Kultur

Ernüchterung für Musikindustrie: 85 Prozent der Songs im Web sind Ladenhüter

Von 13 Millionen im Internet angebotenen Liedern wurden zehn Millionen nicht ein einziges Mal heruntergeladen.

Nur Mainstream wird heruntergeladen: Nischenprodukte haben es auch im Internet schwer.

Nur Mainstream wird heruntergeladen: Nischenprodukte haben es auch im Internet schwer.
Bild: Keystone

Gemäss einer Studie des britischen Rechteverwalters MCPS-PRS sind 85 Prozent aller im Web zum Verkauf stehenden Musiktitel absolute Ladenhüter – sie wurden kein einziges Mal heruntergeladen. Damit zerschlägt sich die unter Musikern oft gehegte Hoffnung, dank des Internets würden auch Nischenanbieter ihr Publikum finden.

Kasse machen nur die Topstars: Vier Fünftel des Umsatzes durch legale Musikdownloads werden von gerade mal 52'000 Liedern generiert. Auch bei den Alben sieht es ähnlich aus: Von insgesamt 1,23 Millionen Alben wurden lediglich 173'000 auch heruntergeladen. (rek)

Erstellt: 24.12.2008, 13:24 Uhr

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8 Kommentare

John Reister

28.12.2008, 22:15 Uhr
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Wie ist denn nicht-kommerziele Musik? ist die gratis,also nicht zu kommerziellen zwecken?mhhhh Antworten


Danny Weiler

28.12.2008, 01:53 Uhr
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Die Musikindustrie hätte viel früher einlenken sollen. Bei mir ist es so das die mir die Mainstream verdorben haben mit ihrer ewigen Mekerei. Heute höre ich fast nur noch nicht-kommerzielle Musik. Auf Hitparaden Mist habe ich schon lange keine Lust mehr. Antworten


Fritz Nussbaumer

27.12.2008, 00:08 Uhr
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Das mit den Ladenhütern kennen wir doch seit Jahrzehnten: Du kaufst eine CD wegen 2 guten Songs. 10 Weitere Songs auf dieser CD musst du mitbezahlen. Heute kaufe ich im Internet genau das was ich will und nichts weiter. Antworten


Disc Jockey

24.12.2008, 14:57 Uhr
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Hmmm....wieder mal eine Studie, die man sich genauer anschauen müsste. Ich höre zwar keine House Musik aber ich würde mal behaupten 80% der Neuerscheinungen gibt's nur noch als Digital-Download. Ähnlich siehts bei anderer elektronischer Musik aus. Andererseits liegts auch auf der Hand, dass Audiophile nie Jazz/Klassik Alben downloaden werden. Antworten


Chris Meier

24.12.2008, 14:28 Uhr
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Kein Wunder: Lieder, die nicht bekannt sind oder vom Publikum nicht geschätzt werden, werden nicht gekauft. Mit dem CD-Handel kann man den Konsumenten zwingen, akustischen Schrott zu kaufen. Von den etwa 12 Musikstücken, die auf einer CD drauf sind, interessieren den Kunden normalerweise etwa 2 wirklich. Das sind die 2, die er auch online kauft. Antworten


Peter Meier

24.12.2008, 14:27 Uhr
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Das bedeutet wohl dass 85% der angebotenen Songs "Schrott" sind, diese konnte man früher als zusätzliche Songs auf einer CD verkaufen aber gratis will diese niemand. Entgegen der Voraussagen der MP3-Downloader dass eben alle Künstler profitieren zeigt es sich nun, dass eben auch hier nur die Topstars verdienen. Die Unbekannten gehen hier doppelt leer aus. Antworten


Markus Schmidli

24.12.2008, 14:17 Uhr
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@Pat Merz: Was redest Du denn da? Ich für meinen Teil werde jedenfalls ganz bestimmt nicht solche Wahnsinnspreise für einen Download bezahlen, wie die Industrie sie sich vorstellt. Nie! Und selbst herunterladen soll ich die Lieder auch noch! Das mache ich nur noch gratis - die sollen froh sein, dass ich mir ihren Mist überhaupt noch anhöre. Antworten


Pat Merz

24.12.2008, 13:53 Uhr
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Mich würde jetzt noch eine andere Statistik interessieren: Wieviele Schallplatten wurden bei der "Markteinführung" in den ersten 5 jahren gekauft ? Vermutlich auch nicht sehr viele. Es braucht halt alles eine gewisse Zeit, um anzulaufen. Aehnlich wird es bei den Downloads sein, das wird sich auch vermehren... Antworten



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