Die perfekte Illusion
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Keine Angst, hier stürzt man nicht ab. Müllers Bilder täuschen die Sinne.
Foto: Edgar Müller
Banksy hat ein Problem. Der britische Streetartkünstler schockierte einst mit seinen Sprayereien die Passanten in der Londoner Innenstadt. Küssende Polizisten, Kinder, die Soldaten filzen, oder Ratten vor einem roten Vorhang – die sozialkritischen Bilder haben den anonymen Künstler aus Bristol in den Status eines Kunstsuperstars erhoben.
Mittlerweile widmet ihm sogar ein Kunstmuseum in Bristol eine Einzelausstellung – der Andrang ist enorm. Längst haben Banksys Werke die politische Relevanz zu Gunsten grosser Popularität eingebüsst. Das schadet zwar ihm, nützt aber anderen Strassenmalern.
Perspektive
Sie stehen immer mehr im Interesse der Öffentlichkeit – allen voran einer: der 40-jährige Deutsche Edgar Müller. Er fasziniert Passanten auf den Trottoirs in England und Deutschland, wo er seine fotorealistischen, dreidimensionalen Bilder hinterlässt.
Den räumlichen Effekt erzielt er durch sein Spiel mit der Perspektive. Die Bilder sind lang gezogen, erst von weitem betrachtet sieht es etwa so aus, als ob eine Strasse von einem wilden Fluss geteilt würde. Und wer weiss, vielleicht teilt er schon bald einen Museumsboden entzwei. (Berner Zeitung)
Erstellt: 13.08.2009, 08:58 Uhr
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