Kultur

Georg Friedrich Händel – die Fakten

Von . Aktualisiert am 13.04.2009

1685: Georg Friedrich Händel wird am 23. Februar in Halle geboren, als Sohn des kurfürstlichen Leibchirurgen Georg Händel und der Pfarrerstochter Dorothea Taust.

1702: Beginn des (nie abgeschlossenen) Studiums der Jurisprudenz an der Universität Halle.

1703: Händel wird Geiger und Cembalist an der neu eröffneten Oper am Hamburger Gänsemarkt. Beginn der Freundschaft mit dem Komponisten und Musiktheoretiker Johann Mattheson, die aber schon bald im Duell endet, weil Händel bei einer Opernaufführung auf seinen Platz am Cembalo besteht. Ein Metallknopf (und nicht wie oft behauptet eine Partitur) rettet sein Leben.

1705: Uraufführung seiner ersten Oper «Almira» in Hamburg.

1706–1710: Reise nach Italien. Erste Station vermutlich Florenz, danach längerer Aufenthalt in Rom, wo er von verschiedenen Fürsten und Kardinälen gefördert wird. Später Weiterreise nach Neapel und Venedig, wo seine Oper «Agrippina» enormen Erfolg hat.

1710: Rückkehr nach Deutschland, Anstellung als Kapellmeister am Hof von Hannover. Im Herbst reist Händel nach London.

1712: Spektakuläre Uraufführung der Oper «Rinaldo» am Londoner Queen's Theatre. Kurze Rückkehr nach Deutschland, im Herbst definitiver Wechsel nach London.

1719: Gründung der Royal Academy of Music, die unter Händels Leitung die italienische Oper in London pflegt.

1727: Händel wird englischer Staatsbürger. Die Primadonnen Francesca Cuzzoni und Faustina Bordoni prügeln sich während einer Händel-Aufführung auf offener Bühne.

1728: Uraufführung der «Beggar's Opera» von John Gay und Johann Christoph Pepusch, einer Satire auf den Händelschen Opernbetrieb, die zum Publikumserfolg wird. Finanzieller Kollaps der Royal Academy of Music – und Gründung einer New Royal Academy of Music.

1729: Der berühmte Kastrat Farinelli lässt sich nicht von Händel, sondern von der neu gegründeten Opera of Nobility anwerben. Viele Sänger aus Händels Truppe wechseln ebenfalls zur Konkurrenz.

1734: John James Heidegger, mit dem Händel während Jahrzehnten zusammengearbeitet hatte, vermietet das Theater am Haymarket an die Gegenseite. Händel wechselt ins Covent Garden Theatre.

1737: Die Opera of Nobility stellt ihren Betrieb ein, auch Händels Unternehmen steht vor dem Ruin. Schlaganfall, Nervenzusammenbruch, Kur in Aachen.

1741: Händels letzte Oper «Deidamia» wird erfolglos uraufgeführt. Erfolg hat er dafür seit einiger Zeit mit englischen Oratorien, die für den Rest seines Lebens im Zentrum seines Schaffens stehen. Uraufführung des «Messiah».

1751: Mit dem Oratorium «Jephta» vollendet der praktisch erblindete Händel sein letztes Werk.

1759: Händel stirbt am 14. April als reicher Mann; er wird in der Westminster Abbey beigesetzt. 3000 Menschen nehmen an der Trauerfeier teil. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.04.2009, 23:53 Uhr

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