Die Art Basel wird jetzt noch exklusiver
Von Raphael Suter. Aktualisiert am 25.01.2012 1 Kommentar
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Die Art Basel will zwei Previews für exklusive Gäste veranstalten und dadurch die Messedauer für die Öffentlichkeit verkürzen. Verstehen Sie diesen Entscheid?
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Brad Pitt, das holländische Kronprinzenpaar Willem-Alexander und Maxima, Mick Flick, Roman Abramovich, Mark Rich oder Michael Ringier zählen zwar zu den unbestrittenen VIP an der Art Basel, müssen sich aber jeweils genauso wie alle anderen durch das Gedränge am Vernissagetag quälen. Bislang startete die Basler Kunstmesse am Dienstag mit einem Reigen von Voreröffnungen. Die ersten Sammler und Kunstinteressierten mit einer sogenannten First-Choice-Einladung durften bereits am Vormittag in die Rundhofhalle. Später kam dann eine zweite Staffel mit einer Preview-Karte. Am frühen Abend strömte schliesslich das Kunstvolk mit einer dritten Einladung zur eigentlichen Vernissage. Je nach Einladung konnte man den Stellenwert des Besitzers in der Kunstwelt ablesen.
Die Galeristen beklagten sich in den letzten Jahren aber zunehmend, dass selbst an der First Choice zu viel Publikum durch die Stände pilgerte. «Im letzten Jahr war die Situation ziemlich turbulent und es herrschte nicht die Exklusivität, die sich Kunden und Aussteller wünschen», meint Margareta von Barta von der gleichnamigen Galerie. «Man konnte sich in den Gängen und an den Ständen kaum bewegen.»
Einen Tag weniger öffentlich
Das soll sich jetzt an der kommenden Art im Juni ändern. Statt einer Preview finden gleich zwei statt, nämlich am Dienstag, 12., und Mittwoch, 13. Juni. Am Abend des Mittwochs geht dann auch die Vernissage über die Bühne und für das Eintritt zahlende Publikum ist die Kunstmesse ab Donnerstag, 14. Juni, bis zum Sonntag, 17. Juni, offen. Damit verkürzt sich die öffentliche Zugänglichkeit der Art um einen Tag. Die Presseverantwortliche der Art, Dorothee Dines, bestätigte das neue Konzept gegenüber der BaZ. «Wir versuchen damit auf den anhaltenden Zuwachs an VIP-Besuchern zu reagieren.» Wer von den VIP zu welcher Preview eingeladen wird, soll noch definiert werden. «Daran arbeiten wir noch intern», so Dines.
Margareta von Bartha begrüsst das neue Konzept grundsätzlich, sieht aber das Problem auch in der Zweiteilung des Preview-Zutritts. «Die Messeleitung muss dieses System gut kommunizieren, damit es unter den Sammlern nicht zu Unstimmigkeiten kommt», meint sie. Verärgerte Sammler fürchtet die Basler Galeristin Gisèle Linder: «Die Leute werden sich fragen, weshalb sie an der einen und nicht der anderen Preview eingeladen sind.» Deshalb findet sie dieses neue System «nicht unbedingt gut». Für die Anzahl der Einladungen sei die Messeleitung verantwortlich und diese habe es in der Hand, die jetzige Regelung restriktiver anzuwenden, sodass First Choice und Preview tatsächlich einem exklusiven Sammlerpublikum vorbehalten blieben.
Einladungen zu grosszügig verteilt
Positiv steht Anna Helwing, Associate Director der Galerie Hauser & Wirth mit Niederlassungen in Zürich, London und New York, den Plänen der Art-Leitung gegenüber. «Natürlich müssen wir erst mal schauen, wie sich das neue System bewährt, doch grundsätzlich ist es erfreulich, dass nach Lösungen gesucht wird, um das Gedränge etwas zu vermindern.»
Die zwei Previews böten nun mehr Raum und Zeit für die Kundengespräche. «Dieser Service hat darunter gelitten, dass sich die Sammler und Kuratoren durch die Menge kämpfen mussten», erklärt sie. Die Einladungen an die Eröffnungsevents seien in der Vergangenheit zu grosszügig in Umlauf gebracht worden. Jetzt sollen Brad Pitt und Co. wieder in Ruhe an der Art nach Kunst Ausschau halten können. (Basler Zeitung)
Erstellt: 25.01.2012, 13:38 Uhr
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