Francine Jordi siegt bei «Die grössten Schweizer Hits»
Aktualisiert am 22.11.2009 84 Kommentare
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Verkündigung des Siegs im Final (Quelle: SF / «Die grössten Schweizer Hits»)
TV-Kritik
Lesen Sie die ausführliche Sendungskritik am Montag ab ca. 11 Uhr auf Tagesanzeiger.ch/Newsnet.
Ohne Sennenchutteli oder Tracht war bei dieser Staffel von «Die grössten Schweizer Hits» nichts zu holen. Der einzige Finalteilnehmer, der ganz ohne folkloristische Anspielung auskam, war Gölä, der die Sendung aber boykottierte. Dass bei diesem Wettstreit der Heimatverbundenen Francine Jordi und der Jodlerklub Wiesenberg das Rennen machten, überrascht nicht. In der Vorrunde konnten sie zwei Drittel der Stimmen des Telefonvotings für sich gewinnen – ein Rekord.
Ihr Triumph ist nicht unumstritten: Als Teilnehmerin der Talkrunde mit Bernard Thurnheer und Roman Kilchsperger war Jordi in der Sendung dauerpräsent. Eine Doppelrolle, die im Vorfeld von Musikern wie Bligg oder Polo Hofer kritisiert worden war. Thurnheer tat diesen Einwand während der Sendung als «kleinlich» ab und brachte den vorbereiteten Scherz: «Italien hat Berlusconi, wir haben Jordi». Nachdem die Telefonabstimmung abgeschlossen war, durfte Jordi noch einmal auf die Bühne und gar noch ein zweites Lied darbieten.
«Das Feyr vo dr Sehnsucht» gewann mit 42,8 Prozent der Stimmen, dahinter folgte «Rosalie» von Bligg mit 36,1 Prozent und Göläs «I ha di gärn» mit 8,2 Prozent. Göläs Abwesenheit wurde damit bestraft, dass die Einspielung seines Songs abrupt abgebrochen wurde. Als Gastacts standen Lovebugs, Stefanie Heinzmann und Stress auf der Bühne, als ob das Fernsehen damit beweisen wollte, dass die Schweizer Musikszene doch ein bisschen vielfältiger ist, als die Finalsongs suggerierten. (rb)
Erstellt: 22.11.2009, 23:15 Uhr
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