Die Horrorhochzeit

Wie viel Intrigen, Gewalt und Unzucht gabs diesmal? Tagesanzeiger.ch/Newsnet bespricht die neuste Staffel der Serienhits «Game of Thrones». Heute: Folge 2.

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SPOILER-ALARM: NUR WEITERLESEN, WENN MAN EPISODE 2 VON STAFFEL 4 GESEHEN HAT.

Was ist in der neuen Folge passiert?
Viel! Eine Hochzeit! Und Hochzeiten sind in «Game of Thrones» ja ein gefährliches Pflaster; unvergessen ist die vorletzte Folge der dritten Staffel, wo bei der «Roten Hochzeit» gleich mehrere Hauptfiguren das Zeitliche segneten. Und falls es noch einen Hinweis auf dramatische Handlung brauchte – kein Geringerer als der Autor der Buchvorlage, George R. R. Martin, schrieb das Drehbuch zu dieser Folge. Denn selbstverständlich liess es sich der Meister nicht nehmen, Joffrey eigenhändig umzubringen. Jawohl, König Joffrey, das grösste Ekelpaket von Westeros, ist tot. Vergiftet. Nachdem er an seiner eigenen Hochzeitsfeier Tyrion demütigte, indem er eine Zwergenshow anberaumte. Grossartig, wie die Schauspieler dabei einen Gesichtsausdruck zwischen unterdrücktem Ekel und Ehranerbietung hinkriegten. Aber das macht «Game of Thrones» halt auch aus: die vielen tollen, mehrheitlich britischen Schauspieler. Als Hochzeitsband war übrigens Sigur Rós zu sehen, haben Sie es gemerkt? Item. Die grosse Frage lautet natürlich: Wer hat Joffrey vergiftet? Sansa, Oberyn oder Tyrion? Letzterer wurde jedenfalls vorsorglich verhaftet.

Abgesehen vom Mega-Twist sahen wir Jaime, der sich mit Loras anlegte, weil Letzterer mit Cersei anbandelt. Jaime mag moralischer handeln als auch schon, aber seine inzestuöse Neigung bleibt. Die Eröffnungsszene bescherte uns Sadist Ramsay Bolton, wie er buchstäblich Jagd auf eine junge Frau machte. Irritierenderweise hatte er eine Gespielin dabei, die dem bedauernswerten Geschöpf einen Pfeil durchs Bein schoss, bevor Ramsay seine Hunde losliess. Auch Stannis ist zurück, zusammen mit seiner religiös verzückten Frau. Da ist einem ja noch Melisandre lieber, trotz ihres komischen Schattenbabys.

Höhepunkt der Folge:
Klare Sache – der erstickende Joffrey.

Tiefpunkt der Folge:
Brans Handlungsfaden, da geht nach wie vor nicht viel, Vision hin oder her.

Ekligste Gewalteskalation:
Ramsay und seine Freundin auf Frauenjagd.

Unflätigster Unzuchtsmoment:
Die Episode hatte fast keine nackte Haut. Für einen Sekundenbruchteil war eine barbeinige Tänzerin zu sehen, die einen Spagat hinlegte.

Wurden «Andere» gesichtet?
Nein.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 17.04.2014, 15:40 Uhr)

Trailer der Folge

Serien-Besprechung: Game of Thrones

Die US-Serie «Game of Thrones» ist das TV-Ereignis schlechthin. Weltweit verfolgen Millionen jede Woche die neuste Folge der Machtkämpfe im fiktiven Königreich von Westeros. Das Erfolgsgeheimnis von «Game of Thrones» sind eine komplexe Handlung, ein hochkarätiges Schauspieler-Ensemble und überraschende Wendungen sowie politische Bezüge zur Gegenwart. Tagesanzeiger.ch/Newsnet bespricht jeweils am Donnerstag die neuste Folge, die der US-Sender HBO am Sonntag zuvor ausgestrahlt hat. Um zu erfahren, wo und wann die Serie ausgestrahlt wird, lese man unten stehenden Artikel «Wie ‹Game of Thrones› schauen?».

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