«Wer die Ökonomie versteht, kann die Welt verändern»
Interview Linus Schöpfer. Aktualisiert am 10.01.2012 127 Kommentare
Bachmanns Essay
In seinem «Spiegel»-Essay «Lernt unsere Sprache, bevor ihr mitredet» greift Rüdiger Bachmann, Dozent für Makroökonomie an der RWTH Aachen, die Fundamentalkritiker der gegenwärtigen Volkswirtschaftslehre harsch an, zumal jene aus dem Umfeld der Occupy-Bewegung. Bevor Kritik geübt werde, solle man sich erst das wissenschaftliche Rüstzeug erarbeiten, fordert Bachmann. Denn die Volkswirtschaftslehre sei wie eine Sprache: «Man muss erst einmal die Vokabeln lernen, um diese Sprache zu verstehen. So wie man auch erst mal Griechisch lernen muss, wenn man den Homer im Original lesen will.» Nur wer dies getan habe, könne relevanten Einfluss nehmen auf die Disziplin. Kompetente Kritiker allerdings seien willkommen. Es sei «ein Mythos, dass ein monolithischer Mainstream fruchtbare Alternativtheorien unterdrücken würde».
Hier geht es zum Essay.
Rainer Eichenberger (*1961) ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Fribourg. Er gehört zu den profiliertesten und bekanntesten Volkswirtschaftlern der Schweiz. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Finanzwirtschaft und Deregulierung.
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Korrektur-Hinweis
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Herr Eichenberger, was halten Sie von der These Ihres Kollegen Rüdiger Bachmann, dass nur über Wirtschaft diskutieren dürfe, wer sich in den wissenschaftlichen Diskurs einklinkt? Einerseits ist es natürlich tatsächlich so, dass die Volkswirtschaft eine komplexe, nur für eine kleine Minderheit verständliche Wissenschaftsdisziplin darstellt. Mit Bachmanns Homer-Vergleich bin ich allerdings nicht einverstanden. Ökonomie betrifft alle und ist für unser Leben relevant, im Gegensatz zu Homer. Deshalb ist klar, dass der Austausch über Ökonomie in einem offenen System stattfinden muss. Wenn nur die Expertenmeinung zählen würde, wäre das gefährlich und schrecklich.
Wie funktioniert der Austausch zwischen Gesellschaft und universitärer Forschung und Lehre? In der Schweiz ist gerade die in den letzten Jahren enger gewordene Anbindung der Wissenschaft an die Medien sehr förderlich. Wenn ich als Wissenschaftler von einer Zeitung zu einem bestimmten volkswirtschaftlichen Phänomen befragt werde, werde ich automatisch am Boden gehalten, ich muss die Frage allgemein verständlich beantworten. Wenn ein Wissenschaftler nur noch in seinem hochspezialisierten Fachkreis verkehrt, ist die Gefahr des Abhebens viel grösser – das ist dann aber auch nicht wirklich schlimm, weil seine Lehre ja nicht nach aussen, an die Öffentlichkeit dringt. Zum Glück gibts heute aber einen sehr fruchtbaren Austausch zwischen Spitzenökonomie und Öffentlichkeit. Denken Sie nur an grosse amerikanische Ökonomen wie Stiglitz oder Krugman, die alle ihre Zeitungskolumnen haben und sich entsprechend auszudrücken wissen.
Gibt es noch andere Kanäle? Gutachten sind eine weitere Möglichkeit, ökonomisches Wissen weiterzugeben. Und schliesslich auch, mit Abstrichen, die wissenschaftliche Forschung an sich, die zu kleinen Teilen von populären Fachzeitschriften wie dem «Economist» oder von internationalen Organisationen wie der Weltbank oder vom Internationalen Währungsfond (IWF) aufgegriffen wird. Mittelabstrakte Aufsätze können so durchaus den Weg in den gesellschaftlichen Diskurs finden.
Was könnte die Gesellschaft sonst noch tun, um die Zirkulation von volkswirtschaftlichem Wissen zu verbessern? Es gibt in der Volkswirtschaft zentrale Elemente, die einfach jeder Teilhaber an unserer Gesellschaft kennen und verstehen muss. Wir Ökonomen haben zum Teil Schwierigkeiten zu verstehen, wie man ohne Kenntnis dieser Begriffe die heutige Welt betrachten kann.
Welche Begriffe meinen Sie? Nun, ich nenne Ihnen mal einen besonders zentralen, fast banalen Begriff, das Dilemma des «öffentlichen Guts» als Hauptursache von Marktversagen. Nehmen wir das Umweltproblem: Es ist nicht die Folge irrationalen Verhaltens von Umweltfeinden. Wir alle wollen eine schöne Umwelt, aber für jeden Einzelnen ist es «rational», die Umwelt zu belasten, weil die Kosten durch die Allgemeinheit getragen werden – Umwelt ist eben ein öffentliches Gut. Zur Lösung des Umweltproblems braucht es deshalb nicht einen «Neuen Menschen», sondern kluge gesellschaftliche Regeln zur Kostenanrechnung. Ein weiterer, fundamentaler Begriff ist der Anreiz: Es geht nicht darum, charakterlich gute Personen in Machtpositionen zu hieven, sondern darum, die richtigen Anreize zu schaffen. Mit der Schaffung richtiger Anreize könnten fast alle wichtigen Probleme gelöst werden. Aber leider ist die Schaffung solcher Anreize selbst ein öffentliches Gut und entsteht folglich nicht einfach so. Also: Wer Begriffe wie «öffentliches Gut» oder «Anreiz» wirklich verstanden hat, sieht die Welt mit ganz anderen Augen.
Dem widerspricht Ihr Kollege Bachmann. In seinem Essay erklärt er: «Wer VWL studiert, so wie manche Philosophie studieren, nämlich um die Welt irgendwie allgemein besser verstehen zu können, der wird enttäuscht werden.» Das halte ich für komplett falsch – wer die Grundkräfte der Ökonomie erkennt und ihre Phänomene versteht, der versteht die Welt besser. Und wer das tut, der kann dann auch noch etwas Weiteres tun, nämlich die Welt verändern.
Interessant ist Bachmanns Ansicht der VWL als eine Disziplin, die ihrer Sache grundsätzlich sicher ist: «In ihr gibt es weitestgehend keine methodischen Grabenkämpfe mehr.» Andere Disziplinen wie die Soziologie oder die Psychologie sind da tatsächlich viel heterogener. In der Ökonomie gibt es dagegen seit längerem den grossen Bogen, der alles überspannt: Die Vorstellung vom eigennützigen Menschen.
Die Krise hat die VWL nicht fundamental verändert? Nein. Selbst die «Pay for Performance»-Theorie, die Bonusgläubigkeit, die meiner Diszplin heute so häufig vorgeworfen wird, war nicht komplett falsch. Sie wurde einfach nicht zu Ende gedacht: Dass Menschen, die exzessiv auf Boni hinarbeiten können oder müssen, alle anderen Fragen vernachlässigen und eventuell ihre Performance fälschen, um an die Boni zu kommen.
Dennoch: Man wird den Eindruck nicht los, dass die VWL die Krise weder vorhergesehen noch schlüssige, allgemein verständliche Erklärungen für ihr Zustandekommen geliefert hat. Der Vorwurf, dass wir Ökonomen die Krisen nicht vorhergesehen hätten, sie nicht erklären könnten, trifft auf die Finanzkrise zu. Was jetzt passiert, ist hingegen genau das, was die Ökonomie seit langem voraussagt: Staatsversagen, Regierungen, die jedes irgendwie brauchbare Argument darauf verwenden, um sinnlose Ausgaben zu tätigen und ihr Budget aufzublähen et cetera.
Aber der Lehman-Brothers-Kollaps und dessen Ursachen und Folgen sind weiterhin eine Blackbox? Nur bedingt. Man merkt jetzt langsam, dass man die Instrumente zur Antizipation eigentlich gehabt hätte. Ich denke da etwa an die Theorie der Asymmetrischen Information von Akerlof, die in den 70er-Jahren entwickelt, sogar mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, aber einfach nicht angewendet worden ist. Und so wurden die meisten Ökonomen vom Zusammenbruch des Interbanken-Markts, der praktisch über Nacht erfolgte, tatsächlich kläglich überrascht.
Es gibt ja immer wieder Versuche seitens anderer Disziplinen wie etwa der Psychologie, diese Deutungsschwäche der VWL zur eigenen Profilierung zu nutzen. Das sind keine wirklichen Alternativen. Trotz unbestrittener Verfehlungen ist die Volkswirtschaftslehre immer noch die beste Ratgeberin. Rufen Sie jetzt etwa einen Psychologen an, wenn es um die Krise geht? Ein Psychologe kann ihnen im Nachhinein erklären, wie kompliziert die Sache gewesen ist, im Vornherein kann er ihnen nichts sagen. Oder die aktuelle Staatsschuldenkrise – eigentlich eine eminent politische Angelegenheit. Aber wird ein Politikwissenschaftler zu dieser Sache befragt? Die haben erstaunlich wenig zu sagen; die Staatsschuldenfrage wird von Ökonomen dominiert. Im Vergleich mit anderen Wissenschaften ist die Volkswirtschaftslehre diesbezügliche noch immer weit überlegen, trotz Krise. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.01.2012, 14:05 Uhr
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127 Kommentare
Weite Teile der ökonomischen Mainstream-Lehre an den Unis sind - leider - zu ideologischen Veranstaltungen verkommen. Die Alternative zum Homo Oeconomicus ist doch nicht der "neue Mensch" (lächerlicher Totalitarismusverweis des Herrn E.), sondern eine offenere Wissenschaftskultur und Lehre jenseits der bestehenden und pseudorationalen Dogmas. Es gilt, die Ökonomie zurück zur Vernunft zu bringen! Antworten
VWL ist keine Wissenschaft. Sie ist eine Anhäufung von verschiedenen, sich widersprechenden Hypothesen u. Handlungsanweisungen. In manchen Fällen kann das sehr nützlich sein. Aber zur Theorienbildung ist VWL ungeeignet. Entweder geht man von praxisfernen Annahmen aus (rationaler Homo oeconomicus) oder man schwelgt in Mystizismus (die unsichtbare Hand des Marktes). Keine sauberen Experimente mögli Antworten
Die VWL leitet ihr Menschenbild vom Marktverhalten, der Summe menschlichen Wirtschaftsverhaltens, her und schliesst auf eine Stereotype, die Individualität, charakterliche Unterschiede etc. auszublenden scheint. Bsp.: Braucht Altruismus, der Menschen in Rücksichtnahme auf öffentliches Gut sich selbst beschränken liesse, wirklich Anreize? Stimmen die verhaltenswissenschaftlichen Prämissen der VWL? Antworten
Was soll denn bitte die "Wissen-Schaftler" vor den Mop stellen, wenn grundlegende Fehler wie die künstliche Geldvermehrung durch Zins und anderen netten "Finanzprodukten", als "unausweichliche Vorausetzung" für unser Wirtschaftssystem anerkannt werden müssen, um nur schon das Studium absolvieren zu können? Der Fisch stinkt vom Kopf her würde ich behaupten. Eine Frechheit was Bachmann-Homer fordert Antworten
Das mit dem grösseren Wachstum und den Verbesserungen in der dritten Welt leuchtet mir ein...wäre eine Art Kollateralnutzen, oder? Kenn ich vom Braten backen im Ofen: Da wird bei mir auch die Herdplatte etwas heiss und ich kann die Beilagen warm stellen. Antworten
Nur wer versteht, wie genial, aber auch unerbittlich, die Natur tickt, und ein Bild des Menschen hat, das realtitätsnah und keiin Wunschbild ist, erkennt langsam aber sicher die wichtigen Vernetzungen und kann Dinge verändern. Da müsste jemand schon mehrere Studienrichtungen absolviert haben. Ein Studium schützt vor Irrtum nie. Sonst sähe es auf diesem Planeten heute schon anders aus. Antworten
Ich kenne genug Leute, die über Kunst oder Philosophie reden, ohne sie studiert zu haben. Leider fühlen sich dann diese Leute gleich auch denen überlegen, die Experten sind. Aber wir haben in der Schweiz nun mal ein System, bei dem jeder an der Urne über Dinge entscheiden kann, über die er nicht viel weiss. Das kommt nur gut, wenn man mit dem Experten-Bashing in Medien und Politik aufhört. Antworten
VWL oder anderst gesagt Makroökonomie wie uns heute weitervermittelt wird, hat sang un klanglos versagt. Bücher verbrennen, sofort !!! Psychologen, Historiker, Soziologen und mathematisch versierte Leute zusammensetzen und neue Bücher schreiben, denn dass wirtschaftliche Ende der westlichen Welt liegt nahe. Antworten
Es gibt die Bücher anderer Denkschulen schon. Nur leider sind die kurzfristig für die Politiker nicht so interessant, weil diese eine Blasenbildung durch masslose Verschuldung verhindern wollen.
Bücherverbrennungen gab's schon. Diese Zeiten will ich nicht zurück...
Es geht auch ohne den Menschen zu verstehen, dies hat aber meistens Fatale Folgen, wie man an den Beispielen des Kommunismus und des Nationalsozialismus sehen kann(Nazis verstanden den die physische Komponente nicht, die Kommunisten die psychische nicht) Beide führten zu Abermillionen unschuldigen Toten.
Betrachtet man das Volk als Prinzipale und die Regierungen als Agenten, so kann die asymetrische Information in einer Demokratie mit Gewaltentrennung wie der Unseren wohl mit Abstimmungen und Wahlen "korrigiert" werden. Bei der Wirtschaft mag dies in demselben Verhältnis möglicherweise ein wenig anders sein, da gehe ich mit Ihnen einig, Frau Brock.
Ja ber es gilt wohl immer mehr, nur wer die Menschen zwingt kann und wird die Welt verändern... je frecher und rücksichtsloser desto erfolgreicher.
Ich stimme R. Eichenberger zu: Auch Leute, die nicht Wirtschaft studiert haben, sollten das Recht haben, mitzureden. Ich selbst studiere Geschichte und weiss, dass gerade hier immer wieder auch interessante Entdeckungen von Hobby-Historikern gemacht werden. Umgekehrt sollte man als Amateur aber auch fähig sein, ab und zu still zu sein und nicht glauben, alles besser zu wissen als die Experten. Antworten
Die Welt ist ja voller Experten, darum sind wir ja auch soooo "weit" gekommen!
Es geht nicht um Mikro / Makroökonomie sondern um Hochfinanz-Tyrannei welche die Politik beherrscht. Die Völker sollen versklavt werden. Wer meint, dies sei "Verschwörungstheorie", irrt gewaltig. Bsp. Griechenland, das Land steht am Abgrund, die "Rettungsgelder" fliessen zu Finanzinstituten und die Regierung will Kriegsmaterial in Miahöhe beschaffen, das Land hat Oel/Gasvorräte, wird ausgeweidet. Antworten
Was Sie unten beschreiben entspricht meines Erachtens weniger der Hochfinanztyrannei, als dem ewigen Streben der Politik, die eigenen Vorstellungen umzusetzen. Das Schützen der eigenen Position durch das Umsetzen der Wünsche die einflussreichsten Lobbyisten zum Vorteil der Wiederwahl. Dies führt wiederum zu Stillstand. Sarkozy und Merkel machen es vor. Erhöhen von Wahlchancen vs. Lösungsumsetzung.
Ai Weiwei heute im Tagi-Kulturteil:
Autoritäre bzw. Machbesessene haben am meisten Angst davor, dass Menschen frei kommunizieren (also für Transparenz sorgen). Es verhiesse eine Sensibilität, welche jenseits jeglicher Doktrin zu liegen kommt. Alle Arten von "Ausdruck", die sich direkt auf menschliche Bedürfnisse beziehen, werden geschnitten; da sie (ansonsten) zu wenig kontrollierbar bleiben...
Antworten
Wieso gibt die Bank mir nur 0.125 % Zins für mein Geld, dass ich der Bank bringe und wieso muss ich 5.9 % Zins bezahlen wenn die Bank mir Geld ausborgt? Auch wenn ich studieren würde, würde dies kein Sinn ergeben... Geld ist doch Geld? Antworten
@M. Bürger: Danke für den träfen Kommentar. Sie haben bei mir für einen Riesenlacher gesorgt. Köstlich...
@christian Weiss; Privatkonto UBS >100'000 CHF 0.25 % Zins
Das eine UBS auch pleite gehen könnte hatte vor 10 Jahren auch niemand geglaubt...
Auch wenn ich auf meinem Konto 1Mio cash (d.h. Keine anlagen) habe und 100'000 Kredit beziehen will bekomme ich eine Zinssatz von min 5.9%
Wo ist das Risiko wenn die Bank meine 1Mio hat?
und wieso bekomme ich nur 0.25% und die Bank mehr?
Also in Ihrem Fall stimmt die Aussage von Wirtschaftsdozent Rüdiger Bachmann oben perfekt.
Die Richtsätze für Festhypoteken betragen z.B. bei der ZKB je nach Laufzeit 1,2 bis 2,3 Prozent. Der Zinssatz ist immer auch abhängig von Ihrer Bonität. Bei reinen Konsumationskrediten ist der Zinssatz jeweils deutlich höher. je mehr Risiko für die Bank, desto höhere Zinsen verlangt die Bank. Eine Bank ist nicht zu verwechseln mit der Heilsarmee.
Das ist genau das Geschäftsmodell der Banken. Wenn der Markt funktionieren würde, gäbe es auch für Sie günstige Zinsen (in beide Richtungen). Tut er aber offenbar nicht wirklich...
Das Problem ist ja nicht, dass jeder Hallodri in die schwierigen Fragen der Ökonomie rein redet, sondern, dass die meisten Ökonomen nie über den Tellerrand ihre "reinen" VWL hinaus gucken wollen. Die sollten aber alle auch mal 6 Semester Philosophie und Ethik studieren und ausserdem ein längeres Praktikum bei einer nicht Profit orientierten Organisation in der Dritten Welt absolvieren müssen. Antworten
Und wenn es nach mir ginge, dann müssten alle vor dem Studium zuerst mindestens 3 Jahre einer Lohnarbeit nachgehen. Schluss mit dem Karrieremodell; Gymnasium, Weltreise, Studium, Experte
Fortsetzung (Ai Weiwei): Man mag nicht tatenlos zusehen, wie man jungen Leuten die Möglichkeit, ein anderes Leben zu leben, vorenthält; indem man ihnen den Zugang einfach abschneidet; dass man deren Wissen in die Irre führt und ihr Leben in eine Ödnis verdrängt. Antworten
Ganz schön arrogant der Herr Professor Bachmann. Eine kleine Elite von Weisen kennt also die Geheimnisse der Ökonomie und der grosse Rest darf schweigen, zahlen und die Gottgleichen bestaunen. Zudem gibt es ja auch noch verschiedene Denkschulen, welche soll denn nun die Vorherrschaft haben und waren nicht gerade die lieben Ökonomen am momentanen Chaos entscheidend beteilgt? Antworten
Herr Schnebeli, man hat eine künstlich kreierte, geplatzt Blase einfach mit der nächsten abgelöst und somit die Probleme in die Zukunft verschoben. Das nennt sich optimieren der Fallhöhe. Da dies wieder eine Blase ist, vermutlich die letzte, wird diese Platzen und das Desaster wird grösser sein als das der 30er Jahre. Jetzt müssen andere Denkschulen übernehmen. Die Zeichen für einen Wandel sind da
Nein Herr Gwerder, ohne das Wissen der Oekonomie und der Oekonomen, gesammelt über die letzten Hundert Jahre, wäre die Welt nach 2008 in noch viel grössere Probleme geraten. So etwa wie die Depression der 30er Jahre, nur noch viel schlimmer. Danken sie lieber den Oekonomen!
Die Bezeichnung " öffentliches Gut "hat es in sich. Das die Natur zerstört wird durch ein Wachstums-denken, das schon an Schizophrenie grenzt,ist auch darauf zurückzuführen, dass sich die Wissenschaft weigert feste Zusammenhänge zu akzeptieren, da kommt immer gleich die Frage, was hat das eine mit dem anderen zu tun!Eine weitere Frage; Wer ist Eigentümer des Sfr.der Besitzer oder das Volk? Antworten
Niemand ist Eigentümer ist des CHF, der Besitzer ist jener welcher es mit seiner Leistung/Taten geäufnet hat. Sei das Bar oder auf Konten.
Das die Natur zerstört wird, passiert nicht nur im Wahnsinns-Kapitalismus. Diese Allmende-Problematik gabs schon immer im sozialen Zusammenleben.
Ich rechne es allen Wissenschaftern sehr hoch an, wenn sie auch gewöhnlichen Menschen ein Wissen in ihrem Ausbildungsbereich zugestehen und in verständlichen Worten erklären, sind wir doch auch ein Mosaiksteinchen im ganzen Gebilde.Natürlich geben die Oekonomen nicht gerne zu dass in den letzten Jahren in ihren Reihen mit dem Feuer gespielt wurde,welches dann auch ausbrach. Antworten
Dritte Welt inkl Afrika hat durchaus sehr viel mit Europa u USA zu tun..pro ein Dollar Entwicklungshilfe fliessen 10-15 Dollars v dritter Welt nach Westen u verden an Börsen verspekuliert oder in Banken gelagert oder für rüstungsaufträge an westliche Firmen verpulvert...
Ich frage mich, ob überhaupt jemand die Oekonomie versteht. Es gibt ein Definitionsdurcheinander z.B. bei Geld und Geldmenge und etwas, was auf ewigem Wachstm und Dogmen statt ehrlicher Wissenschaft basiert, kann doch entgegen der Meinung der Oekonomen nicht funktionieren wie Figura zeigt ! Antworten
Dieses Buch kann ich ebenfalls wärmstens empfehlen. Es erklärt sehr anschaulich und auch für Laien verständlich, wie die Wirtschafts funktioniert und wächst!
Warum soll man also VWL studiert haben?Damit man die Verschleierung nicht mehr erkennt?Funktioniert?Leider sind wir heute dran, unsere Lebensgrundlagen zu zerstören,damit wir"konsumgeilen" jedes"Quartal"ein neues Handy kaufen können..->SchuldenEXPLOSION=Versprechungen/Forderungen-welche irreal hoch sind+ nicht erfüllt werden können.DAFÜRbraucht man kein Studium sondern:spitzenPlatz im Schenkkreis Antworten
Schon noch witzig, wenn Mitverantwortliche der Krise nun auch noch fordern dass niemand mehr mitreden darf ausser diese selbst...
Vielleicht ist genau dies das Problem? Vielleicht sollten mehr nicht Universitär studierte, aber fachlich Kompetente Menschen in führende Positionen einbezogen werden, damit die Meinungsinzucht durchbrochen werden kann?
Antworten
Die mögen es eben nicht, wenn man ihnen sagt, dass sie eigentlich nichts anhaben sondern nackt sind.
Wie immer, die Experten im Elfenbeinturm haben den Bezug zur Realität verloren... vor allem dann ist es "schlimm", wenn man glaubt, "man" sei alleine im Recht. Bildung/Verbildung->Konditionierung=Uniformität/Manipulation. Geldschöpfung=Ruebli an Rute für Esel (Mensch) -> Danach folgt der Sesseltanz um das "Geld" ->Folge Eigentumsverteilung (nun 1%-99%)=Verlierer Natur=Winner?Bankster/Grosskonzerne Antworten
Ein ökonomisch interessierter und politisch aktiver Frauenarzt in den USA (Ron Paul) konnte die Subprime-Krise von 2008 bereits 2002 mit den Folgen im Detail voraus sagen. Dies als Top-Ökonomen sich noch über ihn lustig machten. Dieser dürfte dann seine grosse Sachkenntnis nicht mehr äussern? Weil er die Dogmen von Keynes in Frage stellt? Resultat=Technokratie derer welche das Problem verursachten Antworten
Im Jahre 1913 wurde die FED mit dem Anspruch die Preise zu stabilisieren eingeführt. Die hat es so gut gemacht, das 29 die Resultate zu sehen waren. FDR hat dann so richtig mit Keynesianismus und Schulden machen angefangen. Ich spreche von +/- vor 1913. Wir müssen zurück zu Investitionen basierend auf Ersparnissen und nicht durch Verschuldung. Markt bei Währungen ohne Inflation. Schlanker Staat.
Sorry Herr Humard, aber die grosse Depression begann 1929 mit dem Börsencrash, FDR wurde im Januar 1933 Präsident und führte dann mit dem NewDeal die USA aus der Krise.
Das Modell vor FDR führte zum Crash und ich glaube nicht, dass das Experiment mit einer Laissez-faire-Politik noch einmal notwendig ist um zu sehen, dass sie für einen Grossteil der Bevölkerung nicht funktioniert!
Ja, das wäre das Modell vor F.D. Roosevelt. Der Crash war aber nicht die Folge dieses Systems, sondern ist auf die Einführung des FEDs 1913 zurückzuführen. Die grosse Depression war dann die Folge der Staatseingriffe unter FDR und den folgenden Präsidenten mit ihrer keynesianischen Wirtschaftspolitik.
Und eine völlig liberalisierte Finanz- und Gesellschaftsordnung würde ihrer Meinung nach besser funktionieren? Wem geht es dann besser? Nur denjenigen, denen es jetzt schon sehr gut geht oder auch einer breiten Mittelschicht? Prinzipiell ist ihr Modell in etwa das, was die USA vor F.D. Roosevelt war. Das Ende dieser Epoche kam mit dem Crash von 1929 und danach die grosse Depression!
Habe mir noch überlegt ob ich den Namen schreiben soll. ;) Den Trend welchen Sie sehen, ist zu einem grossen Teil die Folge der unverantwortlichen Planwirtschaft durch Zentralbanken. Wie immer in einer Planwirtschaft hat dies eine Verarmung zur Folge. Hier durch permanente Inflation und verantwortungsloser Aufblähung der Geldmenge. Ein Blase welche noch platzen wird und Ihre Prognose übertrifft.
Die Folgen von Ron Pauls Politik wären viele Arme, wenige Reiche d.h der bereits herrschende Trend würde noch verstärkt. Aber wenn die Armen verhungern, ohne dass sie der Staat noch durchfüttern muss, ist ja aus Sicht der Reichen das Problem auch gelöst. Dumm nur, dass die Dichte an Feuerwaffen in den USA so hoch ist, dann gibt es vorher noch einen kleinen Bürgerkrieg, soweit meine Prognose!
In jeder Disziplin sind Experten Gold wert. Experten haben aber die gute Angewohnheit, sich häufig nicht einig zu sein. Da bleibt dem Laien nichts anderes übrig, als nach Anhörung von verschiedenen Expertenmeinungen selber zu urteilen. Gerade vor Herzoperationen empfiehlt sich eine 2nd oder 3rd-Opinion. Der Entscheid bleibt beim Direktbetroffenen. Expertokratie ist ein Gegenteil von Demokratie. Antworten
Das Problem scheint eher, dass viele Politiker die Zusammenhänge nicht sehen, oder nicht sehen dürfen um die erlangte Position nicht zu gefährden. Bestes Beisp. EU/€ etc. Aber wenn die Hochfinanz die Politik dominiert, siehe: "Goldman Sachs hat übernommen"... Jenfalls würde ein "Kurs" in BWL / VWL nichts schaden. Habe ich getan im Umfang von ca. 1000 A4-Seiten. Es braucht keine Maulkorbverordnung. Antworten
Ja wenn Oekonomie ja so ein Sch... ist? Weshalb hat man dann Länder mit hochstudierten Oekonomen wieder auf Trab gebracht?? (USA mit Reagan, GB mit Theacher, Chile mit Pinoccet etc. etc.). Schaut mal genau nach bevor ihr die Oekonomie verschreit! Antworten
Politik und Ökonomen, welche mit ständiger Ausweitung der Geldmenge ($) seit FDR durch staatliche Eingriffe die Wirtschaft stützen wollen und dadurch notwendige Bereinigungen im Markt verhindern und den Geldwert inflationieren. Die Housing-Bubble geht auf Clinton zurück. Diese ist dann über Bush zusammen gebrochen. Die Bailouts und TARP sind einfach die bestehende Politik auf die Spitze getrieben.
@Humard: Dann sind wir uns einig, dass die Politiker das Problem sind und nicht die Ökonomen?
Nicht einig sind wir uns aber beim 2. Teil: Die Stimuluspakete kamen mit Obama, dann war die Krise aber schon längst ausgebrochen. Es war Bush, der mit Riesendefiziten in der Boomphase (die er von Clinton erbte), die Schulden verantwortungslos erhöhte, anstatt zu sparen...
@Meier: Mit Betonung auf "richtig umgesetzt". Leider wird von den Politikern der Teil mit dem "Sparen" jeweils weggelassen, da unpopulär (Man will ja den Konjunkturaufschwung/Boom nicht abwürgen!). Tatsache ist jedoch, das insbesondere in den USA die Interventionspolitik von Keynes gefahren wird. Oder wie passen die milliardenhohen Stimuluspakete und Finanzspritzen zur österreichischen Schule?
@Lopez: Bitte??? Keynes soll sich durchgesetzt haben? Wo denn? Die heute am häufigsten praktizierte "Denkschule" ist der Neoliberalismus und dieser hat uns im Grossen und Ganzen in die Probleme beschert.
Keynes, von Anfang an richtig umgesetzt, hätte die Probleme verhindert...
Keynes in short: SPARE, wenn du kannst, so hast du in der Not.
Herr Imeichen, man sollte hier ein wenig zwischen den versch. Denkschulen unterscheiden. Die einen sind für staatliche Intervention und Stabilisierung (Keynes). Diese haben sich durchgesetzt. Weil sie Zusammenbrüche vermeiden wollen, stauen sich die Probleme aber auf. Dann gibt es z.B. die österreichische Schule (Hayek),welche Blasen vermeiden wollen. Diese sind für Politiker aber nicht attraktiv.
Die grosse Mehrheit der Ökonomen "glaubt" das Wachstum unendlich weiter gehen kann (oder muss), obwohl die endliche Erde nur endlichen Ressourcen bieten kann (Erdöl, Phosphat, seltene Erden, Fisch, Kupfer). Sie "glauben" an diesem Grundsatz ohne empirische Beweise und faseln etwas über Substitution. Die Realität ist, dass Wachstum mit Ressourcenverbrauch verknüpft ist, mit allen logischen Folgen. Antworten
@Ferhadi: Nur mit steigender Arbeitsproduktivität lassen sich auch höhere Löhne bezahlen. Darum erhält der Mähdrescherfahrer mehr Geld als der Baumwohlpflücker. Die Niedrigszinspolitik, wie sie vor allem die US-Notenbank über Jahrzehnte betrieb, hat die Pumpwirtschaft und die Spekulationsblasen erst ermöglicht. Politisches Wunschdenken, nicht die Ökonomie an sich, ist das Problem.
Herr Etter, mit Erhöhung der Arbeitsproduktivität wächst aber nur eins: Der Profit der Kapitalisten. Die Arbeiter selbst kriegen weniger. Das Wachstum der letzten Jahre im Westen kam nicht aus der realen Wirtschaft, sondern aus dem Finanzsektor. Und auch da wuchsen nur zwei Dinge: Die Schulden der Allgemeinheit und die Vermögen derer die eh schon genug haben.
Auch eine nicht-wachsende Wirtschaft verbraucht Ressourcen, die irgendwann ausgehen. Es dauert dann nur etwas länger. Zudem wird der Löwenanteil des Wachstums durch erhöhte Arbeitsproduktivität erreicht, nicht durch mehr Ressourcenverbrauch. Ein gewisser Teil der höheren Arbeitsproduktivität kann sogar dazu verwendet werden, den Ressourcenverbrauch zu senken, z.B. Entwicklung sparsamer Autos.
Demokratie-Paradoxon: Müssten die Menschen wählen, wer sie am Herzen operieren soll, so haben nur hochgebildete, renommierte Ärzte eine Chance. Müssen sie wählen, wer das Land regiert, will die Hälfte plötzlich nichts mehr wissen von Bildung und Intellekt, sondern vertraut lieber auf ein paar markige, populistische Sprüche. Dabei ist gut regieren offensichtlich ähnlich schwierig wie eine Herzop. Antworten
Oder man sieht das Herz wie die Oekonomie nur als Teil des Ganzen an. Wenn dann der Herzspezialist problem an den anderen Teilsystemen hat was tut der dann als Spezialist? Er braucht andere Spezialisten die helfen. Nur die Oekonomen wissen alles autonom und fragen niemanden sonst... schon gar gar nicht was an alternativen Ansprüchen ansteht als nur Renditen und Profite für Aktionäre...
Verstehe das Anliegen schon. Wenn ich einen Herzchirurgen brauche gehe ich ja auch nicht zum Bäcker. Jeder labbert mit in der Oekonomie ohne den wirklichen Rucksack dafür zu haben. Wenn man sich daran halten würde, dass nur jene labbern die eine Ahnung haben, dann müsste man ca. 5/6 unserer Politiker entfernen. Antworten
Würden die Chirurgen gleich pfuschen wie die Top Ökonomen dieser Welt - wäre jeder Gang in den Ops ein Spiel mit dem Tod. Die Amerikaner wurden angehalten mit Krediten die Wirtschaft zu stimulieren, das Geld stammt(e) aus einer verfehlten Zinspolitik (bis zu FIAT Money) und gleichzeitig wurden Produktionen nach Far East ausgelagert. Oder: Die Chirurgen stünden heute ohne Strom am Ops Tisch.
Nur das Oekonomie eine Geisteswissenschaft ist, im Gegensatz zur Chirurgie / Anatomie / Medizin im allgemeinen.
Geisteswissenschaft = Wissenschaftlich nicht beweisbare Theorien als Fakten anzusehen.
Zwar gibt es ein theoretisches Grundwissen, das im besten Fall alle lernen sollten, aber darüber hinaus ist alles nur Humbug und Hokus Pokus.
Der Vergleich ist falsch. Herzchirugie ist ein Handwerk, das erlernt werden muss, genau wie Klempner. Offensichtlich zieht man mit Vorteil einen Fachmann bei, wenn man das entsprechende Problem hat. Dahingegen sind Ökonomen eher mit Priestern eines Kultes zu vergleichen der auf unbewiesenen Annahmen, Glaubensgrundsätzen und Behauptungen beruht. Das kann jeder, da braucht es kein Diplom zu.
"In der Ökonomie gibt es dagegen seit längerem den grossen Bogen, der alles überspannt: Die Vorstellung vom eigennützigen Menschen."
Mit solchen Annahmen fängt das Problem an. Die Oekonomie ist keine Wissenschaft, sondern eine Ansammlung von Glaubensätzen, die auf (zu) stark vereinfachten Annahmen beruht. Das Resultat sind simplifizierende Modelle, die der Wirklichkeit oft nicht gewachsen sind.
Antworten
waren es nicht die studierten und experten die diese weltweiten probleme verursacht haben? studieren heisst ja nicht, dass man nich gierig werden kann. das problem liegt doch eher darin, dass die studierten nur noch für sich schauen und es nicht mehr um eine miteinander geht. die verdrängungsmentalität muss beendet werden. Antworten
solange Westen nicht ehrlich bereit ist,wahre Ursachen der Krise zu nennen,wird es weiter kriseln. Jahrzehnte lange Ausbeutung der dritten Welt u massive Hortung des Geldes im Westen haben u werden Spekulation fördern.Denn wir haben globale Überproduktion,während 80% der Menschheit nur ausgebeutet werden aber faktisch nicht viel konsumieren können.Nur gerechte globale Umverteilung löst das Problem Antworten
C.Weiss@Nach Ende v kaltem Krieg wäre eine historische Chance für nachhaltige globale Kooperation.Was ist daraus geworden:Mehr Diktatorenförderung,Nato-Osterweiterung,Angriffskriege rund um die Welt u noch mehr Spekulation an Börsen.das wird Westen langfristig aber ab jetzt schaden!Jetzt haben wir eine enorme Überproduktion in einer globalisierten Welt,wo 80% der potentiellen Kunden total verarmen
Christian Weiss@Diese Regierungen werden v Westen an die Macht gebracht u gehalten u fungieren als Sateliten. Nur ein kleiners Beispiel: Saudi Herrscher wären ohne US unterstütung innert Wochen weg, als Gegenleistung sind in letzten 30 Jahren ca. 1300 Mia v Saudi Arabien in verschiedene Formen nach USA geflossen:waffenkäufe,Bankkontenbörse,Beteiligungen an Wall st. usw
Drittweltregierungen machen mit westlichen oder fernöstlichen Investoren für ihre Länder nachteilige Deals, weil nicht jener Käufer z.B. von Rohstoffausbeutungsrechten den Zuschlag erhält, der das beste Angebot (Umwelt-, Sozialauflagen, Förderung der inländischen Wertschöpfung...) macht, sondern der die Regierungsleute am besten schmiert. Diese Regierungen halten sich mit Westalmosen am Leben.
C.Weiss@Teil 2 d. Antwort.statt die 3.Welt Milliarden als Manager-Boni o Spekulationsblasen o. Kampfflieger enden zulassen,muss Westen in nachhaltige Projekte in der dritten welt investieren:Strassen,Schulen,etc.wenn Armen in dieser Form ihr gestohlenes Vermögen retour kriegen,kann langfristig neue Märkte u neue Konsumenten entstehen,was widerum für weniger Arbeitslosigkeit im Westen sorgen wird
C.Weiss@Falsch!Umverteilung heist nicht Schenken,sondern das Geld zum rechtmässigen Besitzer zurückgeben.Alleine in der CH-Banken lagern 2000-2500 Mia ausländisches Vermögen (Diktatorengelder,Blutgelder,Schwarzgelder,etc). Zur Erinnerung:pro Ein Dollar Entwicklungshilfe fliessen jährlich 10-15 Dollars infolge v. ungerechtem Handel,westliche Kriegsführung,Neoliberalismus nach Westen zurück
Umverteilung löst das Problem nicht. Statt durch echten globalen Freihandel die lokale Wertschöpfung auf allen Kontinenten zu ermöglichen, werden mit Entwicklungshilfe Lethargie und schlechte politische Umstände zementiert, und mit Exportsubventionen werden in Drittweltländern landwirtschaftliche Strukturen zerstört, die am Beginn einer funktionierenden Wirtschaft stehen würden.
Nicht mitdiskutieren dürfen heisst ja wohl nicht mitentscheiden dürfen. Die Folge davon wäre, die "gemeinen" Menschen vom politischen Prozess auszuschliessen, da sie die Bedingungen zur Teilnahme nicht erfüllen. Letzlich spielt es keine Rolle was von den Elitisten für Kriterien genannt werden, Bildung, Gesinnung oder Einkommen, die politische Mitsprache zu verweigern widerspricht der Demokratie. Antworten
Bei der heutigen übertriebenen Akademisierung sämtlicher Berufsgruppen bleiben viele Talente unentdeckt und verkümmern im Verborgenen. Viele Menschen mit einem Master-, Bachelor- oder Hochschul- Titel verursachen mit ihrer angeblichen Intelligenz einen wesentlich grösseren gesellschaftlichen Schaden, als diejenigen, die mit gesundem Menschenverstand.
MEHR www.deine-bruecke-zum-erfolg.ch
Antworten
Mit "gesundem Menschenverstand" wird nur allzuoft genau dann argumentiert, wenn man eine Thematik nicht mehr versteht bzw. verstehen will. Was herauskommt, sind einfache, grobschlächtige Lösungen, die aber dem Problem in keiner Weise gerecht werden. Aktuelles Beispiel sind die SVP-Initiativen der letzten Jahre.
Homer? Er meint wohl Homer Simpson. LOL. Es zeigt sich oft, dass diejenigen die ein Fach (angeblich) studiert haben - wobei man noch abklären müsste, wie deren Abschluss genau zu Stande kam - dieses überhaupt nicht versthen und die sog. Laien oder Halbwissenden viel näher an der Realität dran sind, als die Ökonomen. Ökonomie ist keine Wissenschaft sondern ein Kult. Antworten
Wachstum wird hauptsächlich durch erhöhte Produktivität (bessere Bildung, Forschung, bessere Arbeitsgeräte) erreicht. Seit es Menschen gibt, wird diese Produktivität erhöht. In den letzten 100 Jahren sogar besonders stark. Ihr Verstand scheint mir nicht ganz gesund, wenn er aus dem Nichts hinaus das Ende dieser Produktivitätssteigerungen sehen will.
Und wie der gesunde Menschenverstand täuschen kann: 1. Wird die Weltwirtschaft noch sehr viel Wachstum brauchen, bis auch die hintersten Ecken der Dritten Welt ein bisschen entwickelt sind (und z.B. die Kindersterblichkeit gegen 0 sinkt). 2. Wird uns nur qualitatives Wachstum (z.B. hocheffiziente Fahrzeuge, Gebäude, Landwirtschaft) über die ökologischen Herausforderungen der Zukunft hinweghelfen
Wir können keine Probleme lösen, indem wir die gleiche Art von Denken verwenden, als wir sie geschaffen haben. Einstein. Herr Bachmann vertrit eine Strömung die nicht sehen kann bzw. will, dass die wirtschaftliche Theorien, die sie verbreiten, sind in erster Linie gedacht, um dieses System zu rechtfertigen, legitimieren und verteidigen sind, und nicht um es zu erklären oder verständlich zu machen Antworten
Ueber die Volkswirtschaft muss jeder diskutieren koennen - vielleicht nicht ueber die einzelenen Mechanismen oder Details - aber sicherlich ueber das Wertesystem und die sozialen Ziele der Volkswirtschaft. Jeder kann mindestens bei Wahlen mitreden und dort etwas ueber die zukuenftige Richtung der Volkswirtschaft beitragen..... Antworten
Da kommt mir mein VWL Lehrer in den Sinn, der hat auch immer was von der Königsdisziplin der Wissenschaften geschwafelt, was aber machen sie denn: Modelle basteln die über kurz oder lang an der Wirklichkeit scheitern, und mit all den Finanzderivaten auf der Welt dreht die VWL irgendwann ins absurde - ein gesunder Menschenverstand bringt dann realitäsnähere Resultate Antworten
Da haben wir das Geschenk mit den sogenannten "Elitediskursen" welche dazu führen, dass nicht normiertes und zertifiziertes Denken zum Störfall werden. Was dies beispielsweise für das Modell der direkten Demokratie heisst, wissen wir alle! Antworten
Herr Eichenberger: Gehen sie zu einem Arzt oder zu einem Laien der keine Ausbildung in Medizin hat, wenn sie ein Bein gebrochen haben? Der Arzt erklärt was man hat und was zu tun ist, ich kann nur sagen hier tuts weh und das tut mir gut mehr nicht. Antworten
Gehen sie wegen Knochenbrüchen zum Priester? Nein? Dann würde ich davon abraten wegen Geldproblemen zum VWLer zu rennen. Wer erinnert sich denn noch an den Brief der Queen an ihre Herren Wissenschaftler und deren Antwort? Wenn die schon selbst sagen, dass sie nichts wissen, nichts können und nichts sehen, was braucht es denn noch um den Normalmenschen davon zu überzeugen, dass das so ist?
Das Problem besteht doch überall. Laien wollen die Arbeit von anderen kritisieren und sehen nur die kleine Oberfläche. Die eigene Schuld wird dabei total ausgeblendet. An dieser ewigen, laienhaften Kritik gehen wir irgendwann zu Grunde. Besser wäre es, wenn Fachleute sich dem Problem annehmen würde. Alles andere wird nie zum Erfolg führen. Antworten
Stimmt nicht, Herr Prof. Eichenberger: Die Finanzkrise wurde sehr wohl antizipiert - nur hat keiner auf die Rufer in der Wüste hören wollen, da allen voran die Akademiker zu beschäftigt waren, die Mantras ihrer Lehrer nachzubeten und deren Gurus blindlings glaubend zu folgen! Einer dieser (kompetenten) Rufer war etwa der Chefökonom der BIZ William White in Jackson Hole, Wyoming, am 23. Aug. 2003 Antworten
Es gibt ein wichtiges Problem dabei, nämlich im Gegensatz zur Mathematik ist Ökonomie keine exakte Wissenschaft. Denn je nachdem,ob Sie das Kapital vom Karl Marx gelesen haben oder ob Sie eher von klassischen Nationalökonomie überzeugt sind oder ob Sie zu den Schnorrern an HSG gehören, könnten Ihre Schlussfolgerungen komplett unterschiedlich sein. Wer dürfte dann reden?? Antworten
U.Suter@diese Neoliberale Schnorrer sind ja die Köpfe hinter Bomben für Erdbohrrechte o Spekulation mit Rohstoffen an westlichen Börsen,wo Milliarden verdient werden,während tatsächliche Besitzer dieser Rohstoffe in dritter Welt nicht einmal ü fliessendes Wasser verfügen.Oder hat je jemand an HSG die Ansammlung v. 2000-2500 Mia ausländisches Vermögen an CH-Banken je kritisiert??
Es wird immer der herbeigerufen, der grade die politisch opportunste Antwort parat hat.
Das tolle ist ja, dass man, dank Mangel an Fachwissen in Allgemeinheit und Politik, schnell ein paar Modelle und Statistiken zurechtschneidern kann, welche dann die gewünschte politische Philosophie rechfertigen.
Ihren ersten Teil finde ich sehr gut - die Volkswirtschaft ist in der Tat keine exakte Wissenschaft. Wir haben heute alle Daten die wir fuer eine Analyse brauchen, wissen heute alles ueber die Volkswirtschaft - ausser wie sie funktioniert! Den Zweiten Teil mit dem schoenen Namen fuer HSGler finde ich nicht so schoen - aber man MUSS auch verschiedene Meinungen haben und hoeren koennen!
Die Vorstellung vom eigennützigen Menschen. Die Idee, dass man mit "Anreizen" das "Gut" Mensch lenken und steuern kann und muss. Der "Egomane" ist nicht etwa der Standardmensch, sondern schlicht der von unserem ökonomischen System gesuchte und geförderte Typus. Die VWL ist nicht homogen, weil sie eine hohe Qualität erreicht hat, sondern weil sie nur mit einer verblendeten Grundidee vereinbar ist. Antworten
Das ist natürlich immer die beste Art im Internet zu diskutieren. Das Totschlagargument "falsch weil nicht verstanden" zieht natürlich immer, vorallem weil man sich so selten erklären muss. Aber dass Sie als überzeugter Keynesianer (andere Comments) gar nicht über die grundlegenden Verfehlungen der Wirtschaftslehren diskutieren wollen erstaunt nicht besonders.
Sorry, aber schon wieder einer, der das mit den Anreizen und den Rest des Textes nur überflogen oder nicht verstanden hat...
Sicher kann es nicht schaden, von Ökonomie etwas zu verstehen, wenn man an Debatten über volkswirtschaftliche Themen teilnimmt. Aber jene gewissermassen vom Diskurs auszuschliessen, die kein Uni- oder FH-Diplom in VWL haben, ist völlig daneben; schliesslich sondern auch blitzgescheite und dekorierte
Ökonomen bisweilen erstaulichen, manchmal erheiternden Unsinn ab.
Antworten
Das Problem ist, dass alle Ökonomen und "Experten" Ihr Wissen an den gleichen Universitäten, in den gleichen Büchern und nach den selben Theorien gelernt haben. Aber nur, weil etwas in breitem Rahmen gelehrt wird, ist es noch lange nicht funktionstüchtig oder richtig. Vor ca. 600 Jahren haben alle "gewusst", dass die Erde eine Scheibe ist, da schlichtweg keine andere Lehren existierten. Antworten
Herr Sutter, bin mit Ihrer Meinung völlig einverstanden. Es bedarf keiner weiteren Kommentare.
Nicht umsonst nennt man die Ökonomie "the dismal science" - wobei es noch grosszügig ist, dies als "science" zu bezeichnen. Die Forderung, dass nur sogenannte Ökonomen, welche bis zur Halskrause mit keynesianischem Unsinn vollgestopft sind, über Wirtschaft diskutieren dürfen sollen ist wirklich der Gipfel der Arroganz und der Absurdität - und so sind dann auch die Resultate wie man jetzt sieht. Antworten
Herr Widmer, Sie sollten (wieder) mal die aktuelle Diskussion in der VWL verfolgen. Also von Keynes -von dem man halten darf, was man will- sehe ich an der Uni oder in der Wirtschaftspolitik recht wenig. Höchstens vielleicht in der Sozialpolitik, in den Medien oder in der Sozialpolitik - aber von Nichtökonomen!
Wie stellt sich so ein lustiger VWL Prof das eigentlich vor, "wenn nur noch die Expertenmeinung zählen würde"? Kommt dann der Stalin und kritisiert wissenschaftliche Urteile mit der Tscheka oder was. Wo zählt denn heute eigentlich etwas anderes als Expertenmeinungen? In der VWL jedenfalls sicher nicht und auch sonst nicht im Wissenschaftsbetrieb. Die Frage ist nur wie wird man Experte? Antworten
Ich höre bei den Antworten so einiges an Neoliberalen EInflüssen raus. Also auch nur 1 Richtung der Oekonomie, von vielen möglichen, die sich in den vergangenen ca. 30 jahren durchgesetzt hat aber die Beweise bis heute schuldig geblieben ist. Die Oekonomie ist halt ein Teil der Sozialwissenschaften und da gehört diese auch wieder hin. Als ein Teil von allem was den Menschen ausmacht... Antworten
das finde ich auch. Anhand der immer wieder umstrittenen teilweise völlig gegensätzlichen Lösungsansätzen um einer Krise, Rezession etc zu begegnen scheint es mir auch etwas seltsam zu sein, zu behaupten die Volkswirtschaftslehre sei sich seiner Sache sicher. Es gibt ja nahmhafte Volkswirtschaftler, die da ganz anderer Meinung sind. VWL ist sicher komplex aber ev. nur in "..." Wissenschaft.
Ich muss nicht Volkswirtschaft studieren um volkswirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen. In meinem Leben und Beruf hatte ich mehr als genug Kontakt mit studierten Ökonomen und musste feststellen, dass die viel Theorie gelernt haben, aber von Praxis meist keine Ahnung haben. Und es darf daran erinnert werden, dass genau diese Ökonomen-Generation unsere Wirtschaft an den Abgrund gebracht hat... Antworten
Solange die Mehrheit der Bevölkerung nicht versteht wie das Fiatgeldsystem und das ungedeckte Bankieren funktionieren wird sich nie etwas änders. Die Tatsache dass die Mehrheit der Bevölkerung das versteht ist gewollt.
Ich habe es sogar Leuten erklärt, und man glaubt einem einfach nicht: kognitive Dissonanz stellt sich ein, und nach "was nicht sein darf kann nicht sein" glaubt man einfach nicht.
Antworten
Meierhans: es geht hier nicht um Zeitgeist (finde die Lösungen des Films schelcht). Habe ich mich in die österreichische Schule der Ökonomie eingelesen und finde diese sehr überzeugend. Leider wird in Sachen VWL behauptet es gäbe keine methodischen Grabenkämpfe mehr. Das Gegenteil ist der Fall. Keynes vs. Hayek. Die Ökonomen österreichischer Prägung konnte die Krise detailliert vorher sagen.
Hallo Herr Meierhans! Also ich habe das Filmchen nicht gesehen, aber ich habe jetzt gerade mal auf Wikipedia den Artikel zu Fiatgeld nachgelesen. Er beschreibt interessant und anschaulich, was ich bisher wesentlich rustikaler auszudrücken pflegte: Münzen kann man nicht essen und der Heizwert von Papiergeld ist verdammt niedrig. Geld ist ein leeres Versprechen ohne jede Garantie.
Ja, toll ihr zwei. Ihr habt sehr wahrscheinlich auf Youtube dieses Zeitgeist Filmchen gesehen. Kenne auch Leute die solchen Verschwörungstheorien hinterherrennen. Wieso seid ihr mit dem Filmchen nicht gleich kritisch wie mit dem bösen System?
Vielleicht haben Sie es falsch erklärt? "ungedeckte Bankieren" tönt etwas seltsam für mich? Haben Sie den VWL studiert? Sorry, aber es gibt recht viel (meist Linke), welche glauben das Geldsystem zu verstehen, nur weil sie mal irgendein ein Video auf Youtube geschaut haben. z.B. können Banken nicht beliebig viel Geld schaffen (falls sie das meinen), auch wenn das immer behauptet wird...
hab dieselben erfahrungen gemacht betreffend kognitiver dissonanz hinsichtlich der geldschöpfung (und zinseszinssystem), sogar im engsten familienkreis. aber ehrlich gesagt erstaunt mich das wenig, da ich diese reaktion von anderen themen nur zu gut kenne.

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