Auf Giacobbo folgt Müslüm

Kaum ist das Ende von «Giacobbo/Müller» in Sicht, kündigt das SRF schon neue Comedy-Formate an. Doch es gibt nicht nur heitere Neuigkeiten für das SRF.

Müslüm: Neu am Schweizer Fernsehen mit eigener Show.

Müslüm: Neu am Schweizer Fernsehen mit eigener Show.

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Auf SRF 1 erhält die Schweizer Comedy-Szene am späten Freitagabend eine neue Plattform, gab SRF an seiner Jahresmedienkonferenz bekannt. In «Müslüm-TV» begleitet das Publikum den Anti-Helden Müslüm beim Versuch, «sich in die Schweizer Medienwelt einzuarbeiten.» In «Headhunter» begrüssen Anet Corti und Michel Gammenthaler zwei bekannte Persönlichkeiten, um sie als Anwärter auf einen neuen Job zu prüfen – «mit knallharten Fragen».

«Deville» wiederum ist eine Late-Night-Comedy, in der Unterhalter Dominic Deville «seine Sicht auf die Schweiz und die Welt» erklärt. Gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagte Comedy-Chef Rolf tschäppät dazu: «Dominic Deville wird in seinem eigenen Stil durch die 30-minütige Late-Night-Comedy führen. Mit illustren Gästen aus Kunst, Politik und Medien, Stand-Ups mit satirischem Gespür sowie überraschende Einspielfilmen.»

Ob Devilles Sendung offiziell «Giacobbo/Müller» als Satire-Sendung ersetzt, oder die abtretenden Satiriker einen anderen Nachfolger erhalten, ist unklar. «Über die Programmierung auf dem Sendeplatz von «Giacobbo/Müller» ist noch nicht entschieden. Dies wird im Laufe des Jahres passieren», so Tschäppät.

Zuschauerzahlen gesunken

Auch die Zuschauerzahlen wurden kommuniziert. Der Marktanteil von SRF ging leicht zurück, von 32,2 auf 30,3 Prozent. Auch in der wichtigsten Zeit des Tages, dem Hauptabend, verlor SRF Zuschauer: In den Abendstunden von 19 bis 22.30 Uhr ging der Marktanteil von 41 auf 38,8 Prozent zurück.

Überrascht ist man beim SRF davon allerdings nicht, weil 2015 keine grossen Sportereignisse stattfanden. Die Marktanteile seien deshalb erwartungsgemäss etwas zurückgegangen. Im laufenden Jahr habe man es wieder einfacher: Mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels, den Olympischen Sommerspielen in Rio, der Fussball-Europameisterschaft in Frankreich sowie dem Schwing- und Älplerfest stehen gleich mehrere Grossereignisse auf dem Programm.

Auch eine Radioreise quer durch die Schweiz, auf der Menschen unterschiedlicher Nationalitäten vorgestellt werden, wurde in Aussicht gestellt. Als weitere Programm-Schwerpunkte bezeichnet SRF «Energie und Dada»: Vom 3. bis 14. Februar stellt «Big Dada» in Radio, TV und online dar, wie die Dada-Bewegung von der Schweiz aus die Welt erobert hat und bis heute nachhaltig prägt.

Die Folgen eines fiktiven, acht Tage dauernden Stromausfalls in Europa zeichnet SRF 1 am Thementag «Blackout Schweiz» nach. Jedem der acht Tage wird eine Stunde gewidmet. In einer sogenannten «Fake Documentary» wird gezeigt, wie beispielsweise die Versorgung oder die Sicherheit der Bevölkerung bereits nach kurzer Zeit nicht mehr gewährleistet wären. Im Selbstversuch werden Freiwillige in den acht Tagen vor dem Thementag ohne Strom leben.

(phz)

Erstellt: 20.01.2016, 11:05 Uhr

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