Pornos: Salonfähige Brutalität
Von Bettina Weber. Aktualisiert am 06.08.2010 88 Kommentare
Das Buch
Gail Dines: Pornland – How Porn Has Hijacked Our Sexuality. Beacon Press, Boston 2010. 204 S., ca. 30 Fr.
Artikel zum Thema
Der aufgeschlossene Mensch hat ja überhaupt kein Problem mit Pornos. Im Gegenteil. Er versteckt sie nicht einmal mehr, wenn die Schwiegereltern zu Besuch kommen, und an Erotikmessen geht er auch ungeniert. Porno ist alltagstauglich geworden, chic sogar, und hat sich in alle Bereiche des Lebens geschlichen. In Musikvideos, in der Mode, in der Kunst, in der Werbung, überall ist Porno, und Darstellerinnen und Darsteller werden von seriösen Zeitungen interviewt.
Verdächtig sind heute vielmehr jene, die etwas dagegen haben. Verklemmt seien die, heisst es dann reflexartig, lustfeindlich, prüde, sexunlustig. Und wenn Frauen Kritik anbringen, sind sie zusätzlich frigide. Gail Dines, Soziologin und Feministin, die sich seit 20 Jahren mit dem Thema beschäftigt, kennt die Vorwürfe zur Genüge. Was sie nicht davon abhielt, ein Buch über eben jene Industrie zu schreiben, die es geschafft hat, salonfähig zu werden.
96 Milliarden Umsatz
In «Pornland – How Porn Has Hijacked Our Sexuality» beschreibt sie die Mechanismen des Geschäfts, das 4,2 Millionen Websites betreibt, jährlich 15 000 neue Filme produziert und weltweit geschätzte 96 Milliarden Dollar umsetzt. Und nicht nur das: Sie entzaubert das Glamour-Image, das die Industrie so erfolgreich aufgebaut hat, und beschreibt vor allem, welche Folgen die Pornoisierung auf Heranwachsende und deren Sexualität hat, seitdem die Filme im Internet problemlos anzuklicken sind.
Wie recht sie damit hat, zeigt der Missbrauchsskandal, der kürzlich Deutschland erschütterte: Da haben in einem Schullager Kinder andere Kinder mit Gegenständen vergewaltigt. Im «Spiegel» sagte die Kölner Kriminalpsychologin Sabine Nowara, dass der kleinste gemeinsame Nenner solcher jungen Täter der Konsum von Pornografie sei – eine von ihr geleitete Untersuchung ergab, dass dessen Einfluss deutlich höher ist als Intelligenzquotient, Milieu oder die Tatsache, selbst Missbrauchsopfer gewesen zu sein.
Zunehmende Brutalität
Tausende Filme hat Dines studiert, seit sie zum Thema Pornografie ihre Dissertation geschrieben hat, und was sie jetzt in höchstem Masse alarmiert, ist die Härte und Gewalttätigkeit des heutigen Durchschnittspornos. Bilder, die noch vor zehn Jahren nur selten zu sehen waren, sind mittlerweile Standard. Doppel- und Dreifachpenetrationen sind normal, Doppelpenetrationen in eine einzige Körperöffnung ebenfalls, den Frauen werden die Penisse so tief in den Mund gedrückt, bis sie zu würgen beginnen, sie werden geschlagen und an den Haaren gerissen, als «Huren» und «Fotzen» beschimpft, als «dreckig» und «versaut». Eine der wenigen Untersuchungen, die es zum Thema gibt, hat vor drei Jahren die 50 populärsten Pornofilme in den USA analysiert: 88 Prozent der Szenen zeigen körperliche und 48 Prozent verbale Gewalt an Frauen.
Die Brutalität kam mit dem Gonzo-Porno, einer neuen Form, die gänzlich auf die oft belächelte Handlung verzichtet (wenn Dines von Pornos spricht, meint sie stets Gonzo-Pornos). Stattdessen wird Penetration an Penetration gezeigt, über 20 oder 30 Minuten lang, Anus und Vagina der Frauen sind danach rot, wund und geschwollen, und die Kamera hält drauf. Selbst Produzenten geben zu, dass die Szenen für die Darstellerinnen gefährlich und schmerzhaft sind, aber ihre Hauptsorge gilt etwas ganz anderem: dass die Grenze des gesetzlich Erlaubten erreicht und eine Steigerung kaum mehr möglich sei, die Kunden aber nach immer noch härteren Szenen verlangen würden. Es geht also um Geld, denn Gonzo-Pornos sind eine der erfolgreichsten und gewinnträchtigsten Sparten der Branche.
Unverhohlene Erniedrigung der Frauen
Dines erwartet keine Romantik in Pornos, aber die unverhohlene Erniedrigung der Frauen macht sie wütend, und erst recht, dass das einfach so hingenommen wird: «Würden Schwarze oder Juden in Filmen reihenweise so behandelt, der Aufschrei wäre riesig. Es käme niemand auf die Idee, von ‹Fantasie› zu sprechen, sondern man würde es klar als das benennen, was es ist: rassistisch oder judenfeindlich.» Noch viel wütender macht sie allerdings die leichte Zugänglichkeit durch das Internet. Entsprechend sehen Buben heute ihren ersten Porno im Durchschnitt mit 11 Jahren – und im Unterschied zu früher handelt es sich dabei um Filme, in denen Frauen regelrecht malträtiert werden.
Das, sagt Dines, kann nicht ohne Folgen bleiben. Wenn junge Männer, bevor sie überhaupt je eine Frau im Arm gehalten haben, schon solche Bilder im Kopf haben, dann prägt das deren Vorstellung von Sexualität genauso wie deren Umgang mit Frauen. So sagt auch die Kölnerin Sabine Nowara: «Sie bekommen bestimmte Körper vorgegaukelt und was man alles tun kann oder muss – aber ihnen fehlt die emotionale Reife, und sie sind damit total überfordert.»
"Porno hat mit Sex nichts zu tun"
Die zahlreichen Studien, Zahlen und Fakten, mit denen Dines ihre Behauptung belegt, sie sind so beelendend wie die Filme, um die es im Buch geht. Der Psychologe Neil Malamuth etwa, Professor an der Universität von Los Angeles und einer der führenden Forscher, der die Effekte des Pornokonsums untersucht, kommt zum Schluss, dass ein Zusammenhang existiert: Männer, die oft jene von Dines kritisierte Art von Pornos schauen, legen deutlich häufiger eine sexuelle Aggression gegenüber Frauen an den Tag als Männer, die das nur kaum oder selten tun. Wobei sich der Einfluss auch in einer falschen Erwartungshaltung äussern kann: Dines zitiert aus Umfragen an Colleges, in denen junge Frauen berichten, wie selbstverständlich Männer ihnen ins Gesicht ejakulieren wollten.
Genauso häufig werde Analsex verlangt oder dass eine Frau in der Bikinizone komplett rasiert sein müsse, andernfalls gälte sie als «abnormal» oder «hässlich». Und die Studentinnen schildern, mit wie viel Unverständnis die Männer auf Ablehnung reagieren würden. Kein Wunder, Pornodarstellerinnen kennen das Wort «nein» nicht, keine Praktik ist ihnen zu schmerzhaft, widerlich oder demütigend; sie sind immer willig. Aber Dines sagt ja eben auch: Porno hat mit Sex so ziemlich gar nichts zu tun.
Zunehmende Hypersexualisierung
Die Folgen der Pornoisierung äussern sich für Frauen aber nicht nur sehr konkret, sondern auch indirekt. Sie sind einer zunehmenden Hypersexualisierung ausgesetzt, denn überall wird suggeriert: sexy gleich gut gleich erfolgreich gleich begehrenswert. Paris Hilton hatte ihren medialen Durchbruch erst, nachdem das heimlich gedrehte Sexvideo ihres Ex-Freundes im Internet anzusehen war, Teenie-Star Miley Cyrus reibt sich lasziv an Strip-Stangen, Rihanna und Britney und wie sie alle heissen machen vor allem mit gewagter Kleidung oder fehlendem Höschen von sich reden, und Katie Price wurde als Boxenluder dank ihrer absurd vergrösserten Brüste zur Millionärin. Dines formuliert das so: «Junge Frauen können sich für zwei Varianten entscheiden: Entweder sie sind sexy, oder sie sind unsichtbar.»
Deshalb widerspricht sie auch vehement jenen Stimmen, die ihr vorwerfen, sie untergrabe mit ihrer Kritik die Selbstbestimmung der Frau. Mitnichten, sagt sie, denn wenn Frauen nur dann als attraktiv gälten, wenn sie möglichst viel Haut zeigten, entsprächen sie einem von Männern definierten Schönheitsideal – mit Selbstbestimmung oder gar Emanzipation habe das herzlich wenig zu tun.
Wegwerfware Frau
Diesbezüglich räumt Dines auch gleich noch mit dem Klischee auf, Pornodarstellerinnen hätten ihr Hobby zum Beruf gemacht, seien, wie es gerne heisst, «naturgeil». Nahezu ausnahmslos handle es sich um schlecht ausgebildete Frauen ohne Perspektive, die sich vom glamourösen Image verführen lassen und aufs grosse Geld hoffen. Die Realität sieht dann ganz anders aus. Pornodarstellerinnen sind Wegwerfware, sie enden nicht in einer Villa in Beverly Hills, sondern irgendwo in einem Bordell in der Provinz, meist krank, drogensüchtig und kaputt. Die bekannteste amerikanische Porno-Darstellerin, Jenna Jameson, schildert detailliert, wie traumatisch sie ihren ersten Dreh erlebt hatte.
Dines ist energisch und nimmt kein Blatt vor den Mund; wer ihr vorwerfen will, als Feministin habe sie grundsätzlich etwas gegen Pornos, der hat angesichts ihrer stringenten Beweisführung einen schweren Stand. Und wenn sie im Vorwort sagt «Da ist ein riesiges menschliches Experiment im Gange. Das Problem ist, dass es nicht im Labor stattfindet», dann erscheint es einem nach der Lektüre keineswegs übertrieben. Es dünkt einen vielmehr bedenklich, dass das Thema kaum jemand zu kümmern scheint.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 05.08.2010, 19:52 Uhr
WRITE A COMMENT
88 Kommentare
ich will die heftigkeit solcher gonzo-filme nicht leugnen, aber die darstellerinnen wissen im voraus auf was sie sich einlassen. schon mal die porno-doku '9 to 5 days in porn' gesehen? da ist diese junge frau namens sasha grey welche nach IHREM gusto filme dreht. und zu meiner überraschung handelt es sich dabei tatsächlich um solche gonzo- und gangbang filme... Antworten
Die Darstellungen in Pornos sind meist sehr archaisch wenn nicht sogar animalisch. Offenbar können wir uns vom Reizvollen dessen nicht so einfach lösen. Jedenfalls wir Männer nicht. Und meine Erfahrung mit zwei Frauen, die sich auf Pornos einlassen, die hatten den Reiz am animalischen auch entdeckt ohne sich dabei schlecht zu fühlen.. Antworten
an männer die glauben, frauen sehen auf so was: dies ist äusserst selten der fall! ich kenne viel mehr das phänomen, dass frauen dies über sich ergehen lassen um dem mann zu gefallen. der artikel beschreibt die situation aus einer sehr objektiven sicht und weist aufs wahre problem hin! wenn jemand sich solche pornos ansieht, weil er sich nur so ergeilen kann - bitte. würdige aber deine freundin!!! Antworten
ich bin froh um diesen artikel und die frau, die sich mit diesem thema auseinandersetzt. sie hat 100 prozent recht, hat den schaden an der wurzel erkannt. ob ihr's glauben wollt oder nicht, ihre theorie stimmt! vielleicht habt ihr alle keine kinder, oder seit weit an der zielgruppe vorbei, was das alter betrifft...eine sensibilisierung für das thema ist unbedingt notwändig!!!! Antworten
burka oder übersexualisierung. die rolle der frauen wird von männern dominiert. sie werden für die ehre oder die lust zu objekten degradiert. rund 130 millionen Frauen leben heute auf diesem planeten, die vergewaltigt wurden. wären die frauen eine volksgruppe, die welt würde aufschreien. aber es sind ja nur frauen. gozos provozieren vergewaltigungen. emanzipation abgeschlossen? hahaha! Antworten
Um der Frage nachzukommen, warum sich wenige Frauen zum Artikel äussern, möchte ich folgendes festhalten. Die Pornokonsumenten/innen - in welcher Form auch immer - werden wohl kaum diesen Artikel lesen, geschweige denn das Buch von Dines kaufen. Ein Schrei ins Leere! Eine frustrierende Tatsache, genauso wie Berichte des Strichs auf ZH- und sonstigen Strassen. Verbessert sich dadurch d. Situation? Antworten
Ganz verhindern, dass ein Kind an derartiges Material herankommt, lässt es sich heutzutag nicht, allerdings sollte zumindest auf dem Heimcomputer ein Kinderfreundliches Benutzerprofil eingerichtet werden. Die gesamte Verantwortung anderen zu überlassen ist nichts anderes als eine Ausrede. Meine Frau und ich stehen auf Pornos. Wichtig: Unserem Junior wird wo immer Möglich der Zugriff verunmöglicht Antworten
Toller Bericht. Scheint ein gutes und interessantes Buch zu sein. Das letzte Zitat bringt es auf den Punkt: Porno ist ein risieges Experiment (auf Kosten der sozial-schwachen Frau), nur merkt keiner, dass er/sie darin mitspielt. Aber so ist es mit Vielem: Statten wir mal alle schnell mit Handys aus- wie sich das auf Körper, Kommunikation, Gesellschaft auswirkt, können wir ja dann später sehen Antworten
Wenn man sich die heutigen Pornofilme anschaut, bin ich überzeugt, dass diese bei sehr jungen Konsumenten Fehlentwicklungen im sexuellen Verhalten fördern können. Darum sollte man den Zugang für Teenager einschränken. Hier die Pornofilme als solches an den Pranger zu stellen finde ich deplaziert. Dass viele Szenen Gewalt verherrlichen kann ich beim besten Willen nicht bestätigen. Antworten
Es ist so, dass ich vorher (vor der Internet-Era) unvoreingenommen Sex haben konnte mit einem Mann, und wenn man Pornobilder im Kopf hat, findet man sich dann plötzlich schrecklich brav und frigide sogar. Wenn ein Mann zuviele solcher Bilder im Kopf hat, ist es ganz klar, dass er diese auch irgendwann mal selbst ausleben will (Stellungen, Perversitäten). In der Pornoindustrie sind 80% Kokser. Antworten
Schon interessant, wie hier wieder mal das halbe Elend der Menschheit hinein interpretiert wird. Es wird wohl kaum jemand behaupten können, dass Pornos für die zunehmende Gewaltverherrlichung in unserer Gesellschaft verantwortlich sind, wohl eher schlicht ein Ausdruck dieser Entwicklung. Dass das ganze einen negativen Einfluss auf Minderjährige und ihre Entwicklung hat, unterschreibe ich jedoch. Antworten
Kinder und Pornos geht gar nicht, dennoch wird hier einmal mehr à la Schwarzer ein ganzes Filmgenre verteufelt und die möglichen Auswirkungen in einen Topf geworfen bzw. alle Schuld dem Porno abgeschoben. Es wird auch hier ein einseitiges Bild gezeichnet und ich würde gerne wissen, woher Dines die Infos über die Pornofilm-Tendenzen hat. Antworten
Ich denke, das Phänomen der "Wegwerfware Frau" rührt von der Deregulierung der Gesellschaft und daher von der verstärkten Verlagerung der Verantwortung auf das einzelne Individuum. Frauen mit wenig Ausbildung sind nichts Neues. Die Tatsache, dass sich so viele Frauen in ein Solches Geschäft erst stürzen können, rührt daher, dass keine Richtlinien Existieren, die ihnen dies erschweren könnten. Antworten
als junge frau, die einige beziehungen hinter sich hat, kann ich nur sagen: es stimmt. männer verlangen eine sexgöttin im bett. sind beleidigt wenn die freundin nicht mehrmals die woche sex will. stehen auf erniedrigendes und schmerzhafte praktiken. das bestätigen mir auch meine freundinnen. Antworten
Das Pornos chic und alltagstauglich seien, halte ich für eine grobe Übertreibung. Was nicht heisst, dass nicht viele Pornos konsumiert werden und diese einen fragwürdigen Einfluss auf das sexuelle Verhalten haben. Die Sexpraktiken in Pornos sind nicht auf Lust, sondern auf Sichtbarkeit ausgerichtet und das widerspricht sich zuweilen. Etwas ist da schiefgegangen mit der sexuellen Befreiung! Antworten
Und ganz "nebenbei" verdirbt die Pornoisierung auch die Sprache der Jugend: Die Kollegin ganz einfach mit "hey, bitch" anzusprechen ist normal. "Fick mi nitt a / Hueresohn / Homo / usw. sind schon lange keine Schimpfworte mehr sondern ganz normaler Umgangston unter "Freunden". Und im Zug höre ich 13jährige Mädchen, die sich erzählen wie lange die Schw... ihrer Freunde sind. Abartige Entwicklung. Antworten
Interessanter Artikel. Allerdings sollte man vielleicht auch mal die Darsteller selbst fragen bzw. sich über die (bekannten) Darsteller informieren. Es gibt sicherlich einen Unterschied zwischen Gonzofilmen und Hochglanzpornos, was hier aber irgendwie "vergessen" wurde. Desweiteren darf die Geschichte um Linda Lovelace z.t. angezweifelt werden. Hier wurde wieder mal sinnlos pauschalisiert. Antworten
Oh da schau her, die Moralverteidiger sind hier. Ein Artikel und schon reichts, da schreien sie nach Regulierungen wie in den Arabischen Ländern. Bei denen herrscht ja absolut keine Gewalt in der Gesellschaft und alle Frauen sind vogelfrei und glücklich. Obwohl durchaus geneigt, mir ab un an einen Streifen reinzuziehen, bin ich deswegen weder eine Niete, noch schlage ich meine Frau - ich liebe Sie Antworten
Es gibt nun also ein Buch. Das ist gut. Und jetzt? Wer kauft es? So lange das nicht genau so heruntergeladen werden kann wie die Pornos wird es kaum je gelesen. Also alles für die Katz, ausser für die Herausgeberin die sich damit etwas den Lebensunterhalt verdienen kann. Antworten
komisch.. aber jeder der einen kommentar geschrieben hat, macht auf mich den eindruck, dass es ein super experte sei.. aber dennoch keine pornografische ware.. filme oder wie auch immer.. konsumiert! mich erstaunt immer wieder, wie plötzlich jeder ein experte sein will und alles wissen will.. gewisse haben auch namen erwähnt.. woher kenn ihr denn die? alles scheinheiliges getue von euch! Antworten
Guter Artikel, mutige Frau. Mit dem Wahn vom Internet auf Mobiltelefonen, und jedem Schulkind ein Telefon in der Tasche, werden noch Probleme auf uns zukommen, die wir nur erahnen können. Es braucht, nebst mehr elterliche Aufsicht, dringend auch eine Regulation. Antworten
Hier ist wohl unter dem Deckmantel einer Rezension eine Prise Sex in die Tagi-Lektüre geschmuggelt worden. Wer das bigotte und schizophrene Verhältnis der Amerikaner zur Erotik kennt hat Mühe den Schlüssen zu folgen. Interessanter wäre zu erfahren, warum sie sich an den geschilderten Praktiken stört? Und was stärker mit der Aggression korreliert, die Lustunfähigkeit oder der Konsum von Pornos. Antworten
@Betty Kant: Sie schlagen den Nagel auf den Kopf!! Und für alle Frauen und Männer die es noch nicht wissen: The Hite report: a nationwide study of female sexuality. Dieses Buch von Shere Hite existiert schon seit Jahrzehnten und zeigt uns eindrücklich, wie es mit Respekt zwischen Frau und Mann auch gehen kann..einfach ein Standardwerk! Antworten
Es gab nie eine Befreiung der Sexualität, sondern immer bloss eine Befreiung der Kommerzialisierung der Sexualität. Die Sexualität ist und bleibt gesellschaftlich diffamiert, daran ändert "Porno-Chic" nichts. Befreite Sexualität bedeutet Gleichstellung der Geschlechter. Davon sind wir im Zeitalter des globalisierten Patriarchats weit enfernt. Diffamierung der Frau ist Diffamierung der Sexualität. Antworten
"Die ganze Gesellschaft wird „sexualisiert“ und es findet in der Öffentlichkeit statt. Die Menschen verrohen immer mehr und sind Gefühlskalt. Sex hat mit Liebe nichts zu tun, sondern wird einfach gekauft und konsumiert". Und noch vieles mehr zu lesen unter: "DIE NEUE ORDNUNG DER BARBAREI". Erschreckend wieviel davon Wirklichkeit wurde. Was kommt als nächste Steigerung - völlige Abgestumpftheit? Antworten
Seien wir doch ehrlich: Mit den Pornos ist es wie mit dem übrigen Leben. Für Moneten tun doch die meisten alles. Ein besseres Beispiel für die Abdankung jeglicher Gesellschaftsordnung, die auf Lug, Trug und Fun aufgebaut ist, lässt sich kaum finden. Offiziell arbeiten alle gern - nur was wozu und wieviel gearbeitet wird, steht hintan. Erklären lässt sich gut - in einer offenen Gesellschaft. Antworten
Ist man denn heutzutage naiv, wenn man nach diesem Artikel deprimiert ist? Die Vorstellung dass ein Erwachsener seine Freizeit mit solchen Filmen verbringt finde ich absurd, unmenschlich und ekelhaft vor. Natürlich zeigen auch Actionfilme Gewalt, aber es wird dabei nicht eine gesellschaftliche Gruppe systematisch erniedrigt. Und das mit der Freiwilligkeit ist nur ein scheinheiliges Argument. Antworten
Gut, dass das Thema angesprochen wird. Meiner Meinung nach werden Pornos noch viel zu sehr verharmlost und die Eltern stehen vor der schier unlösbaren Aufgabe, den Kindern zu erklären, was Sexualität wirklich ist. Ein strenges Durchgreifen seitens der Behörden wäre hier angebracht. Traurig, dass ausgerechnet Länder wie die Arabischen Emiraten uns da voraus sind! Antworten
Nicht alles, das früher unbekannt war, kommt über das Internet. Gewiss, wenn eine Zehnjärige mit Frühenglisch weiß, wie Doggy Style aussieht, und dass es keine Pudelfrisur ist, so kommt das aus dem Netz. Aber z.B. den Fachbegriff Heterosexueller Oralverkehr hat sie vermutlich von der Lehrerin aus dem AIDS-Aufklärungsunterricht und nicht aus der DVD-Schachtel in Vati's unterster Schublade gelernt. Antworten
Ich war ein ewiger Student der Geisteswissenschaften und hatte viel Zeit in meinem WG-Zimmer. Heute arbeite ich 100% und vermisse manchmal die wirklich guten Pornoseiten, welche ich in meiner freien Zeit konsumiert hatte. Pornofilm anschauen hat bei mir keine Narben hinterlassen. Mein Sexleben ist dadurch keinesfalls pervertiert. Pornofilme beruhigen die Gesellschaft bzw. die Triebe der Männer.... Antworten
Der erste Teil meines Kommentars ging unterwegs verloren. Ich wollte v.a. auf die Werke von Linda Williams hinweisen: 'Hard Core' und 'Porn Studies' (Hrsg.), welche ein vielseitiges Bild von Pornografie aufzeigen und aus denen z.B. Sichtbar wird, dass das berüchtig 'Gonzo' eben nur eines von vielen Subgenres ist und Pornografie als Ganzes keinsesfalls darauf reduziert werden sollte. Antworten
Pornos sind allgemein langweilig, man kann sich nicht einmal über sie aufregen, geschweige denn erregen. Dumpfes Zeug, das absolut nichts mit der Realität zu tun hat. Trotzdem glauben immer mehr Menschen, dass die Ficktionen in den Filmen nachahmenswert sind- das ist der springende Punkt, da wird's gefährlich- auch in den Egebetten: Standhaft sein bis auf alle Zeit und Ewigkeit- oder immer geil. Antworten
Interessant ist, dass Männer oft Pornodarsteller im geheimen verehren, wegen Potenz und Durchschlagskraft. Dieser Respekt ist ein Ausdruck, dass Sie diese Eigenschaften auch gerne haben möchten. Das verstehe ich. Viele Frauen wünschen sich unbedingt potente, starke und dominante Männer im Bett. Daher guck ich mir auch gelegentlich einen Porno an, da viele Männer ab 40 damit Mühe haben... Antworten
All diese Auswüchse wurden von Feministinnen wie Alice Schwarzer oder Andrea Dworkin schon vor 20 Jahren prophezeit und angeprangert, seit es die sogenannten "Snuff" Filme gibt. Sie wurden dafür verspottet und verunglimpft, in Amerika läuft das Ganze unter "Meinungsfreiheit". Nur mit Frauen kann man so etwas machen, bei Schwarzen oder Juden würde jeder "Rassismus" schreien, zu Recht. Antworten
..., welchen Frauen in gewissen Pornos ausgesetzt werden, sind absolut unhaltbar. Aber selbst die Konsumenten von Gonzo-Pornos pauschal als potentielle Vergewaltiger hinzustellen, ist hysterisch und vergleichbar mit der Aussage 'Spieler von Shooter-Games werden schnell mal zu Massenmördern'. Die Bedingungen für die Schauspielerinnen in der Branche - da bin ich mit dem Artikel 100% einverstanden - Antworten
Die Pornoindustrie ist eine Antwort auf das Tabu, "normale" Sexualität zu zeigen. Es gibt wenig Filme mit realistischen Sexszenen, in der Regel werden diese nur angedeuted. Wir können nicht erwarten, dass Jugendliche zwischen Realität und Fiktion unterschieden lernen, wenn die Realität nicht gezeigt werden darf. Antworten
@H.Ineichen: Wenn Sie die Pornoindustrie wegen Gewaltverherrlichung verklagen, ist das ok. Muss ja nicht immer Gewalt sein. Tatsächlich, wir reden von Gewaltdarstellungen welche an die Öffentl. gelangen. Aber was ist mit Actionfilme, wo X-Menschen umgebracht, vergewaltigt werden? Was ist mit Horrorfilmen? Wo Menschen aufgeschlitzt werden? Totales Verbot? Gewalt sehen heisst nicht Gewalt ausüben. Antworten
Danke für den lesenswerten Artikel. Wenn erwachsene Pornokonsumenten - auch in diesem Forum - meinen, vom Porno nicht geprägt zu werden - nun denn. Aber dies bei 11 Jähren Buben zu meinen, denen sich diese Bilder tief in Kopf und Herz einbrennen, ist lächerlich. Selbstverständlich prägt das, was wir sehen, auch unser Verhalten. Zahlreiche Untersuchungen zum Thema belegen das. Romantik adieu... Antworten
Oft sind Pornodarstellerinnen ehemalige Opfer sexuellen Missbrauchs oder sonst selbstwertschwach. Linda Lovelace, die Darstellerin in "Deep Throat" hat schon vor Jahren in einem Film ihre traurige Situation, die Drogensucht und ihre Ausbeutung durch ihre Partner und die Industrie beschrieben. Diese Leute haben ein psychisches Problem! Pornofilme zu drehen ist nicht der Weg in ein erfülltes Leben. Antworten
Was mich stört ist die ganze Hypokrisie: Am Beispiel USA wird das am deutlichsten. In keinem Land werden so viele Pornos produziert und abgesetzt. Aber die vorherrschende Sexualmoral, die in der Politik zur Geltung kommt, ist in keinem westlichen Land so prüde. Und ein Tipp zum Verhältnis Gesellschaft-Gewalt/Sexualität: Schauen sie sich einmal "Clockwork Orange" an... Antworten
Was noch dazukommt ist, dass fast nie ein Kondom benutzt wird. Auch in den Normalen Pornos oder den aufwendigen Produktionen mit einer Story (meist Persiflage eines Hollywoodfilms). Die einzige Handhabe dem gegenüber wäre ein rigoroser Firewall wie in arabischen oder asiatischen Staaten. Antworten
Der Text über Mrs Dines ist eindrücklich und erschreckend. Was ich mich aber frage: Warum stellen sich denn so viele junge Mädchen für solch lästerliches Zeug zur Verfügung, wenn sie es doch als Erniedrigung empfinden? Entweder ist es Dumm- heit oder Habgier oder doch Geilheit. Ebenso fragwürdig ist, dass ausgerechnet in den USA, dem Land der prüden Sektiererei, die meisten Pornos entstehen. Antworten
@M. Ledermann: Frauen müssen nicht begehrenswert sein. Aber wenn Frauen nicht begehrenswert sind, interessieren sie mich nicht. Andere sagen überdies eh schon lange, dass Frauen sich nicht für uns Männer aufbrezelen (die das eh nicht einzuschätzen wissen), sondern um den Neid der anderen Frauen zu erregen. Manche Frau wäre froh, wenn sie die Figur einer Pornodarstellerin hätte. Antworten
Nicht zu vergssen ist bei aller der vorgebrachten Jammerei, dass die Frauen sich dafür bezahlen lassen, um von den Männern "erniedrigt" und "vergewaltigt" zu werden. Das kann ich nicht ernstnehmen. Erst möchte ich den Film sehen, wo Frauen drin vorkommen, die mit den gezeigten Handlungen nicht einverstanden waren. Die Dummen sind doch die Männer, die dafür zahlen zahlen und nochmals bezahlen. Antworten
Klar, Herr Ledermann, müssen Frauen begehrenswert sein, deswegen sind Frauen im Kopftuch auch eine Gefahr für das Land..., der massenhafte Missbrauch von jungen Frauen sowie all der Kinder und Jugendlichen welche diese Filme im Internet herunterladen aber nicht, obwohl die in einem Alter sind, in dem ihre Sexualität geprägt wird. Porno ist ein Geschäft wie Drogenhandel. Beides macht abhängig. Antworten
Franz Holdener - sie verstecken sich hinter billiger Heuchelei - 11 Jährige sind a) nicht mündig, b) der breite Einfluss auf das Verhalten einer ganzen Generation ist mehrfach bewiesen - c) Ausbeutung von Menschen ist Tatsache - dass es in diesem Business auch nicht Ausgebeutete, wie ihren fröhlichen Maurer gibt, ist nur die Ausnahme, welche die Regel bestätigt Antworten
Ich merke sofort, ob ein Mann Pornos konsumiert. Je schlechter ein Mann im Bett ist, desto mehr Pornos konsumiert er. Nicht weil er Gefallen an erniedrigten Frauen findet, sondern weil pornoschauende Männer keinerlei Bewusstsein für ihren eigenen Körper haben. Sie sind nicht fähig zu gutem Sex. Sie wissen gar nicht, was guter Sex ist. Porno-Fans sind Nieten im Bett. Antworten
@Verteidiger der Brutalpornos: Wenn Ihr und Eure Partner/in das so wollen ist das ok. Muss ja nicht immer romantischen Sex sein. Aber wir reden von Gewaltdarstellungen welche an die Öffentl. gelangen. In ihrer Art wirklich gleich wie Tier- und Kinderpornos. Gewalt pur! Und Kinder gelangen an das Material. Um das geht's. Die Pornoindustrie ganz einfach wegen Gewaltverherrlichung verklagen. Antworten
Der Porno-Durchbruch llegt gegen 40 Jahre ("Deep throat") zurück. Henri Miller,Klassiker einschlägiger Literatur, hat kurz vor seinem Tod davor gewarnt. Philosoph Hermann Lübbe fand vor 30 Jahren Pornoshops an Flughäfen usw. eines zivilisierten Landes unwürdig. Lange galt Porno als Motor der sex. Emanzipation. Erst muss an der US-Ostküste Skandal gerufen werden, sonst sind wir nicht entrüstet. Antworten
Darstellung von Gewalt ist auch im profanen Kino cool (Tarantino) und sogar in Kinderfilmen üblich geworden. Das hat sich über Jahrzente still und langsam gesteigert und klar werden damit Heranwachsende konditioniert. Empathie bleibt dann leider auf der Strecke, das ist nachweisbarer Fakt. Die Verantwortung liegt an den Eltern, Kindern mehr zu bieten als Handy, TV im Zimmer und Klamottenbudget. Antworten
Interessant finde ich,dass Politik alles daran setzt Alkohol,Tabak etc. für Minderjährige zu unterbinden.Bei Pornos grosses Schweigen,niemand interessiert die abnormale Verfügbarkeit über ein paar Klicks.Wenn ich denke,dass ich noch Pornohefte bei meinem Bruder klauen musste,wenn er mal nicht da war,stimmt es mich sehr nachdenklich wenn jugendliche mit 11 Jahren schon Gang Bangs anschauen. Antworten
wie so oft geht der feminismus in diesem artikel nicht weit genug. es wird angeprangert, dass frauen nur dann begehrenswert sind, wenn sie wie pornodarstellerinnen daherkommen. dass aber frauen begehrenswert sein müssen, wird vom artikel vorausgesetzt. der artikel ist voll von solchen stellen. Antworten
Sorry, aber in jedem Berufszweig gibts Leid und Schmerz. Der Artikel ist doch sehr christlich. Niemand zwingt die Frauen und übrigens Männer in den Beruf. Ich kenne einen Pornodarsteller. Er hat eine Maurer-Lehre absolviert und will lieber vor der Kamera stehen. Harter Job, aber lukrativ. Und Verlierer gibts überall, nur nicht allzustark moralisieren... Antworten
Kommt ein weiterer Aspekt hinzu, die Aufklärung und Erziehung von Jugendlichen wird kampflos der Pornoindustrie überlassen. Die Folge davon ist, dass 13 jährige Mädchen sich modisch i.S. eines Mimikrieffekt dem Pornoschick anpassen. Gerade weil die Pornoindustrie viel Geld produziert, kann die Lösung nur durch ein stärkeres Engagement der Eltern kommen. Das kostet aber Zeit und Nerven... Antworten
II - jetzt sind mutige Journalisten gefragt, welche der Salonfähigkeit von Sexismus und Ausbeutung konsequent die Stirn bieten und zwar solange, bis sich die Ausbeuter und Voyeure nicht mehr hinter einem billigen "wir sind halt modern und nicht prüde" verstecken können. Ein kleiner Artikel reicht da leider nicht aus. Antworten
Auch wenn es erniedrigend, brutal, etc ist,es werden trotzdem solche Hardcorestreifen gedreht und wieso? Die Nachfrage ist da! Leider gibt es Konsumenten die alles kaufen was ihren Veranlagungen entspricht. Für uns Normalos unverständlich, aber Kinder-oder Tierpornos werden ja auch hergestellt und verkauft! Der Käufer ist das Problem, nicht die Pornoindustrie! Antworten
Danke für den Artikel: zwei Gründe warum wir solches und Menschenhandel (Prostitution) tolerieren: wir stehen drauf und viele Entscheidungsträger sind selbst involviert. Darum wird fast jegliches menschl. Elend toleriert, solange es mit Porno oder Prostitution zu tun hat. Die Gegner werden trotz allem was man weiss als die "Prüden" dargestellt. Erst gestern im Spiegel wieder zu lesen. Antworten
Dem Artikel fehlt etwas Wesentliches: Die Sicht der Rezipienten. Als längjähriger Pornofilm-Konsument kann ich immer noch Unterscheiden was im Film läuft und was bei mir im Bett läuft. Nur weil ich Gefallen an harten Sexszenen finde, muss ich noch lange nicht zum Nachahmungstäter werden. Das gleiche gilt auch für Action- und Horrorfilme. Und Mitleid brauchen die Pornostars am wenigsten. Antworten
Der Artikel befremdet. Dass es in vielen Schlafzimmern ähnlich zu und her geht wird verschwiegen. Sexualität ist oft mit Rollenspiele verbunden, die den Schmerz bewusst suchen. Die Suche nach romantischen gleichberechtigter Sex, der hier antönt, wollen eher Männer als Frauen. Das war bei mir zu mindestens so. Pornofilme sind auch ein Stück Abbild der Realität. Leider... Antworten
Obwohl solche Pornos wahrscheinlich auch in Europa produziert wird, ist das Thema eher in den USA am schlimmsten, da die normale Werte gegenüber freie Wirtschaft unterdrückt sind. Ich finde es auch störend, dass in der Universitäten solche 'Fraternities' diese Frauenhass prägen. Ich glaube es hängt davon ab, dass Sporthelden (sogenannte 'Jocks') eine Kostenlose Ausbildung bekommen. Antworten
In meine Junggesellenzeit war ich Pornos kaufen. Ich war echt erschrocken über die Gewalt in den Filmen. Die Frauen werden regelrecht "vergewaltigt". Auf meine Nachfrage nach Filmen "vaginal, oral, normal" schüttelten die Verkäuferinnen den Kopf. Eine meinte am ehesten noch Teeniesexfilme (?!?). Wers nicht glaubt soll sich einmal einen Porno kaufen. (Ver)Gewalt(igung) und Erniedrigung pur. Antworten
Ein hervorragender Artikel. Eine grauenhafte Tatsache. Ich denke, die Frauen werden genauso wie die Männer durch diese Art Pornographie geprägt. Der Schlusssatz sagt alles: Es dünkt einen vielmehr bedenklich, dass das Thema kaum jemand zu kümmern scheint. Antworten
Offene Kritik an dieser Industrie kam bisher ausschliesslich aus Kirchlichen Kreisen. Diese wurden dann als prüde und verklemmte belächelt. Es ist gut das diese Problematik nun offen in den Medien thematisiert wird. Das diese Inhalte auch süchtig machen können wird leider immer noch tabuisiert. Antworten
klar, ist die brutalität im sex bedenklich. aber - und das ohne scherz - es gibt auch frauen in meinem umfeld, die wollen dass der mann im bett klar dominiert, auch wenn es mit schmerzen verbunden ist. auch das umgekehrte gibt es. und was es sicherlich nicht gibt: DEN alleinigen richtigen sex. Antworten
Die Frage ist lediglich, warum die Analyse der Pornoindustrie erst so spät kommt. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass namhafte Frauen ernsthaft darüber nachgedacht haben, was in Porno's dargestellt wird und wie man damit umgehen sollte. Wenn jetzt jemand kommt und so tut, als wäre die Erkenntnis darüber neu, dann ist das einwenig lachhaft. Als wären die Porno's das Problem ! Antworten
Danke für diesen Bericht, so erschütternd er auch ist. Diese Entwicklung macht mich sehr traurig. Ich lernte Pornos als sexy und anregend, manchmal lustig, vielleicht auch mal etwas lächerlich kennen. Aber solche Pornos, wie oben beschrieben, wollte ich mir nicht ansehen. Wahrscheinlich gab es sie schon immer und wird sie auch immer geben, aber die Masse und der einfache Zugang ist erschreckend. Antworten
Ein guter Artikel, der sich getraut einmal hinter eine riesige Geldmaschine zu schauen und auch die durch viele Medien suggerierte "neue Moral" hinterfragt. Als vor einigen Wochen die Debatte um minderjährige Prostituierte im Gang war, hat sich niemand gefragt, weshalb heute vielmehr junge Frauen dazu bereit sind und welche Folgen dies hat. Antworten







Erika Zwicky
Es schon erschreckend, was einige Männer hier aussagen. Gewalt und Erniedrigung mögen zwar ihre Vorlieben sein. Aber es zur allgemeingültigen Doktrin zu erklären, die "Frauen wollen es so" ist dumm und krank. Kein Wunder, dass ein Sklavinnenenstrassenstrich erfolgreich, mit behördlicher Unterstützung (angebliche Gewerbefreiheit) geduldet wird. Was wäre wenns Männer wären? Antworten