Kultur

Lulu Gainsbourg wagt sich an seinen Vater

Aktualisiert am 23.02.2012

Mit «From Gainsbourg to Lulu» debütiert der jüngste Spross des 1991 verstorbenen Serge Gainsbourg, Lucien «Lulu» Gainsbourg, als Musiker. Schützenhilfe dabei leisten ihm illustre Namen.

1/5 Wagt sich an das Werk seines Vaters: Lulu Gainsbourg.
Bild: lulugainsbourg.artiste.universalmusic.fr

   

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Was würde wohl der Vater dazu meinen: «L'eau à la bouche».

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Wien «From Gainsbourg to Lulu» heisst das Debütalbum von Lulu Gainsbourg, «ein Geschenk für meinen Vater», wie der 25-Jährige sagt. Der berühmte Barde war 1991 gestorben, als Lulu erst fünf Jahre alt war. Lulu Gainsbourg versteckt sich nicht hinter einem Künstlernamen. «Ich habe früh begriffen, dass ich – egal, was ich mache, welchen Beruf ich ergreife – immer mit meinem Vater verglichen oder in Verbindung gebracht werde. Vor allem in Frankreich. Ich habe mich von diesem Druck befreit und gebe einfach mein Bestes», sagte der 25- Jährige im Gespräch mit der Nachrichtenagentur APA in Wien.

Die Meinung der Öffentlichkeit interessiert ihn nicht

Das Album mit Neuinterpretationen von 15 Klassikern seines Vaters sei «eine ganz persönliche Ehrung» der Arbeit von Serge Gainsbourg, so der Sohn. Die Meinung der Öffentlichkeit zu diesem Projekt habe ihn nicht beschäftigt.

«Mein Zugang war: Das Wichtigste ist nicht die Erwartung der Leute, sondern dass ich die beste Arbeit für meinen Vater abliefere. Jeder hat einen anderen Zugang zum Schaffen meines Vaters – das ist jetzt meiner. Es gibt ja viele Tributes, aber ich hatte eine ganz andere Herangehensweise, weil das Material ja von meinem Vater stammt und ich die Songs im Fleisch und Blut habe».

Johnny Depp und Scarlett Johansson singen mit

Mut bekam Lulu aus seinem Bekanntenkreis zugesprochen: «Ganz zu Beginn, als ich daran dachte, mein Debüt aufzunehmen, sagte ein Freund zu mir: «Mach etwas, auf das dein Vater stolz sein würde». Und die Reaktion von ihm nahestehenden Menschen habe ihn letztlich gefreut und bestätigt: «Meine Mutter war sehr stolz. Viele Leute, die meinen Vater gekannt haben, versicherten mir, dass sie meine Arbeit berührt habe».

Lulu holte sich zur Aufarbeitung des Material namhafte Kollegen ins Studio. «Johnny Depp, Vanessa Paradis und Marianne Faithfull sind gute Freunde. Alle anderen habe ich über ihr Management kontaktiert. Ich habe es einfach probiert». «Bei Scarlett Johansson hat sich mein Manager an ihr Management gewandt, aber keine Antwort bekommen. Also habe ich unter meinem Namen noch ein Mail geschickt – am nächsten Tag hat sie zugesagt. Der Name Gainsbourg weckt halt Interesse, da muss ich mir nichts vormachen».

Iggy Pop per Filesharing

Weitere Studiopartner waren z. B. Rufus Wainwright, Shane McGowan und Richard Bona. «Natürlich gab ich die Richtung vor, aber jeder sollte sich auch einbringen können. Bei Scarlett war es mir etwa wichtig, dass sie nicht bloss eine Gastsängerin, sondern in die komplette Entstehung des Songs involviert war».

Nur eine einzige Stimme kam per Filesharing auf die LP: «Iggy Pop hielt sich in Miami auf, ich konnte aus Zeitgründen nicht hinfliegen. Es war der einzige, den ich nicht persönlich getroffen habe».

(omue/sda)

Erstellt: 23.02.2012, 10:32 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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