Kultur

Anwalt: Polanski besitzt ein Chalet in Gstaad

Aktualisiert am 29.09.2009 20 Kommentare

Der französische Anwalt von Roman Polanski hat sich überrascht gezeigt von der Verhaftung seines Mandanten. Dieser besuche die Schweiz ja seit Jahren regelmässig.

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Faszinierte auch Polanski: Winterliches Gstaad.

Faszinierte auch Polanski: Winterliches Gstaad. (Bild: Keystone)

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Der Filmregisseur besitze ein Chalet in der Schweiz und halte sich regelmässig im Land auf, sagte Hervé Temime in einem Interview mit «Le Figaro». «Wir haben überhaupt nicht mit einer solchen Verhaftung gerechnet, vor allem, weil er die Schweiz seit mehreren Jahren und regelmässig besucht», sagte der Anwalt am Montag. Auch Polanskis Chalet in Gstaad sei den Behörden bekannt gewesen. Er werde die Freilassung seines Mandanten verlangen, noch bevor er die Auslieferung bekämpfe.

Der Oscar-Preisträger wurde am Samstagabend bei seiner Einreise in die Schweiz verhaftet. Er sitzt in Auslieferungshaft. Grund ist ein internationaler Haftbefehl der USA. Polanski drohen dort mehrere Jahre Haft wegen Sex mit einer Minderjährigen im Jahr 1977.

Polanski ist französisch-polnischer Doppelbürger. Der französische Staatschef Nicolas Sarkozy liess ausrichten, er hoffe auf eine baldige Bereinigung der Situation. Polens Aussenminister Radoslaw Sikorski will die USA um Gnade für den heute 76-Jährigen bitten. (sam/sda)

Erstellt: 29.09.2009, 08:38 Uhr

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20 Kommentare

sepp berger

28.09.2009, 07:41 Uhr
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Naheliegend, dass die Verhaftung politisch motiviert ist, nach all den Jahren unbehelligten Aufenthalts in der Schweiz. Die Vorwände, die aus dem Bundeshaus aufgetischt wurden, entpuppten sich auch im Fall Lybien jeweils innert kurzer Zeit als 'Halbwahrheiten'. Es scheint, gewisse Gruppierungen haben im Bundeshaus mehr zu sagen und zu schalten als das Volk. Das ärgert. Antworten


Oliver Weingartner

28.09.2009, 08:29 Uhr
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Das die Verhaftung der Schweiz politisch gut gelegen kommt, ist wohl unbestritten. Ein ein internationales Rechtshilfeverfahren ist aber keine politische Frage, sonderen eine rechtliche. Und aus rechtlicher Sicht scheint, zumindest mit Blick auf den aktuellen Stand der nach aussen gedrungenen Informationen, alles sauber und korrekt abzulaufen. Antworten



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