Cüpli und Komplimente
Von Miriam Lenz. Aktualisiert am 22.02.2012 2 Kommentare
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Musical
Dällebach Kari in der Wankdorf City? So titelte diese Zeitung im März 2011. Ab Herbst scheint dies wahr zu werden. «Wir wollen Kari nach Bern holen», bestätigt Christoph Rüdt, Sprecher der MMH Maag Music Hall AG, die «Ewigi Liebi» im Musicaltheater Wankdorf veranstaltet.
Noch seien aber nicht alle Verträge unterzeichnet, so Rüdt. «Ewigi Liebi» läuft bis 18.März, dann folgen für je zwei Wochen die Musicals «Heisse Zeiten», «Rock the Ballet» und «Traumfrau Mutter». Die Halle steht sicher bis Ende Jahr. Wie es dann weitergeht, ist unklar.
Premierenanlass
Im Beisein der Schauspieler
Anlässlich der offiziellen Kinopremiere vom 1.März werden Nils Althaus und Carla Juri, die beiden Hauptdarsteller von «Eine wen iig, dr Dällebach Kari», in diversen Kinos der Region die Besucher begrüssen.
Rund 45 Minuten vor den jeweiligen Vorstellungen ist das Publikum zum Apéro geladen. Je nach Ort werden die Schauspieler vor der Vorstellung (Belp, Burgdorf), während der Pause (Grenchen) oder am Ende des Films (Lyss) dazustossen und einige Fragen beantworten.
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Es ist ein seltenes Schauspiel, wenn sich die Schweizer Schauspiel-Elite trifft und gegenseitig mit Komplimenten überhäuft. «Also wenn du den Schweizer Filmpreis nicht bekommst, dann werd ich böse», sagt «Dällebach Kari»-Darsteller Hanspeter Müller-Drossaart zu seinem Konkurrenten Stefan Kurt. Beide sind sie in der Kategorie «Nebendarsteller» für den Quartz 2012 nominiert. Letzterer steht längst auch im Fokus von Schauspielerin Heidi Maria Glössner. Diese überhäuft ihn mit Anerkennung, während Müller-Drossaart sie parallel für ihr Aussehen lobt. Dass die Schauspieler lieber unter sich wären, ist spürbar. Doch ohne einen Kari-Witz zu erzählen, kommen die Gäste der «Dällebach»-Premiere nicht davon.
Schauspielerin Carla Juri muss passen. Als Tessinerin sei sie nicht mit «Dällebach»-Witzen aufgewachsen. Nils Althaus, der im Film den jungen Dällebach Kari spielt, kennt «den vom Barbera und Chianti». Einen, den, wie er sagt, «alle kennen». Regisseur Xavier Koller erzählt seinen Witz zwar munter dahin, gerät bei der Pointe jedoch ins Stocken. Er weiss nicht, ob es «ersuufe» oder «versuufe» heisst. Sicherer ist sich «Verdingbub»-Darsteller Max Hubacher. Er erzählt, wie Kari von einer Brücke pinkelt und der Polizist ihn ermahnt, umgehend den Hosenstall zu schliessen. Kari gehorcht und lacht sich ins Fäustchen: «Dr Hoselade hani scho zueta, aber ufghört bisle hani nid.»
Als Witzeklopfer des Abends entpuppt sich Hanspeter Müller-Drossaart. Nach etlichen Pointen bringt er die Anekdote, wie Kari einem patriotischen Politiker ein Schweizer Kreuz auf den Kopf rasiert und sagt: «Itz chöit dr de säge, dr Patriotismus wachsnech zum Gring us.» (Berner Zeitung)
Erstellt: 22.02.2012, 13:13 Uhr
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2 Kommentare
Das tönt nach einer Ansammlung von C-Prominenz. Und dabei steht das C nicht einmal für Cervela. Aber die saturierte Schweizer Filmszene lebt ja nicht von ihrer biederer Eigenleistung, sondern durch Steuersubentionen, die schönrednerisch als Kulturförderung deklariert werden. Themen sind die ewiggleichen pädagogisch wertvollen Sozialkitschsituationen. Da ist mir Heidi in allen Varianten doch lieber Antworten
Kultur
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