Kultur

Fünf Quartz-Nominationen für «Giulias Verschwinden»

Der erfolgreichste Schweizer Film des letzten Jahres hat auch bei den Nominationen für den Schweizer Filmpreis Quartz abgeräumt.

Erfolgreich und beliebt: Filmplakat von «Giulias Verschwinden».

Erfolgreich und beliebt: Filmplakat von «Giulias Verschwinden».

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«Giulias Verschwinden», die Komödie zum Thema Altern, ist im Rennen um den Quartz für den besten Film, das beste Drehbuch (Martin Suter), die beste Darstellerin (Sunnyi Melles), den besten Darsteller (Bruno Ganz) und die beste Filmmusik (Balz Bachmann). Dies wurde am Mittwoch an der Nacht der Nominationen in Solothurn bekannt.

Sehr gut behauptete sich der Tessiner Film «Sinestesia», der in drei Kategorien Nennungen erhielt: fürs beste Drehbuch (Eric Bernasconi), die beste Hauptdarstellerin (Melanie Winiger) und das beste Nachwuchstalent (Giorgia Würth).

Ansonsten verteilten die Mitglieder der Akademie die Nominationen ziemlich ausgeglichen über die verschiedenen Sparten. In je zwei Kategorien nominiert wurden die Komödie «Die Standesbeamtin», das Drama «Coeur animal», der Thriller «Complices» und der Dokstreifen «The Sound of Insects».

Bereits mit einer Nomination ist eine erkleckliche Preissumme verbunden. Der Schweizer Filmpreis Quartz - quasi der Oscar des hiesigen Filmschaffens - wird Anfang März in Luzern verliehen.

Burkhalter betritt Neuland

Kulturminister Didier Burkhalter absolvierte am Mittwoch seinen ersten Auftritt vor Vertretern der Filmbranche. Er räumte dabei freimütig ein, dass sein Interesse bislang der Politik und dem Film, weniger der Filmpolitik gegolten habe.

«Es gibt für mich noch praktisch alles zu entdecken an der Filmpolitik», erklärte Burkhalter gemäss Redetext. Er freue sich darauf, seine Beziehungen zur Filmbranche zu vertiefen, sagte Burkhalter, der sich in seiner Rede durchaus als Liebhaber der «siebten Kunst» zu erkennen gab.

Gleichzeitig verschwieg er nicht, dass die Schwerpunkte in seinem Departement mit Gesundheit, Sozialem und Bildung andere sind. Den Branchenvertretern in Solothurn versprach er insbesondere hinsichtlich des Konzeptes für die Filmförderung in den Jahren 2011- 2013 eine offene Debatte.

Filmtage vergeben auch Preise

Mit der feierlichen Nennung der Nominierten für den Schweizer Filmpreis nähern sich die 45. Solothurner Filmtage ihrem Ende. Am Donnerstag vergibt die Veranstaltung ihrerseits zwei hochdotierte Preise: Dem mit 60'000 Franken dotierten «Prix de Soleure» und den «Prix du Public» mit 20'000 Franken. (vin/sda)

Erstellt: 27.01.2010, 22:47 Uhr

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