Facebook-Film: Zum Lachen
Von Philippe Zweifel. Aktualisiert am 07.09.2010 2 Kommentare
Trailer ‹The Social Network›
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Als bekannt wurde, dass mit «The Social Network» ein Film über Facebook ( 31.91 -3.39%) gedreht wird, liess erste Kritik nicht lange auf sich warten: Facebook an sich sei schon überflüssig – ein Film darüber erst recht. Die Macher des Films halten dem entgegen, dass sich «The Social Network» vor allem um die Person des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg drehe.
Tatsächlich erzählt der Film die Entstehungsgeschichte von Facebook aus der Perspektive Zuckerbergs. Nach allem, was man bislang vom Film weiss, dürfte er nicht besonders schmeichelhaft werden. Zuckerberg, der vom bekannten Nerd-Schauspieler Jesse Eisenberg gemimt wird, ist im Film ein skrupelloser Nerd, der sich über die Gründung einer Website bei seinen coolen Harvard-Mitschülern beliebt machen will.
Trotz aller Personalisierung: Sieht man sich den Trailer an, wird schnell klar, dass die Produzenten von «The Social Network» in erster Linie einen Film drehen wollten, der auf dem Bekanntheitsgrad von Facebook aufbaut. Nach dem Motto: Man nehme eine erfolgreiche Marke und versehe sie mit einer (meist dünnen) Geschichte. So geschehen bei «Transformers» (Spielzeug) oder «Lara Croft» (Computerspiel).
Anbiedernd
Nun könnte man einwenden, dass ein Film wie «The Social Network» auch Abbild unserer Gesellschaft ist und er die digitale Vernetzung zum Thema macht. Sieht man sich andere «IT-Filme» an, die sich einer solchen Metaebene rühmten, stehen die Chancen, dass «The Social Network» ein solches Kunststück fertigbringt, aber schlecht: «The Net», «Virtuositity» oder «Johnny Memnonic» wurden allesamt als smarte Gesellschaftsporträts angepriesen - funktionieren aber nach dem gleichen enttäuschenden Prinzip: Nimm einen sattsam bekannten Plot, klatsche einige Cyber-Elemente dran und zeige ein paar Software-Heinis, die fetzige Specialeffects programmieren können – fertig ist der Internet-Film.
«The Social Network» gibt offenbar nicht mit IT-Zauberei an – dafür biedert man sich bereits im Trailer mit haufenweise Facebook-Symbolik wie Statusmeldungen, Like-Buttons und Kommentar-Feldern an. Dass daraus ein anständiger Film entstehen kann, wird ausgerechnet vom Zielpublikum, nämlich der Internet-affinen Jugend, bezweifelt: Auf Youtube erfreuen sich Parodien auf den Trailer grosser Beliebtheit. Unter anderem zu sehen ist die «Geburt» von Twitter. Allerdings hat die Realität diesen Clip bereits eingeholt: Kürzlich wurde bekannt, dass ein weiterer Internet-Gigant zu Filmehren kommt: Google. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 07.09.2010, 11:29 Uhr
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