Kultur

Solothurner Filmtage: Die ersten Preise sind vergeben

Aktualisiert am 11.01.2012

Die Solothurner Filmtage warten mit einigen Neuerungen auf. Eine neue Direktorin, ein gestraffteres Programm und mehr Feiern. Auch erste Preisträger sind bekannt.

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Die Filmtage finden vom 19. bis 26.1.2011 in Solothurn statt.

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Die Organisatoren der 47. Solothurner Filmtage haben die ersten Preisträger und die Juroren bekannt gegeben. Alt-Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey, der Autor Charles Lewinsky und die Regisseurin Séverine Cornamusaz bilden die Jury des «Prix de Soleure».

Der Filmpreis, der zum vierten Mal vergeben wird, ist mit 60'000 Franken dotiert und zeichnet einen abendfüllenden Spiel- oder Dokumentarfilm aus, «der eine humanistische Grundhaltung überzeugend filmisch umsetzt», wie es heisst. Nominiert sind acht Filme, darunter «Der Verdingbub» und «Vol spécial».

Die Preisübergabe findet zum Abschluss der 47. Filmtage am 26. Januar in Solothurn statt. Eröffnet wird die Werkschau des Schweizer Films am Donnerstag, 19. Januar, mit Xavier Kollers Liebesdrama «Eine wen iig, dr Dällebach Kari».

Gestrafftes Programm, mehr Feiern

Sie sei «extrem bereit», sagte Seraina Rohrer, die neue Direktorin des Festivals, am Dienstag vor den Medien in Zürich. Die ersten Filmtage unter ihrer Ägide zeichnen sich durch ein leicht gestrafftes Programm aus. Den selektionierten Filmen kommt so mehr Raum zu.

Die Streifen der Wettbewerbskategorien «Prix de Soleure» und «Prix du Public» werden alle zweimal gezeigt. Neu sollen professionelle Moderatoren die Debatten über die nominierten Filme leiten. Zudem gibt es mit der Sparte «Upcoming» ein neues Gefäss, das dem filmischen Nachwuchs gewidmet ist, wie die Filmtage schreiben.

Mehr Gewicht will Rohrer auf das Feiern legen, «das in Solothurn bislang vielleicht zu kurz gekommen ist», wie sie sagte. Die Filmtage seien auch ein Fest des Schweizer Films. Erwartet wird unter anderem die Berner Band Kummerbuben, die gemäss Programm am Freitag, 20. Januar, im Festival-Club im Solheure aufspielt.

Die bereits zur Tradition gewordene «Nacht der Nominationen» findet am Mittwoch, 25. Januar, statt. Ausserdem wird bekannt, welche Filme und Filmschaffenden sich Chancen auf den Schweizer Filmpreis Quartz ausrechnen können.

Filmemacher Schocher ausgezeichnet

Erste Preisträger, die in Solothurn je eine mit 10'000 Franken dotierte Auszeichnung werden entgegennehmen können, wurden am Dienstag genannt: Mit dem Ehrenpreis der Gemeinden im Wasseramt wird der Bündner Kinobetreiber, Fotograf und Filmemacher Christian Schocher («Reisender Krieger», 1981) geehrt.

Die Schweizer Fernsehfilmpreise gehen an Lea Hadorn («Liebe und andere Unfälle»), Roland Vouilloz («CROM») für Hauptrollen in TV-Produktionen sowie an Marina Golovine («CROM») und Peter Wyssbrod («Mord hinterm Vorhang») für Nebenrollen.

Für herausragende Beiträge im Filmjournalismus erhalten Brigitte Häring und Flurin Fischer je einen «Prix Pathé». Häring überzeugte mit ihrem Radiobeitrag «Filmischer Einblick ins Teenie-Dasein» (DRS 2, «Reflexe», 1.2.2011). Fischer erhält den Preis für seine Filmkritik «Godards göttliche Komödie» über «Film Socialisme» («Bündner Tagblatt», 3.12.2010). (omue/sda)

Erstellt: 11.01.2012, 09:15 Uhr


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