«Wir müssen unsere Pensionierten noch mal in die Pflicht nehmen»
Interview Philippe Zweifel. Aktualisiert am 07.12.2011 116 Kommentare
Zur Person
Richard David Precht, geboren 1964 in Solingen/Deutschland, ist Philosoph, Publizist und Autor. Er promovierte 1994 an der Universität Köln. Precht war Fellow bei der «Chicago Tribune». Im Jahr 2000 wurde er mit dem Publizistikpreis für Biomedizin ausgezeichnet. Er schrieb Romane und Sachbücher, darunter der Bestseller «Wer bin ich - und wenn ja wie viele?» Seit Mai 2011 ist Precht Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg.
Was ist gerecht? Wie sieht die Freiheit aus? Und: Warum gibt es alles und nicht nichts? So heisst Prechts neues Buch, das auf philosophischen Spaziergängen mit seinem Sohn Oskar beruht, auch das eine uralte Tradition. Sokrates hat es geübt, Nietzsche hat es geübt: das Denken im Gehen. Oskar und sein Vater tun es in Berlin, an besonders kindertauglichen Orten wie dem Naturkunde- oder Technik-Museum, an einer Currywurst-Bude, im Zoo oder Aquarium. Herausgekommen ist ein Buch, das sich zwar an Kinder richtet, aber viele Fragen beinhaltet, die schon in Prechts Bestseller «Wer bin ich?» vorkamen – ein Buchtipp also auch für Erwachsene.
Richard David Precht: Warum gibt es alles und nicht nichts? Goldmann. ISBN-10: 3442312388
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Herr Precht, Ihr neues Buch richtet sich an Kinder. Was ist Ihre philosophische Lieblingsfrage von Kindern?
Die spannendsten Gespräche hatte ich mit meinem Sohn stets, wenn wir über moralische Fragen diskutierten. Kinder sehen die Welt da sehr ähnlich wie Erwachsene. Die Frage etwa, ob man einen dicken Mann auf ein Gleis schubsen darf, um ein paar Gleisarbeiter vor einem herannahenden Zug zu retten.
Wo unterscheiden sich Kinder beim Philosophieren von Erwachsenen?
Vor allem in Fragen der Erkenntnistheorie. Ein Kind denkt nicht darüber nach, wer es ist. Aber in der Frage, was richtig oder falsch ist, sind sie den Erwachsenen sehr ähnlich. Vielleicht ist der Gerechtigkeitsgedanke in Kindern sogar stärker ausgeprägt. Wie oft fühlen sie sich doch im Recht und dabei ungerecht behandelt!
Verstehen Kinder Ihr Buch wirklich? Sind nicht Erwachsene die heimliche Zielgruppe des Buchs?
Das kommt darauf an, wie fit sie sind. (lacht) Es ist natürlich auch eine Frage, wie man herangeführt wird. Ich stelle mir die Idealsituation so vor, dass Eltern das Buch zusammen mit ihren Kindern lesen.
Mit Ihrem neuen Buch propagieren Sie die kindliche Neugier. Nun haben Erwachsene – oder zumindest unsere Gesellschaft – oft Angst vor dem Neuen. Wo und wann kommt uns die Neugier abhanden?
Das stimmt nur bedingt. Zu meinem Lesungen kommen viele Rentner, die zum ersten Mal Zeit haben, sich mit Philosophie auseinanderzusetzen. Und im Grunde genommen bewundern wir ältere Menschen, die aufgeweckt und begeisterungsfähig sind, und wollen wie sie sein. Das sieht man etwa bei Leitbildern wie Helmut Schmidt. Umso tragischer ist es, dass wir ein Schulsystem haben, das Fleiss und Anpassung belohnt, aber Begeisterungsfähigkeit runterdimmt.
Sie wollen Pensionäre für ein Sozialjahr mit Kindern verpflichten. Was ist die Idee dahinter?
Es geht darum, dass die Pensionäre, die ja oft noch lange leben, nicht aus ihrer sozialen Verantwortung entlassen werden. Ich denke da an ein Pflichtjahr, in dem sie zirka 15 Stunden in der Woche zum Beispiel Kindern aus schwierigen Elternhäusern Nachhilfe geben, damit die Kinder die Schule schaffen. Ich bin überzeugt, dass viele Rentner nach dieser Erfahrung freiwillig weitermachen.
Was ist mit dem sogenannten wohlverdienten Ruhestand?
Der wohlverdiente Ruhestand ist immer unterschiedlich wohl verdient. Wenn jemand auf einem Amt gearbeitet hat und mit 60 in Rente geht, ist er nicht abgearbeitet. Der Ruhestand, den wir heute haben, ist im Durchschnitt mit viel weniger Mühe und Schweiss erarbeitet worden als in den Jahrhunderten zuvor – und er dauert viel länger. Als die Rente eingeführt wurde, lag die durchschnittliche Lebenserwartung unter 60 Jahren. Jene, die die Rente erreichten, lebten im Durchschnitt noch ein paar Jahre. Heute haben die Leute das Gefühl, sie hätten ihre Rente für 30 Jahre verdient, ohne dass man von ihnen noch etwas erwarten kann.
Was stört Sie daran?
Das ist unsozial gegenüber den nachfolgenden Generationen, denn diese werden eine solche Rente nicht mehr bekommen können. Ich finde es deshalb nicht zu viel verlangt, wenn wir unsere Rentner und Pensionäre noch einmal in die Pflicht für unser Gemeinwohl nehmen. Das Gleiche fordere ich übrigens auch von den 19-Jährigen in Form eines sozialen Pflichtjahres. Alles in allem geht es dabei um ein besseres soziales Klima durch gelebte Solidarität.
Bei Ihrem Vorschlag kommen Politik und Philosophie exemplarisch zusammen. Wie sieht die Schnittstelle zwischen Philosophie und Politik heute eigentlich aus?
In der Antike und in der Aufklärung waren Philosophie und Politik eng verbunden, Philosophen waren Vordenker einer neuen Gesellschaftsordnung oder eines neuen Rechtsverständnisses. Heute hat sich die Philosophie in den universitären Elfenbeinturm zurückgezogen. Aus der Philosophie als eine Art Supervisor-Disziplin ist ein Hochschulfach geworden. Das ist schlecht für die Philosophie, die bedeutungslos geworden ist – aber auch für die Gesellschaft.
Wie ist das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Philosophie?
Hier zeigt sich der Rückzug der Philosophie besonders verheerend. Es gibt praktisch keine Philosophen, die sich mit Wirtschaft beschäftigen. Dabei waren die Wirtschaftswissenschaften ursprünglich eine Sparte der Philosophie. Als Adam Smith im 18. Jahrhundert seine Schrift «Der Wohlstand der Nationen» schrieb, stellte er sich die Frage, wie die Wirtschaftwissenschaften möglichst vielen Menschen materielle Grundlagen für ein erfülltes Leben bieten können. Wenn Sie eine solche Frage heute einem Wirtschaftsprofessor stellen, zuckt der die Schultern. Er beschäftigt sich lieber mit Strategien zur Förderung des Wirtschaftswachstums zu nahezu jedem Preis. Doch was, wenn das Wirtschaftswachstum ausbleibt? Ist Wirtschaftswachstum überhaupt nötig? Was wir wieder brauchen, ist politische Ökonomie. Und die ist, weil es dabei auch um Werte geht, ein philosophisches Geschäft.
Liegt die Funkstille an den Philosophen, die sich nicht einmischen – oder werden sie nicht gehört, nicht respektiert?
Das liegt tatsächlich an den Philosophen, die sich nicht einmischen wollen. Es gibt in der Hochschulphilosophie eine Art Code: Macht man etwas Populäres, verliert man an Ansehen bei den Kollegen. Denn an der Uni werden Sie belohnt, wenn Sie Spezialistentum an den Tag legen. Etwa wenn man 50 Aufsätze über Hegel verfasst hat. Ausserdem ist die Philosophie des 20. Jahrhunderts von der analytischen Philosophie geprägt – und die beschäftigt sich per definitionem nicht mit Moral- oder Gesellschaftsfragen.
Was kann man dagegen tun?
Man müsste die Ausbildung an den Hochschulen verändern. Jemand der Philosophie studiert, müsste auch Scheine in Wirtschaft oder Neurowissenschaften machen. Oder man bietet umgekehrt Philosophie nicht als Einzelfach an, sondern unterrichtet auch angehende Ingenieure oder Kulturwissenschaftler in Philosophie.
Handelt der Ingenieur letztlich nicht auch ökonomisch?
Das ist so. Aber es gibt Unterschiede. Im Manchester-Kapitalismus galt Kinderarbeit als tolerierbar. Was ich sagen will: Auch kapitalistische Gesellschaften haben verschieden hohe Wertestandards. Ein Entscheidungsträger mit einem philosophischen Hintergrund weiss eher, was er der Gesellschaft an Anstand und Pflicht schuldig ist.
Zumindest im Volk ist Philosophie im Trend, wie Ihre Bücher beweisen. Wie erklären Sie sich das?
Das Bedürfnis nach Sinn ist natürlich typisch für Gesellschaften, die materiell weitgehend befriedigt sind. Der Trend ist aber nicht neu, wenn man die fernöstlichen Weisheiten oder die Esoterik dazuzählt. Neu ist, dass sich die Leute wieder für die abendländische Philosophie interessieren. Dazu haben Jostein Gaarder und vielleicht auch ich ein bisschen beigetragen.
Nun befinden wir uns aber in einer Wirtschaftskrise.
Ja, jetzt schlägt die Stunde der Philosophen, darüber nachzudenken: Was ist eine gerechte Finanzordnung? Was machen wir, wenn das Finanzsystem zusammenbricht?
Dem Volk hilft die Philosophie in der Stunde der Not aber kaum.
Nein, da überwiegen die beiden starken Gefühle Angst und Wut – eine gefährliche Gemengelage. Wenn es tatsächlich ernst wird, ist die Gefahr, dass die Menschen linken oder rechten Populisten auf den Leim gehen, gross. Deshalb muss man schauen, dass man die Wut positiv kanalisiert und die Leute dazu bringt, sich zu engagieren und nicht nur zu protestieren.
Sie, oder zumindest Ihre Bücher, gelten als Populärphilosophie. Wie werden Sie eigentlich von Hochschulphilosophen wie Habermas oder Sloterdijk aufgenommen?
Nun, Sloterdijk ist auch kein Hochschulphilosoph. Er ist zwar Rektor einer künstlerischen Hochschule, aber war auch immer ausserhalb des Betriebs aktiv. Mit ihm bin ich einmal in einer Talkshow gesessen, wir haben uns gut verstanden. Habermas habe ich noch nie getroffen, aber hoffe, dass es bald dazu kommt. Generell bin ich, soweit mir bekannt, noch kein einziges Mal von der Hochschulphilosophie angefeindet worden. Dafür sehen sich eher die Feuilleton-Journalisten zuständig, die sich anmassen, sie redeten stellvertretend für die Hochschulphilosophen. Ich halte das für einen Irrtum. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 07.12.2011, 13:40 Uhr
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116 Kommentare
Soziales Pflichtjahr für Rentner,das ist wirklich eine Super-Idee. Ich wäre dabei! Ich mit meinen 62 Jahren arbeite als Freiwillige im Spital;es gäbe so viele soziale Aufgaben die von älteren Menschen, mit Lebenserfahrung machen könnten und die Gesellschaft profitiert davon. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass nach dem Pflichtjahr die Rentner die Arbeit freiwillig weitermachen,weil es befriedigt Antworten
Der Vorschlag von Richad David Precht ist angebracht, da die Solidarität oft fehlt. Was sind schon 15 Stunden pro Woche? Anstatt eines Jahres könnte man die Periode auf 2 Jahre verteilen und das Jahr der Pensionierten zwischen 65 + 68 limitieren. 2010 haben in der Schweiz 2,5 mio Menschen 700 mio Std freiwilligen Einsatz geleistet, ohne Plfichtjahr. Antworten
Jaja, immer die Rentner. Dabei hat diese Generation noch nie solange und soviel für die Jugend gesorgt inkl. Ausbildung, Sport, Freizeit, Ferien. Früher hat man mit 16 Jahren zuhause mitgeholfen. Heute wird man fast 40 bis man seinen Beruf ausübt. Das ergibt dann auch keine 40 Jahre Arbeitspensum. Ebenso sterben nicht wenige an unheilbaren Krankheiten, meine Mutter wurde auch 95 mit Jahrgang 1906 Antworten
Philosophie, Theologie, Soziologie. Sie alle lassen einen grossen Interpretationsspielraum zu, und basieren auf reinem Wissen. KÖNNEN resultiert jedoch in der Umsetzung der Theorie in die Praxis, welche somit Erfahrung - und brauchbare, zukunftsweisende Resultate liefert. Das eine sollte das andere nicht ausschliessen. Antworten
Und genau dass sollte sich ändern. Wobei ich finde, dass solche "Pflichtjahre" eben keine Pflicht, sondern freiwillig sein sollten. Aber man sollte auf die frisch gebackenen Pensionäre zugehen. Ich bin überzeugt, da gibt es viel Potential für Win-Win-Situationen.
liebe frau weiss, wieso ergreifen sie in diesem fall nicht selbst die initiative? manchmal muss man andere zu ihrem glück "zwingen".
Alle gegen die Alten, dies ist wohl der neue Tenor: Die einen wollen, dass alle bis 70 arbeiten müssen, die andern wollen die Pensionierten zu einem Sozialjahr verpflichten, weniger AHV und Leistungen der Pensionskasse soll es auch geben, dafür müssen die Alten mehr Krankenkassenprämie bezahlen. Dies nur einige der Vorschläge - erfinde weitere lustige Beispiele. Antworten
Philosophen sind eben Philosophen. Wer gegen 45 Jahre lang hart gearbeitet, und dabei viel Geld einbezahlt hat, hat Anrecht auf eine angemessene Rente. Die Reichen - und damit der Kapitalismus - will nichts wissen von mehr Steuern und Abgaben. Das ist nicht gerecht. Antworten
Immerhin gibt es in den USA eine Initiative von Millionären, die schon G.W.Bush dazu bringen wollten, dass die Steuern für die Reichen erhöht werden. Es gibt sie also schon, die verantwortungsbewussten Reichen. Und auch wenn es wenige sein mögen, nicht mal sie werden gehört...
Habe bisher alles von Precht gelesen und halte ihn für einen grossartigen Philosophen. Es ist wichtig, dass neue Ideen an die Öffentlichkeit getragen werden. Nur so kommt eine Gesellschaft weiter. Aber natürlich müsste man sich ernsthaft damit auseinandersetzen, bevor man darüber urteilt. Antworten
Es ist ja nicht, dass wir Pensionierten nicht mehr wollen - vielmehr wollen uns die Betriebe nicht mehr, obwohl wir ja "günstiger" (keine PK) sind als Jugendliche. Das Problem sind die Betriebe und nicht die Pensionierten. Vielleicht informieren Sie sich mal diesbezüglich oder recherchieren das besser! Antworten
Ich bin soviel im Ausland wegen Arbeit.
Skandinavien, USA, Sued-Amerika und Australien. Dort sehe ich ueberall soviele Rentner die Sozialdienste leisten. Doch in der CH sehe ich dies SELTEN. Ich sprach mit einem TIXI-Fahrer und der arbeitete Freiwillig, aber die meisten Schweizer als Rentner, machen wirklich NULL, sitzen nur herum, kritisieren und mekern ueber ihre Nachbaren und hassen alle Jungen
Antworten
Lieber Herr Meier, wer nicht schwitzt und wer nicht stinkt, arbeitet nicht, richtig? Sie offenbaren da ein wunderschönes Heidland Weltbild. Arm im Geist, ein Bier in der Hand... was braucht der Mann mehr. Gott erhalte es ihnen. . . :-)
@ A.Meier: Ich möchte mal sehen, wie viel und wie lange Sie dafür arbeiten müssten um nur schon mal ein einziges Buch, geschweige denn all jene Bücher, welche Herr Precht verfasst und herausgegeben hat, neben all seinen Vorträgen und sicher noch immens mehr plus Kinderaufziehen, zu bewerkstelligen. Dies nur so zu Ihrem Komentar "noch nie im Leben richtig arbeiten mussten.."
Was das Studium der Phil. zumindest bringt, ist die Erkenntnis, wie schlecht ein argumentum ad hominem ist ("Argument x stammt von Person y, deshalb ist es falsch"). Alle, die die Überlegungen Prechts nur deshalb ablehnen, weil er Philosoph, Intellektueller etc. ist, sollten sich mal fragen, ob sie das auch tun würden, wenn sie von einer anderen Person stammen würden, und sachliche Gründe nennen. Antworten
Sozial ist wenn der Philosoph den Rentner, Rentner sein lässt. Ein Rentner hat, gem. altem Arbeitsmodell, seine Pflicht erfüllt. Alles was danach folgt sollte aus einer freiwilligen, natürlichen Bewegung heraus kommen u. nicht aus Pflicht. Philosophen täten gut daran darüber zu philosophieren wie Mensch von 120% auf 60% runterkommt u. seine Arbeit nicht als Pflicht sondern Sinn u. Freude sieht! Antworten
Recht hat Precht mit der fragwürdigen Marginalisierung der Populärphilosophie durch die Hochschulphilosophie. Unrecht aber, dass die heutige (!) analytische Philosophie sich nicht mit Ethik beschäftigen würde - wir haben auch in Deutschland einige analytisch orientierte Philosophen, die vorwiegend im Bereich Ethik arbeiten (und das meint hier auch normative Ethik, nicht nur Metaethik). Antworten
Zudem sollte es Pflicht werden, dass man bis zur Rente mindestens eine Fremdsprache (kroatisch, serbisch, türkisch oder ähnliches) sprechen und verstehen kann. Das dürften ja die Sprachen der Zukunft in der Schweiz sein. Afrikaans gehört auch noch dazu. Antworten
die Babyboomer haben viel gearbeitet, viel verdient, wenig Kinder auf die Welt gestellt. Generation X darf das jetzt abzahlen, abarbeiten und ausbügeln. Denke, die Babyboomer werden einsehen, dass das eigene Versäumnis, eine genügend grosse nachfolgende Generation hinzustellen, dazu führt, dass sie mehr tun müssen als nur den Rasen zu mähen. Antworten
Prechts Behauptungen zur angeblichen Funkstille der Philosophen sind kurios. So sitzt beispielsweise Prof. Dr. Rupert Lay als einer der prominentesten deutschen Philosophen in mehreren Aufsichtsräten großer Unternehmen und ist auch sonst sehr präsent .
Ebenso ist PD Dr. Klaus-Jürgen Grün ein vielbeachteter Philosoph und häufiger Gast des Ronneburger Kreises.
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Hurra, die Idee ist sehr gut und wir Rentner sollten nicht so egoistisch sein. Egal ob für die Jugend oder für die Alten eingesetzt, würde ich dieses soziale Jahr doch sehr begrüssen und denke keinem würde dies schaden und uns allen sogar nützen. Antworten
Weil es ihnen früh helfen würde, zu erkennen, welch grosses Ausmass an sozialen Dienstleistungen von Freiwilligen, aber auch z.T. erschreckend schlecht Bezahlten geleistet wird. Unseren Augen und somit unserer Alltagswahrnehmung weitgehend verborgen. Wer jemals - und sei es auch nur für Tage - mitgeholfen hat, sieht unsere nächste Welt mit ganz anderen Augen.
Ein soziales Pflichtjahr ist nichts anderes als Zwangsarbeit. Diese lässt sich - mit Ausnahme für den Schutz vor Kriegen und Katastrophen - moralisch nicht rechtfertigen. Ausserdem ist Zwangsarbeit - mit der erwähnten Ausnahme und entsprechenden Ersatzdiensten (Zivildienst) - europaweit durch die EMRK ausdrücklich verboten. Antworten
Es lässt sich moralisch mit einem Nutzen für die Gemeinschaft rechtfertigen. Gezwungen zur Arbeit sind wir alle. Die Alternative wäre eine arbeitslose Gesellschaft, die dann allerdings nicht lange existieren würde.
Man könnte auch das Rentenalter auf 85 erhöhen, das wäre dann Menschenrechtskonform.
Hr. Rickenbacher, ich würde gerne etwas mehr in der Welt von Hr. Precht leben, und dafür etwas weniger in der Ihrigen. Aber leider haben wir ja nur die Eine.
Mal ehrlich: Das sind doch alles Binsenweisheiten, die unser Bahnhofsbuchhandlungsbestsellerautor da so von sich gibt. Dass Junge ein soziales Pflichtjahr erfüllen sollten und die Renten nicht mehr finanzierbar sind, haben andere an anderer Stelle schon vor Jahren dargelegt. Wer wirklich etwas Fundiertes zu diesem Thema lesen möchte, dem sei Max Weber an's Herz gelegt. Antworten
Im Prinzip hat der Mann ja recht, nur ist und bleibt die Kreatur Mensch egoistisch bis zum geht nicht mehr und die Gesellschaft richtet sich nach dem Diktat der Märkte. Solange konsumiert werden kann, wird konsumiert, nach dem Sinn scheinen sich nur jene (plötzlich) zu fragen, die vom Konsum ausgeschlossen werden. Und was den verdienten Ruhestand betrifft: Verdient? Schaut euch doch die Welt an! Antworten
Der Vorschalg lässt sich nicht durchsetzten, weil dadurch PRIVATUNTERNEHMEN konkurrenziert würden.... - liberale Bürgerlogik!? Vor allem müsste man Kinderlose in die Pflicht nehmen.... Gesellschaftlich, wie auch ökonomisch wertvoll - lässt sich eben nicht mit Zahlen belegen, kann aber trotzdem begeistern oder jmd. weiter bringen. Antworten
Die Auslegung eines wohlverdienten Ruhestandes ist Tatsache und wirklich keine Auslegungssache. Hier ändert auch die "feinen" Ansichten eines "Hochschulphilosophs" absolut nichts. Wenn man hingegen von "Freiwiligkeit" spricht, tönt das schon anders und viel anständiger! Es mag auch sein, dass Philosophen vom wohlverdienten Ruhestand, wie üblich und gewohnt, andere Auffassungen pflegen! Antworten
Er ist kein Querdenker, er ist ein Vordenker für die Jahrgänge der 80er Jahre. Er hat vergessen zu sagen, dass Bau- und Schwerarbeiter mit 60 den Ruhestand verdienten. Und studierte wie er frühestens mit 72 Jahren. Belasten Hochschulabsolventen zuerst den Staat und 12 Jahre später das Finanzsystem wegen ihren zu hohen Löhnen.
Jetzt arbeite ich schon bald 50 Jahre, habe eine Familie finanziert, habe immer zunehmend Steuern und Sozialabgaben bezahlt, kümmere mich auch um die Enkelkinder und arbeite noch über das orgentliche Rentenalter hinaus mit weiteren Sozialabzügen. Und jetzt will mir da einer sagen, er müsse mich noch weiter in die Pflicht nehmen, also einer der studiert hat und profitiert hat von uns Wohltätern. Antworten
Ein Pflichtjahr muss ja nicht unbedingt mit staatlichem Zwang für alle verordnet werden,
es kann auch freiwillig sein unter Anrechnung von ein paar zusätzlichen Erwerbsjahren der
AHV oder der PK. Bevor man zu Zwangsmassnahmen greift könnte man es ja auch mit Anreizen versuchen.
Mir gefällt die Idee rüstige Rentner für die Betreuung der übernächsten Generation einzusetzen.
Antworten
Die Alten beklauen die Jungen damit sie 20 Jahre Ferien machen können. Das ist einfach nur unmoralisch und faul ohne Ende. Die heutigen Jungen leiten wirklich was und die 70+ Leute hatten es noch hart, aber die 40/50+ sind einfach nur Wohlstandkinder, welche die Jungen ausnützten und rumweinen, wenn sie nach 40 Jahren im Büro rumsitzten nicht 20 Jahre Ferien kriegen... lächerlich... Antworten
@Thomas Meier: So einfach kann eine Sichtweise sein, ich staune! Ich schliesse daraus, dass Sie nach 40 Jahren arbeiten keine 20 Jahre Ferien wollen. Oder wollen Sie etwa gar nicht 65 werden?
Da irren Sie sich aber gewaltig. Gerade der grösste Teil Ihrer sogenannten Wohlstandskinder arbeitet sehr hart. Ich weiss ja nicht, wie viel Sie leisten, aber mit einem so unqualifizierten Rundumschlag disqualifizieren Sie sich selber...
Der träumt wohl - Pensionäre die bei den Schulaufgaben helfen wenn nicht einmal die Eltern den Lernstoff verstehen,der ändert doch alle 20 Jahre. Den Teufel werd ich tun und mich mit 64 noch einmal mit der Schule herumschlagen. Ich plane mein Leben selber, da muss mir keiner dreinreden. Antworten
@ Schild, was heisst da früher? Uebrigens haben und bezahlen wir auch für die jetzigen Pensionäre warum sollen nicht auch wir die Rente ohne schlechtes Gewissen bekommen. Meine Mutter hat auch Quartier-Kindern, alles Ausländer, Nachhilfe gegeben, nur haben diese Eltern einen bescheidenen Beitrag bezahlt.
Ich habe mich für meine Kinder und Enkelkinder zurückgenommen, nichts da mit Egotrip!
@ Schild. Ja, ja, früher war alles besser. Man denke nur an die Verdingkinder, Kinder der Landstrasse, Missbrauchsfälle in Familien, Alkoholismus in Familien, etc. wo vor 30-40 Jahren ganze Dörfer Bescheid wussten, aber niemand etwas unternahm!
Ich will zudem, dass unsere und meine Kinder von engagierten, auch älteren, Leuten unterrichten werden und nicht von gezwungenen Pensionären.
schön schön Fr. Näf. Früher hatte man eine Dorfgemeinschaft wo die alten den Jungen und die Jungen den Alten halfen! Heute ist jeder auf seinem Egotrip und möchte abcashen. Denken sie, dass dies gut für unsere Gesellschaft ist? Ausserdem ist Nachhilfeunterricht nicht wirklich arbeit, wenn man frei wählen kann! Ausser man ist auf dem Egotrip!
Der Gedanke, ein Rentnerpflichtjahr einzuführen, ist sehr provakant, aber legitim. Ein solcher Dienst an der Allgemeinheit wäre unter bestimmten Umständen tatsächlich zumutbar, so wie ja auch jungen Männern aus bekannten Gründen die RS zugemutet wird. Jeder Bürger hat halt Rechte UND Pflichten. Bei den Senioren liegen unglaublich Potentiale brach, welche die Gesellschaft so "anzapfen" könnte. Antworten
Philosphie, Soziologie, Ethik und Moral, Humanismus etc.
Und ich dachte immer, wir hätten in Europa Religionsfreiheit. Aber wenn ich sehe, wie die "wertschöpfungslose Kaste" uns jeden Tag bevormunden will und meint, alles besser zu wissen, da verzichte ich gerne auf deren Ratschläge.
Antworten
David Precht bringt einen innovative Gedankenansätze für das Problem das wir in ein paar Jahrzehnten wenn die Gesellschaft mehrheitlich aus Greisen besteht, schlicht und einfach weder das Personal noch das Geld haben werden um gleichzeitig all die pflegebedürftigen Menschen zu betreuen UND dazu noch die Kinder der in der Arbeitswelt dringend benötigten jüngeren Generation zu betreuen. Antworten
Also ich finde die Ideen von Herr David sehr gut. Bravo! Ich werde in ein paar Jahren pensioniert. Ich habe zwar einen zweiten Beruf den ich dann vollumfäglich freischaffend ausführen werde. Aber ich bin sofort bereit, 1 Jahr lang Kindern bei Schularbeiten (sofern ich die noch verstehe) zu helfen oder Klassengrosi zu spielen. Ein Sozialjahr für 19jährige einzuführen finde ich ebenso gut. Antworten
Ich denke, dass ein Sozialjahr fuer Junge und die ganze Bevoelkerung eine ganz grosse Bereicherung sein koennte. Man koennte dieses Jahr auch frueher als mit 19 machen- eventuell gerade nach der obligatorischen Schule- oder frei waehlbar bis zu einem gewissen Alter... eventuell gekoppelt mit dem Militaerdienst.
@Kirill: Nur wird Ihnen die RS und die WK bezahlt und wer kommt während des Sozialjahrs für meine Wohnungsmiete auf???
@Anastasia-Margarita Tse-Iosseliani Willkommen in der Welt der Bürgerpflichten! Wir Männer werden schon seit Jahrzehnten durch die Rekrutenschule und das Militär beim verdienen unseres Lebensunterhaltes unterbrochen. Tja, wahre Gleichberechtigung wir wohl nicht umsonst zu kriegen sein, warum sollten nicht auch junge Frauen einen Dienst an der Gemeinschaft leisten?
@Kauf: Ich war mit 19 schon voll arbeitstätig und bin es auch jetzt, wo bleibt da die Zeit, wenn ich für meinen Lebensunterhalt arbeite, ein soziales Jahr zu machen???
Das Sozialjahr fuer 19jaehrige kann gleich mit dem Militaerdienst gekoppelt werden. Fuer alle inkl. Auslaender.
Kinder sehen die Welt sehr ähnlich...Es ist logisch das Kinder die reale Welt in etwa gleich sehen wie Erwachsene und alles andere wird sein Sohn ja beim Papa gehört haben, für diese Erkenntniss muss man kein Philosoph sein.Als Rentner den Kindern helfen würde für viele wünschenswert sein, etwas weniger begeistert wäre wohl Herr Philosoph wenn er mit den gleichen Mitteln arbeiten müsste wie wir . Antworten
Wieder schreit jemand nach dem Staat - Pensionäre zu verflichten (sprich: zwingen) Nachhilfeunterricht zu geben, ist etwa so intelligent wie der Vorschlag Hartz-4 als Altenpfleger einzusetzen. Nachhilfe zu geben braucht Engagement, Wissen, Verständnis und deshalb kann dies nur von Freiwilligen kommen. Precht sollte mit der Kohle vom Buchverkauf eine Stiftung dafür gründen. Das wäre beispielhaft! Antworten
Jch kannte da eine ältere Dame, sie sollte sich etwas um ihre Enkel kümmern.
Als erstes verfügte sie, dass keine Handys- keine Earplugs etc. gebraucht
werden sollten - das gab einen deratigen Aufstand, dass die ganze Übung aus dem Stand
abgebrochen wurde.
Also normalerweise ist doch dieser Herr Precht recht vernünftig!
Antworten
Ich hoffe, dass das Buch etwas mehr Niveau hat, als dieses Interview. Die Beispiele mit dem „dicken Mann“, der aufs Gleis geschubst werden darf oder auch nicht, oder dem „Beamten“, der mit 60 (im Gegensatz Autor?) noch nicht „abgearbeitet“ sei, zeugt von einer ziemlich einfachen Gedankenwelt. Ich fürchte, dass wir diesen Mann diese Woche auch noch bei Gilli „ertragen“ müssen. Antworten
@Peter Walther: Die Frage ist ja, ob man einen „dicken Menschen“ von einer Brücke auf ein Bahngeleise schubsen darf, um Bahnarbeiter vor einem nahenden Zug zu retten. Ein einigermassen intelligenter Mensch sollte doch eigentlich feststellen, dass das auch nichts ändern würde. Neben dem „dicken Menschen“ wären auch die Bahnarbeiter mausetot. Verstehen Sie nun, was ich meine?
Es ist kein Intelligenztest, Herr Zumthür, sondern wie der Name sagt, wird die Moral "getestet", und zwar im Bezug auf das hypothetische aktive oder passive Töten eines Menschen. Es geht nicht um Intelligenz.
@Sévérine Schild: Wenn @Peter Walther recht hat (und das scheint so zu sein; wobei ich sagen möchte, das das eher ein Intelligenztest ist), haben Sie es auch nicht begriffen. Selbstverständlich haben Sie sonst recht mit Ihrem Kommentar und auch damit, dass ich auch, mindestens in dieser Beziehung, Ihr Neffe sein könnte.
In dem Beispiel mit dem dicken Mann geht es um den sogenannten "Moral Sense Test". Das ist nicht etwas was der Herr Precht oder sein Sohn erfunden haben.
Das Beispiel mit dem Dicken Mann haben Sie wohl nicht begriffen. Es geht um Kinder. Mein Neffe der bringt auch solche Beispiele. So sind Kinder! Wenn einer Dick ist wird einfach herausgesagt "du bist dick". Wenn jemand furzt dann sagt das Kind "hihi hihi,,, der Mann dort drüben hat gefurzt." natürlich so laut, dass jeder es hören kann. Das ist Kinder und nicht niederträchtig. Auch Sie waren mal so
klartext von herr precht! würde gerne pensionäre von sich aus dazu bringen, sozialjahre zu absolvieren. ich wäre auch dabei - denn was ist schöner als kinder mit neugier und begeisterungsfähigkeit anzustecken - auf jedenfall besser als unser künstlich komplexes (Bologna), kapitalistisch ausgerichtetes und korrumpeirerbares system von bildung. also solidarität, integration, denken wagen/erlauben Antworten
Was würde sich nicht besser eignen, als die jungen Alten wieder einsetzen? Wir Alten haben doch alles verbockt. Wir waren doch alle stur. Und plötzlich sind unsere Qualitäten wieder gefragt. Ist das ein Witz oder etwa doch Einsicht? Leider können wir das Rad nicht zurück drehen. ABER - vielleicht war doch nicht alles so schlecht, wie wir Alten es gehandhabt haben? Also: Verspätet nachmachen. Antworten
Das alles lenkt doch nur von wirklichen Notwendigkeiten für ein passendes Zusammenleben ab! Wichtig scheint nur, die unten sollen sich gefälligst unter sich helfen damit diejenigen von denen sie ausgebeutet wurden in Ruhe und Luxus weiter über die anderen Menschen bestimmen können! Solidarität sieht anders aus! Aber davon haben viele sich intellektuell gebenden"Schwätzer" überhaupt keine Ahnung! Antworten
"Das ist unsozial gegenüber den nachfolgenden Generationen, denn diese werden eine solche Rente nicht mehr bekommen können"
Das einzige Unsoziale in diesem Land sind die jährlichen Milliardenausgaben im Asylunwesen und in der Justiz. Von Pensionären noch mehr zu verlangen als ohnehin schon ist eine Dreistigkeit ohne Wenn und Aber.
Antworten
... und für Militärausgaben. z.B. neue Flugzeuge!!
Sie habens leider nicht so ganz begriffen, Herr Kerzenmacher. Haben Sie das Interview gelesen und auch verstanden? Denken Sie sich das Undenkbare, dann kommts fast automatisch gut, aber erschrecken Sie auf diesem Weg nicht vor sich selber. Nur Mut!
So gerne ich Precht lese, die Idee mit dem PFLICHTJahr ist Schwachsinn. Bereits ohne Pflicht leisten Rentner in unserer Gesellschaft Grossartiges. Wer möchte sein Kind zu einem Rentner schicken, der nicht aus eigenem Antrieb sondern aus einem Zwang heraus mit dem Kind arbeiten soll? Antworten
Man koennte ja fuer solche Rentner, die mit Kindern nichts zu tun haben wollen, diverse Alternativen anbieten, wo sie sich nuetzlich machen koennen. Es hat sicherlich viele sinnstiftende Betaetigungsfelder ...
Wer noch immer nach dem Sinn des Lebens sucht, dem sei gesagt: Der EINZIGE Grundsinn allen Lebens ist das Überleben! Daraus leitet sich alles andere ab, sowohl im positiven, wie auch im negativen Sinn. Dafür braucht man nicht hunderte Philosophien zu lesen, denn am Schluss gehts immer wieder ums quasi nackte Überleben der Menschen und der Natur allgemein. Selber darüber nachdenken kann man... Antworten
Die Idee mit dem Überleben stammt übrigens von Thomas Hobbes, seines Zeichens selber Philosoph. Wenn Sie ihn aber nicht kennen und selber darüber nachdenken, tun Sie trotzdem nichts anderes als Philosophie betreiben.
Dass Her Precht bis zu seiner Pensionierung nicht abgearbeitet sein wird, mag wahrscheinlich zutreffen. Dass aber heutzutage Pensionäre allgemein nicht abgearbeitet sind, diese Verallgemeinerung ist lächerlich und hat mit der Realität nichts gemeinsam ! Antworten
Ach Herr Schärer, wie froh wäre ich wenn mein Eltern es Ihnen gleich tun würden. Beide haben viel zu viel Zeit und wursteln ungefragt im Leben ihrer Kinder rum....
Bei den ersten 8 Kommentare überwiegt Gejammer und Skepsis. Ich finde die Ideen Prechts gut und selbstverständlich werde auch ich selber entscheiden was wie wo und wann. Aber entweder organisiert jemand das Senioren Sozialjahr sinnvoll oder wir klönen ein Jahr lang rum und sagen dann - wir haben es ja gewusst, schlechte Idee. Ohhjegersondooo Alpenländli Antworten
@Zumthür: Aber selbstverständlich würde Precht ein System unterstützen das eine gewisse Wahl und Eigenentscheidung beinhalten. Wenn Sie sich auf für eine solche Lösung einsetzen dann wären wir schon drei! Ich möchte auch nicht einfach Befehlsempfänger für verfehlte Aufgaben sein. Das müssten wir natürlich richtig organisieren. Skepsis bringt wenig, gute Ideen einbringen wäre gefragt. Danke.
@Zumthür: Aber selbstverständlich würde ich das aus einer Auswahl mitentscheiden wollen! Sie sehen das ja auch als Problem und ungute Variante, nur zu müssen was befohlen würde. Wenn Sie mithelfen dass wir mitreden und mitentscheiden könnten, dann wären wir schon zwei! Wir gestalten das ja erst, und gute Ideen sind jetzt gefragt, dann könnte es sehr gut kommen.....bin ich überzeugt.
@Armin Köppel: Wenn Prechts Pflicht-Sozialjahr kommt, werden Sie selbstverständlich nicht mehr selber entscheiden, was wie wo und wann. Aber vielleicht können Sie sich dann mit so etwas wie dem Militär-Pflichtersatz freikaufen.
"Ein Pflichtjahr, in dem sie zirka 15 Stunden in der Woche Kindern Nachhilfe geben" jaja klar in einer Zeit in der eine Ungeschulte Person nicht mal mehr in einem Altersheim Kaffe auschschenken darf? In einer Zeit in der darüber debatiert wird, ob die eigenen Grosseltern ohne Kurs fähig sind, sich um ihre Enkel zu kümmern? Antworten
Ja klar, gerade darüber sollten Sie sich nicht aufregen sondern mit anderen diskutieren und allenfalls erreichen dass wir diese "Perfektitis-und-nur-mit-Diplom" in Frage stellen. Was wären denn Ihre Ideen wenn Sie einfach so dürften, was könnten Sie mit Begeisterung? ... und natürlich ohne Kurs?
Ein sehr weiser Mann dieser Herr Precht, habe ihn auch schon im Schweizer TV Philosophie Stunde erlebt.
Man sollte Philosophie als Pflichtfach ab der 3 Primar einführen, ist die einzige Rettung für die Menschheit, damit sie wieder ethisches Verhalten lernen und entwickeln kann.
Antworten
aha herr burky. abaer den jungen denen verlangt man immer viel engagenemt und soziales verhalten. so bezahlen wir übermässig teure krankenkassenbeiträge, bezahlen AHV für die alten ein obwohl wir nicht wissen, ob wir jemals einen franken zurückbekommen, wir bezahlen viel steuern für infrastrukturen die wir nicht brauchen, und wir bezahlen die kriese die eure generation ausgelöst hat. aber umgekehr Antworten
Zitat: "Das ist unsozial gegenüber den nachfolgenden Generationen, denn diese werden eine solche Rente nicht mehr bekommen können". Wenn die Jungen gleich arbeiten (100%), wie die Alten gearbeitet haben und gleichzeitig für das Alter vorsorgen (sparen), haben es die Jungen besser, als die Alten. Aber mit 60%-Pensen kommt man eben nicht weiter! Blasisus mit Pflichtjahr wir haben die Rente verdient. Antworten
Ich bin für die Erhöhung des Rentenalters, wenn die temporären Jobs total besseren Schutz geniessen mit höheren Löhnen und dass die Festangestellten und die Selbstständigen totalen Arbeitsschutz haben bis zum Erreichen des geforderten Rentenalters. Wenn nicht, so benötigen wir sicher keine Erhöhung des Rentenalters. Ist doch logisch. Antworten
Interessant, die Idee mit den Pensionären, die Kindern bei den Aufgaben helfen. Ich habe einen Sohn, der bald in die Schule kommt. Und ich überlege mir gerade, ob ich meinen Sohn tatsächlich so irgendeinem alten Menschen anvertrauen würde, der noch nie was von Mengenlehre gehört hat. Wohl eher nicht. Oder ist das dann auch obligatorisch? Antworten
Es ist immer wieder erstaunlich wie viele (scheinbar) nicht in der Lage sind einen Text ganz zu lesen oder ihn ganz zu verstehen. Es ist ausdrücklich die Rede von Nachhilfe für "Kindern aus schwierigen Elternhäusern". Es mag sein, dass dies bei Ihnen so ist, ansonsten können Sie beruhigt sein. Es geht also um das Wohl von Kindern, die sonst weniger Chancen haben.
Sofern der alte Mensch Georg Cantor oder Richard Dedekind heissen noch so gerne...
Die Mengenlehre ist schon längstens wieder aus dem Mathematikunterricht verbannt worden, (leider).
Leider ist mein Enkel noch zu klein, aber ich freue mich, auch mit meinen und anderen Enkelkindern Precht zu lesen, zu philosophiern, zu diskutieren, zu lachen und als stirnrunzelndes Fragezeichen dazusitzen. Es tut gut, Prechts Bücher zu lesen oder zu hören. Prechts Hörbücher haben uns die Fahrt in die Ferien spannend gemacht. Ich freue mich schon auf die Pensionären RS in ein paar Jahren. Antworten
danke, hab mich schon gefragt wo ich hier gelandet bin, bei all den, ich sicher nicht und ich habs mir verdient kommentaren. bin mir sicher davon können beide generationen nur profitieren.
Grundsätzlich stimm es, dass Vordenker und weitsichtige Politiker heute fehlen. Aber haben wir nicht gerade diese Quartalsmaterialistische Egozentrik Herrn Adam Smith zu verdanken, deren Auswüchse in übelster Form das Land der begrenzten Unmöglichkeiten bedeckt und oligarchen Superreichtum hervorrief?
Naja und als Pensionär möchte ich gern selbst entscheiden wo ich helfe.
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Adam Smith hat seine ökonomische Theorie wenigstens noch in eine Morallehre eingebettet. Die Egozentrik haben wir nicht den Philosophen, sondern den unphilosophischen Ökonomen zu verdanken, von denen heute an den Universitäten viel zu viele ausgebildet werden. Hier sollte man den Rotstift ansetzen.
wenn er bei keiner hochschule bisher angeeckt ist, wie er sagt, und als intro beispiel sich fragt, ob mann einen dicken mann aufs gleis schubsen darf um andere zu retten, dann ist mir klar, dass es sich hier nicht um einen wirklichen philosophen handelt und sicht nicht weiter mit ihm zu beschäftigen kein verlsut ist Antworten
Die Frage, ob ein (dicker oder nicht so dicker) Mann sein Leben hergeben soll, damit mehrere andere Menschenleben gerettet werden, ist ein bekanntes Experiment aus der sozialwissenschaftlichen Forschung, ähnlich dem Prisoner's Dilemma. Vielleicht versöhnt Sie das soweit mit Precht, dass Sie sich doch mit ihm und seinen Gedanken beschäftigen?
Vielleicht sollten Sie das Intro-Beispiel zuerst in seinem Zusammenhang gelesen haben, bevor Sie Ihr Urteil über dessen philosophischen Gehalt zum Besten geben. Die Frage über den Wert des Einzelnen in der Gesamtheit hat ihre Berechtigung und kann durchaus philosophisch diskutiert werden.
Und überhaupt: was ist ein "wirklicher" Philosoph?
@m.roth: Sollte Ihnen der Name und die Person Richard David Precht erst mit dem heutigen Tag zum ersten Mal ins Bewusstein gerückt sein, und muss nun für Sie -mangels sonstiger Kenntnisse- allen Ernstes das Geschichtchen vom "dicken Mann für die süffisante Pauschaldisqualifizierung von Prechts Werk hinhalten, ja dann ist es tatsächlich kein Verlust, wenn Sie sich nicht weiter mit ihm beschäftigen!
Ach so ist das. Dann erklären Sie mir doch bitte mal die 'normativ verordnete' Solidarität welche die Amerikaner erfolgreich an den Tag legen? Falls Sie sich damit auskennen...als Philosoph.
Der Herr Precht, immer wieder gern gelesen. Leider bedenklich, dass sich die Universitäten der Verantwortung entziehen, aus ihrer Forschung Konsequenzen abzuleiten und sich darauf versteifen, die Lehre als Leistungswettkampf zu inszenieren. Die Konsequenzen trägt die Gesellschaft, unter dem Handlungsdiktat einseitiger, ideologischer Wirtschaftsorientierung. Antworten
Dieses lächerliche Pflichtjahr für Alte mit Kindern könnte aus dem Ministerium für Liebe von Orwell stammen. Was P. über Hochschulphilosophie schreibt in Abgrenzung zur "schlechteren" Fachhochschulphilosophie, hat mit PH nichts zu tun; Wittgenstein verliess Oxford, wurde Primarlehrer in Oe. Habermas muss man nicht getroffen haben, um Philosoph zu sein. Aristoteles hat besser über Geld geschrieben. Antworten
dies tut er mit der selben frechheit, wie jene die angesprochen sind, schulden aufgenommen haben, welche andere zu begleichen haben. die selbe freiheit mit der diese generation sich renten ausbezahlt haben welche zur systemgefahr werden und sie die welt ausbeuten liessen, mit all ihren schäden. frechheit ist schaden an zu richten und andere zur lösung zwingen!
Da bin ich und sicherlich auch viele andere Ihrer Meinung. Woher nimmt er sich das Recht die Freiheit anderer einzuschränken - auf freiwilliger Basis ja, aber nicht unter Zwang! Sicherlich haben viele zukünftige Pensionäre eigene Kinder unter Schwierigkeiten grossgezogen. Sollen sie sich jetzt im Pensionsalter mit fremden (schlecht erzogenen) Jugendlichen rumschlagen? Das ist eine Zumutung!
Herr Alain Burky, guten Tag.
Freiheit? Was ist das? Sicher ist es nicht, dass man machen kann, was einem gerade passt. Vielleicht ist es mehr, dass man versteht, was zu tun ist?

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