Kultur

Axl Rose löste Albumleck aus – im Stripclub

Aktualisiert am 10.02.2009 2 Kommentare

Neun Jahre lang hat er kein Interview gegeben. Nun erklärt der «Guns N' Roses»-Frontmann, wie sein Album zu früh ins Internet kam und haut bei der Gelegenheit gleich Plattenfirma, Medien und Bandkollegen in die Pfanne.

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Befindet sich in einer Trotzphase: Guns N' Roses-Sänger Axl Rose.

   

Er ist Guns N' Roses. Nicht nur ist Axl Rose das einzige verbliebene Gründungsmitglied, das auf dem aktuellen Album «Chinese Democracy» zu hören ist, mehr noch, Rose gehören die Rechte am Bandnamen. Allerdings war es still geworden um Guns N' Roses und Axl. Bis «Chinese Democracy» im vergangenen November herauskam, waren zehn Jahre seit dem letzten Song und sechzehn Jahre seit dem letzten Album vergangen. Neun Jahre lang lehnte Axl Rose jegliche Interviewanfragen ab. Jetzt spricht er wieder.

Dem amerikanischen «Billboard» gab Rose ein längeres Interview. Darin rechtfertigt er die lange Produktionszeit für sein Album – bereits 2005, drei Jahre vor Veröffentlichung, hatte die Plattenfirma Universal schon 13 Millionen Dollar dafür augegeben: «Einige von hunderten von Dingen liessen sich nicht so schnell erledigen, wie wir wollten». Das haben wir ja bemerkt.

Label-Beschiss und Kritiker-Blutbad

Als die Welt das Album dann endlich in die Hände gelegt bekam, wollte die aber gar nicht recht jubeln. Eine halbe Million Mal verkaufte es sich in den USA, geplant war das Dreifache. Universal schob die Schuld Rose zu, der weder Interviews gab noch Pläne für ein Video oder eine Tour hatte. Rose sieht das Versäumnis aber nicht bei sich: «Ich kann nicht behaupten, dass es irgendwelche Bemühungen seitens unseres Labels Interscope gab.» Guns N' Roses sei von Interscope ausgenutzt und beschissen worden. Für die Firma sei seine Band «nur etwas, was man an die Wand wirft, um zu schauen ob es haften bleibt.

Aber auch die Presse ist schuld. Einige Kritiken hätten ihm zwar gefallen, andere waren aber «ein Blutbad.» Da erb, so Rose weiter «der grösste Teil dieses Unsinns von den üblichen oder den neusten Idioten stammt, war da mehr gar nicht zu erwarten.»

Albumleck wegen Stripclub-Besuch

Dass grosse Teile des Albums vor der offiziellen Veröffentlichung im Internet auftauchten, war allerdings sein Verdienst. Rose spielte die Lieder jemandem vor, mit dem er zusammenarbeiten wollte – in einem «praktisch leeren» Stripclub in den frühen Morgenstunden. «Ich war dort mit einem meiner Sicherheitsleute, der angeblich den Clubbesitzer kannte», sagt Rose, «und ich dachte, das sei ein sicherer Ort». Schlimm findet Rose das Leck aber nicht: «Die Soundqualität der Albumversionen sind viel besser als die der Versionen im Netz», versichert Rose. Also, liebe Downloader, nichts wie hin in die Läden!

Eine Tour ist nicht geplant, «aber es finden Gespräche statt», sagt Rose. Mit den alten Kumpels wird man Guns N' Roses aber wohl nicht erleben. Für «ein Lied oder so» könnte er sich eine Zusammenarbeit mit Gitarrist Izzi Stradlin oder Bassist Duff Mckagan vorstellen, mehr liege aber nicht drin.

Reunion mit Slash? Vorher stirbt einer

Überhaupt nicht in Frage kommt der andere grosse Name, der Guns N' Roses ausmacht: Slash. «Give me a fucking break!» ist Roses spontane Antwort. Später erklärt er seine Abneigung mit den Wunden, die Slash ihm zugefügt habe. «Tag für Tag Beleidigungen und Verletzungen, jahrelang, über ein Jahrezehnt. Das ist ein Albtraum. Ich finde es krank, wenn da Leute ihr persönliches Bedürfnis nach Unterhaltung über diesen Albtraum stellen. Und um es wirklich klar zu machen. «Einer von uns wird sterben, bevor es zu einer Wiedervereinigung kommt.» Gut, hätten wir das. (mag)

Erstellt: 10.02.2009, 17:02 Uhr

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2 Kommentare

beate kavka

11.02.2009, 18:31 Uhr
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hallo, ich bin aus wien,sah die "alten" G´N´R live & es war echt einzigartig, passend zu seinem alter. das jetzige album, ich habe die cd sofort gekauft, ist ebenfalls wieder einzigartig. die texte, der sound-mix, einfach alles klingt reifer. traurig ist, dass schlagzeilen-geile journalisten gg. ihn hetzen.was zw. axl & slash passierte,kann keiner von uns wissen.privatsphäre muß man akzeptieren!! Antworten


marion caspari

11.02.2009, 19:08 Uhr
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Am aktuellen Album Chinese Democray sieht man wer oder was Guns´n Roses ausmacht. Axl ist und bleibt das Herz der Band und wird uns,hoffe ich,noch lange erhalten bleiben. Allerdings wäre eine Tour langsam fällig um nicht nur die Ohren sondern auch die Augen zufriedenstellen zu können Antworten




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