Keine Favoritensiege beim Schweizer Filmpreis
Fünf Mal nominiert, kein Mal gewonnen: Filmplakat zu «Giulias Verschwinden».
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Die verliehenen Preise
Bester Spielfilm:
«Coeur animal» von Séverine Cornamusaz
Bester Dokumentarfilm:
«Die Frau mit den 5 Elefanten» von Vadim Jendreyko
Bester Kurzfilm:
«Las Pelotas» von Chris Niemeyer
Bestes Drehbuch:
Frédéric Mermoud (»Complices»)
Beste Darstellerin:
Marie Leuenberger (»Die Standesbeamtin»)
Bester Darsteller:
Antonio Buil (»Coeur animal»)
Bestes schauspielerisches Nachwuchstalent:
Uygar Tamer (»Dirty Money»)
Beste Filmmusik:
Norbert Möslang (»The Sound of Insects»)
Spezialpreis der Jury:
Stéphane Kuthy (Kamera, «Tannöd»)
Ehrenpreis für das Lebenswerk:
Claude Goretta
Bei der Gala für den Schweizer Filmpreis im KKL Luzern ging der Preis für den besten Film an «Coeur animal» von Séverine Cornamusaz. Die Westschweizer Regisseurin konnte den Quartz am Samstagabend aus den Händen von Kulturminister Didier Burkhalter entgegennehmen.
Burkhalter hatte zuvor gesagt, er habe sowohl «Coeur animal» wie «Giulias Verschwinden» gesehen. Er müsse schliesslich auf dem Laufenden bleiben. Ausserdem lobte der Kulturminister, der als Fan von Clint Eastwood bekannt ist, den neuen Streifen des US-Regisseurs, «Invictus». Man solle Eastwood einbürgern.
Buil und Leuenberger als beste Darsteller
Während Antonio Buil für seine Rolle in «Coeur animal» den Preis als bester Schauspieler gewann, gingen Roeland Wiesnekker (»Der Fürsorger») und Bruno Ganz (»Giulias Verschwinden») leer aus. Der Basler Schauspielerin Marie Leuenberger trug ihre erste Filmrolle gleich den Schweizer Filmpreis als beste Darstellerin ein. Sie wurde für die Titelrolle in «Die Standesbeamtin» geehrt.
Leuenberger setzte sich damit gegen Melanie Winiger (»Sinestesia») und Sunnyi Melles (»Giulias Verschwinden») durch. Vor ihrem Engagement in «Die Standesbeamtin» war die 1980 geborene Leuenberger ausschliesslich für das Theater tätig gewesen.
Kein Preis für «Giulias Verschwinden»
Den Machern von «Giulias Verschwinden», der mit fünf Nominationen in das Rennen um den Schweizer Filmpreis gegangen war, blieb am Ende nur die Enttäuschung: In der Kategorie bestes Drehbuch holte Frédéric Mermoud für «Complices» den Preis. Martin Suter (»Giulias Verschwinden») und Eric Bernasconi (»Sinestesia») waren ebenfalls nominiert gewesen.
Auszeichnungen in weiteren Kategorien
Den Quartz als bestes schauspielerisches Nachwuchstalent erhielt Uygar Tamer (»Dirty Money»). Der St. Galler Norbert Möslang wurde für seine Musik zum Dokumentarfilm «The Sound of Insects» geehrt. Clown Dimitri war für den Preis für den besten Kurzfilm zuständig. Die Auszeichnung ging an «Las Pelotas» von Chris Niemeyer.
Der Schweizer Filmpreis 2010 wird in acht Kategorien von einer Jury verliehen, die sich wiederum auf Empfehlungen der Mitglieder der Schweizer Filmakademie stützt. (raa/sda)
Erstellt: 07.03.2010, 00:26 Uhr
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