Kultur

Strassenfeger mit viel sexueller Anziehungskraft

Wie sagt man «Blockbuster» auf deutsch? Der Bund will mit einem Glossar Alternativen für Anglizismen aufzeigen. Die Vorschläge sind mitunter unfreiwillig komisch.

Angelina Jolie im Blockbuster «Wanted»: Strassenfeger mit viel sexueller Anziehungskraft?

Angelina Jolie im Blockbuster «Wanted»: Strassenfeger mit viel sexueller Anziehungskraft?

Beispiele aus dem Glossar

Fitness: Sportliche Form
Cockpit: Pilotenkanzel
Flyer: Flugzettel
Newsletter: Kurzinformation
Scanner: Einlesegerät
Feedback: Rückmeldung
Lobby: Interessengruppe
Teaser: Anreisser
Trendy: Zeitgemäss
Deadline: Frist
Working Poor: Erwerbstätiger Armer

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Spam ist eine mühsame Sache - vor allem wenn man gar nicht versteht, was es ist. Die Bundeskanzlei hat deshalb eine Liste mit Anglizismen mitsamt deutschen, französischen und italienischen Übersetzungen ins Internet gestellt. Das Glossar umfasst mehr als 500 Wörter und wird laufend erweitert. So soll die öffentliche Kommunikation erleichtert werden. Aus «Spam» wurde deshalb «E-Mail-Massenwerbung».

Den Kampf gegen die Anglizismen begründet die Bundeskanzlei damit, dass Leute, die nicht Englisch können, oft Mühe hätten, die Lehnwörter zu verstehen. Ausserdem seien sie grammatikalisch schlecht integrierbar (wie konjugiert man etwa «downloaden»?). Auch dass viele Anglizismen der Jugendsprache entstammen und daher salopp wirken, ist den Beamten ein Dorn im Aug.

«CEO» ist sinnvoll

Allerdings werden in der Anleitung des Bundes gewisse Anglizismen durchaus als legitim bezeichnet: «Der heutige ‹CEO› ist nicht einfach dasselbe wie der alte ‹Patron›. In diesem Fall bereichert der Anglizismus unsere Sprache, indem er unsere Möglichkeiten, die Welt sprachlich zu fassen, erweitert». Im staatlichen Glossar finden sich zu einigen Anglizismen denn auch keine deutschen Begriffe, bloss französische. In der Romandie (sowie in Frankreich) steht man englischen Lehnwörtern traditionell noch skeptischer gegenüber als im deutschen Sprachraum.

«In den amtlichen Publikationen werden Anglizismen vermieden, wenn eine gebräuchliche Entsprechung des Begriffs in der jeweiligen Landessprache vorliegt», fasste Thomas Abegglen von der Bundeskanzlei gegenüber der Zeitung «Sonntag» die Zielsetzung des Glossars zusammen. Ob «Plauderstube» (Chatroom), «Kennwortknacker» (Hacker), «Vertriebswissenschaft» (Marketing) oder «sexuelle Anziehungskraft» (Sex Appeal) diese Definition erfüllen, ist allerdings fraglich. Und «Blockbuster» ist zwar auf der Liste – einen passenden deutschen Begriff hat man aber noch nicht gefunden. Vielleicht «Strassenfeger»?

Wie halten Sie es mit Anglizismen? Meinungen bitten unten eintragen.

(phz)

Erstellt: 28.06.2010, 10:45 Uhr

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126 Kommentare

Berger Esther

30.06.2010, 13:32 Uhr
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Guten Tag Herr Gehricht Es gibt eine Menge deutschgeschriebner Zeitungen, tausende Spalten jeden Tag. Und sie ärgern sich über ein paar Spalten schweizerdeutsch pro Woche. Lassen Sie uns die Freude, wenigsten fünf Minuten pro Woche unsere Sparache lesen zu können! Antworten


Dieter Wundrig

30.06.2010, 08:55 Uhr
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Deutsch hat man früher geredet, wie der Schnabel eben gewachsen war. Und man hat sich auch noch verstanden, heute redet man oft "kastriert" und versteht so manchen Politiker nicht mehr und sie verstehen sich wohl oftmals auch selber nicht. Schön ist es doch, wenn jede Region seine Sprache spricht, ob da die Marillen Aprikosen sind und die Konfi eben Marmeli genannt wird. Antworten


Adrian Stampfli

30.06.2010, 00:16 Uhr
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Wenn durch die Aufnahme eines Wortes eine Sprache erweitert wird habe ich nichts dagegen. Auch das Englische wäre ja auch nicht so vielseitig ohne die Aufnahme einer gewaltigen Menge französischer Lehnworte. Allerdings muss man ja auch nicht gleich übertreiben und alles funny und crazy finden und am weekend vor dem BBQ biken gehen, ehe man dann als loving reborn christian den savior praist. Antworten


Jose Braganza

29.06.2010, 21:13 Uhr
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Plauderstube ? LOL ! In welchem Jahrhundert leben diese Web-Stübler ??? Antworten


Bea Bösiger

29.06.2010, 18:49 Uhr
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@Herrn Gehricht: Eben, die bösen Fremdwörter... wenn man die französischsprechenden Mitschweizer meint, dann lieber den richtigen deutschen Begriff, als fälschlicherweise frankophil anstatt frankophon benutzen, schlage ich vor. Insbesondere wenn man Ihre Meinung vertritt. Sprache lebt und soll sich weiter entwickeln. Ich danke der Schweiz, dass sie uns wenigstens die Sprache noch nicht verbietet. Antworten


Sina Meier

29.06.2010, 17:32 Uhr
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Jedes Land hat sprachliche Eigenheiten und der Gebrauch macht einem zu Persönlichkeit. Dazu gehören Ausdrücke die typisch schweizerisch sind wie auch neuere (Englische). Der Deutsche hat Kartoffelpüree, wir Härdöpfelstock, sie essen Leberkäs, wir Fleischkäse, wir haben ein Schulhaus aber die Deutschen nur einen Schulhof, wir fahren keine Fahrräder sondern Velo. Die Sprache ist einfach wunderbar! Antworten


Cornel Wick

29.06.2010, 17:04 Uhr
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Die Globalisierung macht auch vor den Sprachen nicht halt. Schon vor 30 Jahren war es "in" englische Ausdrücke zu verwenden um sich intelektuell zu zeigen. Der Computer verhalf der Anglifizierung zum Durchbruch. Es wäre sehr mühsam wenn die Definierungssprache in der EDV nicht nur englisch wäre. Lustig fand ich die Bezeichnung für Fruchtsäfte im Raum Bregenz: Flüssige Früchte! Antworten


ludwig schaller

29.06.2010, 16:38 Uhr
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«...wenn wie etwa Anlass (Event), ist das einfach lächerlich. Es soll wohl weltgewandter wirken, ist aber nur überflüssig. Der einzige Vorteil ist, dass man beknackte Werbeslogans machen kann, ohne dass jemand merkt, wie billig der Spruch eigentlich ist...» Genau so ist es!!! Die CH hat einfach einen DE-Sprach-Mw-Komplex weil die CH keine eigene Landessprache hat u. kein richtiges Deutsch kann! Antworten


Klaus Schamberger

29.06.2010, 16:34 Uhr
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Hallo Herr Hugentobler, zum Glück gibt es deutsche Worte, z.B. "Wie bitte?" statt schweizerisch "Hä??". Die Reihe liesse sich noch fortsetzen. Doch damit genug. Auch zum Lachen! Lachen wir doch beide. Antworten


Wolfgang Werder

29.06.2010, 15:24 Uhr
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@ Stefan Meier: Im Englischen gibt es nebst darkness die Begriffe blackness, duskiness, gloom, murk, obscureness, obscurity und weitere. Jedes dieser Worte hat eine differenzierte Konnotation. Englisch bietet weit mehr als das Vokabular in Popsongs und TV-Serien. William Shakespear benutzte über 30'000 Wörter. Antworten


Thomas Estermann

29.06.2010, 15:21 Uhr
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Sommerloch ahoi! Zuerst die Debatte um sprachliche Gleichberechtigung (Zebrastreifen lässt grüssen), jetzt kommen die Anglizismen dran. Mein Tipp: Zurücklehnen, Gekeife amüsiert verfolgen, wieder zum Alltag übergehen. Antworten


Hans Osterwalder

29.06.2010, 15:20 Uhr
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Übrigens, mich nerven teilweise die englischen Werbungen, die keiner versteht, resp. keinen Sinn machen. Etwa, "Group Mutuel - Swiss Power Group". Ich habe lange in Kanada gelebt. Interessant: dort sind viele Werbungen die sich um Technik drehen in Deutsch, weil dies "fortschrittlicher" ist. So wirbt etwa VW in Kanada mit "VW. Das Auto." anstelle "VW. The car." Antworten


Michi Müller

29.06.2010, 15:11 Uhr
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Noch schöner die politisch-korrekten Politiker die, weil sie nicht mit eigener Meinung provozieren sollen, ihre Sätze nur noch "Ich denke" beginnen. Auch diejenigen welche sie von ihrer persönlichen Lobby (zu deutsch vielleicht = Schmiergeldtruppe?) vorgesagt erhielten. Natürlich auch jene welche eher Reflexmenschen als denkende Menschen sind ;-) Antworten


Markus Keller

29.06.2010, 15:10 Uhr
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hmm, da habe ich doch soeben ein dejavue! Wir sind blos 26 Jahre überfällig. Hurra, die erste Ausgabe des NEUSPRECH-Dudens ist wohl gerade in Arbeit!! Und der Auftraggeber ist wohl das Ministerium für Wahrheit! Antworten


Markus Mäder

29.06.2010, 15:08 Uhr
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Ich möchte keine Einheitssprache! Heute kommt jeder behämmerte Teenager aus AT/CH/DE wie ein Bohlen-Papagei mit "Hammer" daher - ziemlich lau ;-) Meine Generation sagte noch "irrsinnig", "Wahnsinn", "Super". Die vorherige sagte einfach "guet". Das habe ich mit meinen Söhnen, welche mit "mega-super-affen-tittengeil" (hm, geil oder gail?) aufwuchsen in der Nachbarschaft mal nachgefragt. Antworten


Hans Osterwalder

29.06.2010, 15:06 Uhr
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English hat oft den Vorteil, dass das gleiche ist in English in weniger Worten gesagt ist, als in Deutsch. Zum Beispiel: ein deutsches Wort für "Littering"? Abfall hinterlassen? Wenn ich jedoch in der Zeitung von Black-Out (Stromausfall) oder Earthquake (Erdbeben) lese, dann frage ich mich schon, gibt es dafür gar kein deutsches Wort? Die Medien formen unsere Sprache. Antworten


Lucien Michel

29.06.2010, 14:38 Uhr
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Die Sprache lebt! - und soll es auch, was wäre unsere Sprache ohne all die Franzismen: 'Trottoir' 'Portemonnaie' 'Pissoir' 'Coiffeur' 'Chauffeur' und und und ) - genau soviel bringen langfristig auch die Anglizismen. Herr Stefan Meier, das Englische ist wohl, gerade weil soviele '-ismen' einflossen, kaum weniger nuancenreich (Nuance? - fr.!) als das Deutsche: schon mal das Wort 'gloom' gehört? Antworten


Budd Zyckowsky

29.06.2010, 14:25 Uhr
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Das Englische hat einen wesentlich grösseren Wortschatz als das Deutsche, Herr Moser. Das erklärt sich aus der Entstehung der Sprache. Zu Ihrem Beispiel: blackness, darkness, duskiness, gloominess, murkiness, obscurity,swarthiness. Jeder Begriff mit eigener Nuance. Antworten


rene neuweiler

29.06.2010, 14:18 Uhr
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nur wichtigtuer verwenden bei jeder gelegenheit englische wörter. mir bleibt nur ein kopfschüttel übrig, wenn ich in die alte heimat komme, und diese 'dumm'sprache höre. z.b. ich gehe 'shoppen', das ist 'cool' und und und. ich frage mich, besteht die schweiz nur noch aus narren. Antworten


Markus Meier

29.06.2010, 14:02 Uhr
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Man kennt ja noch so Dinger wie: "Schwebekasten-Junge" für den "Liftboy" aus vergangenen Zeiten beim nördlichen Nachbarn. Dann gab es das französische Idol Balladur der den "Balladeur" für den "Walkman" erfand und vieles mehr. Dort hiess es, wie auch vor langer Zeit im Norden: keine Fremdwörter in unserer Sprache dulden, haha. Wie ist das mit Salzgebers "Diitschland"? Antworten


Roland Moser

29.06.2010, 13:59 Uhr
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Es muss unbedingt zwischen Deutsch und Schweizerdeutsch unterschieden werden. In Deutschland das Wort Fahrstuhl zu verwenden ist legitim, in der Schweiz sicher nicht. Fremdwörter: Sowenig wie möglich, soviel wie nötig. Antworten


Stefan Meier

29.06.2010, 13:44 Uhr
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Die deutsche Sprache hat oft mehr Nuancen als das Englische. So bedeuten die beiden Wörter "Dunkelheit" und "Finsternis", (wo beim zweiten Wort noch die Dimension Angst und Einsamkeit mitschwingt), im Englischen das profane Wort "Darkness". Aber na schön, die Leute halten heutzutage ja auch Redbull und Pommes für Grundnahrungsmittel und schreiben Marks statt Marx. Da braucht man nix mehr zu sagen. Antworten


Andi Witchi

29.06.2010, 13:40 Uhr
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Was soll der ganze Humbug? Etwa Vorbereitungen zur Angliederung an den "grossen Kanton" im Norden? Oder simpel Baettigs eigenes Willkommensgeschenk für das in die "Neue Eidgenossenschaft" eingegliederte Baden-Württemberg? Antworten


Stefan Meier

29.06.2010, 13:38 Uhr
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@ Werner Weissenacher: Ich stänkere zum Beispiel gegen das überhandnehmende Bullshitting. Bei Migrol und Esso heissen die Tankläden "Backshop". Das versteht einer, der Englisch kann, erst beim zweiten Anlauf. Hinterhofladen käme als Übersetzung noch eher in Frage als der gemeinte "Backwarenladen". Manager eben: Halbwissen in der Birne, aber kriegen keinen unfallfreien deutschen Satz zu Papier. Antworten


Marielouise Lavy

29.06.2010, 13:36 Uhr
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"Mann kanns auch übertreiben". Der Autor selbst scheint auch mit der deutschen Sprache auf Kriegsfuß zu stehen...Was "Sinn machen" betrifft, so ist auch dies kein Anglizismus, sondern wurde schon von Luther gebraucht (siehe u.a. facebook Deutsche Sprachwelt, wo sich einige Germanisten tummeln). Antworten


Walter Kühn

29.06.2010, 13:28 Uhr
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@ Marc Ramer 12:37 Uhr - Grundsätzlich haben Sie recht. Sie sollten aber nur der Vollständigkeit halber erwähnen, dass Entwicklung nicht zwangsläufig mit WEiTERENTWICKLUNG gleichzusetzen ist. Es gibt auch eine RÜCKWÄRTS GERICHTETE ENTWICKLUNG und dgl. mehr. Die meisten Anglizismen gehören definitiv der letzteren Sorte an. Antworten


Adrian Frey

29.06.2010, 13:23 Uhr
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Wenn man Dominique Bättig's Vorstoss deutet, muss man feststellen dass in seiner Version noch immer die Worte E-Mail oder Internet vorkommen (also nicht wirklich altdeutsche Worte). Da machen wirs doch gleich wie die Isländer, welche dem E-Mail übersetzt 'Drahtbrief' sagen und dem Rechner 'Zahlenwahrsager' oder eben auf gut Isländisch; 'Tölva'... Antworten


Maria Bach

29.06.2010, 13:21 Uhr
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Mir fällt erst jetzt auf, dass die Internetseiten des Bundes selbst einige Anglizismen aufweisen: von "E-Government", "News abonnieren" und "Kantone online" ist die Rede. Und bei uns im Gemeindehaus gibt es ein "Front-Office" und im Internet einen "Online-Schalter". Vielleicht gibt es auf der Anglizismen-Liste Vorschläge, wie man das auf Deutsch sagen könnte... Antworten


Heinz Gfeller

29.06.2010, 13:16 Uhr
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Die ganze Übung ist aufgrund eines Vorstosses des SVP-Nationalrats Dominique Bättig durchgeführt worden. Einige Voten, in welchen es um Amtsschimmel und Beamtenwahnsinn geht, sind deshalb etwas ungerecht. Antworten


Hansueli Kaufmann

29.06.2010, 13:12 Uhr
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Sprache ist grundsätzlich lebendig. Wörter aus anderen Kulturen haben schon immer Eingang in die deutsche Sprache gefunden. Das oberste Ziel der Sprache ist die Verständigung, die Kommunikation unter uns Menschen. Also verwende ich jene Wörter, von welchen ich mir ein Maximum an identischer Definition und ein Minimum an Missverständnis verspreche, die Wortwahl kann je nach Parter also variieren. Antworten


Walter Kühn

29.06.2010, 13:11 Uhr
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@ Peter Hofer 28.06.2010, 13:13 Uhr - Da bin ich ganz Ihrer Meinung. Die maximale Volumina der subterrarischen Agrarprodukte, steht in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität ihres Produzenten. Oder sind Sie da etwa anderer Meinung. - Bzw. Ist Ihre Opinion da parallel zu meiner? ... Ende Satire Antworten


Walter Kunz

29.06.2010, 13:05 Uhr
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Entwickelt sich das Kauderwelsch weitehin so rasant, ist eine gegenseitige gepflegte Verständigung, man versteht sich, sicher bald unmöglich. Antworten


Andy Holmes

29.06.2010, 12:55 Uhr
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Auch wenns teilweise lächerlich ist: Ich hab immer noch lieber Denglisch als all diese geschlechtsneutralen Neusprech-Versuche der links-grünen. Eine Sprache hat seine eigene Evolution, aufgezwungenes kommt nie gut an! Got it? Antworten


Volker Seer

29.06.2010, 12:54 Uhr
Melden

Apropos Fahrstuhl... Ich liebe die Anglizismen wie public viewing (öffentliche Aufbewahrung von Toten) und Bodpack (Leichensack); sie haben doch echt was morbides und zeigen die weltmännische Nonchalance der Anwender (User) ;) Antworten


Stephan Schwan

29.06.2010, 12:47 Uhr
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Schade, werden diese Bemühungen nicht aus einer Freude am Erhalt einer hochstehenden Sprachkultur geboren, sondern aus der Angst vor einem kulturellen Identitätsverlust. Die Unfähigkeit, aus einer sicheren Beherrschung der Sprachnuancen spielerisch neue Entwicklungen zu integrieren, erschafft die krampfhafte Ablehnung alles Fremden. Entspricht ganz dem Anti-EU-Kurs unserer bürgerlichsten Partei. Antworten


Marc Ramer

29.06.2010, 12:37 Uhr
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Was es bringen soll, sich der Entwicklung einer Sprache zu verschliessen ist mir höchst schleierhaft. Heute hat Englisch dank Wissenschaft, Hollywood und Internet Einfluss auf alle anderen Sprachen. Früher warens andere. Sollte man da nicht wenigstens Konsequent sein und auch für Wörter wie Ästhetik, Arzt, Auto, Troitroir und Desert (...) einen Ersatz suchen? Wohl kaum, es wäre ja dumm! Antworten


Werner Weissenacher

29.06.2010, 12:37 Uhr
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Stefan Meier, das wäre dan ein Factility Manager ;) Ich frage mich allerdings schon, wo ihre Kompetenzen liegen. Bitte nicht vergessen, stänkern und motzen ist Keine. Antworten


Athos Staub

29.06.2010, 12:28 Uhr
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Der Sprachgebrauch entwickelt sich ganz natürlich... und manchmal muss man ihn auch reflektieren und debattieren. Per Dekret eine Sprache zu bereinigen, geht einfach nicht. Mussolini hatte es versucht, und aus "cocktail" wurde "bevanda arlecchina" (Harlekingetränk). Lustig, aber nur im Rückblick 75 Jahre später. Antworten


Tiz Frischknecht

29.06.2010, 12:19 Uhr
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Das wurde schon mal vor 80 ahren in Deutschland, von einem kleinen Österreicher versucht. Oder weiss noch jemand, was ein Vierknalltopftreibling ist? Das ganze ist doch Schwachsinn, die Sprache entwickelt sich ständig. Antworten


Schneeberger Ruedi

29.06.2010, 12:16 Uhr
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Ich finde es doch kuhl, dass das neue Krankenversicherungs-System irgendwie Mänätsch-Kehr heisst - da weiss ich doch auf den ersten Blick, worum es geht ! Antworten


Rolf Schumacher

29.06.2010, 12:11 Uhr
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Eine dumme Publikation oder Ansprache ist auch auf Englisch blöd. Menschen haben schon immer den Hang dazu gehabt ihre Unzulänglichkeit künstlich zu übertünchen. Ein Gelehrter bläht sich gerne in der Gelerntensprache auf. Je nach Zeit und Ort mal Griechisch, Hebräisch, Arabisch, Latein, Französisch oder Deutsch und heute Englisch. Die Welt wird von lauter aufgeblähten Pfau-Gockeln regiert. Antworten


Sara Wick

29.06.2010, 11:41 Uhr
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Viel schlimmer als die Anglizismen, finde ich, die Aussprache vieler Schweizer, Deutscher, Franzosen. Ich selbst habe ein Auslandjahr gemacht und meine Matur zweisprachig -englisch/deutsch- abgeschlossen, ich habe auch nicht eine perfekte Aussprache, aber ich sage auf jeden Fal nicht "Ai fink sis is guud". Denn mit der Ausprache wird nicht nur eine Sprache "verschandelt" sonder gleich deren zwei. Antworten


Urs Binder

29.06.2010, 11:04 Uhr
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Unahbängig von Sinn und Unsinn denglischer versus eingedeutschter Begriffe: Der eigentlche Skandal an der ganzen Geschichte - und damit meine ich die Erarbeitung von Leitlinien betreffend Anglizismen durch die Bundeskanzlei - ist, dass von Steuergeldern bezahlte Staatsangestellte sich auch nur eine einzige Nanosekunde ihrer Dienstzeit mit etwas derart Überflüssigem beschäftigen. Antworten


Ali Ferkous

29.06.2010, 10:55 Uhr
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So klingt Deutsch in Bundesbern: Guichet virtuel, Service public, Gouvernanz, Courrent normal, ... Nicht zu toppen ist die Ersetzung des Anglizismus 'governance' durch den Gallizismus 'Gouvernanz' - echtes Frangse federall Antworten


Tanja Gerber

29.06.2010, 09:40 Uhr
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Unabhängig davon, ob der Schimmel wiehert oder auch nicht: Wirklich in Rage bringen mich z.B. Politiker, welche in der Öffentlichkeit keine zwei Sätze von sich geben ohne ihr dazugehörendes "äh, äh" ! Antworten


Stefan Meier

29.06.2010, 09:36 Uhr
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Das Problem ist letztlich, dass viele, die sonst nichts in der Pfanne haben (Manager, Banker), glauben, ihre Inkompetenz mit Anglizismen übertünchen zu können ("Der Benefit eines Floor and Windowmanagers ist der, dass die Inhousecleanliness auf einem hohen Level bleibt" - deutsch, lesbar und profan: "Der Vorteil eines Hauswarts ist der, dass die Sauberkeit unseres Hauses auf hohem Niveau bleibt". Antworten


Walter Muller

29.06.2010, 06:31 Uhr
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Als Auslandschweizer der schon seit ueber dreissig Jahren in Neuseeland wohnt moechte ich folgendes sagen. Ich finde diese verenglisierung der deutschen Sprache in der Schweiz laecherlich, bloedsinnig und ueberhaupt unnoetig. Antworten


Alex Meyer

29.06.2010, 06:23 Uhr
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Üblich ist der Gebrauch von Fremdwörtern dort, wo durch imposante Ausdrücke eigentlich banale Inhalte kaschiert werden sollen: Politik und Wirtschaft sind hier gefährdet bzw. challenged: z.B. statt das verständliche Strassenbenutzungsgebühr wird Road pricing, statt Personalabteilung wird HR verwendet usw. Dort wo etablierte, gleichwertige Begriffe existieren sollen diese auch verwendet werden. Antworten


Christoph Geiser

29.06.2010, 05:19 Uhr
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Nicht jeder Anglizismus wird auch verstanden. So hatten die Mehrheit der Befragten den Werbespruch "come in and find out" diesen als "komme rein und finde wieder raus" verstanden. Wenn Fachbegriffe übernommen werden, weil eine entsprechende Übersetzung fehlt, oder das Fremdwort ein kompliziertes Konstrukt ersetzt, ist es legitim. Ansonsten kann der Schuss auch nach hinten losgehen. Antworten


Adrian Gerber

28.06.2010, 19:06 Uhr
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@Horst Gehricht: Auch wenn Schweizerdeutsch - bzw. die Dialekte - keine offizielle Landessprache ist, heisst es noch lange nicht, dass es nicht geschrieben werden darf. Wenn's für Sie ein Ärgernis ist, ist es schlussendlich Ihr Problem. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass auf dialekt geschrieben wird, auch wenn ich nicht alle Dialekte verstehen oder lesen kann. Antworten


Arnold Suter

28.06.2010, 18:54 Uhr
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@Horst Gehricht. Es gibt kein Schwitzerdütsch, sondern Bärndütsch, Baselditsch, Züridütsch und andere regionale Mundarten. In der Schweiz wird nicht in der Amtssprache gesprochen, genau so in Deutschland, Frankreich etc. Wenn sich Deutsche in der Schweiz niederlassen, sollten sie mit der Zeit die entsprechende Mundart verstehen können (nicht sprechen, das tönt grauenhaft). Antworten


Boris Macek

28.06.2010, 18:49 Uhr
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Grotesk und amüsant ist, dass die Berner vor ein paar Wochen ihren Beamten vorgeschrieben haben, dass sie statt Mannschaft nun Team schreiben müssen - und nun kommen die Bundesbeamten und wollen die englischen Wörter verbannen... :-) Schlussendlich irgendwie lächerlich und wohl auch eher für die Katz. Antworten


Peter Kunze

28.06.2010, 18:06 Uhr
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Schon zu Opitz' Zeiten waren Konstrukte wie "Gesichtserker" für die Nase und "Schlauchapfel" für die Banane vorgesehen. Hat sich nicht durchgesetzt. Heute würde es reichen, die Legion von "Manager-", "Swiss-" oder "Business-"Irgendwas auf Normalniveau zurechtzustutzen. Ein Abwart ist auch als Facility Manager simpel ein Abwart... Antworten


Hans Egloff

28.06.2010, 18:05 Uhr
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Lehnwörter sind ja eigentlich normal. Zum Teil ist es aber einfach lächerlich, wenn völlig unnötig ein englischer Begriff verwendet wird, vor allem bei etablierten Deutschen Begriffe, wie etwa Event. Soll wohl einfach weltgewandter wirken, ist aber nur überflüssig. Der einzige Vorteil ist, dass man beknackte Werbe"slogans" machen kann, ohne dass jemand merkt, wie billig der Spruch eigentlich ist. Antworten


Eleonore Grossman

28.06.2010, 18:01 Uhr
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Hausarrest haben heisst "to be grounded" auf english... ...nicht indoor-punishment Antworten


Lukas Wyss

28.06.2010, 17:36 Uhr
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Die Antwort ist "Kassenschlager" oder "Kinoknüller". Antworten


Hans Ineichen

28.06.2010, 17:29 Uhr
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@Weibel Olivia: Sie haben kein Problem mit Sprachen sondern mit der EDV. Ich helfe Ihnen. Bitte: "Ich schreibe gerade auf meiner Tastatur mit Windows 7 diesen Kommentar. Ein Speichermedium? steckt im USB-Anschluss. Danach mache ich ein Bildschirmabbild, speichere dies mit einem speziellen Programm und finde es wieder dank der Dateiverwaltung. Dank dem 'Internet' bin ich mit der Welt verbunden" Antworten


Horst Gehricht

28.06.2010, 17:23 Uhr
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Der Bund sollte nebst den öden Anglizismen das Schreiben in Mundart verbieten, denn letzteres ist nun wirklich das noch grössere Ärgernis, besonders für unsere frankophilen Mitbürgerinnen und Mitbürger und all die Deutschen im Land. Schwiizerdütsch ist keine offizielle Landessprache! Antworten


Ernst Boller

28.06.2010, 17:18 Uhr
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Viele Begriffe, die aus dem Englischen stammen, können einfach nicht kurz und verständlich deutsch wiedergegeben werden. Ihr Gebrauch ist deshalb legitim. Einige Blicke in das Glossar lassen rasch Zweifel an dessen Nutzen aufkommen. Z.B. den Begriff "address" zu verwenden, würde mir nie einfallen. Dass das Glossar nur eine französische Übersetzung anbieten kann, ist ein Witz. Antworten


Weibel Olivia

28.06.2010, 17:09 Uhr
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Ich schreibe gerade auf meinem Schlüsselbrett auf dem Betriebssystem Fenster 7 (oder doch lieber auf einem Apfel?) diesen Kommentar. Ein Erinnerungsstock steckt im Anschluss. Danach mache einen Bildschirmschuss und speichere diesen mit einer speziellen Weichware und finde es wieder dank dem Forscher. Dank dem Zwischennetz bin ich mit der Welt verbunden. Antworten


Marcel Ursprung

28.06.2010, 16:55 Uhr
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Das "Neusprech" von George Orwell in 1984 bezieht sich nicht auf Synonyme wie Marmelade und Wonnekleister (Die Bedeutung des Wortes bleibt sich gleich). Das “Neusprech“ ist bezieht sich auf Ausdrücke wie „schwer erziehbares Kind“ ist nun neu politisch korrekt ein „verhaltensoriginelles Kind“. Probleme werden damit "verkleinert" oder vertuscht. Nicht die Sprachhüter sind die Sündern sondern die PK! Antworten


Patrik Flammer

28.06.2010, 16:46 Uhr
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Als Schweizer in England erlebe ich immer wieder Ueberraschungen. Da streitet man sich in der Schweiz ueber Anglizismen, waerend hier Rucksack, Glockenspiel und Kindergarten aus dem Deutschen uebernommen wurden. Die Sprache lebt vom Austausch, dessen sollten wir uns bewusst sein. Und uebrigens ist SPAM kein Begriff, sondern ein Markenname fuer SPiced hAM - Fleisch aus der Dose... Antworten


Maria Bach

28.06.2010, 16:44 Uhr
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Mit neuen Sachen sind schon immer neue Wörter aus der ganzen Welt gekommen, siehe Kaffee, Kakao, Tomate, etc. Neue deutsche Ausdrücke, die kurz und prägnant sind, fehlen meist und mit einer beschreibenden Übersetzung endet man oft im typisch deutschen Wortsalat. Oder würde jemand statt Musik-CD z.B. "kleine Datenspeicherscheibe mit tonalen Informationen" sagen? No way! Antworten


Martin Fischer

28.06.2010, 16:32 Uhr
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Lustig wir es wenn die Teppichetagen rückübersetzt werden: CEO = Chef Exekutionsoffizier !?! Antworten


Hans Hugentobler

28.06.2010, 16:11 Uhr
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Zum Glück gibt es englische Wörter! Man denke beispielsweise an das deutsche Wort Fahrstuhl. Zum Lachen! Antworten


Max Minder

28.06.2010, 16:03 Uhr
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Also, von Beruf bin ich eigentlich VERKÄUFER, aber ich nenne mich KEY ACCOUNT MANAGER. Das gibt einfach VIEL mehr her, finde ich. Antworten


Dominique Gilbert

28.06.2010, 15:50 Uhr
Melden

Also wenn man nicht weiss, wie "Blockbuster" auf deutsch heisst, dann braucht man das deutsche Wort auch nicht... Antworten


river alexander

28.06.2010, 15:42 Uhr
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da schreiben sich ja einige die Finger wund und übersetzen frisch frei von der Leber weg Anglizismen, für die es schon deutsche Worte gibt. Legendär ist ja wohl der Klapprechner statt dem Laptop, ein Gate ist im Zusammenhang mit Flugzeugen zu Deutsch immer noch ein Flugsteig und sicher nicht eine Flugzeuganlegestelle. Antworten


bruno fontaine

28.06.2010, 15:32 Uhr
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Und was ist mit Canada,wo es vorboten ist ,auf ein Stopschild Stop zu schreiben sondern arret ? Gruss Antworten


Frank Bleek

28.06.2010, 15:30 Uhr
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hauptsache alles bleibt stabil, oder, ist ja leitfaden des gutschweizerischen bürgertums. Dass solche restriktionen die lebende kultur erwürgen scheint in gewissen kreisen nicht durzuleuchten. Statik ist wohl besser als dynamink. Naja. Antworten


Pat Merz

28.06.2010, 15:22 Uhr
Melden

@A.Klee: Nein, denn das Wort image (also "imitsch", oder "imaasch" ist ein Wort der HEUTIGEN Englischen (oder Französischen) Sprache. Die Etymologie (Wortherkunft) hat hier nix zu bedeuten. Laut ihrer Argumentation wäre nämlich "Chief Executive Officer" auch KEIN Anglizismus... kommt ja *ursprünglich* auch alles aus dem Latein... Caput = Hauptperson, Exsecutio = Ausführung, Officium = Beruf . ;-) Antworten


Tina Köstinger

28.06.2010, 15:22 Uhr
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Die Sprache ist nicht in Stein gemeisselt, sondern ist fliessend und mit jeder Generation verändert sich die jeweilige Sprache. Dass Wörter von einer fremden Sprache in die eigene integriert wird, ist nichts neues. Viele deutsche Wörter z.B. stammen aus dem Lateinischen. Anglizismen sind also kein Problem sondern ein natürlicher Vorgang. Das heisst ja nicht, dass man nur noch Englisch spricht. Antworten


Hugo Müller

28.06.2010, 15:20 Uhr
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Last doch die Computer Fachbegriffe auf Englisch. Alles andere ist Live-style (sic!). Wir erfinden ja selber Begriffe die es im Englischen gar nicht gibt: zB "Beamer", "Handy" Antworten


Dante Eggenberger

28.06.2010, 14:26 Uhr
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Sensibilisierung ist immer gut. Wenn das ein untergeordnetes Ziel ist - ok. Ansonsten, wie hier schon mehrfach gesagt: Sprache lebt. Jede Sprache. Wie haette sich z.B. die deutsche Sprache entwickeln koennen, wenn sie sich nicht z.B. dem Lateinischen geoeffnet haette. Vorschlag von Bern: statt "Fitness" "sportliche Form". Sport von lat. deportare, Form von lat. forma... Antworten


Stefan Gfeller

28.06.2010, 13:59 Uhr
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Ein "Hacker" ist jemand, der einen Gegenstand bzw. ein Gerät zu etwas anderem braucht, als es ursprünglich entwickelt wurde. Wenn ich mit dem Feuerzeug den Kronverschluss einer Bierflasche öffne, bin ich ein Hacker. Das hat weder mit IT noch mit "Kennwortknacker" etwas zu tun. Schlimme Anglizismen sind übrigens diejenigen, für die es immer schon entspr. deutsche Ausrücke gab wie "Kids" für Kinder. Antworten


Stefan Jost

28.06.2010, 13:59 Uhr
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"E-Mail-Massenwerbung" ist doch nicht richtiges Deutsch, das muss noch in "Elektronische-Post-Massenwerbung" geändert werden, wobei man da noch genau klären müsste, ob sich allenfalls bereits früher schon "post" oder "mass" aus dem Englischen eingeschlichen haben, dann könnte man das ebenfalls noch rückgängig machen. Oder noch besser: man lässt alles, wie es sich halt gerade entwickelt... Antworten


Erika Ernst

28.06.2010, 13:52 Uhr
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Wie dumm ist dass denn? Wenn man schon ein Glossar erstellt, dass aber bitte korrekt. Ein Flyer soll ein Flugzettel sein? Haben diese sprachbegabten Beamten auch schon mal was von einem Flugblatt gehört? Für Teaser würde ich nicht Anreisser, sonstern das gute alte deutsche Wort Schlaglicht verwenden. Ein Cockpit ist ein Führerstand. Sollen die erst mal Deutsch lernen bevor sie andere korrigieren! Antworten


Bruno Bähler

28.06.2010, 13:48 Uhr
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Unsere Sprache ist voll mit Wörtern aus dem Französichen: Portemonnaie, Mayonaise, Amüsement, Etablissement, Trottoir, Toillete, Refüsieren, Annulieren, Bordell, etc. Italienisch hat sich auch eingeschlichen: Tschau, Pasta, Spaghetti, Pizzeria, et cetera. Heute kommen eben noch Wörter aus dem Englischen hinzu. So what? Aucun probleme. Sprache lebt eben. Basta. Antworten


Othmar Buchs

28.06.2010, 13:48 Uhr
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Ich finde es gut, dass man englische Ausdrücke ausdeutscht, um kurz und bündig erklären zu können, was damit gemeint ist. Und ich brauche auch oft bewusst ein deutsches Wort statt des Anglizimus. Aber einfach so in jeden Text die in der Presse gelesenen deutschen Worte statt das englischen Wort übernehmen? Es sollte dann doch auch noch bequem lesbar sein. Darum, sowohl als auch, je nach Situation. Antworten


Hans Inauen

28.06.2010, 13:47 Uhr
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Früher hat man ein Fest gemacht, heute ist es ein Event, ich warte auf die erste Beerdigung die als Trauer-Event zelebriert wird. Antworten


Alex Klee

28.06.2010, 13:42 Uhr
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@P.Merz: Nein, "image" ist kein Anglizismus, sondern kommt aus dem Lateinischen. Antworten


Pascale Loco

28.06.2010, 13:36 Uhr
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Viele Wörter haben ja gar keine Übersetzung drin. Nur eine französische, wobei der englische Ursprung noch klar erkennbar ist: adaptor = adapteur Was ist der Sinn eines Glossars, wenn ich immer noch nicht weiss, was achiral bedeutet (franz: achiral, -e)? Danke für die Nichthilfe. Antworten


Peter Büchi

28.06.2010, 13:22 Uhr
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Mündlich komme ich in meinem Beruf in der Informatik ohne Anglizismen nicht aus, schriftlich hingegen (z.B. in Dokumentationen) muss ich sie gänzlich vermeiden. Antworten


stefan michel

28.06.2010, 13:16 Uhr
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Demnach soll das englische Wort "Marketing" auf deutsch "Vertriebswissenschaft" bedeuten. Ein CMO (Chief Marketing Officer) wäre dann eine Vertriebswissenschaftführungskraft, der Marketing-Mix etwa eine Vertriebswissenschaftinstrumentoptimierung und das Marketingbudget eine Vetriebswissenschaftsmittelverteilungsplanung. Warum eigentlich nicht? Antworten


Peter Hofer

28.06.2010, 13:13 Uhr
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Die alte Regel hat immer noch Gültigkeit: Wenn etwas statt mit einem Satz mit einem Fremdwort gesagt werden kann, hat Vorrang. Gewisse Wörten sollten gar nicht übersetzt werden, weil sie sonst an Ausdruckskraft verlieren. Hinter dem Begriff Hacker steckt z.B. auch der böse Bube. Der Begriff kommt ursprünglich vom Hacken auf der Tastatur (schnelles Eintippen von Befehlen). Antworten


Robert Herz

28.06.2010, 13:11 Uhr
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Könnte sein, es gibt jeweils gute Gründe, warum sich eben ein englischer Begriff für etwas durchsetzt - entweder er beschreibt es besser als es ein deutscher Ausdruck kann oder er wird besser verstanden. Somit kann man dies Glossar also getrost ignorieren und sich stattdessen fragen, wieso die Bundeskanzlei sich für sowas zuständig fühlt. Antworten


Pat Merz

28.06.2010, 13:11 Uhr
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PS: zur Konjugation von Verben mit Präfix (z.B. down-loaden) gibt es im Deutschen Regeln, je nachdem ob die Vorsilbe betont ist (UM-fahren) oder nicht (um-FAHREN) die ganz einfach auch hier angewendet werden können. Sprich "ich loade down, du loadest down, etc." und "ich habe downgeloadet, du hast downgeloadet, etc."... Antworten


Roli Meier

28.06.2010, 13:10 Uhr
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Weniger wäre mehr, das gilt natürlich auch für Anglizismen. Wenn der Plural von Flatrate in der Werbung mit 'Flats' angegeben wird, dann stimmt definitiv etwas nicht mehr. Nur Uebersetzen, damit übersetzt ist, kann aber auch nicht die Lösung sein. Jedoch ist zu akzeptieren, dass die Verwaltung in einer Amtssprache publizieren muss, Englisch gehört deshalb, wenn immer sinnvoll, ausgeschlossen. Antworten


Walter Zaugg

28.06.2010, 13:10 Uhr
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Erneut lassen die Beamtinnen und Beamten ihre Schimmelinnen und Schimmel wiehern... ;-) Antworten


Pat Merz

28.06.2010, 13:07 Uhr
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@H.Ineichen: "trotzdem finde ich die Anglizismen in Deutsch absolut doof. Sie dienen dem Sprechenden lediglich zur Imagepflege" .... soso ... und das von Ihnen verwendete Wort *image* ist etwa kein Anglizismus? Antworten


hans nötig

28.06.2010, 12:56 Uhr
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Die korrekte Übersetzung für Spam wäre aber immer noch Dosenfleischmarke. Und noch wichtiger, wird Waldsterben im englischen nun anglifiziert? Aber vielleicht sollte man sich doch zuerst um wichtigeres kümmern, zb die politisch korrekte Bezeichung des Fussgängerstreifens. Antworten


Herbert Berger

28.06.2010, 12:55 Uhr
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Ich amüsiere (franzischer Ursprung) immer wieder, die die Franzosen auf Teufel komm raus alle englischen Wörter frankophonisieren. Es ist sogar gesetzlich untersagt, englische Begriffe von z.B. Bands (Baaands) englisch auszusprechen, Ü2 statt You2, Düran Düran statt Duran Duran etc. Und dann wundert man sich, dass Franzosen unverständliches Englisch sprechen. Antworten


Alain Burky

28.06.2010, 12:54 Uhr
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Mir gefaellt zwar Personalabteilung besser, als "human resources" . Aber auch Nase besser, als "Gesichtserker" ;-) Kommt immer darauf an, "Computer" ist mir aber naeher als "ordinateur". Aber ich spreche auch franzoesisch - "comme une vache anglais" ;-) Antworten


Stefan Meier

28.06.2010, 12:53 Uhr
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Ich finde das ausgezeichnet. Einiges hat sich eingebürgert, noch mehr ist unnötig, vieles ärgerlich oder falsch. Beispiel: der Backshop bei Migrol und Esso. Richtig übersetzt heisst dies "Hinterhofladen". Gemeint war aber Backwarenladen, weil sie ein deutsches und ein englisches Wort in eine Form giessen wollten. Auch die Migros nervt mit Abteilnahmen wie "Fishmarket" etc. Antworten


Ben Müller

28.06.2010, 12:50 Uhr
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Soll mir jemand erklären, weshalb Anglizismen die mit neuen Begriffen in unsere Sprache gekommen sind (wie zum Beispiel eben downloaden, Hacker, surfen etc) auf Teufel komm raus verdeutscht werden sollen. Aus meiner Sicht sind diese Begriffe bereits etabliert und damit gehören sie zum Sprachgebrauch. Klar, die Typen die ewig mit coolen words rumspeaken nerven mich auch! Antworten


Joerg Stalder

28.06.2010, 12:48 Uhr
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"Sportliche Form" ist aber auch nicht ein germanisches Wort - Latein scheint also i.O. zu sein, englisch nicht. Antworten


David Rüegg

28.06.2010, 12:29 Uhr
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Manchmal hat man das Gefühl, als würde das ganze Jahr zu einem einzigen ersten April verkommen. Die Schweiz kann doch nicht im Alleingang Begriffe umbennen, die auf der ganzen Welt gebräuchlich sind. Globalisierung und somit auch anglizisemen sind eine Realität unserer Zeit. Zum Glück werden solche Ideen, nach einer kurzen Phase der Belustigung, schnell wieder vergessen. Antworten


Roland Moser

28.06.2010, 12:27 Uhr
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CEO und Patron sind überhaupt nicht dasselbe. Dem Patron gehört die Unternehmung, dem CEO selten. CEO sollte man mit GF (Geschäftsführer) übersetzen. Antworten


James Lehmann

28.06.2010, 12:27 Uhr
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Wow, ich han jetzt grad gefooded und denkt ich check mal dNews und gseh, dass ich viel zfescht Anglizisme verwende. Easy peacy, denn halt ebe nid, aber bliebed doch cool. Mir werdet euse Spirit scho nid verlüre. Antworten


Zora Nelkenherz

28.06.2010, 12:26 Uhr
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Offensichtlich herrscht Saure-Gurken-Zeit, wenn JournalistInnen plötzlich solche Geschichten als neuesten Amtsschimmel auftischen. Gemach Leute, gemach, bei diesen Anregungen handelt es sich lediglich um Wegweiser, wie amtliche Texte politisch korrekt verfasst werden sollten. Plappern dürfen immer noch alle, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und schreiben, wie es das Herz der Feder diktiert. Antworten


rudi haab

28.06.2010, 12:24 Uhr
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Kennwortknacker und Strassenfeger ist absolut ein NO GO. Da braucht es eine grosse Equipe die diese Wörter Geschlechtsneutral umgestaltet mit hochausgebildete und gut bezahlten Akademiker. :) Antworten


Mark Gabe

28.06.2010, 12:24 Uhr
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Meine Güte, die nerven mich langsam in Bundesbern mit Ihren Lappalien... gibt es wirklich keine dringenderen Probleme im Land? Dann haben wir definitiv zu viele Beamte. Antworten


Tom Keifer

28.06.2010, 12:24 Uhr
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Ich bin wirklich froh dass die Schweiz keine anderen Probleme kennt. Es lebe der Beamtenschimmel! Antworten


Betty Kant

28.06.2010, 12:12 Uhr
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Das Anglizismen-Glossar aus der Bundeskanzlei muss nun aber dringendst vom Büro für Gleichstellung bearbeitet werden. «Pilotenkanzel» geht ja wohl gar nicht! Es müsste gemäss Neusprech heissen: die Pilotierendenkanzel. Antworten


Marc Jenal

28.06.2010, 12:07 Uhr
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Sprachverwendung lässt sich nicht vorschreiben. Wir verwenden auch französische Wörter (z.B. Trottoir statt Gehsteig oder Portemonnaie statt Geldbeutel). Sprache lebt zum Glück! In jeder Zeitepoche haben die vorherrschenden Sprachen die Übrigen beeinflusst, ob griechisch, lateinisch, französisch, englisch, vielleicht bald chinesisch. Solche Listen sind überflüssig. Antworten


Ruedi Lüthi

28.06.2010, 12:06 Uhr
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es ist durchaus sinnvoll gewisse Fremdwörter einzudeutschen. allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass dies früh erfolgen sollte, da gewisse Wörter (z.B. Spam) bereits eine Konnotation ("Beigeschmack") entwickelt haben. die Eindeutschung "E-Mail-Massenwerbung" klingt da etwas zu verharmlosend ... wie wär's mit "unerwünschte elektronische Postsendung"? Antworten


Ronnie König

28.06.2010, 11:49 Uhr
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Wenn die Anglizismen schon stören, sollten lateinische spanische und französische Wörter auch ersetzt werden. Wäre per se gut. Ich kann damit so oder so gut leben. Und wer hats eingeführt? Richtig es sind die Eliten und wen die unten sich erlauben ähnliches zu tun, muss es verboten werden. Ob hier das Problem zu orten ist? Antworten


Stefano Torri

28.06.2010, 11:49 Uhr
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.... und noch paar Anglizismen: Wenn schon, dann schon = when yet, than yet Sehe ich nun besser aus? = Do I look better out now? Ausrufen wie ein Wald voll Affen = To call out like a forest full of apes Es zieht wie eine Hecht Suppe = It Pulls like a spike soup Du hast einen Sprung in der Schüssel = You have a jump in the dish Überwurfmutter = Abovethrowmother ... mehr oder weniger Antworten


Hans Kunz

28.06.2010, 11:48 Uhr
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Du meine Güte! Haben wir Sorgen, Probleme und auch noch Geld für solchen Mumpiz. Da werden Heerscharen von Beamten und Studierten beschäftigt. Das Grundübel in der Schweiz: zu viel Studierte, zu wenig Gescheite! Antworten


daniel hügli

28.06.2010, 11:48 Uhr
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Verstehe ich richtig: z.B. "Server is down" dann heissen würde: "Diener/In ist depreimiert" - man könnte natürlich auch sagen "Dateneingabegerät ist ausser Betrieb". Aus "surfen" wird "Internet reiten" und aus "gehen Sie bitte zu Gate 11""gehen Sie bitte zur Flugzeug-Anlegstation 11". "Dating-Platfform" ist dann "Datierungs-Plattform" Und dann alles noch Geschlechtsneutral...wow - bravo Beamte Antworten


Martin Schneider

28.06.2010, 11:40 Uhr
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Oh Mann (resp. man :)... und dann noch CEO mit Patron übersetzen, aber klar. Der arme Geschäftsführer hingegen kommt gar nicht mehr zum Zuge :) Antworten


Susanna Kim

28.06.2010, 11:40 Uhr
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Sprache ist etwas lebendiges, sich dauernd veränderndes und kann nicht so leicht von oben verordnet werden. Dazu kommt, dass die vorgeschlagenen Wörter meist aus 3 oder noch mehr deutschen Wortteilen bestehen, während das einglische Wort kurz, eingängig und einfach ist. Da sehe ich wenig Chancen, dass sich z.b. "Kennwortknacker" anstelle von "Hacker" durchsetzt. Antworten


Daniel Fässler

28.06.2010, 11:35 Uhr
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«Kennwortknacker» für Hacker??? Die dümmste Übersetzung seit langem... 1. Ein Hacker ist kein Cracker. 2. Ein Hacker erstellt was, der Cracker bricht es auseinander. 3. "to hack" bedeutet "in die Tastatur hacken", Begriff kam auf, als die ersten Terminals für die Mainframes erschienen. Früher hat man "gelocht"... traurig.... traurig... traurig... Antworten


Hans Moser

28.06.2010, 11:35 Uhr
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@Fritz Nussbaumer - Sie haben Ihre Frage nicht beantwortet (wie man "downloaden" "dekliniert". Erstens: Verben konjugiert man (nicht deklinieren), zweitens: Ich habe gedownloaded / gedownloadet / downgeloaded / downgeloadet? Hätte ich doch schon früher gedownloaded / downgeloaded (bzw. -det)? Die Übersetzung von downloaden ist übrigens "Herunterladen": ich lade herunter / du lädst herunter etc. Antworten


Stefan Bisig

28.06.2010, 11:32 Uhr
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Und was ist mit den Anglizismen, die zwar Deutsch tönen, aber nicht Deutsch sind, weil sie wortwrötliche Übersetzungen aus dem Englischen sind? Dazu zählen etwa das unsägliche "Sinn machen" statt "Sinn ergeben", oder "im 1999 hatten wir" statt einfach "1999 hatten wir" . Noch dazu andere Konstrukte, denen sich v.a. Politiker bedienen, die umständlich, aber nichtssagend sind. Antworten


Patrick Tigri

28.06.2010, 11:26 Uhr
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«Kennwortknacker» (Hacker) ist nicht besonders gut, denn Hacker umgehen oft den Kennwortschutz und knacken ihn ja nicht. Noch fragwürdiger ist «Vertriebswissenschaft» fürs Marketing. Ist Marketing wirklich eine Wissenschaft, so wie Physik, Medizin, Linguistik und Geschichte? ;-) Ich stufe Marketing etwa so valide ein wie Astrologie, Physiognomie und Wirtschaftswissenschaften... Antworten


Peter Reiner

28.06.2010, 11:26 Uhr
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Also wenn die "Hacker" mit "Passwortknacker" übesetzen, zeigt das, dass der Bund die Anglizismen selber nicht verstanden hat. Man müsste komplett neue Wörter erfinden, wie es die Franzosen für "E-Mail" gemacht haben, denn diese Anglizismen haben wir übernommen weil es keine entsprechenden Ausdrücke in unserer Sprache gibt. "Downloaden" ist eine Ausnahme, dafür haben wir ja schon "herunterladen" Antworten


andreas schneider

28.06.2010, 11:25 Uhr
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herr nussbaumer, probieren sie es doch mal mit konjugieren. geht einfache als "downloaden" deklinieren. ;) Antworten


Roland Burkhard

28.06.2010, 11:23 Uhr
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Das Problem mit den Angliszismen in der CH ist dass die Worte oft falsch geschrieben werden und sich so in Sitzungsprotokolle und ins Unterbewusstsein schleichen. Zudem werden sie oft gebraucht um schlechte Lösungen zu kaschieren. Ein Flickwerk Ansatz tönt beispielsweise als Patchwork Ansatz ganz anders. Die Anglizismen werden oft missverstanden/-braucht. Also lieber nicht gebrauchen. Antworten


Hans Ineichen

28.06.2010, 11:21 Uhr
Melden

Ich habe keine Mühe mit der englischen Sprache, trotzdem finde ich die Anglizismen in Deutsch absolut doof. Sie dienen dem Sprechenden lediglich zur Imagepflege. Die Deutschen sind hier absolut schlimm geworden. Vor zwanig Jahren konnte keiner von Ihnen Englisch, heute ist jedes zweite Wort der Jungen ein Anglizismus. Klingt bescheuert. Gepflegtes Deutsch ist schön. Antworten


Andreas R. Schulthess

28.06.2010, 11:17 Uhr
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Einige der Vorschläge - z.B. Interessengruppe für Lobby - scheinen durchaus vernünfig, zumal viele Schweizer weder Englisch verstehen und schon gar nicht sprechen (Steak ist kein "Steeek"!); warum auch nicht Strassenfeger (aber bitte mit 2 s!) für Blockbuster. Anderes totaler Unsinn wie schon aus der Benrer Stadtregierung vor einigen Tagen. Gesunder Menschenverstand ist eben generell Mangelware! Antworten


Gerhard Engler

28.06.2010, 11:08 Uhr
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Das erinnert mich daran, dass die DDR mal alle Fremdwörter eindeutschen wollte. Bei der "demokratischen Republik" war dies natürlich geradezu lächerlich, der Staat hatte nämlich nicht vor, sich in "Volksbeherrschtes Deutschland für das Gemeinwohl" umzubenennen. Antworten


peter müller

28.06.2010, 11:00 Uhr
Melden

ich finde anglizismen gut. und realistisch. die werden sich nicht mehr verdrängen lassen. da wird doch jetzt nur viel geld verschleudert. Antworten


peter steiner

28.06.2010, 10:59 Uhr
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Nach dem Feministinnen-Handbuch aus der Stadt Bern beglückt uns eine weitere Amtsstelle mit einem Leitfaden zur Sprachregelegung. Als ob amtliche Leitfäden unseren Sprachgebrauch in irgendeiner Form beeinflussen könnten! Geldverschwendung zum zweiten, da wäre ein Downsizing sehr angebracht ;-) Antworten


Roger Huber

28.06.2010, 10:57 Uhr
Melden

Ein Kommentar zu dieser "Geschichte" gibts hier: http://infam.antville.org/stories/2004600/ gefunden via bildblog.de Antworten


Erich Moser

28.06.2010, 10:56 Uhr
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Die Schweizer sollten generell ein besseres Hochdeutsch sprechen und schreiben. Die Anglizismen darin sind kein Problem. Solche Sprachregelung ist lächerlich und unnötig. Antworten



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