Kultur

Oma Katherine bekommt Jacko-Kinder, will aber auch beim Nachlass mitreden

Aktualisiert am 03.08.2009

Ein Gericht in Los Angeles hat Michael Jacksons Mutter zum Vormund der drei Kinder des verstorbenen Popsängers erklärt.

Die Mutter des King of Pop: Katherine Jackson.

Die Mutter des King of Pop: Katherine Jackson. (Bild: Keystone)

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Michael Jackson hatte in seinem Testament 2002 geschrieben, dass sich bei seinem Ableben seine Mutter Katherine um die Kinder kümmern sollte. Die drei Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren waren seit dem Tod des Sängers Ende Juni bereits vorläufig bei ihrer Oma untergebracht. Jacksons jüngstes Kind wurde von einer Leihmutter ausgetragen.

Die Kammer unter Leitung von Richter Mitchell Beckloff wollte sich am Montag mit einem ganzen Katalog von Fragen befassen, die sich um die Vormundschaft für die Kinder und die Regelung des Nachlasses des verstorbenen Popsängers drehen. Immerhin geht es um ein geschätztes Vermögen von 500 Millionen Dollar.

Biologische Mutter einverstanden

Katherine Jackson und Debbie Rowe, die biologische Mutter der ältesten beiden Kinder, einigten sich bereits in der vergangenen Woche darauf, dass Prince Michael (12) und Paris Michael (10) bei ihrer Oma bleiben. Das Sorgerecht verblieb bei der 79-Jährigen; Rowe erhielt ein Besuchsrecht. Die beiden ältesten Kinder hatten offenbar auch Willenserklärungen unterzeichnet, wonach sie bei Katherine Jackson bleiben wollten.

Kniffliger wird die Auseinandersetzung um den Nachlass. Jackson hatte dem Anwalt John Branca und dem Musikmanager John McClain in seinem Testament als Verwalter eines neu geschaffenen Treuhandfonds benannt. Ein Richter hat den beiden Männer bereits vorübergehend die Verwaltung von Jacksons Nachlass übertragen. Anwälte von Jacksons Mutter Katherine bemühten sich darum, dass ihre Mandantin als dritte Bevollmächtigte anerkannt wird. Die Anwälte Katherine Jacksons hatten vor Gericht bereits einen besseren Einblick in die Unterlagen des Verstorbenen beantragt.

Millionenschwere Verträge vor Abschluss

Wie aus Gerichtsakten hervorgeht, haben Branca und McClain bereits 5,5 Millionen Dollar von einem früheren Finanzberater Jacksons erhalten, der später als Tohme Tohme identifiziert wurde. Sie haben die Verwaltung über einen Grossteil des Jackson-Vermögens übernommen und erklärt, sie erwarten in Kürze den Abschluss mehrerer millionenschwerer Verträge.

Richter Mitchell Beckloff, der auch der Anhörung vorsitzt, hat bereits einen dieser Verträge genehmigt, der Jacksons Autobiografie «Moonwalk» aus dem Jahr 1988 zurück in die Bücherregale bringen wird. Ausserdem hat der Sänger zahlreiche unvollendete Projekte und unveröffentlichte Musik hinterlassen. Ein weiterer Punkt bei der Anhörung dürfte die Höhe der Zuwendungen für Katherine Jackson und ihre Enkel sein. Anwälte beider Seiten stimmen darüber ein, dass eine Regelung notwendig ist. (vin/ap/sda)

Erstellt: 03.08.2009, 19:34 Uhr


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