Kultur

Melanie Oesch: «Eigentlich ist es nicht gerecht, dass wir schon antreten konnten»

Von Marco Zysset. Aktualisiert am 02.12.2008 25 Kommentare

Einen Tag nach ihrem Triumph bei «Die grössten Schweizer Hits» spricht Melanie Oesch von Oesch's die Dritten über den Stellenwert des Titels, Jodeln in der Schweiz und ihren vollen Terminkalender.

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Bei den «Grössten Schweizer Hits» wird alles anders. Bilder aus der Finalsendung der letzten Staffel.
Bild: Keystone

   

Melanie Oesch, wie geht es Ihnen, nachdem Sie einmal über Ihren Sieg schlafen konnten?
Fast noch besser als am Sonntag. Man kann langsam fassen, was da passiert ist. Eigentlich ist es gestört; da traten mit Gotthard, Peter Reber oder Baschi absolute Top-Künstler an – und wir als Newcomer haben gewonnen. Das ist wirklich genial!

Vor einem Jahr noch moniert, Baschi sei zu wenig lang im Geschäft für einen Sieg, er müsse sich zuerst beweisen. Und jetzt gewinnen Oesch’s die Dritten nur anderthalb Jahre nach dem eigentlichen Durchbruch...
Wir haben vor der Sendung darüber diskutiert, dass es eigentlich nicht gerecht ist, dass wir da schon antreten können. Aber die Sendung ist auch nicht präzise definiert; die beiden letzten Hits «Alperose» und «Dr Schacher Seppeli» haben die Schweizer Musikgeschichte geprägt. Das ist bei uns nicht der Fall. Ich glaube auch, dass das Publikum nicht den Titel, sondern die Formation oder die Aktualität gewählt hat. Aber der «Ku-Ku» hat natürlich einen anderen Status als etwa «Alperose» – schon nur, weil er keinen Text zum Nachsingen hat.

Stehen Oesch's die Dritten jetzt unter Druck, Geschichte schreiben zu müssen?
Ich denke nicht. Es ist Wahnsinn, dass wir in der Schweiz so viele Fans haben, die für uns, respektive das Jodeln, angerufen haben. Das zeigt, dass die Schweiz zu dem steht, was sie hat und ausmacht. Davon kann die ganze Szene profitieren.

Was steht heuer noch an bei Oesch's die Dritten?
Neben verschiedenen TV-Auftritten und Konzerten über die Weihnachtstage natürlich das Konzert am 13.Dezember im Schadausaal Thun, auf welches wir uns wahnsinnig freuen.

Was erwarten Sie von diesem Auftritt; endlich mal wieder in der Heimat?
Ich hoffe, es gibt einen schönen, besinnlichen Abend. Ich weiss aber überhaupt nicht, was die Leute von uns erwarten – denn wir haben noch gar nie ein Weihnachtskonzert gespielt. So gesehen sind wir genauso gespannt wie das Publikum.

Und wie siehts im kommenden Jahr 2009 aus?
Das nächste Jahr ist mit grossen Open Airs in Deutschland und Österreich, TV-Auftritten, einer Kreuzfahrt und einer ersten Tournee durch Deutschland eigentlich schon komplett ausgebucht. Oder anders gesagt: Alles, was man sich wünschen kann, wird plötzlich Wirklichkeit. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 02.12.2008, 10:37 Uhr

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25 Kommentare

Beat Brändli

01.12.2008, 10:44 Uhr
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Der Preis geht in Ordnung. Gotthard hat ausser dem Namen musikstilmässig nicht sehr viel mit der Schweiz gemein und der Peter Räber lebt sowieso bereits im Paradies, der braucht so einen Preis nicht. Antworten


Benjamin Dittli

01.12.2008, 12:43 Uhr
Melden

Grösster Schweizer Hit 2008?? Ku-Ku-Jodel?? Bravo SF!! Da schmeiss ich doch mein Geld lieber mit vollen Händen zum Fenster raus! Ich denke wenn das Konzept mehr für unter 50-jährige angepasst würde, wäre das Resultat auch anders ausgefallen. Antworten




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