Jermaine Jackson bricht am TV zusammen
Am Anfang des rund fünfminütigen Interviews mit dem französischen TV-Sender France 2 spricht Jermaine Jackson über seine Bewunderung für seinen jüngeren Bruder: «Ich bin nicht nur sein Bruder, ich bin auch ein Fan von ihm. Deshalb kann ich nachvollziehen, wie die Fans sich fühlen, wie verletzt sie sind.» Michael sei jemand gewesen, mit dem die Fans hätten kommunizieren können. «Er war da, um seinen Job zu erledigen, durch seine Musik, durch seine Handlungen, durch seine Wohltätigkeitsarbeit. Er ging in die Spitäler und brachte sterbenden Kindern, deren Familien sich so was nie hätten leisten können, Licht und Fröhlichkeit.» Jermaines Stimme zittert, er unterdrückt ein Schluchzen und fährt weiter: «Er war einer der grösszügigsten Spender der Welt.»
Es schmerze die ganze Familie deshalb besonders, dass Michael nun als eine Figur dargestellt werde, die er nie gewesen sei. «Lasst uns in Ruhe, hört auf mit den verrückten Geschichten über ihn. Was hätte er noch tun müssen, um den Leuten klar zu machen, dass er ein Mensch wie du und ich war? Seine Tochter brachte es auf den Punkt: Mein Vater war ein menschliches Wesen. Er war ein Vater, ein Onkel, ein Sohn...» Hier versagt Jermaines Stimme erneut. Er lässt seinen Tränen freien Lauf. Die Kamera stoppt und setzt etwas später wieder ein. Jermaine konnte sich in der Zwischenzeit wieder fangen.
«Michael war absolut normal und voller Energie»
«Wir hatten ein Familientreffen, eine Woche vor seinem Tod. Es war eine Überraschung für Mam und Dad. Alle Enkel waren da», fährt Jermaine Jackson fort. «Auch Michael kam mit seinen Kindern. Er war voller Energie, er sah nicht krank aus. Er sprach ganz normal mit allen. Er war völlig in Ordnung.» Er habe bei seinem Bruder nie ein abnormes Verhalten gesehen oder Substanzen, die ein abnormes Verhalten auslösen würden. Er habe nie etwas solches bemerkt und würde darum die Frage, ob sein Bruder Drogen genommen habe verneinen.
Letzte Ruhestätte Neverland
Jermaine macht auch klar, dass er dagegen sei, dass Michael im Forest Lawn Friedhof in Los Angeles beigesetzt werde. «Wenns nach mir ginge, würde ich ihn nach Neverland bringen. Das war sein Traum, ein Traum, den er verwirklicht hat. Da gehört er hin.»
Kinder gehören zur Oma
«Was Michaels Kinder betrifft ist die Sachlage klar: Er wollte, dass meine Mutter das Sorgerecht bekommt. Zurzeit sind die drei bei meiner Mutter und meinen Kindern.» Jeder, der mit den Kindern von Michael ein anderes Vorhaben durchdrücken wolle, handle gegen Michael Jacksons ausdrücklichen Willen.
Michaels Brüder wollen wieder touren, aber nicht als Jackson Five
Eine Reunion der Jackson Five wird es nie mehr geben, stellt Jermaine klar. Wir werden uns nicht The Jackson Five nennen, nur The Jacksons. Michael spielte bei den Jackson Five eine dermassen wichtige Rolle, dass es unfair wäre, die Gruppe ohne Michael wieder auferstehen zu lassen. Wir werden wieder zusammen touren, aber als The Jacksons. Und Michael wird mit uns sein. Für immer. (smh)
Erstellt: 22.07.2009, 10:04 Uhr
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