Peter Studer kritisiert Kinder-«Tagesschau» scharf

Aktualisiert am 08.09.2009 81 Kommentare

Die Kinder-«Tagesschau» des Schweizer Fernsehens erhält schlechte Noten. Der ehemalige Presseratspräsident Peter Studer sieht in der Sendung eine Geringschätzung des journalistischen Berufsstands.

«Im Spital lässt man auch nicht Kinder die Leber operieren»: Die elfjährige Ana präsentiert die «Tagesschau».

«Im Spital lässt man auch nicht Kinder die Leber operieren»: Die elfjährige Ana präsentiert die «Tagesschau». (Bild: Keystone)

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Peter Studer – O-Ton Radio 1

Peter Studer, ehemaliger Chefredaktor des Schweizer Fernsehens und Ex-Präsident des Presserats findet, dass die so genannte Kinder-«Tagesschau» von SF nicht aufgeht. Er übt gegenüber Radio 1 scharfe Kritik am Sonderprogramm: «Die Leute die um 18 Uhr die ‹Tagesschau› schauen, wollen doch nicht erfahren, wofür der Nationalrat da ist, und was eine Aktie ist.»

Studer sieht das Problem in einer gewissen Entfremdung von der Hauptaufgabe der 18-Uhr-«Tagesschau» - und auch in einer Geringschätzung seines Berufsstandes: «Im Spital lässt man schliesslich auch nicht Kinder die Leber operieren.» Journalismus sei eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit, das Schweizer Fernsehen vermittle jedoch den Eindruck, es sei «kinderleicht». Studer wünscht sich die Einführung einer regelmässigen «Tagesschau» für Kinder, diese sei besser als beispielsweise «die doofen uralten Serien». (dvp)

Erstellt: 08.09.2009, 19:13 Uhr

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81 Kommentare

Eva Tajouri

08.09.2009, 19:04 Uhr
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Mir hats sehr gut gefallen!! Nur weiter so, Miesepeter gibts immer, man kanns nicht allen recht machen....... Antworten


Ernst Boller

08.09.2009, 17:30 Uhr
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Ich habe nichts dagegen, dass man Kindern Gelegenheit gibt, Fernsehen zu machen. In einer Informationssendung haben sie aber nichts verloren. Da erwarte ich Information und nicht eine Kindersendung. Für Sauglattismus am Fernsehen möchte ich meinen Gebührenbeitrag nicht verwendet sehen. Antworten



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