Hollywoods Bizeps schlägt zu
Von Matthias von Viereck, dpa. Aktualisiert am 23.08.2010 2 Kommentare
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In seinem furiosen Spektakel «The Expendables» treten die Grössen von anno dazumal fast sämtlich in Erscheinung: Schwarzenegger, Bruce Willis, Dolph Lundgren, Martial-Arts-Ikone Jet Li, Jason Statham («Crank») und Mickey Rourke («The Wrestler»).
Stallone, der nicht nur an vorderster Front mittut, sondern auch fürs Drehbuch und die Regie verantwortlich ist, entfacht ein Action-Feuerwerk – die 1980er-Jahre mit Kultstreifen wie «Rambo», «Terminator» oder «Die Hard» lassen grüssen.
Mit offensichtlicher Freude am Spiel gibt Stallone den Anführer eines wilden Söldnerhaufens: Sie nennen sich «The Expendables», so etwas wie «Die Entbehrlichen». Muskelbepackte Killermaschinen, die mit ihren Tätowierungen und knatternden Krafträdern ein Furcht einflössendes Bild abgeben.
Dass man sich besser nicht anlegen sollte mit Barney (Stallone), dem Messerexperten Lee, dem Nahkämpfer Yin Yang, den Feuerwaffen- und Sprengstoffspezialisten Hale und Toll sowie dem Scharfschützen Gunnar, zeigt schon der furiose Filmbeginn. Hier bekommen es somalische Piraten mit den «Expendables» zu tun.
Sinnlose Brutaliät
Der nächste Einsatz ist von einem anderen Kaliber: Barney und Co. erhalten den Auftrag, den Diktator eines Inselstaats zu stürzen. Was folgt, ist knallharte Action. Bisweilen schiesst der brutale Streifen dabei übers Ziel hinaus, zum Beispiel mit Folterszenen.
Dann gerät die Gewalt – man kennt das aus ähnlichen Filmen – zum Selbstzweck. Es sind jedoch andere, teils grossartige Momente, die nachhaltig wirken. So treffen in einer Szene tatsächlich die Action-Ikonen Schwarzenegger, Willis und Stallone aufeinander. Manch Genre-Fan dürfte sich da die Augen reiben.
Auch die wenigen Szenen, in denen Stallone und Mickey Rourke allein vor der Kamera agieren, überzeugen. Sie sind erfüllt von einer anrührenden Melancholie. Ohnehin hat der Regisseur seinen Film auch als Hommage und Reminiszenz angelegt: Bei dieser Zusammenkunft alter Heroen geht es eben um längst vergangene Zeiten.
Etwas Selbstironie
Dolph Lundgren etwa traf vor rund 25 Jahren im Boxklassiker «Rocky IV» erstmals auf Stallone. Bei so viel Erinnerungsseligkeit darf ein Schuss Selbstironie nicht fehlen. Selbst wenn «Sly» Stallone mit «The Expendables» nicht an die stärksten Momente seiner Film-Karriere heranreicht, sticht er doch heraus.
Mit seinen 64 Jahren und Bi- respektive Trizeps wie bei einem 30-Jährigen macht Stallone zudem eine fantastische Figur. Was aber vor allem bleibt von diesem Klassentreffen gereifter Actionhelden, ist die Erkenntnis: Sie können es noch immer! (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.08.2010, 13:20 Uhr
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daniel hügli
Der Londoner Jason Statham ist keine Grösse von anno dazumal - da ist er mit seinen 38 Lenzen schlichtweg zu jung. Er ist ein aktueller Actionstar und ist dabei die alte Garde abzulösen. Da muss der Journalist nochmals imdb konsultieren, damit sein Artikel auch fachlich stimmt. Antworten