Helles, weisses Schreien der Black Keys
Von Jean-Martin Büttner . Aktualisiert am 03.02.2012 1 Kommentar
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Sie hätten schon vor einem Jahr herkommen sollen, mussten aber die Tournee aus Erschöpfung absagen. In der Zwischenzeit nahmen die Black Keys ein neues, schnelles, siebtes Album auf, und auch sonst scheint die Wiederherstellung erfolgreich verlaufen zu sein. Ihr erstes Schweizer Konzert jedenfalls haben sie am Dienstag in der ausverkauften Maag-Halle nicht so sehr gegeben, als vielmehr innert neunzig Minuten angefacht und abgebrannt.
Fassungslos steht man in der Menge, während das Adrenalin durch den Körper peitscht, schaut nach vorne und fragt sich: Wie kommt es, dass zwei bleiche Buben aus nirgendwo in Ohio eine Musik spielen, aus der man die schwarzen Schreie und bösen Gitarren ihrer Vorbilder heraushört, ohne dass es einem langweilig wird dabei und ohne dass Geschichte karaokeisiert wird? Wieso klingt alles alt und neu zugleich?
Dem Bluesrock verpflichtet
Die einfachste Antwort ist die beste: Weil Dan Auerbach und Patrick Carney, der bärtige Gitarrist und der Schlagzeuger mit Hornbrille, ihre Musik mit einer Begeisterung vortragen, als hätten sie alles selbst erfunden. Genaueres Hinhören verdeutlicht dann, wie elegant die zwei ihre Soul- und Bluesschraffierungen mit klarem Songhandwerk legieren. Wie schon Nirvana lieben die Black Keys auch die Popmusik und schreiben drum schöne Refrains. Und schliesslich hört man den beiden an, wenn sie ihre Begleiter von der Bühne schicken, wie sehr sie aufeinander bezogen musizieren: Da kommt man sich vor wie ein Voyeur, der den Buben aus nirgendwo beim Üben zusieht. Am Schluss, als die Probe vorbei ist, bedankt sich der mit dem Bart artig und zieht die Gitarre aus. Der andere steht von seinem Schlagzeug auf, zieht die Hornbrille an und winkt ein wenig.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 03.02.2012, 16:14 Uhr
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1 Kommentar
Die beste Rockband der Welt? Na ja, da frage ich mich was die Schreiberlinge von Beruf sind.
Ich war am Dienstag in der unsäglichen Maaghalle da. Diese Band ist nett, hat ein paar interessante Songs nichts mehr, ein Hype wie seit gefühlten 30 Jahren immer wieder erlebt. Dem Blues verpflichtet oder nur abkupfernd? @JMB zu Nivarna: Hör Dir bitte Bleach an und liess Deinen Satz nochmals...pff
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