Köppel und die hochdeutschen Liberalen
Aktualisiert am 04.12.2009 91 Kommentare
Links
Dossiers
Artikel zum Thema
- Ein Gespenst geht um in der Schweiz. Das Gespenst heisst Eidenbenz
- «Ein Verbot der Burka finde ich selbstverständlich»
Stichworte
«Wie fühlt man sich am Pranger der Intoleranz?», so die Eröffnungsfrage von Moderator Frank Plasberg an Roger Köppel. «Die Schweiz hat ein demokratisches Urteil gefällt und es steht niemandem zu, das zu kritisieren», antwortete der «Weltwoche»-Chef und verwies zu einem späteren Zeitpunkt auf unser ur-demokratisches Recht, anders zu entscheiden als die Regierung. Bei dieser Gelegenheit geisselte er auch die Uno und andere internationale Instanzen, die den Volksentscheid in Frage stellen.
Interessanterweise waren Köppels gestrige Gegner vor allem Liberale wie er selbst. Etwa der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek (FDP). Er schlug vor, noch einen Volksentscheid abzuhalten: «Viele aufrechte Bürger sind zuhause geblieben, weil sie davon ausgingen, dass der Antrag sowieso abgelehnt würde.» Darob konnte Köppel nur den Kopf schütteln. Zuvor hatte er freimütig bekannt, bei der Volksabstimmung für das Verbot von Minaretten gestimmt zu haben und sich über «die Arroganz der Aussagen in der deutschen Presse» echauffiert. Warum diese sich in eine demokratische Entscheidung in der Schweiz einmische, fragte Köppel und bekam die Antwort vom Journalisten und CDU-Mitglied Michel Friedman: «Weil wir in einer globalisierten Welt leben und es um eine Frage geht, die alle angeht: die Religionsfreiheit.»
Strassenumfrage gab Köppel Recht
Köppel und der impulsive Friedman gerieten sich später nochmals in die Haare. Wobei Friedman die langsame Sprechart der Schweizer nachäffte worauf es für einen Moment ein wenig peinlich wurde. Doch nicht nur Friedman und Mazyek argumentierten gegen Köppel. Auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Bärbel Höhn, kritisierte die Minarett-Entscheidung scharf. Einzig der Politiker Wolfgang Bosbach (CDU) verwies im Laufe der Diskussion immer wieder darauf, dass auch die Ängste der Menschen vor dem Islam ernst genommen werden müsste; wobei er selbst bei der Volksabstimmung mit Nein gestimmt hätte, wenn er Schweizer wäre: «Die Abstimmung verletzte Menschenrechte.»
Obwohl allein auf weiter Flur, ging Köppel nicht als Verlierer aus der Runde. Das lag auch an einer Strassenumfrage, die während der Diskussionsrunde eingeblendet wurde: Offenbar unterstützen viele Deutsche die Entscheidung der Schweizer. Dies deckte sich mit einer Beobachtung, die Roger Köppel in den Nutzerforen deutscher Mediensites, wie etwa «Spiegel Online», gemacht haben will. Dort hätten die meisten Menschen die Minarett-Entscheidung begrüsst, ganz im Gegensatz zu den in den Leitmedien veröffentlichten Kommentaren der Journalisten. (phz)
Erstellt: 04.12.2009, 06:07 Uhr
WRITE A COMMENT
91 Kommentare
Faszinierend, wer welche Minarette für was mit welcher fulminanter Rhetorik gegen alle anderen aufrichtet, und wie da verdreht, verdrängt, und die eigenen versteckten Absichten übertüncht werden. Das erinnert an 1848 als die Franzosen der Schweiz mit Krieg drohten, wenn die Neue Bundesverfassung in Kraft gesetzt würde. Nur damals gabe es einen Bunderat Ochsenbei mit Rückgrat... Antworten
@Hans Meier: das hätte eine einfache Bauvorschrift jederzeit unterbinden können. Dazu wäre für die/den informierte/n SchweizerInnen keine Anti-Minarett-Initiative nötig gewesen. Aber danke für Ihre Antwort. Mich dürstet nach lösungsorientierten Vorschlägen, wie dieses Desaster von den Verursachern gelöst werden kann. Es brennt nun gewaltig und das 'zäuseln' hat einen Flächenbrand ausgelöst! Antworten
@urs schenker: absolut richtig. Ich bin für eine Volksinitiative, die Christopf Blocher zum alleinigen Befehlshaber der Schweizer Armee macht. Dann überfallen wird die EU und die UNO. Vorher müssen wir aber noch ein paar neue Kampfflugzuge anschaffen. Und das alles voll Ur-Demokratisch, denn das Volk hat immer recht und weiss was es tut! Antworten
Dass M. Friedman den schweizerdeutschen Akzent von Köppel verspottete, zeigt nur, wes Geistes Kind dieser selbsternannte Moral-Richter ist. Wenn man keine vernünftigen Argumente mehr hat, dann setzt man sein Gegenüber eben der Lächerlichkeit preis. Meine Hochachtung, dass Roger Köppel sich von diesem infantilen Gehabe nicht provozieren liess! Antworten
Okay. Die kleine Schweiz hat der muslimischen Welt nun gezeigt, wozu sie in der Lage ist. Minarette verbieten die sowieso (wg. Einsprachen) niemals gebaut worden wären. Dafür macht man fleissig weiter Geschäfte mit den Ländern, die uns brave Christen schamlos unterdrücken, gegen die die meisten aber ein Zeichen setzen wollten. Da fällt einem nichts mehr zu ein. Antworten
es ist doch immer wieder schön, wie wir auf unsere demokratie beharren. nur, haben vermutlich noch nicht alle gemerkt, dass eine demokratie gefährlich sein kann, vor allem, wenn sich demagogen den mantel der demokratie überstülben. dies haben wir doch alles schon mal erlebt, als der adolf vor 80jahren begann, die braune suppe zu kochen. leider kochen heute noch einige munter weiter. Antworten
Ich finde es absolut in Ordnung, dass im Ausland über den Ausgang der Abstimmung diskutiert wird. Auch hier muss Meinungsfreiheit herrschen. Was mich allerdings wundert ist das Unverständnis und die Respektlosigkeit - ja, auch seitens von sog. Intellektuellen - gegenüber einem demokratisch zustande gekommenen Entscheid. Man sollte in diesen Ländern die Direktdemokratie einführen.... Antworten
Köppel ist auch nicht immer gleicher Meinung wie ich. Aber wegen dem, tue ich Ihn nicht weniger schätzen. Im Gegenteil! Ich bedanke mich hiermit bei Köppel für sein Engagement, in seinem Sinne natürlich, was aber auf irgendeine Weise, auch uns allen zugutekommt (sowie das Schaffen anderer Schweizer, anderer Parteien, Zeitungen, welche sich für die Leute hierzulande einsetzen). Antworten
Bravo Herr Köppel! solche Leute sollten wir in Bundesrat und Parlament haben. Ich schäme mich für unsere Regierung, die herum geht und sich entschuldigt für ihres Volk. Wenn alle Schweizer zur Abstimmung gegangen wären, dann hätten wir 70-80% für die Initiative. Wann wird unser Bundesrat die berechtigte Angst des Volkes ernst nehmen? Antworten
Warum nimmt niemand je die Ja-Stimmen ernst (ich selber habe überzeugt nein gestimmt), wie Julia Onken meinte? Eine EU-, UNO-, "Immigrationsabstimmung" o.ä. würde in der momentanen Lage und wohl auch für die nähere Zukunft hochgradig abgelehnt, also auch von Personen, die an sich dafür wären, jedoch auch die Nachteile sehen. Das ist die einhellige Meinung in meinem grossen persönlichen Umfeld. Antworten
Jö! Wir sind so unterdrückt! So arme Leute! Alle sind gegen uns. Muslime, Deutschland, USA, Libyen, EU, Frankreich,...Nimmt uns denn gar niemand in den Arm?! Hätte die Schweiz eine Tür, würden wir sie jetzt laut zuknallen und das Radio laut aufdrehen. Wir reden mit niemandem mehr! Hört mal mit den Minderwertigkeitsreflexen auf...wenn man schon eine Meinung hat, soll man sie auch begründen können. Antworten
Ein Schweizer-Demokratischer Entscheid kann man nich umstossen und ist zu respektieren / akzeptieren - so war es immer und wird es immer bleiben - daran gibt es nicht's zu rütteln, d.h. alle Aufstände haben keine Chance, siehe alle die Kommentare, die sprechen für sich. Antworten
Bravo Herr Köppel! Wenigstens ein Schweizer, der sich für sein Land noch einsetzt im In- wie Ausland! Die diversen Bundesräte sollten sich eine Scheibe davon abschneiden, anstatt überall nur zu kuschen und sich für die dummen und bösen Wähler zu entschuldigen, die nicht so gestimmt haben, wie sie sollten. Antworten
Den Volksentscheid haben alle zu akzeptieren. Diese heuchlerische Empörung stört mich ungemein. Wörter wie Menschenrechte und Toleranz werden hier missbraucht. Das ist ein Affront gegenüber Leuten dessen Menschenrechte wirklich verletzt werden. Ich würde mir wünschen, dass die Schweiz bzw. ihre Regierungsmitglieder etwas selbstbewusster auftreten würden. Herr Köppel hat das sehr gut vorgemacht. Antworten
Es ist geradzu erschreckend zu sehen, wie die Gutmenschen und sogenannte Intellektuelle für sich in Anspruch nehmen, einzig und allein die richtigen Entscheidungen zu treffen. War ich am Anfang nicht sicher, ob mein Ja zur Initative gut ist, so bin ich nun definitv sicher. Antworten
Demokratie bedeutet nicht, dass sich die MEHRHEIT einer MINDERHEIT zu beugen hat. Demokratie bedeutet auch nicht, dass die Mehrheit die Minderheit unterdrueckt. In der CH werden Minderheiten (auch Muslime) sicher nicht unterdrueckt. Der Bau eines Minaretts hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun und ist auch kein Menschenrecht. Moscheen ja, Minarette nein, und das ist gut so. Antworten
Ich bin auch kein Fan von Köppel aber hier hat er einfach recht. Es ist eine absolute Frechheit der Deutschen, uns Lektionen erteilen zu wollen. Der Witz ist ja, dass bei Umfragen in Deutschland über das gleiche Thema wohl ein noch höherer "ja"-Anteil herauskäme. Aber in Deutschland ist es genau wie hier: Die gleichgeschalteten Medien verdrehen einfach die Stimmung im Volk. Antworten
Es wird immer erwähnt.,dass es eine Abstimmung gegen die Menschenrechte sei u. die Religionsfreiheit. es war eine Abstimmung über BAURECHT . Es dürfen weiterhin Moscheen gebaut werden und die Religon des Islams gelebt werden in der Schweiz , sofern die Islamisten sich an das Schweizerrecht halten z. B. Eheschliessungsalter, Monogamie, ect. In der Schweiz gilt Staatsrecht vor Religionsriten. Antworten
Wahnsinn...! Hut ab vor der Leistung von Hr. Köppel. Der Mut sich in solch einem Wespennest zu setzen, verdient allergrössten Respekt. All diese weinerlichen Typen in unserem Land die sich VOLKSVERTRETER nennen sollen zurücktreten. Hoffentlich vergessen die Wähler in 2 Jahren nicht, was jetzt hier im Lande abgeht! Köppel for president...! Antworten
Bravo Roger Köppel. Ein grosses Armutszeugnis, wenn man die fremde Sprache oder den fremden Akzent auslacht. Das machten wir nur als Kinder. Erwachsene Politiker machen dies in Deutschland offenbar, wenn ihnen die Argumente ausgehen. Und überhaupt, ist die Religionsfreiheit tangiert, wenn man keine Türme bauen darf? So einen Schwachsinn, Also, Empörung nur ideologisch begründet? Antworten
Demokratie, wie sie in der Schweiz gelebt wird, kennt man im Ausland nicht. Herr Köppel mag vielen unbequem sein, aber er ist ein aufrechter Demokrat, der sich im Ausland wacker für unsere Demokratie und unser Land verteidigt, im Gegensatz zu unserer Regierung. Die Schweiz braucht mehr Köppels. Antworten
Z.Ylmaz, Ihnen ist wohl entgangen dass Köppel in der deutschen Presse gute Noten erhalten hat hingegen fiel Friedmann bei einem grossen Teil des Fernsehpublikums durch.Falls Sie zu der Kaste der Intellektuellen gehören haben Sie mit Ihrem Kommentar ein schönes Eigengoal geschossen. Uebrigens, wer mit seinem Intellekt prahlt kommt beim Durchschnittsbürger nicht immer gut an. Antworten
Ich war gegen das Minaretverbot! Ich mag Köppel nicht! Ich mag keine Minarette, aber das hätte man über Ortsbildschutz diskreter abwickeln können. Und ich wähle nie seinen Sponsor Blocher, aber......... In Deutschland wäre das Resultat auch nicht besser ausgefallen! Nur haben die keine direkte Demokratie! Mir wäre es auch lieber gewesen ohne Minarette und ohne internationalen Skandal. Antworten
Mehrheit ist Mehrheit, keine Frage. Aber als Deutscher musste ich lernen, dass die Mehrheit nicht immer Recht hat. Das Schöne an der Schweiz: die Mehrheit darf gehört werden und wird gehört. Das ist in Deutschland nicht immer so. Die Down-side: die Meinung der Mehrheit darf in der Schweiz auch intolerant, radikal und egoistisch sein. Das wird in Deutschland zumindest politisch nicht geduldet. Antworten
In einem Punkt hat Herr Köppel recht. Die anmassenden Kommentare zum Volksentscheid müssen wir vehement zurückweisen. Die Rede ist auch von Toleranz. Ein Land mit einem Ausländeranteil von 20% muss sich nicht belehren lassen, was Toleranz ist. Viele Schweizer fürchten sich latent vor der Intoleranz Zugewanderter. Als harmloseres Beispiel die Dame, die nur mit Kopftuch Basketball spielen will. Antworten
Solche Diskussionen finde ich völlig daneben. Der Entscheid war demokratisch zustande gekommen. Etwas ehrlicheres kann auf der ganzen Welt gesucht werden. Das Übelste an der ganzen Diskussion ist, dass die Prominenten der umliegenden Länder alle tun, als ob sie Minarette befürworten. Dabei kann man als Europäer gar nicht dafür sein, wenn man ehrlich zu sich selber ist. Antworten
Fritz Peter: "... Arrogante Schnösel ..." - diese Qualifikation trifft eigentlich sonst auf Köppel zu. "Und die Deutschen haben bis heute nicht begriffen, wie Demokratie funktionier" - viele Schweizer auch nicht. Ein Mehrheitsentscheid (der abstimmenden Minderheit) heisst noch lange nicht, dass der Entscheid richtig und legitim ist und höherem Recht entspricht. Antworten
Ich war echt beeindruckt, mit welcher Direktheit die Diskussion geführt wurde und der Objektivität der Fernseheinspielungen, welche bei SF DRS nie so (Achtung Antirassismusgesetz) gesendet worden wären. Die Teilnehmer waren z.T. intellektuell methodisch brillant (Friedmann mit seiner Bemerkung über die Integration von Neonazis), aber halt typisch deutsch akademisch angehaucht und unpraktisch. Antworten
Als einer aus dem Volk kann ich zwar den Zorn einiger Leute verstehen, aber ganz und gar nicht, wie hier dem Medienguru Köppel nachgebetet wird. Natürlich steht es dem Ausland frei, die Schweiz zu kritisieren. Die Schweiz tut das Umgekehrte auch. Ist eigentlich ein Entscheid der Schweiz heiliger als ein Entscheid anderer Nationen? Der Massstab der andern Gesprächsteilnehmer war absolut korrekt. Antworten
Bedenklich ist, dass Deutsche Politiker unser Demokratiesystem in Frage stellen. Es ist ihnen überlassen einen Kommentar über die Entscheidungen abzugeben, dass sie sich aber auch noch zu unserem liberalen und demokratischen System äussern, ist die absolute Spitze der Frechheit. Ich habe vier Jahre in D gearbeitet, mich den Verhältnissen angepasst, auch wenn mir nicht ALLES gepasst hat Antworten
Als Innerschweizerin bedanke ich mich bei Herrn Köppel dafür, dass er für uns Helvetier praktisch im Alleingang an vorderster Front "kämpft" und unsere politische Situation selbst im Ausland erklärt - was offenbar nicht einfach ist. Ich bin dankbar, dass es noch Schweizer gibt mit Ihrem Format. Hoffentlich vergelten es Ihnen die Helvetier, indem sie Ihre Zeitung "Weltwoche" abonnieren. Herzl. DANK Antworten
Köppel mag ich eigentlich überhaupt nicht. Meistens bin ich überhaupt nicht einverstanden mit ihm. Gestern aber fand ich ihn hervorragend. Er hat die Haltung der besorgten und nicht zwingend rassistischen Mehrheit der Schweiz gut vertreten. Ich habe diese unsägliche Initiative abgelehnt. Nach den vielen unmöglichen Reaktionen (Erdogan voran) freue ich mich sogar etwas über das ja. Antworten
Herr Berlinger meint Herr Köppel irrt sich, die Unterlegenen haben sich zu wehren. Erinnert euch wie knapp die Entscheidung mit dem biometrischen Pass war. Für einen Pass ausstellen werden Daten ermittelt wie bei einem Verbrecher. Wo bleiben da die Menschenrechte ? Für eine Datenbank, die vermutlich die Hacker am besten bedienen können. Für den Ausländerausweis brauchts keine Fingerabdrücke. Antworten
Wirklich sehr peinlich, wenn der Chefredaktor der Weltwoche, die sich selbstverständlich auch immer wieder in Themen aus dem Ausland "einmischt", die Einmischung der ausländischen Presse zur politischen Entscheidungsfindung in der Schweiz schlicht als Arroganz abtut. Die Schweiz des Herrn Köppel muss endlich lernen, mit Kritik aus dem Ausland umzugehen - sie zu ignorieren wäre wahrhaftig arrogant. Antworten
Vielen Dank Herr Peter Schneider für Ihren Kommentar. Ich bin nicht religiös und kann auch auf Moscheen samt Minarette verzichten (dies muss ich ja nach dieser Abstimmung immer betonen). Ich habe die Sendung verfolgt und Herr Köppel war meiner Meinung nach, dem Intellekt der Anderen gar nicht gewachsen; im Gegenteil. Antworten
Bravo Herr Köppel, das haben sie wirklich gut gemacht. Ruhig, konkret und und auf den Punkt gebracht. Mann muss nicht immer so laut sprechen um gehört zu werden, wie dies Herr Friedmann macht. Die Zuschauer sind clever genug um sich ein eigenes Bild über die Situation und Argumente zu machen. Das deutsche Volk ist genau gleich aufmerksam wie wir hier, darum ist die Umfrage auch so ausgefallen. Antworten
Die Medien und die Regierung in Deutschland haben eindeutig "Schiss", dass unsere Entscheidung eine ansteckende Wirkung haben könnte. Und, einmal angesteckt, wäre die dann schwieriger zu kurieren als die Pandemie die man Schweinegrippe nennt oder die Auswirkungen des Klimaschwindels. Antworten
Irgendwie will Herr Köppel einfach nicht begreifen: Demokratie heisst nicht, dass unterlegene einer Abstimmung oder Andersdenkende zu schweigen und zu kuschen haben. Das ist doch eine sehr verworrene bzw. totalitäre Interpretation der Meinungsfreiheit, welche einen zentralen Teil einer Demokratie darstellt. Antworten
Den Eindruck habe ich so langsam aber sicher auch,dass sich hier die halbe, wenn nicht sogar die ganze Welt einmischt,v.a.solche die hier zu Gast sind.Bin auch dafür,dass sich die umliegenden Länder erst um ihren eigenen Kram kümmern sollten!V.a. Europa,wo praktisch sich viele in der CH häuslich niederlassen u.im 2010 vermutlich noch mehr werden.Undank ist der Menschen Lohn! Antworten
@C. Rupp: Während in Europa de Staat und die Kirche getrennt sind, kann die Kirche auch nicht den Machteinfluss ausüben, ergo auch nicht die Kirchtürme. Der Islam erklärt sich von selbst. Es ist wichtig, dass die initellektuelle Elite versteht, dass auch am Stammtisch politisiert wird und dort nicht nur Dumme sind. Die Schweiz wusste schon immer Machtgelüste bei Wahlen etc einzudämmen. Antworten
Man kann Köpel nur gratulieren. Arrogante Schnösel wie Friedmann muss man in die Schranken weisen. Und die Deutschen haben bis heute nicht begriffen, wie Demokratie funktionier - siehe Steuerstreit und Steinbrücks Indianer. Dass man das Ganze aus Schweizer Sicht etwas intelligenter hätte anpacken könne, ist auch klar. Einsamer Höhepunkt: TAGI Schlagzeiele von der Tyrannei der Mehrheit. Antworten
Online-Foren sind nicht wirklich repraesentativ, da meist nur Leute schreiben, die "emotionalen Druck" verspueren. Uebrigens fraglich, ob ein Volksentscheid z.B. in D auch so ausgehen wuerde, da dort der Support einer grossen Partei fehlt ... Muntere Talkrunde, bei allem Ernst wurde auch viel gelacht und gescherzt. Das Scharmuetzel von Friedman gegen Koeppel war noch harmlos. Antworten
Die gestrige Sendung war intensiv. Hr. Köppel hat sich gut und sachlich "geschlagen". Die Rethorik, der Drive etc. der Teilnehmer und überhaupt der Diskussionsstil war schon tougher und angeregter als zB in der CH-Arena. War echt beeindruckend der Unterschied! Antworten
Das gejammer, dass Politiker und Medien das "Volk" nicht verstehen erstaunt. Da mangelt es offensichtlich an fehlendem Verständnis unserer Demokratie... Ich hoffe nun kommen auch von Seiten der Initiativbefürworter Vorschläge wie man die Probleme angeht, nicht reine Symbolpolitik. Da blieb auch Köppel einiges schuldig. Antworten
Als einer der am stärksten demokratisch und system kritisch denkenden Köpfe der Schweiz hat Roger Köppel wiedereinmal eine Lanze für die Schweiz gebrochen. Ich möchte mich bei ihm für seinen dauerhaften Einsatz und seinen Tatendrang an dieser Stelle bedanken - wäre es doch schön, wenn mehr wirtschaftliche und politische Entscheidungsträger diese Kompetenz hätten. MERCI Antworten
Ich verfolgte die ganze Diskussion: Marzyek viel auf durch Dreinreden, nicht durch Argumente. Friedmann und Höhn waren nur peinlich. Höhn wollte mit Friedmann auf den Mars auswandern: Die beste Idee des Abends. Bosbach war klar in der Argumentation und glaubwürdig, Köppel stark und überzeugend. Bild berichtet, dass von 205000 Deutschen 82% antworteten, genau wie das Schweizerergebnis zu denken!! Antworten
Das Verbot richtet sich eindeutig nur gegen eine von vielen Religionsgemeinschaften und ist somit eine Diskriminierung, da ändert auch ein demokratische Legitimierung nichts. Die Politik täte nun gut daran, die durchaus berechtigten Ängste und Sorgen die zur Ananhme führten ernst zu nehmen und dem Islamismus wirksam vorzubeugen. Denn aus den Augen aus dem Sinn funktioniert hier nicht. Antworten
Weshalb sollen die Leitmedien in Deutschland und Europa anders sein als in der Schweiz? Vor der Abstimmung hat es doch genau gleich getönt. Zudem darf man durchaus vermuten, dass das Ausland insofern reagiert, weil es eben Angst von der Realität und der Konfrontation hat. Ob das Empfinden der Bevölkerung korrekt oder falsch ist, ist nämlich nicht von Relevanz. Antworten
@H. Baur:Tatsächlich: Die völlig diametrale Haltung von Presse und Politik gegenüber der breiten Bevölkerungsschicht nimmt langsam groteske Züge an und ist auch für mich immer unerklärlicher. Diesen Umstand hat auch die Talkrunde weitgehend ausgeblendet. Auf stern.de votierten fast 80% gegen die Minarette, während die Berichterstattung vor lauter Populismus und Rassismusvorwürfen strotzte. ???? Antworten
Geld regiert die Welt! Wenn man jedoch hinter die Kulissen schaut, ist es nur ein ganz kleiner Prozensatz von Menschen, die inkl. ihren Firmen die Wirtschaft kontrollieren. Die grosse Mehrheit der Politiker, weltweit, spielen dabei aus offensichtlichen Gruenden, ihre Hampelmaenner. Deshalb vorallem im Ausland von wirklichen Demokratien zu sprechen ist Quatsch. Es lebe die "direkte" Demokratie! Antworten
@P.Rossi: Zum Glück ist die Bevölkerung nicht "nur" wirtschaftlich orientiert! Sofern die reichen Muslime wirklich ihr Geld abziehen, unterstütz dies (schätze ich) eigentlich eine breite Bevölkerungsschicht, da unsere Bankenkommision ja keine zu drastische Vorschriften für die Banken auferlegen darf... Banken werden kleiner, somit das Auffangrisiko auch... danke im voraus! Antworten
Ich frage mich weshalb das Ausland sich dermassen einmischt. Es zeigt sich europaweit: Es existiert ein gewaltiger Graben zwischen der selbsternannten "classe politique" und den Bürgern. Wenn dieser Graben nicht geschlossen wird: Dann werden die WIRKLICHEN Probleme beginnen. Rest-Europa soll bitte vor der eigenen Türe sauber machen - und die CH nicht länger bevormunden wollen. Antworten
Die Sendung war super. Das ursprüngliche Kräfteverhältnis 3:2 hat sich gewandelt dank der Metamorphose von Friedmann: Er hakte bei Muslimvertreter Mazyek über dessen Widersprüche und schwammige Antworten mehrmals nach. Der anfänglich unsympathisch selbstsichere Mazyek kam ganz schön in die Bredoille. Antworten
Die ganzen Analysen über die Abstimmung des Minarettverbots, gehen grösstenteils an der Ursache vorbei, wieso die Schweizer mit JA gestimmt haben. Interessant ist es zu beobachten, wie gewisse Stimmen in Europa die sich als „demokratisch und liberal“ bezeichnen, dieses Verbot verurteilen und den Grund dafür in einem weiten Spektrum von rassistisch bis hinterwäldlerisch zu kennen glauben. Frage: warum erheben sich diese Stimmen nicht wenn es darum geht wenn ein despotischer und terroristischer Staatschef Bürger anderer Staaten in Geiselhaft nimmt. Und in dieser „demokratischen und liberalen“ Welt darf sogar ein Vasall dieses Potentaten den Vorsitz in einem Gremium der Weltengemeinschaft innehaben. DARÜBER IST NACHZUDENKEN! Antworten
Hr. Bosbach hat recht, Dinge nicht zu beschönigen und die Konflikte offen auszusprechen. Ghettobildung auf der einen, Angst und Wirtschafts-Opportunismus auf der anderen Seite waren stets schlechte Berater, bringen keine Lösung sondern führen langfristig nur zu noch grösseren Problemen. Die Entscheidung zeigt die immer grösser werdende Distanz zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung! Antworten
Kann Roger Köppel nur gratulieren, er verteidigt unser ur-demokratisches Recht was man von der Classe Politique und dem Bundesrat nicht behaupten kann. Das Ausland hat sich nicht in unsere Abstimmungen einzumischen. Ich bin stolz, ein Schweizer zu sein, wir müssen für unsere Schweiz einstehen und nicht immer nur kuschen! Antworten
@Rossi Sie schlagen auf Köppel und meinen die 57% der Stimmenden in der Schweiz. Nur bezweifle ich, dass sie eine Legitimation haben, die Mehrheit der Stimmenden über die Zukunft zu belehren. Den Sound ihrer Posaune kenne ich: Was einem nicht passt, ist Stammtischgeschwätz vor dem man "das Volk" schützen müsse. Mit ihrem "Volk"-Begriff outen sie sich als Nachschwätzer. Antworten
«Weil wir in einer globalisierten Welt leben und es um eine Frage geht, die alle angeht: die Religionsfreiheit.» --> Warum kämpft der Herr nicht auch dagegen, dass Christen in vielen Ländern unterdrückt werden? Warum hat Europa bloss diesen Anpassungsdruck und nutzt die Menschenrechte in erster Linie sich selbst zu kujonieren? Verdrehte Welt... Antworten
Dass Köppel die direkte Demokratie erklärt und näher gebracht hat ist löblich. Seine Gleichsetzung von Minaretten mit dem Machtanspruch des politischen Islams ist hingegen blanker Unsinn. Niemand käme es in den Sinn eine katholische Kathedrale mit dem Machtanspruch des Opus Dei gleichzusetzen. Religiöse Intoleranz bringt die Welt nicht weiter. Antworten
Die Nutzerforen, insbesonders von Spielgel und Co, repräsentieren ja wirklich die Meinung der Bevölkerung. Diese "Experten" zeigen deutlich, auf welcher armseligen Wissensbasis hier Meinungen gebildet werden. Gutzuhalten ist diesen Leuten, dass ihre Medien auch nicht zu einer differenzierten Betrachtungsweise beitragen.Vorurteile werden auch im Tagesanzeiger tagtäglich zementiert. Antworten
Wie kann man nur diesem Köppel von Blochers Gnaden danken, der wie alle Exponenten dieser Initiative mit dem Feuer spielt. Die Rechnung dieses Blödsinns zahlt die Wirtschaft und vor allem die Export- und Finanzwirtschaft und schlussendlich wir alle. Stammtischgeschwätz und Vorurteile gehören nicht vors Volk Antworten
Herr Köppels tut das,was eigentlich unsere Politiker tun sollten. Das System der schweizer Demokratie offensiv in der Welt zu verkaufen. Die Schweiz ist mir ihrem Volksentscheid nicht in einer defensiven Position, weltweit haben die sog. Demokratien massive Defizite in ihrem Demokratieverständnis. So gesehen ist die Schweiz ein Vorbild für alle anderen. Allein es fehlt an mutigen Verkäufern.... Antworten
So wie in dieser Diskussion, erging es doch auch dem Schweizer Volk. Die Emotion war wichtiger als der intellektuelle Diskurs. Die Welt ist komplizierter als die meisten von uns gerne hätten. Da sticht der einfach-populistische Trumpf. Trotzdem hat das Volk entschieden. Nur was es entschieden hat geht gleich unter. Keine Differenzierung. Darum wird die Welt nicht weiterkommen. Auch nicht mit Turm. Antworten
Köppel zeigte sich erstaunlich zahnlos und zurückhaltend, und reagierte auch auf Provokationen des Moderators nicht. Ungereimtheiten seitens Mazyek wurden nicht aufgegriffen und die Abgeordnete Höhn der Grünen beschränkte sich auf Attacken auf Bosbach. Zwar wurden Begriffe Menschrechten und Religionsfreiheit verwendet, die offensichtlich unterschiedliche Definition wurde nicht geklärt. Schade! Antworten
habe die sendung auch gesehen. besten dank ihnen herr köppel! gut gemacht! offen, ehrlich, sachlich und mit einer ruhe vorgetragen. wie halt der umgang untereinander in einer demokratie ist. liebe tagi leser; besucht mal die foren in deutschland. www.hartaberfair.de oder www.spiegel.de. tut so gut!!! Antworten
Kultur
- 16:13Carla Bruni-Sarkozy als Arbeiterskulptur
- 15:29«Ihre grosse Tragik war, dass sie ihre eigenen Lieder nicht mehr singen konnte»
- 14:30Eine Ode an die Postkarte
- 12:49Schweizer Shootingstar sorgt in Berlin für Aufsehen
- 12:04Höchste Theater-Auszeichnung für Daniele Finzi Pasca
- 09:13TV-Kritik: Als ob Woody Allen in Bremen eine Flatulenz produziert hätte







Benny Leemann
Danke Guido Cina, genau Ihre Meinung. Ausserdem das Nachäffen von Friedmann wegen des langsamen Sprechens rührt wahrscheinlich daher, dass Friedmann schneller spricht als denkt, was er immer wieder beweist, wie auch R.Schawinski ist auch er eben nur ein "impertinent-Intellektueller. Wir Schweizer haben uns bezüglich Toleranz und Weltoffenheit absolut nicht das Geringste vorzuwerfen! Antworten