Kurzfilm der Woche: Blutiges Rendezvous

«Fledermäuse im Bauch» hat der junge Vampir Viktor, der auf sein erstes Mal wartet. Tom Gerber zeigt einen bissig-poetischen Kurzfilm jenseits von Robert Pattinson und der «Twilight»-Serie.

Blutkonserven reichen nicht: Der junge Vampir möchte frisches Blut.


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Viktor ist 25, arbeitet als Rettungssanitäter, wohnt in einer gruslig eingerichteten Wohnung und ernährt sich von Blutkonserven – denn Viktor ist ein Vampir, der aus den Bergen in die Stadt gekommen ist. Und er hat ein Problem: Er hat noch nie jemanden gebissen, was ihm von seinem Vater in einem auf rumänisch geführten Telefongespräch vorgehalten wird.

Hoffnung naht, als Viktor die hübsche junge Assistenzärztin Sophia kennenlernt. Doch sobald die beiden miteinander sprechen, springen Viktors Vampirzähne hervor, die er zu verbergen versucht. Nach mehreren gescheiterten Versuchen kann er sie zu einem nächtlichen Rendezvous im Zoologischen Museum einladen. Während sie ihn vor allem endlich küssen will, ist Viktor mehr an ihrem Hals interessiert. So wird schliesslich eine Verwandlung in Gang gesetzt...

«Fledermäuse im Bauch» ist ein ironisch-dramatischer Vampir-Liebesfilm mit sympathischen und überzeugenden Darstellern. Originelle Kostüme, leuchtendrotes Blut und viel Dunkelheit erzeugen die passende Atmosphäre. Regisseur Tom Gerber – der letztes Jahr für SRF den Fernsehfilm «Liebe und andere Unfälle» machte – schloss mit diesem Werk sein Studium an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ab. (lmm)

(Erstellt: 19.04.2013, 16:02 Uhr)

Stichworte

Produktion

«Fledermäuse im Bauch» von Tom Gerber. 18 Min. Produktion: Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), 2004. Mit Philipp Siegel, Sandra Maria Schlegel, Bruno Föger.

Kurzfilm der Woche

Der Kurzfilm gilt als die offenste, schnellste und oft auch mutigste Filmkunstform. Obs an der schnelllebigen Zeit liegt, in der wir leben? Auf jeden Fall erfreuen sich die Minifilme gerade an Festivals einer immer grösseren Beliebtheit – auch in der Schweiz, wo es eine lebendige Kurzfilmszene gibt. Tagesanzeiger.ch/Newsnet zeigt in Zusammenarbeit mit der Filmpromotionsagentur Swiss Films jeden Freitag einen exklusiven Schweizer Kurzfilm. Die Produktionen sind jeweils mindestens 24 Stunden online.

Die Stiftung Swiss Films ist die Promotionsagentur des Schweizer Filmschaffens. Als Partnerin der Filmschaffenden verstärkt sie die Sichtbarkeit und positive Wahrnehmung der helvetischen Filmkultur im Ausland und in der Schweiz. Kernaufgaben der Stiftung sind Verbreitung, kulturelle Vermittlung und Vernetzung des Schweizer Filmschaffens.

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