«MusicStar»-Fans heimlich Geld aus der Tasche gezogen

Von Dani Glaus. Aktualisiert am 08.04.2009 5 Kommentare

Die schweizerischen Telekomfirmen verrechnen für das Voting mehr, als SF angibt.

Sie haben geschwitzt, gebangt und geweint für ihre Lieblinge, die «MusicStar»- Fans – und sie haben telefoniert, beispielsweise um Kät zum Sieg zu verhelfen. Ein Anruf im Voting koste 80 Rappen, gab das Schweizer Fernsehen(SF) an. Doch die Telefonrechnung etlicher «MusicStar»-Abstimmer entlarvte Ende März: Bis zu 90 Rappen verrechneten Swisscom, Sunrise oder Orange ihren Kunden. Dies schreibt die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS). Die Swisscom bestätigt: Ein Anruf vom Handy aus koste 90 Rappen.

Gegen ein Gesetz hätten weder Mobilfunkanbieter noch SF verstossen, räumt der Konsumentenschutz ein. Er verlangt von den Anbietern lediglich Kulanz und von SF, es soll auf die Zusatzkosten bei Anrufen von einem Handy aus hinweisen. SF entgegnet: «Eine treffende und am Bildschirm lesbare Angabe zu allen individuellen Abos und Tarifen ist in eindeutiger Form nicht möglich», sagt Sprecher David Affentranger.

Keine Angaben zum Gewinn

Wie viel Gewinn genau das Schweizer Fernsehen mit dem Voting gemacht hat, gibt der Konzern nicht bekannt. Erlöse flössen immer ins Programm zurück, so Affentranger. (NEWS)

Erstellt: 08.04.2009, 06:58 Uhr

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5 Kommentare

Wilhelm Basler

08.04.2009, 09:32 Uhr
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Typisch SF. Versteckte Gebührenerhöhung, wenn auch nur für kurze Zeit. Es ist doch klar, dass Jugendliche vom Handy aus anrufen. Also wozu dieser Hinweis? Antworten


Herbert Berger

08.04.2009, 08:48 Uhr
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Das ist ja nicht mehr soo schlimm, gewissermassen nur noch das Tüpfelchen auf dem "I". Denn der wahre Skandal ist es doch, dass wir als Gebührenzahler für so eine miese Sendung Millionen hinblättern mussten. Antworten



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