Jackson-Arzt wegen fahrlässiger Tötung verdächtigt
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Mehr als zwei Dutzend Ermittler durchsuchten die Praxis des Mediziners Conrad Murray im texanischen Houston. Murrays Anwalt, Ed Chernoff, teilte mit, Beamte der Anti- Drogenbehörde DEA sowie Polizisten aus Los Angeles suchten Beweise «für das Vergehen fahrlässige Tötung».
Nach seinen Angaben nahmen die Ermittler am Mittwoch aus der Praxis neben 21 Dokumenten auch Daten einer Computer-Festplatte mit. Die Beamten hatten aufgrund vorläufiger Autopsieergebnisse einen Durchsuchungsbefehl für Jacksons Patientenakten.
Die Informationen seien zuvor noch nicht von den Ermittlern angefordert worden. Eine Polizeisprecherin bezeichnete die Durchsuchung als «Teil der laufenden Untersuchung von Michael Jacksons Tod».
Auch Ernährungsberaterin befragt
Auch von der früheren Ernährungsberaterin Jacksons forderten die Ermittler Patienten-Unterlagen an. Cherilyn Lee kooperiere mit den Ermittlern, teilte ihre Sprecherin Belinda Foster am Mittwoch im kalifornischen Inglewood mit. Die Krankenschwester hat Jackson zwischen Januar und April behandelt. Lee erklärte, der Sänger habe sie in dieser Zeit immer wieder um das starke Beruhigungsmittel Diprivan angefleht, was sie ihm aber verweigert habe. Diprivan wurde nach Jacksons Tod am 25. Juni in seinem Haus gefunden.
Schmerzmittel verabreicht
Murray war vor Jacksons Tod am 25. Juni bei dem Popstar. Er versuchte, den Sänger nach dessen Zusammenbruch wiederzubeleben. Weil er angeblich die Adresse des Hauses nicht wusste, rief er den Notruf erst verspätet an.
Nach dem Tod des Sängers hatte es Berichte gegeben, wonach Murray dem 50-Jährigen starke Schmerzmittel verabreicht haben soll. Auch die zweite Autopsie hat Medienberichten zufolge Hinweise auf das potenziell tödliche Narkosemittel Propofol ergeben.
Bereits zwei Mal vernommen
Die Polizei hat den Arzt bereits zwei Mal vernommen und plante eine dritte Befragung. Der Mediziner hat in mehreren US-Staaten eine Zulassung.
Die zweite Obduktion war von Jacksons Familie in Auftrag gegeben worden, nachdem die offizielle Autopsie die Todesursache nicht auf Anhieb klären konnte. Die Familie bemängelte, es gebe noch «offene Fragen» zu Murrays Rolle in den letzten Stunden des «King of Pop».
(oku/ap)
Erstellt: 22.07.2009, 23:51 Uhr
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