Melanie Winiger hebt ab
Von Philippe Zweifel. Aktualisiert am 14.12.2008 45 Kommentare
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Film
«Heldin der Lüfte», TV-Film von Mike Huber. Mit Melanie Winiger, Andrea Zogg, Baschi.
Swissair, UBS, Konkordanz: Nationale Institutionen sind nicht mehr, was sie mal waren. Zum Glück gibts noch die Rega. Zuverlässig wie eh und je, fischt sie Verletzte aus Gletscherspalten und fliegt verirrte Kühe zurück in den Stall. In Zeiten wie diesen ist die Rettungsflugwacht ein stabiler Wert und für einen Film ein willkommener Aufhänger.
Das hat auch das Schweizer Fernsehen gemerkt und Melanie Winiger in einen Pilotendress gesteckt. Als Heimwehbündnerin Sina Andri erhält sie einen Job bei der Rega in ihrem Heimatdorf Samedan. Voller Tatendrang reist sie in die Berge. Doch kaum bei Mutter eingecheckt, verfinstert sich ihre Miene. Nachdenklich studiert Sina im Elternhaus ein Porträt, das sie mit einem jungen Mann zeigt. Aus dem Off erklingt trauriges Klaviergeklimper. Etwas ist faul im Staate Graubünden.
Winiger darf angezogen bleiben
Doch Sina hat keine Zeit zum Trübsalblasen. Sie muss ihre Probezeit auf der Rega-Basis absolvieren. Das macht sie mit links und mit dem Männerteam versteht sie sich immer besser – zumal der fesche Franco (Beat Marti) ein Auge auf sie geworfen hat. Nach einem High-Risk-Einsatz wird sie gar als «Heldin der Lüfte» gefeiert.
Heldenhaft ist auch Winigers Einsatz als Schauspielerin. Tapfer sagt sie Sätze wie «Es ist mein Job, Menschen in Notlagen zu helfen!» oder «Er war die Liebe meines Lebens!». Solche Dialogzeilen würden auch eine Meryl Streep alt aussehen lassen. Schade, denn wer weiss, Melanie Winiger wäre vielleicht eine gute Schauspielerin, wenn man ihr endlich eine anständige Rolle anbieten würde. Doch wie immer beschränkt sich ihre Aufgabe aufs «Starke-Frau-trotzt-widrigen-Umständen»-Muster. Wenigstens musste sie dieses Mal keine nackte Haut zeigen wie in «Achtung, fertig, Charlie» und «Breakout». Bloss im BH ist sie kurz zu sehen.
Baschi mit Cameo-Auftritt
Einige Dialoge mögen rezitiert wirken, die Geschichte ist so schlecht aber nicht, wenn auch etwas vorhersehbar. Als Sina niedergeschlagen an einem Grab steht und sie wenig später von einem aufgebrachten Bergler zurück nach Zürich verwunschen wird, ist klar: Diese beiden haben eine Rechnung offen und müssen sich im Laufe der Handlung versöhnen.
Inszeniert und gespielt ist das alles ziemlich flott. Andrea Zogg überzeugt als verbitterter, bärtiger Gegenspieler Winigers. Und Sänger Baschi hat einen witzigen Cameo-Auftritt, der dem SF ein paar Zehntausend Zuschauer mehr bescheren dürfte. Der heimliche Star des Films ist aber das Alpenpanorama, aufgenommen aus der Helikopterperspektive. Zu verdanken haben wir das der Rega. Auf sie ist tatsächlich Verlass: Ihr gelingt sogar das Kunststück, einen SF-Fernsehfilm aus der Bredouille zu retten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 14.12.2008, 21:48 Uhr
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45 Kommentare
Sicherlich gute Werbung fürs schöne Engadin. Sicherlich keine gute Werbung für die Rega. Die Heliszenen (Rettung) waren absolut unrealistisch. Würden auf den Raga Basen wirklich solche zwischenmenschliche Differenzen herschen würde wohl keine der manchmal wirklich heiklen Rettungen gut gehen.(Team Work)Unterm Strich: Flaue Story, zwar hübsche aber unproffesionelle Frau Winiger. Antworten
Mindestens so schweizerisch wie "schlechte Drehbücher" ist das Phänomen, dass hierzulande jede Person, die auf dem Weg zu einer gewissen Bedeutung ist, nieder gemacht wird. Ist es zu bitter, Melanie Winiger ins schöne Gesicht zu sehen, weil man zuhause nichts annähernd ebenbürtiges vorfindet? Entgegen den Behauptungen einiger hat M.W. sogar Talent, in "Sonjas Rückkehr" zeigte sie mehr als hier. Antworten
Der Dialekt von Melanie ist ja schlimm!! Von einer Schauspielrin darf man schon erwarten, dass sie mehere Dialekte beherscht. Die Begründung im Film weshalb sie so spricht ist nicht gerade sehr einleuchtend und auch etwas plump. Das Schweizer Fernsehen kann gute Filme machen. Das haben sie schon bewiesen. Jetzt wissen wir auch, dass sie schlechte Filme machen können. Antworten
Wie viele andere auch, habe ich mit meiner Frau am Sonntag den Film angesehen. Endlich mal wieder ein Schweizer Film mit einem Aushängeschuld, auf das wir stolz sein dürfen. Doch leider, ausser den Flugszenen, ist die Sory zu flach. Das lag meiner Meinung nach nicht an der Idee, man hat einfach zu wenig daraus gemacht.Schade eigentlich, das hat auch Melanie Winiger nicht verdient.... Antworten
Weder in Österreich noch in Deutschland würde ein so schwaches Drehbuch verfilmt: Vorhersehbar, ohne überraschende Wendungen, emotionsloses Happy End und Dialoge, wie in einem Schulaufsatz. Sorry, aber dafür zahle ich keine Konzessionsgelder. Es gibt doch in der Schweiz talentiertere Drehbuch-Autoren. Melanie Winiger ist nett anzusehen, aber mehr leider auch nicht. Antworten
An einem gemütlichen Sonntag-Abend möchte ich das Wochenende ruhig ausklingen lassen und etwas fernsehen. Nach etwa 20 Minuten muss ich aber leider von SF-DRS wegschalten. Meine Stimmung ging gegen null und ich fühlte mich richtig bedrückt. Die Leistung der Schauspieler in allen Ehren, aber die Geschichte war mehr als schlecht! Sind wir Schweizer wirklich so schlecht drauf? Antworten
Ja gibts denn sowas? Fast nur negativie Kritik. Wo viel genörgelt wird steckt meist ein persönliches Problem dahinter. Es ist immerhin ein Film der emotionalen Sparte die ach wie überraschend, für einige unter uns immer zuwider sein wird. Die Darstellung aller hat mich zutiefst überzeugt, einzig der Wendepunkt mit Baschi in Not war etwas zu overdressed aber ansonsten top. Antworten
Melanie, Sie haben sehr gut gespielt. IFür mich sind Sie die beste Schweizer-Schauspielerin. Endlich mal eine junge, sehr gute Schauspielerin mit einem schönen Dialekt. Ich bin Baslerin und höre fast überall nur Berndeutsch... Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Mut zum weitermachen und für die kommenden Festtage Ihnen und Ihren Lieben alles alles Gute. Ruth Jauslin Antworten
Ich habe grundsätzlich nichts gegen diesen Film, aber bitte das nächste Mal NACH Giacobbo/Müller ausstrahlen und nicht vorher (super Einschlafhilfe). Beim nächsten Filmprojekt evt. noch Hausi Leutenegger, Nella Martinetti und Beni Turnherr für eine Nebenrolle anfragen. Antworten
Klischeehaft, plump und durchsichtig. Die Bündner sind also emotionale Dinosaurier und eine Rega-Equipe ein Haufen verklemmter Eigenbrötler, für die jeder Umgang mit weiblichen Wesen eine riesige Herausforderung scheint.. Der Schweizer Film bringt geniale Produktionen hervor - diese jedoch gehört eindeutig nicht dazu. Die Rega hätte ihr Logo nie für eine solche Selbstdemontage hergeben dürfen! Antworten
alle die nur Negativ über diesen Film geschrieben haben,verstanden offenbar den Sinn des Filmes nicht.Ist es doch eine tragische Liebesgeschichte,überdessen Ende ein alter Vater nicht hinweg kommt. Sehr eindrücklich gespielt von allen Darstellern. Melanie Winiger hat gute Chancen ,wenn man ihr die chance überhaupt gibt, sich schauspielerisch zu steigern. Antworten
... und wenn Hollywood in der Schweiz wäre, wären die besten Filme von dort plötzlich schlecht. Praktisch jeder CH-Film wird von selbsternannten Filmkritikern in der Luft zerrissen (siehe dieses Forum). Ich habe den Film ebenfalls gesehen: Natürlich ist die Handlung zum Teil vorhersehbar, lebt der Film von der REGA, der Kulisse und der Hauptdarstellerin. Ist dies jedoch in Hollywood anders? Antworten
Kompliment für M.Winiger und den Regisseur. Perfekte Rolle - zugeschnitten für Melanie Winiger und sensationell gut gespielt - perfekt. Perfekt auch die Aufnahmen der Alpenlandschaft und darin eingepackt eine charaktervolle menschlich realistische Begebenheit. Starker Film! Sehr gut! alexandra Antworten
Alle sind hässig, grimmig und verbittert. Ein typischer Schweizer Film halt. Eine ehemalige Super-Puma Pilotin die kaum das Maul aufmacht und sich schüchtern gibt ist nicht gerade sehr glaubwürdig. Müssen alle Schweizer Filme so unrealistisch sein? Die schauspielerische Leistung war sehr gut, ausser das eine Melanie Wininger für diese Rolle etwas zu jung ist. Antworten
Ich habe mir am Sonntag auf ARD den Tatort geschaut. Schon seit Jahren schaue ich mir kein Abendprogramm mehr auf SF. Wer wollte eigentlich diesen Film ? Ingrid Deltenre oder eine andere Person? Liest die Frau Deltenre diese Kritik überhaupt mit? Hat sie kein offenes Ohr für uns Zuschauer? Antworten
Sind denn diejenigen von der REGA alle so unprofessionelle Rüppel? Sicher nicht! Muss denn immer noch etwas schwules oder lesbisches als zeitgemässes Spannungelement herhalten? Sicher nicht! Macht ein abgestürzter Heli die Sache spannender? Sicher nicht! Klisches am laufenden Band machen keine gute Story. Sicher Ja! Antworten
Diese ewigen Nörgler können auf den Geist gehen. Verkauft doch Euren TV und geht nur ins Kino! Offensichtlich schaut ihr doch alle diese Filme des SF und sehen nur Negatives! Aber es geht auch anders: Gebühren vervierfachen und dann hat das SF genügend Geld, mit Brad Pitt und Co. einen Streifen zu drehen! Aber dann wird über die hohen Gebühren genörgelt! Wir sind nicht Hollywood. Kapiert? Antworten
Hoppla, auch SF kann Filme machen. Mit einer guten Geschichte gespielt in einer phantastischen, Winterkulisse. Super Aufnahmen. Es muss ja nicht immer Action pur mit äusserster Brutalität sein. Es geht auch anders, mit einer Melanie Winiger wie man sie sich wünscht. Hut ab, gute schauspielerische Leistung aller beteiligten. Absolut sehenswerter Film. Antworten
Diesen Film erwartete man mit Spannung. Er wurde ja auch gewaltig propagiert. Die Luftaufnahmen glichen sich Eine wie die Andere. Schade für die schöne Bündner Bergwelt. Unsere Bergler sind ja als sturi Chaiba bekannt. Aber ohä, sind diese Clichés wirklich noch aktuell? Melani ist auf dem besten Wege eine Schauspielerin zu werden. Schade um die halbverschluckten Dialoge. - Rega toi toi - ! Antworten
Eine einzige Katastrophe, dieser Film! Welche Qualifikationen hat eigentlich Gabriela Amgarten für ihr Amt als Unterhaltungschefin mitgebracht? Dass sie mal vor einem Mikro stand? Und Melanie Winiger nervt einfach nur! Worin besteht genau IHRE Leistung? Ein hübsches Gesicht zu haben? Schrecklich diese Sendung! Antworten
SF kann es einfach nicht und wird es nie können: Gute Unterhaltung zu produzieren. Dafür sind sie in der Information recht passabel. SF ist bleibt aber ein Imageschaden für unser Land. Die Schweiz von SF ist bieder, langweilig, provinziell. Dabei gäbe es doch auch bei uns Dinge, die cool sind. Antworten
Du lieber Himmel, sehe mir gerade diesen Film an. Es ist nicht zum Aushalten. Werde ihn nicht fertig sehen: Flache Dialoge, kein Spannungsbogen, eine seichte Geschichte. Baschis Kurzauftritt rettet nichts, passt zum schlechten Drehbuch. Wer denkt sich so etwas überhaupt aus? Antworten
Warum denn Winiger mit dem Heli? zur Schweiz würde doch besser eine Bomberpilotin passen! mit einem adäquaten Co-Piloten...Epinett, der darf doch nicht fehlen! Es zeigt sich einmal mehr mit was für niveaulosem Mist sich die Schweizer TV-Zuschauer begnügen! Antworten
Ich hab den Film gesehen. Und er ist eine der langweiligsten Katastrophen, die je vom SF in Auftrag gegeben wurden (kostete 2 Millionen!). Die Dialoge sind öd. die Figuren schwatzen langsamer als irgendein normaler Mensch das je tun würde. Bis zur ersten halbwegs dramatischen Heli-Szene dauert es eine halbe Ewigkeit. Ist Herr Zweifel (der Schreiber) zufällig mit den Filmemachern befreundet? Antworten
DAS muss man dann wohl gesehen haben. Endlich einmal etwas Gehaltvolles vom SF. Wurde aber auch Zeit. Nach all dem Kilchsgeberger und Epinettereien. Wusste gar nicht, dass man als Popdrossel automatisch auch Schauspieler ist. Aber das war ja naheliegend, man ist das offenbar ja auch als zickige Beautyqueen. Defintiv also: ein Must! Yeah, Züri rules! Antworten
Bitte Frau Winiger, benehmen Sie sich doch nicht wie ein Star mit verlorener Bodenhaftung. Mein Eindruck von Ihnen auf dem Set war alles andere als heldenhaft. Es war doch nicht die Schuld des armen Manns am Tongalgen, wieso sie beinahe in die Styroporglescherspalte gestürzt sind. Ein wenig Grösse täte ihnen gut. Und vielleicht vielleicht bringt ihnen des Christkind ein wenig Talent. Antworten
Da macht SF mal ne halbwegs anständige Serie (sieht wenigstens so aus in der Vorschau) und es fällt ihnen nichts besseres ein, als dieser den absolut ideenlosesten Titel ever zu geben. "Heldin der Lüfte", wer denkt sich so was aus? Was folgt als nächstes? "Retter der Kanalisation" oder "Todesmut im Bundeshaus"? Antworten






Urs Nüesch
Mir und meiner Familie hat der Film sehr gut gefallen. Melanie Winiger hat mit Ihrer Rolle einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen dieses Filmes geleistet - wider allen Unkenrufen. Natürlich ist auch der REGA-Fan in mir 'auf seine Rechnung gekommen', auch wenn ich weiss, dass die beschriebenen Zustände bei der REGA nicht vorkommen. Antworten