Jackson-Notiz: «Kinder sind süss und unschuldig»
Irgendwann nach Mitternacht das Medikament verabreicht: Conrad Murray und Michael Jackson. (Bild: Keystone)
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In einem anderen Schlafzimmer habe Kleidung auf dem Boden gelegen. An der Wand fanden die Ermittler Notizen geheftet, eine der Botschaften lautete: «Kinder sind süss und unschuldig».
Murrays Anwalt Edward Chernoff hat erklärt, sein Mandant habe nichts verschrieben oder verabreicht, was zu Jacksons Tod hätte führen können. Murray wurde im Mai als persönlicher Arzt des Popstars engagiert. Er hätte ihn auch nach London begleiten sollen, wo für Juli mehrere Comeback-Konzerte geplant waren.
Der Privatarzt von Michael Jackson soll dem Popstar am Tag seines Todes das starke Betäubungsmittel Propofol als Einschlafhilfe verabreicht haben. Das verlautete aus Ermittlerkreisen in Los Angeles. Demnach vermuten die Behörden, dass dieses Medikament den Tod Jacksons verursacht hat.
Jackson habe von Conrad Murray regelmässig Propofol erhalten, um einschlafen zu können, sagte ein Gewährsmann der Nachrichtenagentur AP. Das Mittel sei für diesen Zweck aber überhaupt nicht bestimmt. Am 25. Juni, dem Todestag des Popstars, habe Murray das Medikament irgendwann nach Mitternacht verabreicht, sagte der Informant, der anonym bleiben wollte. Die toxikologischen Untersuchungen seien zwar noch nicht abgeschlossen, aber die Ermittler gingen davon aus, dass Propofol zum Herzstillstand bei Jackson geführt habe.
Die Schlüsselfigur
Murray gilt als Schlüsselfigur bei den Ermittlungen über die Umstände von Jacksons Tod. Er hatte sich in dessen Haus in Los Angeles aufgehalten und vergeblich versucht, den «King of Pop» wiederzubeleben. Jacksons Vater hat schwere Vorwürfe gegen den 51-jährigen Kardiologen erhoben. In der vergangenen Woche wurde Murrays Klinik in Houston in Texas durchsucht. Aus Gerichtsunterlagen geht hervor, dass er im Zentrum von Totschlags-Ermittlungen steht. Offiziell bezeichnet ihn die Polizei aber nicht als Verdächtigen.
Murrays Anwalt Edward Chernoff hat erklärt, sein Mandant habe nichts verschrieben oder verabreicht, was zu Jacksons Tod hätte führen können. Auf die neuen Informationen angesprochen sagte er am Montag, er werde sich nicht zu Gerüchten, Unterstellungen oder ungenannten Quellen äussern. In Jacksons Haus waren nach dem Tod des Sängers Propofol und andere Medikamente gefunden worden, woraufhin es Spekulationen über einen möglichen Arzneimittelmissbrauch gab. (sam/ap)
Erstellt: 28.07.2009, 11:30 Uhr
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