Leider Nein: Wo die SRG sparen könnte
Von Nina Kobelt und Rinaldo Tibolla. Aktualisiert am 19.03.2009 22 Kommentare
Will der Zuschauer immer ins gleiche Gesicht glotzen?
Artikel zum Thema
Um der SRG die «Mittelfristplanung» ein bisschen zu vereinfachen, hat NEWS Vorschläge für Sparmassnahmen zusammengestellt.
Leider nein – worauf das Publikum verzichten kann
Nachtwache: Eine Gemeinschaftsproduktion von DRS 3 und SF1. Genau das, was die SRG in Zukunft anstrebt. Nur: Will der Zuschauer immer ins gleiche Gesicht glotzen? Radio genügt hier.
Swissinfo: Die träge News-Plattform im Internet will im Ausland lebende Schweizer über Ereignisse im Heimatland informieren. Die tun das lieber selber – über Zeitungen im Netz und TV.
Tag und Nacht & Co.: Eine Serie wie «Tag und Nacht» kann nicht funktionieren, wenn gleichzeitig das US-Vorbild «Grey’s Anatomy» Kultstatus erreicht. Auch Fernseh¬filme sind zum Gähnen und unterhalten einzig mit den hohen Kosten, die sie verursachen.
Sparten- und zweite Programme: Wer bleibt beim Zappen auf TSI2 oder TSR2 hängen? Und wer hört regelmässig DRS4 News? Eben. Ersatzlos streichen würde nicht mal den Tessinern weh tun: Die sehen sowieso in die Ferne – nach Italien.
Verwaltungsapparat: Die SRG SSR idée suisse hat 6100 Mitarbeiter. Zweifellos sind manche davon überflüssig, so wie viel Papierkram der Verwaltung. Vermisst würden auch nicht: Fredy Gsteiger (Radio DRS) irgendwo, Stefan Klapproth (SF) in den USA.
Ja, bitte – wo die SRG keinesfalls sparen sollte
Klassiker: Wertvoll: Ueli Schmezer erklärt Konsumenten das Überleben. Unvorstellbar ein Dasein auch ohne Unterhaltungssendungen wie «Samschtig-Jass» oder «Giacobbo/Müller».
Eigene Dok-Produktionen: «Leben wie zu Gotthelfs Zeiten», «Reporter» oder das Projekt «La Traviata im HB»: originelle Ideen, die funktionieren, weil sie tiefer gehen.
Radio-Infos: Zum Zmorge, zum Zmittag, zum Zobig, zum Znacht: Nebenbei und unverkrampft informiert das öffentliche Radio über alles und nichts. Topsendungen wie «Echo der Zeit», «Tagesgespräch» oder «Rendezvous» sind nicht mehr wegzudenken.
Serien-Einkäufe: Die Redaktion Film und Serien programmiert jährlich 4000 Serienfolgen auf SF1 und SF2. Der Einkauf im Ausland lohnt: Serienjunkies gibts nicht nur unter den «Desperate Housewives»-Fans, sondern auch bei Krimis und Telenovelas.
Service Public: Dass die Schweiz hinter Zürich nicht aufhört, hat sogar die SRG begriffen: Dank «Schweiz aktuell» und «Telesguard» weiss der Gebührenzahler, was Monika im Berner Oberland beschäftigt oder Gian im Bündnerland, egal ob er Romanisch spricht oder nicht. (NEWS)
Erstellt: 19.03.2009, 22:54 Uhr
WRITE A COMMENT
22 Kommentare
Weg mit :Glanz & Gloria - Reiche aus St. Moritz und ähnlichem Geschwätz - geht nicht konform in der heutigen Zeit - - - Music Star (mit teuren aber 2-klassigen Jury Mitgliedern), phantasielosen Wiederholungen im Kochstudio mit dem überbezahlten Sven - auch Giaccobo/Müller wären abwechselnd mit 2 "jung Komikern" alle 2 Wochen genügend - teure Reisesendungen mit Überkapazität im Begleitungs-Equipm. Antworten
Kosten sparen, Personalabbau. Schicken Sie diese Musiker und "Tonathleten" wohin wo Sie wollen. Gemeint diese Störefriede die immer interessante Gespräche und Erklärungen mit Musik oder Lärminstrumenten übertrieben übertönen. Ich liebe gute, schöne Musik, aber was Sie da bieten ist ein Hohn. Leider betrifft diese Lärmkrankheit nicht nur unsere CH-Sender; diesbezügliche Presse wird Ignoriert Antworten
Zürich sollte einfach zur Kenntnis nehmen, dass die TV- und Radio-Programme in der Süd- und Westschweiz eine hohe informative Qualität haben. Immer wenn ich die TV-Sendungen aus der Deutsch-CH konsumieren, bin ich über Hintertupfigen, Blocher, Pfahlbauer und SF-interna im Bilde. In Genf und Lugano machen sie Informationssendungen, welche mich über das Geschehen in Europa und der Welt informieren. Antworten
der liebe sven verdient rund Fr.600,000,- im jahr,finde ich ein bischen viel ,etwa Fr. 200,000,- würden reichen aber wenn man vitamin B hat (SP) ,ist ja alles möglich.im übrigen,so viele wiederholungen wie bei unserem staatsfernsehen,gibt es nirgens auf dieser welt .idee swiss= wo sind denn die ideen herr walpen/frau deltengre? jede firma würde sie mit schimpf und schande davonjagen. Antworten
Ich habe noch nie verstanden und verstehe es auch weiterhin nicht, dass z.B. ein Abfahrtsrennen von 2 Kommentatoren (Hüpi und Russi) eingesetzt werden. Vorallem auch deshalb nicht, weil sich Russi nicht überlegt, für wen seine Bemerkungen eigentlich bestimmt wären. Ganz einfach: für die ganz normalen Zuschauer. Seine zu sehr ins Detail gehenden Kommentare interessieren ganz normale Zuschauer nicht Antworten
Reto Camen: Einverstanden wegen den 2 Kommentatoren, auch wenn dies ausgewiesene Experten sind. Aber dieses Geplapper über alles möglich, brauchen wir wirklich nicht. Auch diese Sportanalysesendungen, die wahrscheinlich den deutschen Sendern nachgemacht werden, sind völlig überflüssig. Auch die Sendung Glanz und Gloria gehört per sofort gestrichen. Wir haben genügend Prominentengeplapper. Antworten
Sicher kann bei den teuren Sendungen wie "einfach und luxuriös" oder rund ums Mittelmeer, wo die Moderatorinnen in den teuersten Hotels übernachten und ganze Fernsehequipen günstig zu Ferien kommen, sparen. Man redet immer über Boni bei Banken, vielleicht sollte man auch SF dazuzählen, da gibt es für Mitarbeiter extra Ferienreisen und Billag-Vergünstigungen - das alles über den Gebührenzahler. Antworten
1. warum weist SF die Kosten für SF2 nie separat aus. 2. was tun die 13% zusätzlichen Kaderleute, die in den letzen 10 Jahren dazugekommen sind im Leutschenbach 3. warum gibt es Liveübertragungen auf SF Info 4. warum gibt es Werbung auf SF Info 5. wofür gibt es swissinfo.ch parallel zu sf.tv? usw. usw. mfg M. Agcak Antworten
Die SRG kann viel an Personalkosten einsparen. Warum müssen bei Sportübertragungen immer 2 Kommentatoren anwesend sein? Wir haben im Vergleich zu unseren Nachbarländern die höchsten Personalkosten pro Einwohner. Warum brauchen wir soviele regionale Radio-Studios? Diese Produzieren 2x am Tag je 1/2 Stunde Programm und jedes Studio beschäftigt dafür mindestens 10 Personen. Antworten
Ist es denn notwendig einen Kameraman SF DRS idee suisse (?!?) aus der Schweiz nach Bankgkok für einen Arbeitstag zu entsenden. Ich habe einen Freund in Bangkok, der mit über hundert einheimischen Fachkräften Schmuck herstellt und diesen in die ganze Welt liefert. Der hätte sicherlich eine Person für eine kurzen Film freistellen können. Vorteil u.a. diese Person hätte sich nicht verhaften lassen!! Antworten
Bravo. Sehr gut analysiert. Vor allem das Radio hat in den letzten Jahren eine starke Expansionspolitik betrieben. Es muss doch nicht für jeden Geschmack ein eigenes Sendegefäss eingrichtet werden. Nicht die Menge der Sender machen es aus, sondern umsetzbare und gute Konzepte, klare Strukturen, sowie transparente und aufgestellte Präsentatorinnen und Präsentatoren. Antworten
"Wer bleibt beim Zappen auf TSI2 oder TSR2 hängen". Bei den anderen zu sparen ist immer einfacher, gell? Ob die Tessiner viel italienisches Fernsehen konsumieren möchte ich bezweifeln! Die besten Sendungen kamen auf RAI3 bis Berlusconi sein Monopol durchgeboxt und gespart hat :-( Interessanter ist der Ansatz der Romands: weitgehende Kollaborationen mit allen Frankophonen Ländern... Antworten
tag und nacht: etwas vom besten was in letzter zeit produziert wurde für den massengeschmack! wieso lässt man so etwas auslaufen bevor es überhaupt gestartet, resp. verlässliche infos zu den einschaltquoten gibt??? unverständlich!!! und die sendezeiten sind ja auch hanebüchen! die lobby hats offenbar nicht gewollt, dass sowas funzt.... dafür sind nun die arbeitsplätze weg. schöne gsi! Antworten
Entgegen obiger Vorschläge nicht streichen würde ich: DRS 4 News. Natürlich höre ich nicht regelmässig, aber es würde mir fehlen. TSI 2 und TSR 2 zu streichen, weil Tessiner italienische undRomands französische Sender sehen wäre so schlau wie ein Verzicht auf SF 2, weil in der Deutschschweiz deutsche Sender empfangen werden. Verzichten würde ich auf "Zu Gotthelfs Zeiten", "Pfahlbauer" etc. Antworten
der verzichtsaufzählung kann ich zu 100% zustimmen. ueli schmezer und giaccobbo finde ich jedoch ebenfalls aus einer gewissen distanz betrachtet unsäglich kleinkariert. musicnight wäre ein spannendes format, doch schlaftabletten-dani müsste dringend ersetzt werden, auch das studio sieht eher nach tele-bärn-putzkammer aus. g&g: bitte weg damit!!! sf ist stark in dok-sendungen, mehr davon. Antworten
Das ist so. Sportliveberichterstattungen brauche ich keine. Doch auf die intelligenten politischen Interventionen, oder "Nachdenk-Einschübe", die mir Radio DRS bieten, möchte ich nicht verzichten. Sie sind für meine Meinungsbildung unabdingbar und dringend benötigt, wegen ihrer unparteiischen Unabhängikeit. Das will ich mir nicht nehmen lassen. Antworten
Hauptsache Fernsehdirektor Armin Walpen kann weiterhin seine teuren Sportwagen spazieren fahren! Es ist nicht anzunehmen, dass bei seinem Lohn gespart wird! Seine Lebensgefärtin, die Tagesschausprecherin Béatrice Müller wird sich schon einzusetzen wissen. Wie immer in solchen Fällen wird es die unteren Bereiche erwischen. Grössenwahn hat immer seinen Preis. Antworten





Roland Hauser
Warum ist die Schweiz zu stolz um ein bis zwei Werbeblöcke im Tag zu senden wie die Deutschen Sender?Ich glaube das würde kein Hörer aufregen.Was ich nicht begreiffen kann ist das man Musikwelle abstellen will. Monatelang hat man damit für DAB geworben und jetzt wo tausende das Gerät darum gekauft haben will man den Sender wieder abstellen.Richtige verarschung! Antworten