Kultur

«Angsthase im Scheinwerferlicht»

Aktualisiert am 29.05.2009

Susan Boyle, das hässliche Entlein aus der britischen Talentshow «Britain’s Got Talent», ist dem Erfolgsdruck nicht gewachsen. Laut Juror Piers Morgan wollte das Stimmwunder die TV-Show verlassen.

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Über Nacht zum Star: Castingshow-Wunder Susan Boyle.
Bild: Screenshot ITV

   

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Auftritte Boyles







(Quelle: Youtube)

Susan Boyle gilt vor dem Finale als die grosse Favoritin der Casting-Show «Britain’s Got Talent». Angesichts von über 100 Millionen Youtube-Videoabrufen ihrer Auftritte ist der Erwartungsdruck enorm. Und dies ist der 48-jährigen Jungfer nun gemäss verschiedenen britischen Medien zu viel geworden.

Laut Juror Piers Morgan ist Susan Boyle seit einer Woche im Tal der Tränen, wie der «Telegraph» schreibt. Sie sei weinerlich und leide unter flattrigen Nerven. Böse Kommentare über sie würden ihr schwer zu schaffen machen. In seinem Blog hält Morgan fest: «Susan hat grosse Mühe, Ruhe zu bewahren. In der vergangenen Tagen litt sie mehrmals unter Weinkrämpfen und wollte auch schon die Show verlassen, um der grossen Aufmerksamkeit entfliehen zu können.»

«Ein ängstlicher Hase»

Piers Morgan beschreibt seinen Schützling angesichts des plötzlichen Grosserfolgs als «Hasen, der vom Scheinwerferlicht geblendet, Angst kriegt». Anstatt aber in Deckung zu gehen, suchte die ungeküsste Schottin die Offensive.

Gemäss der «Sun» soll sie in der Bar des Wembley Plaza Hotels im Norden Londons laut geflucht haben, weil Piers Morgan den Auftritt ihres zwölfjährigen Konkurrenten Shaheen Jafargholi als «bisher beste Performance» bezeichnet hatte.

Wie das Boulevardblatt weiter berichtet, soll Susan Boyle diese Woche ein weiteres Mal die Nerven verloren haben, als sie «von zwei Unbekannten» bedrängt worden war. Die Polizei musste einschreiten und den aufgebrachten Casting-Star beruhigen, worauf dieser auch die Polizisten beschimpfte.

An unbekannten Ort gebracht

Um die Favoritin der Talentshow im Zaun halten zu können, ist die exzentrische Susan Boyle mittlerweile an einen unbekannten Ort gebracht worden. Denn sowohl für die Organisatoren wie auch für die «hässliche Nachtigall» gilt : «The Show must go on.» (mbr)

Erstellt: 29.05.2009, 11:26 Uhr


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