Stopp, die Wette stinkt!
Von Philippe Zweifel. Aktualisiert am 08.11.2011 58 Kommentare
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Kurt Felix zur Situation bei «Wetten, dass...?»:
«Gottschalk ist der letzte grosse Samstagabendkisten-Transporteur. Nicht ersetzbar. Wer ihm in derselben Art nachfolgen will, ist ein telegener Selbstmörder. Kerkeling hingegen hätte die Show auf eine andere Schiene bringen können. Er hat leider abgesagt. Das ist für den Sender und die Zuschauer sehr schade. Ich habe aber eine interessante Idee: Jedes der drei Eurovisionsländer (D, A, CH) schickt einen eigenen Moderator. Michelle Hunziker ist für die Schweiz schon gesetzt. Die drei bringen ihre Wetten mit und spielen diese gegen die anderen aus. In einem heiteren Wettbewerb. Das Sendekonzept müsste angepasst und gestrafft werden. Ideenreiche TV-Profis schaffen das in einem Tag in einer Klausur auf dem Bürgenstock. Das ist doch alles nicht so schwer.» (Bild: Keystone )
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Vor 10 Millionen Zuschauern gab Hape Kerkeling Thomas Gottschalk in der «Wetten, dass...?»-Sendung vom Samstag einen Korb: «Nein, ich werde es nicht machen.» Eine klare Absage – und eine Katastrophe fürs ZDF. Denn Kerkeling hätte genauso gut sagen können: «Eure Sendung funktioniert nicht mehr, schafft sie doch ab.»
Die einst grösste Samstagabendshow des deutschsprachigen Fernsehens hat einen Grossteil ihres Glanzes eingebüsst. Die Zuschauerzahlen befinden sich im Sinkflug. Das liegt zum einen am Unfall, bei dem ein Kandidat sich schwer verletzte. Zum anderen an den Wetten, die nicht mehr begeistern (am Samstag identifizierte eine Frau ihre Hunde am Mundgeruch). Auch die Verjüngungskur in Form von Michelle Hunziker respektive ihres Décolletés vermochte nichts zu ändern.
Kaum mehrheitsfähige Moderatoren
Ob Kerkeling das Ruder noch hätte herumreissen können, darf bezweifelt werden. Wahrscheinlich hat er selber nicht daran geglaubt – deshalb die Absage. Immerhin liess er die Sendungsverantwortlichen hoffen. Als er am Samstag als Horst Schlämmer ansetzte, um die Gäste anzukündigen, las er von seinem Zettel absurderweise: «100 Gramm Mett». Das war urkomisch – und vor allem mehrheitsfähig. Vom Teenager über den Studenten hin zum Rentner hielt man sich den Bauch vor Lachen.
Nichts zu lachen haben die Sendungsmacher. Bereits in der Sendung brachte Thomas Gottschalk das Problem auf den Punkt: «Wir reichen hier eine Show herum. Und keiner will sie haben.» Ja, wer, wenn nicht Kerkeling, kommt für die Moderation infrage? Eigentlich nur zwei – und die wollen nicht: Günther Jauch und Harald Schmidt. Natürlich werden bereits andere Kandidaten gehandelt, doch wirklich überzeugend ist keiner: Stefan Raab (polarisiert zu stark), Kai Pflaume (zu brav), Anke Engelke (bereits als Harald-Schmidt-Nachfolgerin gescheitert). Und selbst wenn sich bis Ende Jahr jemand finden sollte, der willens ist, diese Selbstmord-Moderation zu übernehmen, bleibt er nach Kerkelings Wegfall stets die zweite Wahl. Keine verlockende Aussicht.
Auf Gottschalk abgestimmt
Was den Job weiter unattraktiv macht, ist das Vorhaben, das Sendungskonzept mehr oder weniger beizubehalten. Gottschalks Show jemandem überzustülpen, wird nicht funktionieren, das Konzept ist zu sehr auf ihn abgestimmt. Kommt hinzu, dass selbst bei ihm der Prominentenauflauf nicht mehr zieht. Stars sind heute medial omnipräsent, da ist es schwierig, ein einmaliges Spektakel zu veranstalten.
«Wetten, dass...?» kommt aus einer Zeit, in der es auf der Fernbedienung nur ein paar einzelne Knöpfe gab. Für das hat sich die Sendung gut gehalten, was sie vor allem der Popularität Gottschalks zu verdanken hat. Ohne ihn geht es nicht, wahrscheinlich wäre auch Kerkeling gescheitert. Wenn Gottschalk am 3. Dezember zum letzten Mal überzogen haben wird, sollte es endgültig vorbei sein. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 07.11.2011, 13:13 Uhr
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58 Kommentare
Bitte...bitte...bitte...hört auf mit dieser langweiligen Sendung, habt ihr denn noch immer nicht bemerkt, dass sich das Ganze totgelaufen hat. Der Kommentar des Herrn Felix erübrigt sich, Frau Hunziker ist vielleicht hübsch aber als Moderatorin kann ich mir sie nicht vorstellen. Sie redet zuviel drein und ihr gekünsteltes Lächeln und das Abküssen der Kandidaten finde ich widerlich ! Antworten
"Wetten dass ..." ist definitiv vorbei! Bitte aufhören mit dem zwangs-gebührenfinanzierten Ärgernis, welches wegen des unwichtigen Geschnorrs des Showmasters und der Mitwirkenden jedesmal um mindestens eine halbe Stunde überzogen wird. Lieber einen guten Film und danach die Sportsendung rechtzeitig. Die als Nachfolger von Herrn Gottschalk gehandelten Personen werden wissen, warum sie absagen. Antworten
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