Spomenik – Das Ende der Geschichte
Das Buch «Spomenik» von Jan Kempenaers ist bei ROMA Publications erhältlich.
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Vor 20 Jahren gab es noch Tausende – inzwischen stehen nur noch die grössten, unzerstörbarsten: Spomeniks, Monumente für den Zweiten Weltkrieg, unter Tito entstanden und über ganz Ex-Jugoslawien verteilt. Keiner will mehr daran erinnert werden, selbst wenn sie noch in den 80ern ganze Besucherscharen anzuziehen vermochten.
Der Belgier Jan Kampenaers reiste durch den Balkan und fotografierte die restlichen Exemplare, die einer geballten Abrissaktion in den frühen 90ern standhalten konnten. Sein Bildband lässt diese Kriegsdenkmäler, die bar des sonst für Osteuropa so typischen Personenkults und Militärpathos sind, wie Zeichen einer anderen Zivilisation erscheinen: Vergessen und unverstanden, mit einer Symbolik, die längst nicht mehr lesbar ist.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.06.2011, 14:53 Uhr
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