Kultur

Audiards Gefängnisfilm holt den César

Aktualisiert am 28.02.2010

Für «Der Prophet» erhält der Regisseur den prominentesten Filmpreis Frankreichs – und seinem Hauptdarsteller Tahar Rahim gelang bei den Césars ein Novum.

1/4 Ihr Preis ist ein gutes Omen für die Oscars: Jacques Audiard (links) und Tahar Rahim.

   

Der Gefängnisfilm «Der Prophet» des Franzosen Jacques Audiard ist als klarer Sieger aus dem Rennen um die französischen César-Filmpreise hervorgegangen. Der französische Filmpreis gilt als Gegenstück zum amerikanischen Oscar, der in einer Woche vergeben wird.

Das Drama, das die Geschichte des 19-jährigen Malik erzählt, wurde am Samstagabend in Paris mit neun Trophäen ausgezeichnet. An den Film, er erhielt 2009 auf dem internationalen Filmfestival in Cannes den grossen Preis der Jury, gingen unter anderem der César für die beste Regie, den besten Schauspieler und das beste Original- Drehbuch.

Erstmals zwei Preise für einen Gewinner

Der 28-jährige Schauspieler Tahar Rahim, der den jungen Häftling maghrebinischer Abstammung spielt, erhielt erstmals in der Geschichte des Filmpreises, der dieses Jahr zum 35. Mal vergeben wurde, zwei Auszeichnungen: den Preis als bester Nachwuchsdarsteller und als bester Schauspieler.

Der Siegerfilm des 57-jährigen Audiard, der sich durch «Der wilde Schlag meines Herzens» einen Namen gemacht hat, ging als Favorit mit 13 Nominierungen in den Wettkampf. In einer Woche geht er bei den Oscars als «bester fremdsprachiger Film» ins Rennen.

Bester ausländischer Film von Eastwood

Die Trophäe für den besten ausländischen Film ging an «Gran Torino» von Clint Eastwood. Der Streifen, in dem der 79-jährige US- Regisseur und Schauspieler auch die Hauptrolle spielt, handelt von dem sturen und unflexiblen Koreakriegsveteranen Walt Kowalski, der durch seine südostasiatischen Nachbarn seine zahlreichen Vorurteile abbaut.

Der Ehren-César wurde Harrison Ford überreicht, der unter anderem durch seine Rollen in «Indiana Jones» und «Krieg der Sterne» zu einem der beliebtesten Action-Stars wurde. Eine besondere Hommage wurde dem französischen Filmemacher Eric Rohmer zuteil. Der Gründungsvater der Nouvelle Vague starb im Januar im Alter von 89 Jahren. (oku/sda)

Erstellt: 28.02.2010, 09:01 Uhr

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