Nur die Grossen in der Schweizer Hitparade?
Aktualisiert am 10.04.2011 42 Kommentare
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Die Wettbewerbskommission (Weko) prüft eine Beschwerde des digitalen Musikvertriebs iMusician. Letzterer verdächtigt den Dachverband der Ton- und Tonbildträgerhersteller IFPI, bei der Erstellung der Schweizer Hitparade die Major Labels zu bevorzugen.
Weko-Vizedirektor Patrik Ducrey bestätigte am Sonntag gegenüber der SDA entsprechende Berichte der «NZZ am Sonntag», der «SonntagsZeitung» und des «Sonntag». Die Beschwerde werde zur Zeit abgeklärt, ein formelles Verfahren sei aber noch nicht eröffnet.
Trotz guter Verkäufe nicht in Hitparade
Der Verdacht, dass die «Offizielle Schweizer Hitparade» nicht die tatsächlichen Verkaufsergebnisse widerspiegelt, kam den Beschwerdeführern, nachdem der Song «Slow down. Take it easy» der Band «Da Sign & The Opposite» trotz hervorragenden Online-Verkäufen nicht in der «Offiziellen Hitparade» erschien, sagte Tobias Wirz von iMusician der SDA.
Nach welchen Kriterien die Hitparade erstellt wird, wird laut Wirz vom IFPI geheim gehalten. Die mächtigsten IFPI-Mitglieder, Major Labels wie Sony, Universal, Warner und EMI, sorgten mit unlauteren Mitteln dafür, dass ihre Produkte bevorzugt werden, vermutet Wirz.
Einen Antrag von iMusician, in den Dachverband aufgenommen zu werden, wurde abgelehnt. «Uns wurde nur mitgeteilt, dass wir die Bedingung, dass zwei bis drei bisherige Mitglieder unseren Vertrieb kennen müssen, nicht erfüllen».
Offenbar ist die Ifpi am Umdenken. Vor zwei Wochen, an der Konferenz des Festivals m4music, sagte Ifpi-Geschäftsführer Beat Högger gegenüber dem «Sonntag»: «Wir haben nichts zu verstecken. Deshalb planen wir das geheime Reglement zu publizieren.»
(oku/sda)
Erstellt: 10.04.2011, 15:41 Uhr
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42 Kommentare
Wen interessiert die "offizielle" Schweizer Hitparade? In einer Zeit in der fast jeder seine eigene Hitparade auf seinem Blog publiziert, ist jeder seines eigenen Glückes Schmied. Das gilt für die Musiker wie für die Zuhörer. Ausserdem wird gute Musik auf der ganzen Welt produziert. Was davon in Europa den Weg in die Radios und somit in die "Hitparade" findet ist nur ein ganz kleiner Bruchteil. Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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