren. Wenn das "face" erkenntlich ist und die Beiträge auch für die Nächsten von Nutzen sein können, ist "facebook" eine geniales Medieum, verlorengeglaubte Bekanntschaften wieder.. Antworten
FB einzig allein für die Kontaktpflege zu gebrauchen. Gerade diejenigen, die jetzt auf FB über diese Artikel diskutieren sind wirklich zu bedauern. @christoph S.: Muss ich als dein Kollege immer online sein um zu wissen wann Kino angesagt ist? Sich immer hinter dem PC verstecken, Gruppe gegen irgendwas gründen.... geht in die Politik oder mit euren Kollegen ein Bier trinken! Antworten
Das Facebook einigen "verleidet" ist liegt vielleicht auch daran, dass viele Arbeitgeber den Facebook-Hahn mittlerweilen zugedreht haben. Man soll Facebook nicht unter- und überbewerten, ich finde es nach wie vor einen interessanten und unterhaltsamem Teil meiner Internet-Aktivität. Antworten
Wundert mich nicht. Mich haben all die geistlosen Sprüche à la "Martin steht im Stau vor dem Gotthard und es gurkt ihn an" oder "Michael freut sich, dass endlich Freitag ist" nie interessiert. Ich mag meine Freunde, aber solchen Bullshit will ich von ihnen lieber nicht lesen. Antworten
Es ist völlig normal, dass man neue Dinge zu Beginn sehr intensiv nutzt und dann mit der Zeit weniger. Von einer hohen Priorität geht es halt auf eine normale runter. Das ist gerade im Internetbereich gang und gäbe. Mit "Tod" hat das aber nix zu tun. Und wer "reale" und "virtuelle" Welt immer noch strikt trennt, ist eh nicht im Web 2.0 angekommen. Antworten
Vielleicht sollte ich mich doch mal (zwangs-)registrieren, bevor dieser hoch gehypte Service endgültig vor die Hunde geht? Nein, lieber nicht. Ich hab das in den letzten über 20 Jahren Online-Leben noch nie vermisst, resp. habe mich immer gewundert, wieso man so was braucht. Freunde treffe ich auch ohne Facebook. Sogar online. Antworten
Was für mich Facebook ausmacht ist die Tatsache, dass ich dort zu einem meiner Interessengebiete zu denen ich meine Meinung mit Dritten austauschen möchte oder eine Interessensgemeinschaft (Politik) bilden möchte eine eigene Gruppe gründen kann. Genial an Facebook ist dass auch meine Freunde bei Facebook das sehen und wenn sie wollen mit einem Beitritt zur Gruppe mein Anliegen unterstützen können. Antworten
Nur ist Facebook ja nix neues. Das hat Yahoo mit seinem MEssenger und yahoo360° ja schon vor 10 Jahren gemacht. So hab ich übrigens meine Frau kennen gelernt :-) Gewisse Dienste brauchen halt Zeit. DAmals war ich ein Verückter, heute ist nicht mal mehr cool mit Leuten aus der ganzen Welt zu kommunizieren. Gute Tools sterben mit dem Hype weil jeder up sein will. Eigentlich schade. Antworten
Ich finde Facebook auch langweilig! Ich bin dabei und plane auch nicht auszusteigen, stelle aber fest va. nichtssagendes zu lesen und zu sehen - grösstenteils! Habe ich die falschen Freunde? Oder ist es nicht in jedem Medium so, dass der grösste Teil zum gähnen ist, und nur die Minderheit Perlen? Antworten
Da kann ich Thomas Rütti nur beipflichten. Wenn ein "Cooler" aus dem Kreis 4 nur andere Szenis aus dem Kreis 4 als Freunde hat, wird das schnell brutal langweilig. Wenn man hingegen mit Leuten auf dem ganzen Globus in Kontakt bleiben will, ist Facebook ein hervorragendes Tool. Antworten
Also für mich geht es in Facebook nicht darum neue Leute kennen zu lernen sondern viel mehr darum, Kontakt mit Leuten aufrecht zu erhalten die ich von früher kenne oder irgendwo kennen lerne! Man kann sich auch schnell absprechen für Sachen wie: "Kino heute Abend, wer kommt usw". Ich werde sicherlich bei Facebook bleiben! Ich brauche Facebook nicht aber es ist praktisch =)! Antworten
Community Sites sind wie In-Clubs. Gestern hui, heute pfui. Flickr, MySpace, Facebook und wie sie alle heissen. Mit wenig Aufwand aufgebaut, mit viel Hype vermarktet, für horrende Summen verhökert und dann der unvermeidliche Abstieg. Zuckerberg von Facebook hat als Einziger die Höchstpriesphase verpasst und sitzt noch auf seinem Werk. Antworten
Mag schon sein, das alles. Aber wenn ich meine Freunde in Japan und Übersee erreichen will, so bin ich doch sehr froh, dass ich Facebook habe. Das gleiche ist bei Myspace. Es kommt halt wirklich darauf an, wie man die Plattform benützt. Eine Indieband aus Schweden fragen, in was für einer Tonlage sie den neuen Song auf ihrem Profil eingespielt haben, das kann ich nur via Myspace. Antworten
Als User mit über dreissig Jahren Compi-Erfahrung stelle ich mir immer wieder die Frage, was mir denn Facebook und andere ähnlich Dinger bieten. Wenn ich soziale Kontakte suche, habe ich diese in der realen Welt bisher immer problemlos gefunden. Was mache ich falsch, dass ich solche Dinger wie Facebook schlicht nicht brauche? Antworten
Facebook ist ein Unternehmen der Web 2.0-Blase: 15 Milliarden $ wert und mit riesigen Verlusten. Ein Geschäftsmodell fehlt noch. Youtube ist genau so ein Verlustgeschäft. Weshalb, ist eine gute Frage. An Stelle des Facebook-Gründers würde ich SOFORT alle meine Aktien verkaufen, solange sie noch etwas wert sind! Antworten
Wir diskutieren diesen Artikel gerade rege auf der (Facebook) Wall eines Bekannten. Wir (20 bis 25 jährige und allesamt seeeehr hippe Städter ;-) widerlegen damit sozusagen die These des Verfassers. Womit wir aber übereinstimmen: Die leidigen Quiz und Games gehören umgehend abgeschafft! Antworten
Wieso bin ich nicht überrascht?! Ich kann schon die Einladungen nicht mehr sehen: Spam. Die häufigen mündlichen Anfragen: Spam. Keine 3 Monate her und ich antwortete, dass ich mich der neuen Plattform widmen werden, denn Facebook hat seinen Höhepunkt schon überschritten. Denn es ist schon JEDER drin und ich weiss wer meine wirklichen Freunde sind ;-) Antworten
Es ist halt wie überall, Tools und Plattformen sind so nützlich wie sie der User kennt/nutzt. Facebook hat bestechende Vorteile um Freunde (wiederzu)finden und kommunizieren zu können, ohne Natelnummer, ohne Emailadresse... das spaart im Endeffekt auch Geld wenn man nicht telefonieren, smslen usw. Ob andere grad ihren Schokoladenriegel essen interessiert eh die wenigstens auf FB.. ;-) Antworten
@ Daniel Annen: Dreimal raten, was ich soeben gemacht habe. :) @Thema: Nervige (Quiz-) Benachrichtigungen lassen sich verbergen. Mach'ich so. Facebook hat für mich schon seinen Wert: Ich bin selbstständig erwerbend und aquiriere durch FB da und dort mal Design-Aufträge aus der ganzen Welt. Und das von Personen, die ich ohne Facebook wohl nie getroffen hätte. Antworten






Fredi Hinz
Ich hab mich vor langer Zeit mal angemeldet, und eingeloggt, und geschaut, und wieder geschaut, und dann irgendwie nicht recht gewusst für was das geschaute jetzt genau gut sein soll. Hab herumgeklickt und war schon nach einem Tag gelangweilt sowie genervt von Nonsense. Die meiste Zeit auf FB hab ich dann noch damit verbracht, zu suchen wo genau ich jetzt mein Profil unwiederruflich löschen kann. Antworten