Pro Helvetia hat Ärger mit Aussenstelle
Aktualisiert am 19.01.2012 3 Kommentare
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Pro Helvetia will bis Ende Jahr entscheiden, ob sie ihre Aussenstelle in Kairo wegen der politischen Situation in Ägypten schliesst. Derzeit beherbergt die Filiale keine Schweizer Kulturschaffenden; die Antenne betreut aber Projekte in anderen arabischen Staaten.
Die Situation vor Ort «macht uns Bauchweh», erklärte Stiftungsdirektor Pius Knüsel am Donnerstag am Rande einer Medienkonferenz in Bern der Nachrichtenagentur sda. Mit dem Vormarsch der Islamisten in den Parlamentswahlen schlage nicht gerade die Stunde der europäischen Kultur, sondern des Protests auf der Strasse.
Schüsse am Telefon
Das Verbindungsbüro in Kairo belegt zwei Räume in der Schweizer Botschaft, die direkt neben dem Tahrir-Platz liegt, erläuterte Stiftungsratspräsident Mario Annoni. «Wenn wir mit dem Büro telefonieren, hören wir Schiessereien.»
Die Pro-Helvetia-Antenne in Kairo existiert seit 1988. Sie organisiert vor allem den kulturellen Austausch verschiedener arabischer Staaten mit der Schweiz. Diese Aktivitäten setzen sich fort, namentlich mit Tunesien, so Knüsel. Sollte die Schliessung des Kairoer Büros nötig werden, würde die Stiftung ein Büro in einem anderen Land der Region eröffnen.
(omue/sda)
Erstellt: 19.01.2012, 16:53 Uhr
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3 Kommentare
in dieser schwierigen Zeit, wo die Menschen in Ägypten um Normalität ringen, wäre es sehr wünschenswert, wenn Pro Helvetia noch ausharren könnte. Wir brauchen den internationalen Kontakt mehr denn je! Halten Sie durch! halten Sie die Fahne der Demokratie hoch, welche der künstlreischen Tätigkeit Freiheit zuruft. Es sind fragile Pflanzen, die zu wachsen beginnen, sie brauchen Schutz! Antworten
In seiner Funktion sollte Knüsel den Wert und die Fähigkeiten der Kunst genau unter solchen Umständen hervorheben. Kein Wunder liefert die Schweiz bloss Bestätigungskultur. Was nützt ein Streichholz, wenn man damit nicht die Welt entzündet? Was nützt eine ProHelvetia, wenn man vor den Brennpunkten kuscht? Aber unter Mubarak unnütz Ateliers anbieten, um in 1001 Nacht abzutauchen. Lächerlich. Antworten
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