Ai Weiwei will nach Berlin
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Der chinesische Künstler Ai Weiwei plant angesichts wachsender Repressionen in seiner Heimat einen Teil-Umzug nach Berlin. «Ich möchte in der Lage sein, meine tägliche Arbeit an meiner Kunst und meinen Ausstellungen auch von Berlin aus zu machen», sagte er der «Berliner Zeitung» (Dienstagausgabe). Die Vorbereitungen liefen bereits seit drei Monaten, aber da der Aufbau der Infrastruktur nicht ganz einfach sei, brauche er noch Zeit, bevor er richtig loslegen könne.
Ai gilt als einer der schärfsten Kritiker der Kommunistischen Partei in China. Seine Werke erzielen auf Auktionen hohe Preise. Unter jungen Chinesen ist er vor allem als Internet-Aktivist bekannt, der mit originellen Projekten das Regime zu entlarven versucht. China hatte ihn im November zeitweise unter Hausarrest gestellt. Im Januar hatte die Regierung sein neu gebautes Studio in Shanghai abreissen lassen.
«Angesichts der gegenwärtigen Situation sollte ich meine Präsenz in Europa verstärken», sagte Ai der Zeitung zufolge. «Ich bin einfach ratlos, wie ich hier weiterarbeiten kann.»
Erstellt: 29.03.2011, 16:57 Uhr
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