Hochleistungs-Chiller und Speckbarbies
Aktualisiert am 28.07.2010 20 Kommentare
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Die Jugend ist kreativ und die Jugend ist lustig, so lehrt uns der jährliche Wettbewerb um das Jugendwort. Was nicht heisst, dass die Jugendsprache vom Ernst des Lebens verschont würde, wie sich vergangenes Jahr zeigte, als «Hartzen» als Synonym für arbeitslos-sein das Rennen machte. Über 45'000 Menschen beteiligten sich 2009 am Online-Voting. Jetzt stehen wieder dreissig Begriffe zur Wahl – diesmal hat die Redaktion aus den Vorschlägen von Jugendlichen vor allem Lustiges und Skurriles ausgesucht.
Änderungsfleischerei
Nun gilt es, aus den dreissig Vorschlägen den Gewinner zu bestimmen. Durchaus «emotional flexibel» (launisch) präsentieren sich die zur Wahl stehenden «Jugendwörter» im Jahr 2010: Ohne «flateratelabern» (quasseln, ohne Punkt und Komma reden) und «flamen» (nörgeln, nerven) werden weder die «Änderungsfleischerei» (Klinik für Schönheitschirurgie), der «Hochleistungs-Chiller» (extrem faule Person), noch der «Dulli» (Idiot) oder «Hottie» (attraktive Person) durch die Abstimmung kommen. Ob die «Klappkaribik» (Sonnenbank), die «Speckbarbie» (aufgetakeltes Mädchen in viel zu enger Kleidung), der «Lowbob» (schlechter Spieler, Anfänger), der «Konsolero» (Person, die viel Zeit mit der Spielkonsole verbringt) oder am Ende das «Arschfax» (Unterhosenetikett, das aus der Hose hängt) das Rennen machen, bleibt abzuwarten.
Bereits im Gründungsjahr stiess die 2008 durch den Langenscheidt Verlag ins Leben gerufenen Initiative «Jugendwort des Jahres» auf grosse Resonanz. Dabei will man den «kreativen Umgang der Jugendlichen mit Alltagssprache und -begriffen» dokumentieren.
Natürlich landen niemals alle interessanten Begriffe auf der Shortlist – ausserdem gibt es natürlich Unterschiede zwischen der schweizerischen und deutschen Jugendsprache. Deshalb unser Aufruf an Sie: Welche kreativen Jugendwörter fehlen auf der Liste? Vorschläge können Sie unten deponieren.
(sda/mcb)
Erstellt: 28.07.2010, 12:11 Uhr
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20 Kommentare
90 Prozent der Begriffe auf der Liste sind gekünstelte, konstruierte oder aus Deutschland importierte Begriffe, die sich zwar lustig anhören, in Wahrheit aber rein gar nichts mit der hiesigen Jugendkultur zu tun haben. Ein wirklich authentisches Bild der Jugendsprache vermittelt das hier veröffentlichte Video "Umfrage zum Jugend-Slang in Zürich". Antworten
Gutes ist "cränk" oder "schlääächti Leischtigg!" oder "wenig Schingge". Ein Fussballspiel gewinnen: "Alte, mir hann grisse wie-ne Schinggebrötli". Wenn Du e "Pfuuscht kriegsch", saisch: " Ah, Du Fisch!". Einer, der "gedisst" wird, ist ein "Opfer" und "kassiert" oder er hat "do unde fett bekombe". Wer staunt, sagt: "alte Schwed!". Reg Dich ab heisst: "Hey Typ, chill emoll" oder "Flenn!". Tim (11). Antworten
Das Phänomen der Jugendsprache ist so alt wie die Menschheit;ich persönlich habe grosse Freude daran.In den Sechzigerjahren sagte man: "häsch Joghurt im Sack" oder "stasch im Tram" (für spinsch). Auch die technischen Neuheiten wurden beigezogen: "bisch mit em Heli dur Kinderstube" wenn einer ufflätig sprach. "En steile Zah" od. "e Sumawuscha"(Supermaximale Wunderschabe)war ein tolles Mädchen !! Antworten
zu speckbarbies habe ich als erwachsene frau ein zwiespältiges verhältnis. einerseits gibts wirklich was aufs auge wenn so ein exemplar um die ecke kommt, andererseits finde ich ihre offensichtliche totale ignoranz des schlankheitswahns irgendwie erfrischend. was mich viel mehr irritiert sind diese jungs mit gezupften augenbrauen, louis vuitton umhängetäschchen, leichtem make-up und skinny-hosen.. Antworten
Das ist wirklich mal was Originelles – und in Bezug auf die Jugend endlich mal was Konstruktives (nicht wie das leider übliche destruktive Verhalten, das man sonst täglich miterleben muss). Schade, dass die meisten Leute im sog. Erwachsenenalter diese Kreativität teilweise bis gänzlich einbüssen, wo sowas doch die Lebensqualität erhöht und gleichzeitig auch ein Hirntraining ist! Antworten







Selina Altorfer
Jost. Und blätze. Das fehlt hier definitiv. Antworten