Unzerstörbar: Das Happy Meal von McDonald's
Von Claudia Müller. Aktualisiert am 15.10.2010 19 Kommentare
Tag für Tag gehen Hunderte, wenn nicht Tausende Kindermenüs der grössten Fast-Food-Kette Amerikas über den Tisch. Doch was passiert, wenn man das Happy Meal einfach auf dem Teller liegen lässt? Dass sich die Essware zersetzt, ist so klar, wie dass ein Burger aus Fleisch ist – das dachte zumindest die 54-jährige Künstlerin Sally Davies, als sie mit ihrem Kunstprojekt begann.
Die böse Überraschung
«The Happy Meal Project» sollte den Verfall des Kindermenüs während sechs Monaten fotografisch festhalten. Doch als am zweiten Tag die Hunde von Davies das Interesse an dem Essen verloren hatten und dieses nicht mehr roch, war klar: Etwas war daran faul. Nur konnte man es nicht sehen, denn Burger und Pommes frites waren seit dem Kauf unverändert.
Über sechs Monate fotografiert Sally Davies jeden Tag das Happy Meal. Das Fazit: «Die einzige Veränderung, die ich feststellen konnte, war, dass es hart wie Stein geworden ist», berichtet sie der «Daily Mail». Hinzu kommt, dass die Essware mit einem Acrylfilm überzogen war. Davies nimmt den Anblick gelassen: «Wenn ich eine Fleischesserin wäre, würde es mir schon etwas anders werden», so die Künstlerin, die überzeugte Veganerin ist. Und was sagt die Fast-Food-Kette zum unzerstörbaren Menü? «Das ist nichts als eine absonderliche Behauptung und absolut falsch», sagt McDonald’s Sprecherin Danya Proud.
Steine für den Magen
Dass McDonald’s ungesundes Essen produziert, wurde im US-Dokumentarfilm «Supersize Me» (2004) schon eindrücklich gezeigt. Morgan Spurlock, der Regisseur des Films, ernährte sich dreissig Tage lang nur von Produkten der amerikanischen Imbiss-Kette und brachte am Ende des Selbstversuchs 12 Kilo mehr auf die Waage, was ebenfalls einen massiven Cholesterinanstieg zur Folge hatte.
Sally Davis Kunstprojekt zeigt nun, dass Fast Food nicht nur für den Konsumenten schlecht ist, sondern auch der Umwelt nicht guttut, sind doch die McDonald’s Produkte, wie ihr Projekt zeigt, nicht wirklich biologisch abbaubar.
Übrigens: Nebst den körperlichen Beschwerden hatte der Filmemacher Spurlock auch noch andere Probleme. Er schaffte es fast nicht, dreimal am Tag das Essen der Fast-Food-Kette runterzubringen. Jetzt wissen wir auch warum. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.10.2010, 13:48 Uhr
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19 Kommentare
Acryl ist eine Sammelbezeichnung von chemischen Substanzen und aus diesen soll die Oberfläche eine Film gebildet haben.Wenn das nur kein McDonalds-Anwalt liest. Etwa gleich abstrus wie die Folgerung, das Happy Meal hätte auf dem Teller zerbröseln, kompostieren und sonstwas machen müssen.Die Raumluft der Künstlerin war trocken ansonsten sich Schimmel gebildet auf der HappyMealMumie. Kunst? Antworten
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