«Das ist Grund genug, SRF zu verlassen»

Steffi Buchli über ihren neuen Job, ihren Promistatus, die No-Billag-Initiative – und den schönsten Arbeitsplatz, den sie je hatte.

Pannen und Lacher: Steffi Buchli lieferte in ihrer SRF-Zeit so einige Momente, die in Erinnerung bleiben werden.
Video: Tamedia/SRF

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Wieso verlassen Sie das SRF?
Die Möglichkeit, die ich nun mit UPC My Sports erhalten habe, ist so cool, dass dies für mich Grund genug ist, SRF nach 14 Jahren zu verlassen. Ich hatte eine extrem tolle Zeit und freue mich nun aber auf die neue Herausforderung bei My Sports.

Was genau ist cool daran?
Ich werde bei My Sports neben Moderatorin auch Programmleiterin sein und dadurch mehr Einfluss auf die Programmgestaltung haben. Natürlich bringt das auch mehr Verantwortung mit sich. Bei SRF war ich ausführende Person, sei es als Redaktorin oder Moderatorin, und konnte der Sendung ein wenig eigene Couleur geben, viel mehr jedoch nicht.

UPC My Sports hat die Exklusivrechte an den Spielen der Schweizer Eishockey-Liga erworben. Sie sind in dieser Sportart spezialisiert. Hatte dies einen grossen Einfluss auf Ihren Entscheid?
Ja, klar. Ich arbeite seit zehn Jahren in dieser Sportart, und dass eine solch «grosse» Sportart bei My Sports zu sehen sein wird, spielte beim Entscheidungsprozess eine sehr zentrale Rolle.

Bei UPC My Sports werden Sie Programmchefin. Werden Ihre Fans Sie aufgrund der neuen Stelle nun weniger sehen?
Momentan kann ich das noch nicht sagen. Jedoch ist klar, dass ich weiterhin Sendungen moderieren werde. Ich mache viel zu gerne Fernsehen und glaube nicht, dass ich mich wohlfühlen würde, wenn ich nur noch im Büro sitzen würde.

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Steffi Buchli als Sportmoderatorin ist ...





Sie haben beim SRF einen gewissen Promifaktor geniessen können, waren eines der Aushängeschilder des SRF Sport. War dies mehr Fluch oder Segen für Sie?
Ich hatte diese Rolle immer sehr gerne inne. Und ich gehe davon aus, dass My Sports auch ein Erfolg wird und ich deshalb nicht von der Bildfläche verschwinden werde. Die Exponierung werde ich auch weiterhin haben. Das Fernsehen bringt ganz einfach eine gewisse «Öffentlichkeit» mit sich. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mir diese Rolle nicht gefällt.

UPC My Sports wird keine Exklusivrechte für die Übertragung von Grossanlässen besitzen. Werden Ihnen diese Anlässe nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro letzten Sommer oder der Ski-WM in St. Moritz vor kurzem nicht fehlen?
Ich bin weder nostalgisch, noch laufe ich einer «Bucket List» nach. Ich habe jede einzelne Olympia- oder Ski-WM-Sendung, die ich machen durfte, sehr genossen. Ich sehe den Reiz im Arbeitsleben nicht in Wiederholungen, also noch einmal eine WM oder noch einmal die Olympischen Spiele abzudecken.

Was waren Ihre Highlights, Ihre schlimmsten Erfahrungen beim SRF?
Eine der schönsten Erinnerungen war mit Abstand Rio. Auch wenn die Studios von My Sports in Erlenbach beheimatet sind, kommt natürlich nichts an den Strand von Ipanema heran! Das war der schönste Arbeitsplatz in meinem Leben. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war die Sendung «Champiuns» während der Ski-WM. Es ist wohl ein gutes Zeichen, dass ich nach 14 Jahren am selben Arbeitsplatz keine schlechte Erinnerung habe.

Die No-Billag-Initiative steht vor der Tür, es könnte zu einem Abbau bei der SRG kommen. Hatte dies einen Einfluss auf Ihren Entscheid, SRF zu verlassen?
Nein, dies hat überhaupt keine Rolle gespielt. Ich habe wirklich nur die Chance gesehen, die sich mir bietet.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.04.2017, 16:48 Uhr

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