Das neue «Lost»?
Aktualisiert am 28.09.2010 4 Kommentare
Fragen über Fragen: Was ist «The Event»? Und was wissen die Gefangenen?
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Seit «Lost» zu Ende ging, sehnen sich Mystery-Fans einen würdigen Nachfolger herbei. Mit «Flashforward», das auch im Schweizer Fernsehen zu sehen war, glaubte man, fündig geworden zu sein. Doch die Serie wurde in Amerika bereits nach einer Staffel eingestellt. Nun liegen die Hoffnungen auf «The Event», eine Produktion, die in den Staaten eben angelaufen ist.
Worum geht’s? Das ist bei einer Mysteryserie natürlich schwierig zu sagen, respektive die Antwort auf die grosse Frage der Serie: «Was ist das Event?» Wie es sich für das Genre gehört, werden bereits in der ersten Folge allerlei Fährten gelegt, die sich freilich als falsch herausstellen dürften. Konzentrieren wir uns zunächst also auf die Figuren.
Wer sind «sie»?
Hauptfigur ist Sean Walker, dem wir zuerst als nervösen Passagier an Bord eines Flugzeugs begegnen, wo er wild mit einer Waffe herumfuchtelt. Später sehen wir ihn in der Vergangenheit, wie er seiner Verlobten im Urlaub einen Heiratsantrag machen will – dummerweise ist die Frau plötzlich verschwunden.
Eine weitere Handlungsebene dreht sich um niemand Geringeres als einen frisch gebackenen US-Präsidenten. Der ist erbost, dass er vom CIA nicht über die Existenz des Hochsicherheitsgefängnisses Inostranka, beziehungsweise dessen Insassen, informiert worden ist. Interessanterweise bedeutet der Gefängnisname auf Russisch «Ausländerin». Wer wird dort festgehalten: Terroristen? Ausserirdische? Zeitreisende? Wir wissen es nicht. Bloss dass uns die «grösste Verschwörung der Geschichte» bevorsteht.
Zu viele Rätsel?
Was man schon sagen kann nach der ersten Episode: Die Serie scheint wie «Lost» um seine Charaktere bemüht zu sein. Flashback um Flashback lernen wir die Figuren besser kennen. Im Unterschied zu «Lost», das gemächlich begann, bombardiert «The Event» sein Publikum jedoch gleich zu Beginn mit allerlei Rätseln. Es stellt sich deshalb die Frage, ob die Zuschauer das actionreiche Verwirrspiel goutieren. Denn sogar beim Branchenprimus «Lost» galt: Je komplizierter die Handlung, desto schneller sanken die Quoten der Sendung.
Ist «The Event» das neue «Lost» - oder «Flashforward»? Die Quoten der Auftaktepisode deuten auf ersteres hin. US-Fernsehexperten weisen aber darauf hin, dass man die Frage erst nach ein paar Episoden eindeutig beantworten kann. Dann entscheidet sich wohl auch, ob die Serie genug Potenzial hat, um dereinst im deutschsprachigen Fernsehen zu laufen. (phz)
Erstellt: 28.09.2010, 11:33 Uhr
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4 Kommentare
Der Pilot alleine hat noch gar nichts entschieden. Schade, dass immer wieder auf solche Formate (und auch die ähnliche Umsetzung) gesetzt wird. An LOST wird keine Serie in diesem Bereich herankommen. Sowas kann man nicht recyclen. Sie sollten sich lieber neue Formate ausdenken und neue Wegen gehen. Let go. Antworten
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